Pattsituation im Iran
US-Regierung steht vor Dilemma
Eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg ist derzeit schwer absehbar: Ein zweiter Verhandlungsanlauf der USA mit dem Iran wurde auf Eis gelegt, die zweiwöchige Waffenruhe einseitig von US-Präsident Donald Trump auf Druck der Vermittlerstaaten verlängert. Teheran sieht sich mit der Blockade der Straße von Hormus in der stärkeren Verhandlungsposition. Laut Beobachtern stünde die US-Regierung deswegen vor einer „unausweichlichen Wahl“.
Um der diplomatischen Sackgasse zu entkommen, müsste sich die US-Regierung zwischen Zugeständnissen und der Eskalation entscheiden, schrieb der israelischen Iran-Experte Danny Citrinowicz vom Institute for National Security Studies (INSS) auf der Plattform X. Je früher Washington erkenne, „dass Druck ohne politisches Ziel eine Strategie ohne Ausweg ist, desto besser stehen die Chancen, einen endlosen Konflikt zu vermeiden“, hieß es.
Der Druck durch die US-Seeblockade gegen den Iran würde Teheran nämlich nicht zum Einlenken zwingen, so Citrinowicz. Anstatt Zugeständnisse zu machen, positioniere sich der Iran für eine Eskalation, „insbesondere auf eine Weise, die die globalen wirtschaftlichen Kosten einer Konfrontation erhöht“, schrieb er.
Trump will das US-Militär eigentlich schon länger zurückziehen, aber der Iran lasse ihn nicht, schrieb der Militärhistoriker Philips O’Brien in seinem Newsletter. Nun stehe der Präsident öffentlich gedemütigt mit leeren Händen da. Das wäre etwa an seinen Drohungen und sonstigen Äußerungen in seinem eigenen Onlinenetzwerk Truth Social erkennbar.
Gesetzliche Deadline setzt Trump unter Druck
Eine gesetzliche Deadline könnte Trump laut einem Bericht der „New York Times“ aber bald zu einer Entscheidung zwingen. Das „War Powers“-Gesetz aus dem Jahr 1973 sieht vor, dass die Befugnisse des US-Präsidenten in einem Krieg ohne Zustimmung des Kongresses nach 60 Tagen eingeschränkt werden.
orf.at
US-Regierung steht vor Dilemma
Eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg ist derzeit schwer absehbar: Ein zweiter Verhandlungsanlauf der USA mit dem Iran wurde auf Eis gelegt, die zweiwöchige Waffenruhe einseitig von US-Präsident Donald Trump auf Druck der Vermittlerstaaten verlängert. Teheran sieht sich mit der Blockade der Straße von Hormus in der stärkeren Verhandlungsposition. Laut Beobachtern stünde die US-Regierung deswegen vor einer „unausweichlichen Wahl“.
Um der diplomatischen Sackgasse zu entkommen, müsste sich die US-Regierung zwischen Zugeständnissen und der Eskalation entscheiden, schrieb der israelischen Iran-Experte Danny Citrinowicz vom Institute for National Security Studies (INSS) auf der Plattform X. Je früher Washington erkenne, „dass Druck ohne politisches Ziel eine Strategie ohne Ausweg ist, desto besser stehen die Chancen, einen endlosen Konflikt zu vermeiden“, hieß es.
Der Druck durch die US-Seeblockade gegen den Iran würde Teheran nämlich nicht zum Einlenken zwingen, so Citrinowicz. Anstatt Zugeständnisse zu machen, positioniere sich der Iran für eine Eskalation, „insbesondere auf eine Weise, die die globalen wirtschaftlichen Kosten einer Konfrontation erhöht“, schrieb er.
Trump will das US-Militär eigentlich schon länger zurückziehen, aber der Iran lasse ihn nicht, schrieb der Militärhistoriker Philips O’Brien in seinem Newsletter. Nun stehe der Präsident öffentlich gedemütigt mit leeren Händen da. Das wäre etwa an seinen Drohungen und sonstigen Äußerungen in seinem eigenen Onlinenetzwerk Truth Social erkennbar.
Gesetzliche Deadline setzt Trump unter Druck
Eine gesetzliche Deadline könnte Trump laut einem Bericht der „New York Times“ aber bald zu einer Entscheidung zwingen. Das „War Powers“-Gesetz aus dem Jahr 1973 sieht vor, dass die Befugnisse des US-Präsidenten in einem Krieg ohne Zustimmung des Kongresses nach 60 Tagen eingeschränkt werden.
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