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Iran News....

„New-York-Times“- Bericht
USA wollten Ahmadinedschad als Iran-Spitze
Mit einer exklusiven Recherche hat am Mittwoch die „New York Times“ („NYT“) für Aufsehen gesorgt: Demzufolge sollen die USA und Israel zu Beginn des Iran-Krieges Ende Februar geplant haben, den iranischen Ex-Präsidenten und vormaligen amerikanischen Erzfeind Mahmud Ahmadinedschad als neue Führung in Teheran zu installieren. Ein fehlgelaufener Angriff auf dessen Wohnhaus soll diesen Plan dann allerdings zerstört haben.

Kurze Zeit nachdem der ehemalige oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, Ende Februar durch einen israelischen Luftangriff getötet worden war, erklärte US-Präsident Donald Trump, dass die neue Führung in Teheran aus dem „Inneren des Iran“ kommen solle.

Laut dem „NYT“-Bericht hatten die Verbündeten USA und Israel dabei eine bestimmte Person im Kopf: den berüchtigten iranischen Ex-Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Demzufolge hätten US-Regierungsvertreter gegenüber der „NYT“ bestätigt, dass Israel entsprechende Pläne entwickelt und Ahmadinedschad darüber informiert habe.

 
Seepocken belasten Schiffe vor Straße von Hormus
Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran im Zuge des Iran-Krieges bremst nicht nur durch die weitgehenden Durchfahrtssperren die internationale Schifffahrt in der Region.

Weil die Temperaturen steigen und die Schiffe teilweise schon wochenlang ausharren müssen, kämpfen sie jetzt mit unerwünschten Nebenerscheinungen: Seepocken und Algen setzten sich an den Schiffen fest, schreibt die „Financial Times“ („FT“). Rund 800 Handelsschiffe mit rund 20.000 Seeleuten an Bord sitzen laut „FT“ seit Ende Februar fest.

Wie der Chef von Hapag-Lloyd, Rolf Habben Jansen, vor Kurzem im firmeneigenen Podcast erzählte, konnte ein Schiff, das seit Anfang März festsaß, aufgrund des intensiven Bewuchses nur mit verminderter Geschwindigkeit aus der Straße von Hormus gelotst werden. Gegenüber der „FT“ hieß es von Hapag-Lloyd, dass die Schiffsschraube, große Teile der Bordwände und 40 Prozent des Schiffsbodens bewachsen waren.

Schwierige Situation auch für Seeleute
Ein weiteres Problem für die Hunderten Schiffe: Wenn etwas kaputtgehe, sei es sehr schwierig, an Ersatzteile zu kommen, so die Zeitung weiter. Normalerweise dauere es einen oder zwei Tage, bis Ersatzteile geliefert werden, nun bist zu 14. Es gebe nicht viele Charterboote, die die unsichere Fahrt auf sich nehmen würden.

 
Hatten die USA und Israel Pläne mit Irans "Hitler", Mahmud Ahmadinejad?
Der im Westen verteufelte Ex-Präsident verschwand zu Kriegsbeginn nach einem Angriff auf sein Haus. Das Ziel des Luftschlags soll aber nicht seine Tötung, sondern seine Befreiung gewesen sein

"Das Böse ist gelandet" titelte im September 2007 das Boulevardblatt Daily News, als der damalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinejad zur Uno-Vollversammlung in New York eintraf. In der Unterzeile des Aufmachers prangte "Hitler" in roten Großbuchstaben. Knapp zwei Jahrzehnte später behauptet die New York Times, dass Ahmadinejad in den US-israelischen Regimesturzplänen im Iran eine Rolle spielte: Er sollte die Macht übernehmen.

Bereits im März 2026, keine zwei Wochen nach dem US-israelischen "Enthauptungsschlag" im Iran, spekulierte The Atlantic darüber, ob ein Angriff auf oder nahe Ahmadinejads Haus vielleicht nicht als Tötungs-, sondern als Befreiungsaktion gemeint gewesen war. Denn der Ex-Präsident (2005 bis 2013) saß seit langem im bewachten Hausarrest, der nach den Großdemonstrationen im Jänner noch einmal verschärft worden war. Immerhin nahm ihn das Regime noch als gewisse Gefahr wahr. Aber er gehörte nicht mehr dazu.

 
Zwischen Iran und Familienfeier
Manchmal reichen wenige Sätze aus, um einen ungewöhnlichen Moment sichtbar zu machen. Auf die Frage, ob er zur Hochzeit seines Sohnes gehen werde, antwortete Donald Trump zunächst, sein Sohn würde ihn gerne dort sehen und er wolle versuchen hinzugehen. Dann folgte ein Satz, der die Aufmerksamkeit sofort auf sich zog. Der Zeitpunkt sei ungünstig, sagte Trump. Er habe „eine Sache namens Iran“ und andere Themen.

Noch bemerkenswerter wurde es im nächsten Moment. Über seinen eigenen Sohn sagte Trump: „Er ist eine Person, die ich schon sehr lange kenne.“ Die Aussage wirkte auf viele ungewöhnlich, weil sie die Sprache einer politischen Begegnung mit der Beschreibung eines Familienmitglieds vermischte. Menschen sprechen normalerweise über Verbundenheit, Erinnerungen oder persönliche Nähe. Trump formulierte es anders. In Washington fällt dieser Satz in eine Phase, in der sich Krieg, innenpolitischer Druck und offene Konflikte innerhalb der Republikanischen Partei immer weiter verdichten. Der Iran-Konflikt beschäftigt Kongress und Regierung. Gleichzeitig wachsen Spannungen im eigenen Lager.

Und plötzlich entsteht zwischen Militärbriefings, Abstimmungen und internationalen Krisen ein Moment, in dem selbst eine einfache Frage nach einer Hochzeit nicht mehr wie eine normale Familienfrage klingt. Und die Antwort dazu: „Befremdlich“

 
Die unsichtbare Pipeline: Milliarden, Binance und Irans Schattennetz
Während sich die Aufmerksamkeit auf Raketen, Kriegsschiffe und Schlagzeilen über den Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Iran richtet, lief im Hintergrund über Jahre ein anderer Strom weiter. Keine Tanker auf Satellitenbildern, keine Militärkolonnen, keine Uniformen. Stattdessen Zahlenreihen, digitale Konten und Kryptowährungen. Nach neuen Berichten sollen Milliardenbeträge über die Handelsplattform Binance durch Netzwerke geflossen sein, die mit iranischen Strukturen verbunden sein sollen.

Im Zentrum steht Babak Zanjani. In Iran ist der Unternehmer seit Jahren bekannt. Er bezeichnete sich selbst offen als Betreiber von „Anti-Sanktions-Operationen“. Bereits vor mehr als zehn Jahren geriet er wegen mutmaßlicher Umgehung internationaler Sanktionen in den Fokus amerikanischer Behörden. Nun taucht sein Name erneut auf. Interne Unterlagen sollen zeigen, dass über ein Netzwerk rund um Zanjani in zwei Jahren Transaktionen von rund 850 Millionen Dollar über Binance liefen. Die Bewegungen sollen sich dabei überwiegend auf ein einzelnes Handelskonto konzentriert haben. Weitere Konten sollen von Personen aus seinem direkten Umfeld genutzt worden sein. Genannt werden eine Schwester, eine Partnerin sowie ein Direktor eines Unternehmens aus seinem Umfeld. Ermittler sollen dabei festgestellt haben, dass mehrere dieser Konten von denselben Geräten aus genutzt wurden.

Nach Einschätzung interner Prüfer soll dies Hinweise auf den Versuch geliefert haben, Sanktionen zu umgehen.

Besonders brisant erscheint dabei nicht allein die Summe. Entscheidend ist die Frage, was mit diesen Geldern geschah. Nach Einschätzungen aus Ermittlungsunterlagen sollen erhebliche Teile der Geldströme mit Finanzierungswegen in Verbindung stehen, die Irans Revolutionsgarden zugutekommen könnten. Die Revolutionsgarden gehören zu den mächtigsten Strukturen innerhalb Irans und kontrollieren militärische, politische und wirtschaftliche Bereiche des Landes. Zudem unterstützen sie Gruppen wie die Hamas, die Hisbollah und die Huthi-Miliz im Jemen. Binance weist Vorwürfe zurück. Das Unternehmen erklärte, es gebe keinerlei Toleranz gegenüber illegalen Aktivitäten auf der Plattform und man habe umfangreiche Maßnahmen zur Einhaltung internationaler Vorschriften aufgebaut. Das Unternehmen betont außerdem, dass viele der genannten Transaktionen keinen direkten Bezug zur Plattform gehabt hätten.

Dennoch werfen die Berichte Fragen auf.

Bereits 2023 bekannte sich Binance in den Vereinigten Staaten schuldig, gegen Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und gegen Sanktionsregeln verstoßen zu haben. Damals folgte eine Rekordstrafe von 4,3 Milliarden Dollar. Firmengründer Changpeng Zhao akzeptierte eine Gefängnisstrafe und wurde später von Donald Trump begnadigt.

Nach diesem Verfahren sollte sich vieles ändern. Kontrollen sollten verschärft werden. Überwachungssysteme sollten verbessert werden. Interne Prüfer und externe Kontrolleure sollten Risiken schneller erkennen.

Nach den neuen Angaben liefen jedoch weiterhin Geldströme über Konten mit mutmaßlichen Verbindungen zu Iran. Weitere Zahlen zeigen die Größenordnung. Eine Analyse soll Geldbewegungen von rund 107 Millionen Dollar aus digitalen Geldbörsen der iranischen Zentralbank in Richtung Binance-Konten festgestellt haben. Hinzu kommen weitere Transaktionen von etwa 260 Millionen Dollar zwischen Binance-Konten und digitalen Geldbörsen, die mit sanktionierten iranischen Strukturen verbunden gewesen sein sollen. Hinzu kommt ein weiteres Detail, das Aufmerksamkeit erzeugt. Binance unterstützte die Kryptoplattform World Liberty Financial, die mit Donald Trumps Umfeld verbunden ist. Berichten zufolge soll dieses Projekt seit 2024 Einnahmen von mehr als 1,2 Milliarden Dollar erzielt haben.

Parallel dazu verschärft die amerikanische Regierung den Druck auf Irans Finanzwege. Das Finanzministerium warnte erst kürzlich Finanzinstitute vor möglichen Konsequenzen, falls sie Geldtransfers zugunsten Irans ermöglichen. Zudem wurden digitale Vermögenswerte im Umfang von rund 344 Millionen Dollar eingefroren. Der Fall zeigt, wie sich wirtschaftliche Konflikte verändert haben. Sanktionen wirken heute nicht mehr nur über Banken, Häfen oder internationale Zahlungsnetzwerke. Sie treffen auf digitale Systeme, die in Sekunden um den Globus wandern können. Wo früher Koffer voller Bargeld, Briefkastenfirmen und geheime Konten notwendig waren, reichen heute digitale Geldbörsen, Handelsplattformen und ein Netzwerk aus virtuellen Transaktionen.

Und genau dort liegt das eigentliche Problem. Wenn Milliardenbeträge laut internen Warnungen und Ermittlungsunterlagen selbst nach Milliardenstrafen und verschärften Kontrollen weiter ihren Weg finden, entsteht eine Frage, die weit über Binance hinausgeht. Sie richtet sich an ein Finanzsystem, das immer schneller wird und dessen Kontrollmechanismen offenbar nicht immer Schritt halten.
 
Dummheit und Zynismus im Irankrieg
Haben die USA und Israel ernsthaft daran gedacht, dem bei demokratischen Kräften verhassten Expräsidenten Ahmadinejad eine Rolle nach einem Umsturz in Teheran zu geben?

Für das Versprechen "Ende Mai wissen wir mehr" wird es langsam knapp: Diejenigen, die sich langsam entscheiden müssen, ob sie ihren sommerlichen Urlaubsflug mit Zwischenstopp Dubai oder Doha nicht besser umbuchen sollten, sind noch in einer angenehmeren Position. Die Wirtschaftsfolgen der Warterei, ob die Straße von Hormus wieder aufgeht oder nicht, werden für manche Staaten vor allem in Asien dramatisch. Dort bröckeln jetzt die Währungen.

US-Präsident Donald Trump vermittelt den Eindruck, dass er nur auf ein minimales iranisches Entgegenkommen wartet, um mit wehenden Rockschößen davonzurennen. Ein Telefonat mit Israels Premier Benjamin Netanjahu, der fürchtet, dass die USA sich völlig zurückziehen, soll stürmisch verlaufen sein. Vielleicht macht sich Netanjahu umsonst Sorgen, denn der Iran scheint zu einer neuen Kriegsrunde bereit zu sein. Trump traut man zu, dennoch in Kürze triumphierend den fachlichen Schwachsinn zu verkünden, dass der Iran "auf Atomwaffen verzichtet" und alles wieder in Ordnung ist.

Radikalster aller Präsidenten
Dass die USA und Israel ernsthaft daran gedacht haben dürften, Mahmud Ahmadinejad, den radikalsten in der Reihe aller iranischen Präsidenten, als Übergangsführung in Teheran zu installieren, fügt der Geschichte dieses Kriegs noch eine besondere Nuance hinzu: Zu Fehlkalkulation gesellt sich unendlicher Zynismus.

 
Pakistan treibt in Teheran Friedensbemühungen voran
Pakistan treibt seine Vermittlungsbemühungen im Krieg zwischen dem Iran und den USA voran. Innenminister Syed Mohsin Naqvi traf sich gestern in Teheran zu einer weiteren Gesprächsrunde mit dem iranischen Außenminister Abbas Araktschi, wie halb amtliche Nachrichtenagenturen meldeten. Es gehe um die Erarbeitung eines Rahmenwerks zur Beilegung der Differenzen. Vor zwei Tagen habe Naqvi der iranischen Seite die jüngste Botschaft der US-Regierung überbracht.

Auch Pakistans Armeechef Asim Munir reiste nach Teheran. Munir sei vom iranischen Innenminister Eskandar Momeni und seinem pakistanischen Kollegen Naqvi empfangen worden, erklärte das pakistanische Militär. Feldmarschall Munir werden gute Kontakte zu US-Präsident Donald Trump nachgesagt. Er gilt als Vermittler zwischen den Kriegsparteien.

Iran gibt sich zurückhaltend
Das iranische Außenministerium äußerte sich zurückhaltend. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums wurde von der Agentur IRNA mit den Worten zitiert, Diplomatie brauche Zeit. Er deutete an, dass man noch nicht an einem Punkt sei, an dem eine Friedensvereinbarung greifbar sei.

 
Berichte: Trump erwägt neue Angriffe auf den Iran
Ungeachtet der intensiven diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs erwägt US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge neue Angriffe auf die Islamische Republik.

Der US-Sender CBS und das Nachrichtenportal Axios berichteten gestern, die USA würden sich auf eine mögliche Wiederaufnahme der Militärangriffe vorbereiten. Derweil traf Pakistans Armeechef Asim Munir für Vermittlungsgespräche in Teheran ein.

Noch keine Entscheidung getroffen
Axios berichtete unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter, Trump habe gestern Früh eine Sitzung mit seinen engsten Sicherheitsberatern abgehalten. Der Präsident sei zunehmend „frustriert“ über die Verhandlungen mit Teheran – und tendiere inzwischen eher zu neuen Angriffen als zu einer Fortsetzung der Diplomatie.

CBS berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen, US-Militär- und Geheimdienstvertreter hätten ihre Reisepläne für das lange Wochenende angesichts möglicher Angriffe gestrichen. CBS wie auch Axios berichteten aber auch, eine Entscheidung für eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen sei noch nicht getroffen worden.

 
Trump: Einigung mit Iran „weitgehend ausgehandelt“
Zuvor habe Trump seinem Posting zufolge ein Gespräch mit Vertretern Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars, Pakistans, der Türkei, Ägyptens, Jordaniens und Bahrains, geführt. Trump schrieb weiter, separat habe er auch ein Telefonat mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gehabt, das gut verlaufen sei.

Unklarheit über Öffnung der Straße von Hormus
„Die letzten Aspekte und Details des Abkommens werden derzeit besprochen und sollen in Kürze bekanntgegeben werden.“ Trump nannte als Bestandteil der Vereinbarung, dass die Straße von Hormus geöffnet werde.

Unmittelbar danach betont jedoch der Iran, weiter die Kontrolle über die Meerenge zu behalten. Die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Schiffspassage werde auch im Falle eines Abkommens mit den USA „unter voller iranischer Verwaltung und Souveränität bleiben“, schrieb ein iranischer Militärsprecher auf der Plattform X.

 
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