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Israel-Palästina Konflikt Sammelthread

Rassismus und Diskriminierung sind soziale Erscheinungen, man kann sowieso damit schwer Verallgemeinungen machen (es sei denn, sie sind insitutionalisiert, wie früher in Südafrika und in den USA, was natürlich in Israel nicht der Fall ist). Die Tatsache ist, dass diese anscheinend auch in Israel gegen orientalische Juden vorhanden waren oder sind. Was das hier besonders tragisch macht, ist dass diese orientalischen Juden den Preis für das vorwiegend europäisches Projekt des Zionismus zahlen sollten.

Den Preis zahlten sie zu tausenden, das stimmt, was aber nicht bedeutet dass es die Schuld der Zionisten war.... Jetzt wo es praktisch kaum Juden in den arabischen Ländern gibt sagt man auf Einmal dass Juden ganz gut und ok sind aber Zionisten sind schlecht... Damals schien es aber noch keinen Unterschied zwischen "guten" Juden und Zionisten zu geben..... Warum erwähnst du nicht wer diese Menschen wirklich vertrieben hat, und gibst denen den gerechten Anteil an Schuld?

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Es geht hier nicht um jeden Israeli. Im Islam gibt es keine Kollektivschuld oder Erbsünde und somit sowas wie Kollektivstrafe das mit nach sich zieht. Im Islam steht jeder alleine für seine Taten vor Gott und wird (individuell) gerichtet.

Schade! diese Erkenntniss kommt leider zu spät für all die vertriebenen Juden.. Hätten das die muslimischen Länder mal beachtet dann hätten sie nach den Koran gehandelt und noch dazu Israel nicht die Möglichkeit geben können so schnell zu wachsen zusammen mit all den negativen Erfahrungen die die Flüchtlinge damals mitnehmen mussten.... dafür muss jetzt einmal mehr der Palästinenser von heute bezahlen...
 
Den Preis zahlten sie zu tausenden, das stimmt, was aber nicht bedeutet dass es die Schuld der Zionisten war.... Jetzt wo es praktisch kaum Juden in den arabischen Ländern gibt sagt man auf Einmal dass Juden ganz gut und ok sind aber Zionisten sind schlecht... Damals schien es aber noch keinen Unterschied zwischen "guten" Juden und Zionisten zu geben..... Warum erwähnst du nicht wer diese Menschen wirklich vertrieben hat, und gibst denen den gerechten Anteil an Schuld?

Wer den Schuld für so etwas bei Menschen sucht, wird nicht viel weiter kommen. Man kann bestimmte Menschen mit Namen identifizieren (die meisten von ihnen sind mittlerweile tot), man kann aber damit nichts machen, um so etwas in der Zukunft zu verhindern. Das ist eine Gewöhntheit von Leute, die sich mehr um den "juristischen" Aspekt interessieren. Wenn man aber in die Wurzel des Problems gehen will, dann muss man sich mit Ideen und politische und soziale Bewegungen sich beschäftigen.

Zur Vertreibung/Flucht der arabischen Juden ist es gekommen, weil der Zionismus ins Spiel gekommen ist. Das ist eine Tatsache, die man nicht vermeiden kann. Der Zionismus hatte als unvermeidbare Folge, dass ein national-territorialer Konflikt zwischen muslimisch-christlichen Arabern und Juden entsteht, den es früher nicht gab. Der arabische wie auch die verschiedene lokale Nationalismen sind genau in diesen Zeiten entstanden, und der Zionismus hat dafür gesorgt, dass die Juden als nationaler Feind definiert werden - was als Folge den Druck auf Juden hatte, der zu ihrer Vertreibung/Flucht geführt hat.

Ohne den Zionismus, würden die arabischen Juden wahrscheinlich an die anderen nationalen Bewegungen der arabischen Welt teilnehmen (die Zeichen dafür gab es schon) und würden zu stolzen arabischen/syrischen/libanesischen/ägyptischen Nationalisten - genau so wie die arabischen Christen. Das heißt nicht, dass sie heute in der arabischen Welt keine Probleme begegnen würden (die Muslimen und Christen tun es auch), sie wären aber nicht dieselben Problemen, und sie würden nicht ganz verschwinden.
 
Nochmals ein Appell an den Gläubigen und religiösen Leuten hier. Denn die säkularen Leute können damit nicht viel anfangen.

Wenn ihr wirklich glaubt, dass es sich bei diesem Israelischen Staat, der heute mit Gewalt und Ungerechtigkeit im Heiligen Land installiert wurde, um das Heilige Israel (Prophezeiung in der Bibel) handelt, dann hat man euch eine 6 für eine 9 verkauft.
Die Zionisten haben euch verführt und gelinkt, fragt selbst die religiösen orthodoxen Juden, die wirklich Ahnung haben von der Religion.

Wir teilen dieselbe Auffassung was Israel und demzufolge den Messias (a.s.) angeht. Wir glauben ebenfalls an den Messias, der erscheinen wird, bzw. zurückkehren wird und ein gerechter Herrscher sein wird. Wir glauben das wird Jesus, der Sohn der Maria (a.s.), sein!

Die Zionisten haben die Theologie einfach säkularisiert. Sie spielen hier aus Sicht der Religion den Messias! Sie spielen mit euren religiösen Gefühlen. Genauso wie ISIS mit den Muslimen, nur hat ISIS nie ein Hollywood- Kurs besucht und unglaublich schlechte PR. Dies ist auch so gewollt, damit die Muslime als die Bedrohung der Welt wahrgenommen werden. Ablenkung, Angst und Zwiespalt verbreiten, das war schon immer die Masche der Elite und es funktioniert wieder!

Wenn man dich so liest, dann hat man den Eindruck du leidest unter Wahrnehmungsstörungen. Zionisten, Zionisten, Zionisten. Überall Zionisten.
Alleine der letzte Absatz reicht schon um deinen Wahn zu erkennen. Gute Besserung auf dem Wege.
 
Wessen Fake ist eigentlich Metatron?

Ich bin auch noch nicht dahinter gekommen. Eigentlich wäre es doch ein leichtes für die Moderatoren die IP-Adressen der User herauszukramen. Früher hat man zumindest auf der Seite noch solche Fake Accounts sofort gelöscht. Sofern natürlich wenn er ein Fake ist.
 
Wenn es schlussendlich auf eine Zweistaatenlösung hinausläuft, dann versteh ich den nutzen nicht wirklich... eine solche umfassendere Militärverwaltung würde nichts am gefühlten Hass der Palästinenser ändern... im Gegenteil... ich weiss nicht nach welchem Vorbild du gehst, aber solche "fremdherrschaften" sind immer eeskaliert zum Ende hin.... Frieden lernen geht nur mit Bildung und Wohlstand und da würde ich eher ansetzen... Wenn man eine Ein-Staat-Lösung will dann auf jeden Fall in diese Richtung.... Vielleicht habich dich falsch verstanden.. naja egal

Das Hauptinteresse Israels liegt darin, sich aus den besetzten Gebieten zurueckzuziehen, denn diese sind fuer Israel mit enormen Kosten verbunden, doch das ist nicht moeglich, solange die Araber die Vernichtung der Juden anstreben. Wenn die IDF sich aus den Gebieten zurueckziehen wuerde, waeren die Juden den Arabern ausgeliefert. Das palArabische Bildungssystem hat wie gesagt ganze Generationen verdorben. Der Antisemitismus zieht sich durch alle Bereiche im Leben der PalAraber, staendig werden sie daran erinnert, Juden zu hassen. Der User Afro versucht das zwar immer so darzustellen, als sei der Antisemitismus der Araber eine neumodische Erscheinung und direkte Folge des Zionismus, doch das stimmt nicht, der Antisemitismus der Araber ist um einiges aelter als der Zionismus und reicht bis zu Mohammed zurueck. Der Fehler Israels war(und das ist meine Meinung), dass sich die Besatzung ausschließlich auf die militaerische Praesenz beschraenkte, deren einziges Ziel es war, die Juden in dem Gebiet vor arabischen Uebergriffen zu schuetzen. Dabei haette die Besatzung viel umfassender sein sollen mit direktem Eingriff in das Bildungssystem usw. wie am Beispiel der Besatzungszonen in Deutschland in der Nachkriegszeit, stattdessen wurde PalArabern Autonomie gewaert. So konnten ganze von Hass zerfressene Generationen gezuechtet werden, mit denen ein Frieden bisher unmoeglich scheint. Wenn Frieden durch eine Zweistaatenloesung erzielt werden soll, dann muss zunaechst der Hass aus den Koepfen der PalAraber verschwinden und das ist nur moeglich, wenn man ihnen temporaer die Selbstbestimmung entzieht.

~Metatron
 
Keine Ahnung, spielt auch keine allzugrosse Rolle denn mittlerweile sind die Menschen durchmischt und verwurzelt in Israel...
Die meisten Ephraimiten sind in Diaspora und Afghaner sind Perser.

Und ich dachte nur die israelische Einwanderung nach Palästina war Gottgewollt aber siehe da die palästinensische auch:
Bibel:Amos 9:7
7 ‚Seid ihr mir nicht wie die Söhne der Kuschịten*, o Söhne Israels?‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Führte ich nicht Israel selbst aus dem Land Ägypten herauf+ und die Philịster+ aus Kreta* und Syrien* aus Kir?‘*+


Juden werden mit Kuschiten (Palästinenser und Araber) vergliechen:)
 
Ein noch tragischer Aspekt, ist der Rassismus, den diese orientalische "dunklere" Juden in Israel von den aschkenasischen "weißen" europäischen Juden oft erlebt haben. Zionismus war ein Projekt, der zum größten Teil von europäischen Juden getragen wurden - die mizrahischen Juden waren aber diese, die den größten Preis dafür bezahlen sollten. In diesem Zusammenhang kann man auch Gruppen wie die Schwarzen Panther Israels erwähnen.

In Israel gibt es denselben Rassismus wie in allen Gesellschaften auch. Es war nicht so, dass Misstrauen nur zwischen den Mizrachim und den Aschkenasim herrschte, es herrschte z.B. auch Misstrauen unter den Aschkenasim. Ein deutscher Jude und ein russischer Jude hatten streng genommen nicht viel gemeinsam und ebenso Verstaendigungsprobleme wie die anderen Gruppen auch. Man darf nicht vergessen, dass in Israel heute Juden aus urspruenglich 125 Laendern leben und das einzige, das diese verschiedenen Gruppen, als sie in Israel ankamen, verband, das Judentum war. Nach dem Zerfall der Sowjetunion nach Israel gekommene russische Juden z.B. hatten noch nie in ihrem Leben einen schwarzen Menschen gesehen und umgekehrt die tausenden aethiopischen Juden, die aus dem Sudan evakuiert wurden, noch nie einen weißen. Diese Umstaende erzeugten natuerlich ein Spannungsfeld des Misstrauens dem Fremden gegenueber. Hinzu kommt, dass so gut wie alle Juden, die in Israel ankamen, vorher in ihren Heimatlaendern unterdrueckt wurden. Es ist also verstaendlich, dass die verschiedenen Gruppen nur ihresgleichen Vertauen schenkten. Der israelische Staat tut sein Moeglichtes, um das Spannungsfeld zu zerschlagen, die Gruppen zusammenzubringen und die Vorurteile aus den Kopfen der Menschen zu verdraengen, doch das gestaltet sich nicht gerade leicht. Was auch problematisch ist: Dass schwarze Juden und andere Mizrachim im Gegensatz zu den europaeischen Juden sehr schlecht gebildet waren und auch heute noch sind, weshalb sie eher zu niederen Diensten gezwungen sind. Das laesst Israelkritiker natuerlich zu der Annahme verleiten, dass in Israel Rassismus gegenueber nicht-europaeischen Juden herrscht, was aber nicht den Tatsachen entspricht.

Ich verstehe ehrlich gesagt den sinnlosen Einschub an dieser Stelle nicht. In Israel herrscht derselbe Rassismus gegenueber dunkelhaetigen Menschen wie ueberall auf der Welt auch. Willst du die Schandtaten der Araber etwa mit dem gegenseitigen Misstrauen verschiedener juedischer Gruppen zueinander rechtfertigen? Falls ja, dann ist das boesartig. Oder wolltest du einfach nur sinnlos spammen in der Hoffnung, dass der Artikel ueber die juedischen Fluechtlinge in deinem Gespamme untergeht? Dann werde ich den Artikel doch gleich noch einmal posten:

~Metatron

Zu den juedischen Fluechtlingen aus den arabischen Laendern, die leider zu oft vergessen werden, obwohl gerade sie sehr großes Leid ertragen mussten, in einem Blog gefunden:

Flüchtlinge – ein Begriff nur für Palästinenser?

Alle Welt redet (zu Recht) über die ca. 1.000.000 palästinensischen Flüchtlinge der Jahre 1948 und 1967. Es wurde für diese Flüchtlingsgruppe sogar ein eigenes Hilfswerk der UN gegründet: das UNRWA (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East).

Um alle anderen Flüchtlinge auf dieser Welt kümmert sich ein anderes Hilfswerk: das UNHCR (The Office of the UN High Commissioner for Refugees).
Das Leid und das Unrecht, dass diesen Menschen – nicht nur, aber auch seitens Israel – widerfahren ist, ist nicht zu relativieren oder gegenzurechnen. Das will ich auch nicht versuchen.

Mich wundert und ärgert nur die Einseitigkeit, mit der das geschieht und deshalb dokumentiere ich hier eine andere Flüchtlingsgruppe: Die Juden aus den arabischen und nicht-arabischen Ländern Asiens und Afrikas.

Denn wenn man über Flüchtlinge spricht, über ihr verlorenes Land und Eigentum, ihre verlorene Heimat, dann auch über alle.
Die UN hat seit 1947 687 Resolutionen zum israelisch-palästinensischen Konflikt verabschiedet, davon 101 zu den palästinensischen Flüchtlingen. Keine einzige davon war zu den jüdischen Flüchtlingen und Vertriebenen.

Die verbreitete Meinung, die Juden wären nur allein deshalb vertrieben worden, weil Israel vor und mit der Staatsgründung 1948 die Palästinenser vertrieben habe, ist nicht haltbar und ist dem Einfluss des (deutschen) Antisemitismus auf die und den daraus folgenden Ereignissen in den arabischen Ländern gegenüber blind.

Der jüdische Exodus aus den arabischen Ländern


Die Gesamt-Bevölkerung der jüdischen Gemeinden im Nahen und Mittleren Osten (ohne Israel) schrumpfte von über 900.000 im Jahr 1948 auf weniger als 8.000 im Jahr 2008. Einige dieser Gemeinden waren älter als 2.500 Jahre.

Israel nahm etwa 600.000 dieser Flüchtlinge auf, viele von ihnen wurden vorübergehend in Ma’abarot genannten Zeltstädten untergebracht. Sie wurden schließlich in die israelische Gesellschaft integriert und die letzte Maabarah wurde 1958 demontiert. Die jüdischen Flüchtlinge bekamen keine Unterstützung seitens der UNRWA.

Seit dem UN-Teilungsplan für Palästina von 1947 (UN-Resolution Nr. 181) wurden im folgenden Israelischen Unabhängigkeitskrieg von 1948/49 und dem Sechstagekrieg von 1967 etwa 1.100.000 Palästinenser aus ihren Wohnorten, das heißt aus Palästina vertrieben, davon 1948 über 750.000 und 1967 nochmals etwa 350.000 Vertriebene und Flüchtlinge.

Mehr als 850.000 Juden wurden in den arabischen Staaten aus ihrer Heimat vertrieben. Fast alle von ihnen wanderten nach Israel aus (etwa 500.000), manche auch nach Frankreich oder in die USA. Die Mehrheit der Palästinenser ging nach Jordanien, heute lebt ein Großteil in aller Welt verstreut.

Das Recht auf Rückkehr in ihre Heimat können beide Völker aufgrund der lebensbedrohenden völkerrechtswidrigen Vertreibungen nicht geltend machen, zu ihrem ehemaligen Eigentum haben sie keinen Zugang mehr und keinen finanziellen Ausgleich erhalten.

194819581968Abnahme in %
100
99,63
99,99
100
99,86
99,94
99,93
60 – 88
98
100
97,85
99,67
98,57
97,99

[TD="width: 17%"]1976[/TD]
[TD="width: 17%"]2001[/TD]

[TD="width: 16%"]Aden[/TD]
[TD="width: 16%"]8.000[/TD]
[TD="width: 17%"]800[/TD]
[TD="width: 17%"]0[/TD]
[TD="width: 17%"]0[/TD]
[TD="width: 17%"]0[/TD]

[TD="width: 16%"]Jemen[/TD]
[TD="width: 16%"]55.000[/TD]
[TD="width: 17%"]3.500[/TD]
[TD="width: 17%"]500[/TD]
[TD="width: 17%"]500[/TD]
[TD="width: 17%"]200[/TD]

[TD="width: 16%"]Afghanistan[/TD]
[TD="width: 16%"]5.000[/TD]
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[TD="width: 17%"][/TD]
[TD="width: 17%"][/TD]
[TD="width: 17%"]1[/TD]

[TD="width: 16%"]Algerien[/TD]
[TD="width: 16%"]140.000[/TD]
[TD="width: 17%"]130.000[/TD]
[TD="width: 17%"]1.500[/TD]
[TD="width: 17%"]1.000[/TD]
[TD="width: 17%"]0[/TD]

[TD="width: 16%, align: center"]Ägypten[/TD]
[TD="width: 16%"]75.000[/TD]
[TD="width: 17%"]40.000[/TD]
[TD="width: 17%"]1.000[/TD]
[TD="width: 17%"]400[/TD]
[TD="width: 17%"]100[/TD]

[TD="width: 16%, align: center"]Bahrain[/TD]
[TD="width: 16%"]600[/TD]
[TD="width: 17%"][/TD]
[TD="width: 17%"][/TD]
[TD="width: 17%"][/TD]
[TD="width: 17%"]36[/TD]

[TD="width: 16%"]Irak[/TD]
[TD="width: 16%"]135.000[/TD]
[TD="width: 17%"]6.000[/TD]
[TD="width: 17%"]2.500[/TD]
[TD="width: 17%"]350[/TD]
[TD="width: 17%"]100[/TD]

[TD="width: 16%"]Iran[/TD]
[TD="width: 16%"]100.000[/TD]
[TD="width: 17%"][/TD]
[TD="width: 17%"][/TD]
[TD="width: 17%"]80.000[/TD]
[TD="width: 17%"]11.500 – 40.000[/TD]

[TD="width: 16%"]Libanon[/TD]
[TD="width: 16%"]5.000[/TD]
[TD="width: 17%"]6.000[/TD]
[TD="width: 17%"]3.000[/TD]
[TD="width: 17%"]400[/TD]
[TD="width: 17%"]100[/TD]

[TD="width: 16%"]Libyen[/TD]
[TD="width: 16%"]38.000[/TD]
[TD="width: 17%"]3.750[/TD]
[TD="width: 17%"]100[/TD]
[TD="width: 17%"]40[/TD]
[TD="width: 17%"]0[/TD]

[TD="width: 16%"]Marokko[/TD]
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[TD="width: 17%"]50.000[/TD]
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[TD="width: 17%"]5.700[/TD]

[TD="width: 16%"]Syrien[/TD]
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[TD="width: 17%"]5.000[/TD]
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[TD="width: 16%"]Tunesien[/TD]
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[TD="width: 16%"][/TD]
[TD="width: 17%"][/TD]
[TD="width: 17%"][/TD]
[TD="width: 17%"][/TD]
[TD="width: 17%"][/TD]

[TD="width: 16%"] Summe [/TD]
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[TD="width: 17%"]172.600[/TD]
[TD="width: 17%"]112.190[/TD]
[TD="width: 17%"]19.337[/TD]

Aden / Jemen
: Unmittelbar nach dem Beschluss der Vereinten Nationen zur Gründung des Staates Israel werden in den Slums von Aden, bis wohin die Juden des Jemen durch die britischen Restriktionen der Einwanderung nach Palästina nur gelangen konnten, unter Beteiligung der örtlichen Polizei schwere Gewalttaten begangen, bei denen 82 Juden ermordet und das jüdische Viertel niedergebrannt werden. Anfang 1948 führen falsche Anschuldigungen, Juden hätten zwei moslemische Mädchen im Ritualmord getötet, zu Plünderungen.
1948 leben 8000 Juden in Aden. Sie werden gezwungen zu fliehen.

1948 leben im Jemen 55 000 Juden. Dort werden bei gewalttätigen Aufständen während eines Solidaritätsstreiks gegen den UNO-Beschluss, am 2. Dezember 1947, mehr als 100 Juden ermordet und die große Synagoge niedergebrannt. Jüdisches Eigentum wird beschädigt, geplündert oder zerstört. Ähnliche Ausschreitungen finden 1958, 1965 und 1967 statt.
Die „Operation fliegender Teppich“ brachte zwischen 1949 und 1950 etwa 49.000 jemenitische Juden nach Israel. Die Operation war nach dem Einverständnis der Briten möglich geworden, ihr waren Pogrome in Aden vorausgegangen.

Afghanistan: Wahrscheinlich reicht die Geschichte der Juden Afghanistans 2500 Jahre zurück bis hinein in das babylonische Exil und die persische Eroberung.
Seit 1870 waren die Juden Verfolgungen seitens der afghanischen Behörden ausgesetzt, die sie zu vertreiben suchte. Bis 1948 verließen ca. 5.000 Juden das Land, und nachdem ihnen 1951 die Auswanderung gestattet wurde, zogen die meisten nach Israel. Bis 1969 blieben noch ca. 300 in ihrer Heimat; von diesen emigrierten die meisten nach der sowjetischen Invasion von 1979, so dass 1996 10 afghanische Juden verblieben, die meisten von ihnen in Kabul. Gegenwärtig leben mehr als 10.000 Juden afghanischer Herkunft in Israel.
Im Januar 2005 lebte vermutlich allein der afghanische Jude Zebulon Simentov (*1960) imLande.

Ägypten: In Ägypten leben nur noch ca. 100 Juden. Zum Vergleich: 1948 waren es noch 75 000. Zu groß angelegten Ausweisungen von Juden kam es 1956 im Zusammenhang mit dem Suezkrieg und 1967 anlässlich des Sechstagekriegs.

Zwischen Juni und November 1948 explodieren Bomben im jüdischen Viertel von Kairo und töten 70 Juden. Verwundet werden ca. 200. Der Suezkrieg 1956 wird von der ägyptischen Regierung zum Vorwand genommen, 25 000 ägyptische Juden des Landes zu verweisen und getreu dem alten Dhimmi-Gesetz ihren Besitz zu konfiszieren. Ungefähr 1000 Juden werden verhaftet und in Gefängnisse oder Lager gesteckt. Am 23. November 1956 wird in ganz Ägypten eine vom Minister für religiöse Fragen unterzeichnete Erklärung verlesen, in der es heißt daß „alle Juden Zionisten und Staatsfeinde“ seien. Ihre Ausweisung stehe unmittelbar bevor. Tausende von Juden werden aufgefordert, das Land zu verlassen. Einen Koffer und etwas Geld dürfen sie mitnehmen. Sie werden gezwungen zu unterschreiben, daß sie ihren Besitz der ägyptischen Regierung schenken. Einige Juden werden in Ägypten als Geiseln zurückgehalten, damit die ausreisenden Familien nicht gegen die ägyptische Regierung aussagen. 1958 leben 40 000 Juden in Ägypten.

Anläßlich des Sechstagekrieges von 1967 werden weitere Juden vertrieben. Ihre Häuser und ihr Besitz werden beschlagnahmt. Es verbleiben ungefähr 1000 Juden im Land. Zur selben Zeit werden von Ägypten Hunderte von Nazi-Verbrechern aufgenommen. Sie bekommen Posten in der Regierung. Der Leiter der polnischen Gestapo Leopold Gleim kontrolliert den ägyptischen Geheimdienst.

Anfang der 70er Jahre wird den Juden erlaubt, Ägypten zu verlassen. 1976 gibt es noch 400 Juden. 1979, nach dem Friedensvertrag zwischen Ägypten und Israel, ist die ägyptische jüdische Gemeinde die erste, die offiziellen Kontakt zu Israel aufnimmt. Die Juden dürfen ihre Religion frei ausüben. 2001 gibt es 100 Juden in Ägypten, einige Familien, die meisten alte Menschen. Gegen diese winzige Gemeinde, die aus 12 älteren Menschen besteht, werden keine antisemitischen Ausschreitungen unternommen. Die jüdische Gemeinde ist im Aussterben begriffen.

Algerien, Marokko und Tunesien: Die faschistische Spielart des arabischen Antisemitismus versuchte die SS während des Afrikafeldzuges 1942 zu nutzen. Damals ließ Walter Rauff, als Gruppenleiter im Reichssicherheitshauptamt für den Bau von Gaswagen zur Ermordung von Juden zuständig, dort ebenfalls Einsatzgruppen zur Judenvernichtung aufstellen. Nach Aussage seines Vorgesetzten Walter Schellenberg, des obersten Leiters aller NS-Geheimdienste, hofften viele nordafrikanische Araber darauf, dass Hitler ihnen zu Hilfe käme, um die Juden endgültig aus Palästina zu vertreiben. Allerdings erreichten diese Maßnahmen durch den Widerstand Rommels nicht die gleichen Ausmaße wie etwa in Osteuropa.

So waren Juden auch in Nordafrika und dem Nahen Osten antisemitischen Maßnahmen ausgesetzt. Juden wurden u.a. in Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen deportiert, inhaftiert, in Konzentrationslager gesperrt, gefoltert und ermordet. Es kam u.a. auch zu Pogromen, Plünderungen und Zerstörung/Schändung von Synagogen. Im Irak töteten Soldaten und Polizisten rund 200 Juden, nachdem die prodeutsche Regierung in Bagdad gestürzt worden war.

1948 leben 140 000 Juden in Algerien. 1948 wandern 25 681 algerische Juden nach Israel aus. 1956 werden die Juden von der algerischen Befreiungsfront FLN aufgerufen, sich dem Kampf anzuschließen. Dem kommt nur eine kleine Gruppe nach. Sie fühlen sich Frankreich und ihrer Staatsbürgerschaft verpflichtet. 20 000 wandern nach Frankreich aus. Die restlichen wandern nahezu vollständig aus nach der algerischen Unabhängigkeit 1962, da die algerische Regierung die Juden schikaniert und sie ihrer wirtschaftlichen Rechte beraubt. 1968 gibt es noch 1 500 Juden in Algerien, 1000 im Jahre 1976 und im Jahr 2001: null.

1940 lebten in Libyen ungefähr 38.000 Juden. Mit britischer Besatzung ändert sich auch die Lage der Juden in Libyen nicht weiter. Es gab eine Serie von Pogromen, u.a. 1945, bei dem 100 Juden in Tripolis und anderen Städten ermordet und fünf Synagogen zerstört wurden. Ein weiteres Pogrom fand im November 1945 statt, wobei mehr als 140 Juden ermordet und nahezu sämtliche Synagogen geplündert wurden. Rund 562 libysche Juden wurden zwischen 1942 und 1945 in Konzentrationslagern getötet. In Libyen lebten 1947 rund 38.000 Juden, davon ca. 20.000 in der näheren Umgebung der Hauptstadt Tripolis.

1948 werden 12 Juden und vier Araber bei antijüdischen Ausschreitungen ermordet. 280 jüdische Häuser werden zerstört. Die Unsicherheit für sie durch die Gründung Israels lässt 3.000 Juden, obgleich die Auswanderung illegal ist, das Land verlassen. Viele gehen nach Israel. Als die Briten 1949 die Auswanderung legalisieren, und als Libyen 1951 unabhängig und Mitglied der Arabischen Liga wird, fliehen weitere mehr als 30.000 Juden aus dem Land. In Israel siedeln sich 36.730 libysche Juden an. Weitere Auswanderungen folgten, so dass 1951 nur noch rund 8.000 Juden im Land blieben.

1958 wohnen in Libyen noch 3 750 Juden. 1963 wird den Juden das Wahlrecht aberkannt. Es gibt Massenverhaftungen. Juden dürfen keine öffentlichen Ämter bekleiden. Der Sechstagekrieg von 1967 hat weitverbreitete Zerstörung jüdischen Eigentums zur Folge. 100 Juden werden ermordet. Synagogen, Geschäfte und Häuser werden niedergebrannt.
Neben den Briten und US-Amerikanern mussten auch alle 25.000 Italiener und Juden das Land bis Oktober 1970 verlassen, deren Besitz wurde in Libyen enteignet.

Zur Zeit des Putsches von Kolonel Muammar al-Ghaddafi leben ca. 100 bis 500 Juden in Libyen. Ghaddafi konfisziert nach und nach sämtlichen jüdischen Besitz und annulliert Schulden, die Moslems bei Juden haben. 1974 leben dort noch 20 Juden, und heute gibt es, nachdem die letzte Jüdin im Februar 2002 stirbt, in Libyen null Juden.

1948 leben in Marokko zwischen 265 000 und 285 000 Juden. Im Juni 1948 werden bei blutigen antijüdischen Ausschreitungen in Oujda und Djerada 44 Juden ermordet und Hunderte verletzt. Im selben Jahr wird ein inoffizieller Boykott der jüdischen Wirtschaft angezettelt. 1952 finden erneut mehrere antijüdische Ausschreitungen durch den arabischen Mob statt. 1954 werden jüdisches Eigentum geplündert und jüdische Schulen zerstört.

1956 erklärt Marokko seine Unabhängigkeit und die Emigration nach Israel wird untersagt. Der antizionistische Kommunist und Widerstandskämpfer gegen die französische Besatzung Simon Lévy, Vorsitzender der jüdisch-maokkanischen Gemeinde meint dazu, eine übereilte Auswanderung nach dem Suezkrieg sei in Marokko gegenüber anderen arabischen Staaten, beispielsweise des Irak und Ägyptens, nicht zu beobachten gewesen. 1958 leben 200 000 Juden in Marokko, immerhin mindestens 65 000 weniger als 1948. Er sieht hauptsächlich wirtschaftliche Gründe der Auswanderung, zwischen 1948 und 1956, bedauert sie und lastet sie der Agitation der Jewish Agency an.

1958 wird die Anzahl jüdischer Regierungsbeamter willkürlich gesenkt. Alle zionistischen Aktivitäten sind verboten. 1963 wird die Emigration wieder erlaubt, und es verlassen mehr als 100 000 Juden Richtung Israel das Land. 1965 beschreibt der marokkanische Schriftsteller Said Ghallab die Haltung seiner moslemischen Landsleute gegenüber ihren Nachbarn:
„Die schlimmste Beleidigung, die ein Marokkaner wohl bieten konnte, war, jemanden wie einen Juden zu behandeln. … Meine Jugendfreunde sind antijüdisch geblieben. Sie verbergen ihren virulenten Antisemitismus, in dem sie argumentieren, daß der Staat Israel ein Geschöpf des westlichen Imperialismus wäre … In der Bevölkerung wird ein ungebrochener Hitler-Mythos gepflegt. Die Vernichtung der Juden durch Hitler wird extatisch gepriesen. Es wird sogar vermutet, daß Hitler gar nicht tot ist, sondern lebt, und es ihm gut geht. Seine Ankunft wird erwartet, damit er die Araber von den Juden befreie.“
1968 leben noch 50 000 Juden in Marokko. 2001 sind es 5 700.

1948 leben in Tunesien 105 000 Juden, von denen die ersten gleich nach der Gründung Israels zu Tausenden dorthin auswandern. Nach der Unabhängigkeitserklärung, 1956, emigriert eine weitere große Gruppe von Juden, diesmal hauptsächlich nach Frankreich. Die Unabhängigkeit bringt Judenverfolgungen mit sich. Die tunesische Regierung zerstört das Judenviertel. 1958 leben in Tunesien 80.000 Juden.

Die Krise von Bizerta, 1961, provoziert durch die Stationierung französischer Truppen auf diesem Marinestützpunkt, sechs Jahre nach der Unabhängigkeit Tunesiens, ohne die Zustimmung der tunesischen Regierung, da das französische Militär auf unbewaffnete Demonstranten schießt, führt bei einem Teil der moslimischen Bevölkerung merkwürdigerweise zu brutal aufflammendem Antisemitismus. Dieser wird mit dem Sechstagekrieg verstärkt. Der arabische Mob zerstört und plündert jüdische Geschäfte und setzt die große Synagoge von Tunis in Brand. Die tunesische Regierung hält die Banden nicht zurück. Weitere Tausende von Juden emigrieren nach Frankreich und Israel. 1968 leben 10.000 Juden in Tunesien.
1971 wird ein Rabbiner im Zentrum von Tunis ermordet, was weitere Auswanderung von ca. 3.000 Juden zur Folge hat.

Die kleine jüdische Gemeinde besteht 2002 noch aus 1500 Menschen. Sie sind, obgleich der Präsident Ben Ali sie beschützt, nicht vollständig in die tunesische Gesellschaft integriert.
Mit dem Attentat vom 11. April 2002 auf die Synagoge Ghriba, auf Djerba, kann man sagen, daß eine 2 500-jährige jüdische Präsenz in Tunesien zu Ende geht.

Irak: Am 1. und 2. Juni 1941 kam es zu einem Pogrom (arabisch: Farhud). Angestachelt durch deutsche Antisemitismus-Propaganda starben mindestens 180 Juden, 240 wurden verletzt, 586 jüdische Geschäfte geplündert und 99 Häuser zerstört.

1946 bis 1949 gibt es wiederholt Ausschreitungen gegen Juden. 1948 leben 135000 Juden im Irak, davon 77 000 in Bagdad, das zu einem Viertel jüdisch ist. 1948 wird Zionismus zum Kapitalverbrechen erklärt. 1948 müssen sie 250 000 Dinar in die Kriegskasse des Irak für den Krieg gegen Israel einzahlen.

1950 wird den Juden erlaubt, innerhalb des nächsten Jahres unter der Voraussetzung den Irak zu verlassen, dass sie ihre Staatsbürgerschaft aufgeben. Dennoch wird ein Jahr später auch das Eigentum dieser Emigranten eingefroren. Ihre Bankkonten werden gesperrt. Die etwa 10 000 Juden, die noch im Land sind, unterliegen wirtschaftlichen Beschränkungen.
Die jüdische Bevölkerung, die früher eine bedeutende wirtschaftliche, kulturelle und politische Rolle im öffentlichen Leben einnahm, hat den Irak fast vollständig verlassen. 1946 bis 1949 kam es wiederholt zu Ausschreitungen gegen Juden. Als die Regierung den Zionismus am 19. Juli 1948 zum Kapitalverbrechen erklärte, lebten im Land 135.000 Juden, davon in Bagdad 77.000 – ein Viertel der Gesamtbevölkerung.

Am 3. März 1950 wurde der jüdischen Bevölkerung unter Aufgabe der irakischen Staatsbürgerschaft die Ausreise erlaubt. Ein Jahr später, am 10. März 1951, fror die Regierung das Eigentum der Emigranten ein und sperrte deren Bankkonten. Bis zu diesem Tag gehörte ihnen nahezu der gesamte Suq von Chordja, das Geschäftsviertel im Zentrum Bagdads. Die israelische Regierung unter David Ben Gurion nahm diese Aktion zum Anlass, die Operation „Esra und Nehemia“ zu starten, wobei bis 1952 etwa 95 Prozent der irakischen Juden per Luftbrücke nach Israel überführt wurden.

Den 6.000 im Irak verbliebenen Juden wurden wirtschaftliche Beschränkungen auferlegt. 1958 wurde ihnen der Status als jüdische Gemeinde aberkannt und das Gemeindeeigentum beschlagnahmt. In den kommenden Jahrzehnten verließen auch die restlichen Juden das Land. 1968 lebten noch 2.500 Juden im Irak, 1976 waren es noch 400 und 2001 nur noch 100. Am 25. Juli 2003 wurden sechs der letzten 34 Juden aus Bagdad nach Israel ausgeflogen.

Libanon: 1947 leben im Libanon geschätzt 5 950 Juden. 1948 sind es noch 5000. Nach der Gründung Israels sehen sie sich nicht veranlasst das Land zu verlassen, da sie dort dank einer christlich-arabischen Regierung toleriert werden. Sie haben gleiches Recht wie alle Bürger. Während der antizionistischen Ausschreitungen 1947 und 1948 wird ihnen nichts zuleide getan. Im Zuge der Verschärfung des arabisch-israelischen Konflikts werden sie in diesen hineingezogen, da sie mit der israelischen Politik in Verbindung gebracht werden. Anfang der 50er Jahre wird ihre Synagoge zerbombt. Jüdische Mitglieder der libanesischen Armee werden aus dieser entfernt.

Während des Krieges von 1967 schützt die libanesische Regierung die Juden vor gewalttätigen Ausschreitungen der Araber. Einige Hundert verlassen den Libanon. Bis 1972 ist es ihnen gestattet, ihre Habe mitzunehmen. 3000 Juden leben 1968 im Libanon, 1974 sind es 1800. Sie emigrieren nach Frankreich, Israel, italien, England oder Südamerika.
Während des Bürgerkrieges von 1975 postieren die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) und linke Moslemkräfte Militär in die jüdische Nachbarschaft von Wadi Abu Jamil. Dennoch wächst die Gefahr seitens fundamentalistischer Moslems, vor allem nach der israelischen Invasion von 1982. Zwischen 1984 und 1987 werden von ihnen Juden entführt und ermordet. Heute leben in Beirut noch 100 Juden.

30 000 Juden leben 1947 in Syrien. Unmittelbar nach Verkündigung des Teilungsbeschlusses verwüstet arabischer Mob in Aleppo die 2 500 Jahre alte jüdische Gemeinde. Hunderte von Juden werden ermordet und mehr als 200 jüdische Häuser, Geschäfte und Synagogen zerstört. Tausende von Juden fliehen illegal nach Israel. 10 000 fliehen in die USA.
1958 leben noch 5000 Juden in Syrien. Die syrische Regierung verstärkt die Judenverfolgung. Die Freizügigkeit wird für sie eingeschränkt. Juden, die zu fliehen versuchen, werden entweder umgebracht oder zu harter Arbeit verurteilt. Juden dürfen nicht für die Regierung oder in Banken arbeiten, sie dürfen keine Telefone haben und keinen Führerschein. Es ist ihnen untersagt, Eigentum zu erwerben. Ihre Bankkonten werden gesperrt. Eine asphaltierte Straße zum Flughafen wird über den jüdischen Friedhof von Damaskus geführt. Jüdische Schulen werden geschlossen und Moslems übergeben.
1968 leben noch 4000 Juden in Syrien. Sie sind Schachfiguren der syrischen Politik gegenüber Israel und in Konflikten mit anderen arabischen Staaten.
1976 leben 4 500 Juden in Syrien.
1977/78 werden die Maßnahmen gegen Juden gemildert. Syrien verlassen können sie, wenn sie Verwandte als Geiseln zurücklassen. Außerdem müssen sie zwischen 300 und 1000 Dollar als Pfand hinterlegen.
Nach der erfolgreichen Flucht einiger Juden werden die Maßnahmen gegen Juden 1979 wieder verschärft. Die Familienmitglieder der Geflüchteten werden ins Gefängnis geworfen und gefoltert. Nun dürfen Juden überhaupt nicht mehr ins Ausland reisen.
1992 verschärft Syrien seine Hetzkampagnen gegen die Juden. In einer verdeckten Operation, Ende 1994, werden 1 262 Juden nach Israel gebracht. Die Entscheidung, die Juden ziehen zu lassen, fällt im Rahmen der Madrider Friedensverhandlungen. Die letzten Juden, die Syrien verlassen wollen, tun dies Ende Oktober 1994 mit ihrem Rabbiner.
2001 leben vielleicht doch mehr als 100 Juden in Syrien, und zwar 150 in Damaskus, 30 in Aleppo und 20 im kurdischen Kamishli. In Damaskus sind zwei Synagogen geöffnet. Die große Synagoge in Aleppo, seit mehr als 1600 Jahren in Gebrauch, ist geschlossen. Gelegentlich sind die Juden palästinensischen Protestlern ausgesetzt, die syrische Regierung beschützt sie jedoch.

Wenn es die israelische Gesellschaft geschafft hat, 100.000e Flüchtlinge aus Afrika und Asien – ganz zu schweigen von den Millionen europäischer Flüchtlinge – zu integrieren und die „Flüchtlingslager“ innerhalb von 10 Jahren abzubauen – wieso haben das nicht die arabischen Staaten – allen voran Jordanien und der Libanon – nicht mit den palästinensischen Flüchtlingen geschafft?

UPDATE:
Ein informativer Artikel über die aktuelle (schlechte) Situation der Juden in arabischen Ländern findet sich hier im Guardian (sic!), und hier in deutscher Übersetzung.
Und André Aciman, ein amerikanischer Jude, der aus Ägypten geflüchtet ist, schreibt hier in der NY Times über sein Erleben.
 
"Das Hauptinteresse Israels liegt darin, sich aus den besetzten Gebieten zurueckzuziehen"

Selten so gelacht. Das Hauptinteresse des israelischen Terrorregimes besteht darin sich auf palästinensichen Staatsgebiet weiterhin auszuweiten und die palästinensische Bevölkerung zu vertreiben, um den Traum eines Großisraels zu erfüllen.

Likud-Anhänger und NPD-Anhänger sind Brüder im Geiste.
 
Warum wagst du nicht noch einen weiteren Blick. Das beweist noch eine weitere Tatsache, nämlich dass die Juden über Jahrhunderte mit dem Araber friedlich miteinander lebten. Es handelte sich also um einen Grossteil der Juden, die vom christlichen Europa verfolgt und vertrieben wurden. Über Jahrhunderte fanden sie bei den Muslimen Schutz und Sicherheit, bis die weissen Europäer mit ihrer zionistischen Agenda kamen, sie verführten und ihnen einen anderen Frieden erklären wollten. Nämlich Frieden durch Gewalt!

Natuerlich ging es ihnen in Europa, wo es hieß "Konversion oder Tod", schlechter. Unter Muslimen durften sie uerberleben und das einzige, was sie dafuer tun mussten, war, sich dem Islam unterzuordnen und Steuern fuer ihren "Unglauben" zu zahlen. Das zogen die Juden dem Tod in Europa selbstverstaendlich vor. Das bedeutet aber nicht, dass sich Juden heute nach diesen Verhaeltnissen sehnen. Das ist fuer dich schwer zu verstehen, aber heutzutage ist Religion Privatsache und es sind alle Menschen unabhaengig von ihrer Religion gleichberechtigt. Der Talmud verbietet es Juden sich aufzulehnen und Gewalt mit Gewalt zu begegnen, er fordert sie auf, das Leid, das man ihnen zufuegt, zu ertragen. Dieser Unterordnungswille der Juden hat die Illusion erzeugt, dass ein friedliches Miteinander unter Muslimen moeglich ist.

~Metatron
 
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