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Jemen News

Kreise: Huthi-Miliz greift Regierungssitz im Jemen an
Die proiranische Huthi-Miliz im Jemen hat örtlichen Sicherheitskreisen und Medienberichten zufolge den Präsidentenpalast in Aden angegriffen, in dem sich der Sitz der international anerkannten Regierung des Landes befindet.

„Raketen der Huthis haben auf den Präsidentenpalast Al-Maaschik in Aden gezielt“, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Polizeikreisen. Ein AFP-Journalist sah, wie Rauch über dem Gebäude aufstieg.

Anrainerinnen und Anrainer der im Süden des Landes gelegenen Stadt hatten zuvor berichtet, sie hätten Explosionen gehört. Medien der vom Iran unterstützten Miliz berichteten, ihre Kämpfer hätten ein Militärhauptquartier im Präsidentenpalast in Aden angegriffen.

 
Jemen: Huthis griffen Präsidentenpalast in Aden an
Die proiranische Huthi-Miliz im Jemen hat gestern den Sitz der international anerkannten Regierung des Landes in der Stadt Aden angegriffen. Die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung erklärte, die Huthis hätten Raketen und Drohnen auf den Präsidentenpalast al-Maaschik abgefeuert.

Dabei seien auch „Angehörige des Sicherheitspersonals“ getroffen worden. AFP erfuhr aus Regierungskreisen, dass mindestens vier Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt worden seien.

 
Ich fürchte, dass dies den Huthi ziemlich egal ist
UNO-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe
Der UNO-Sicherheitsrat hat die zunehmenden Angriffe der proiranischen Huthi-Miliz im Jemen gegen Saudi-Arabien scharf verurteilt. Die 15 Mitgliedsstaaten des wichtigsten Gremiums der Vereinten Nationen sprachen gestern in einer gemeinsamen Erklärung unter anderem von „rücksichtslosen Angriffen“ auf den Flughafen von Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad.

Der Sicherheitsrat verurteile die „anhaltenden und eskalierenden Huthi-Angriffe auf das Königreich Saudi-Arabien auf das Schärfste“, hieß es in der Erklärung. Das in New York ansässige Gremium kritisierte auch die Angriffe auf die Handelsschifffahrt im Roten Meer und in der Meerenge Bab al-Mandab.

Zugleich hob der Sicherheitsrat „das Recht des Königreichs Saudi-Arabien auf Selbstverteidigung im Einklang mit dem Völkerrecht“ hervor.

 
Kampf gegen Huthis: Sondersitzung in Ägyptens Parlament
Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi will Saudi-Arabien im Kampf gegen die pro-iranische Huthi-Miliz unterstützen. Das ägyptische Parlament werde nach einem Anruf des Präsidenten heute in einer Sondersitzung darüber beraten, berichtete die staatliche Zeitung „Al-Ahram“ heute.

Sisi hatte zuvor erklärt, Kairo sei bereit, Riad zu verteidigen, falls das Königreich „darum bitten“ sollte. Jeder ägyptische Truppeneinsatz erfordere jedoch die Zustimmung des Parlaments. Es gehe nicht darum, „irgendjemanden zu bekämpfen oder anzugreifen“, betonte der Präsident bei einer Zeremonie an der ägyptischen Militärakademie. „Wir sprechen ausschließlich von Verteidigung.“

Mit dem Iran-Krieg, den die USA und Israel Ende Februar begonnen hatten, ist auch der Konflikt zwischen den Huthis und der Regierung im Jemen wieder eskaliert. Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition unterstützt die jemenitischen Truppen in ihrem Kampf gegen die Huthis. Ägypten schloss sich der Koalition 2015 an. Seine Rolle beschränkt sich jedoch weitgehend auf die Sicherung der Schifffahrtswege im Roten Meer und weniger auf Kampfeinsätze an der Front.

 
Cheibar Schekan
Huthis bauen Rakete unabhängig von Iran
Im Zuge des Iran-Krieges, den die USA und Israel Ende Februar begonnen haben, ist auch der Konflikt im Jemen wieder eskaliert. Dabei konnte die proiranische Huthi-Miliz weitere Gebiete einnehmen. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition bekämpft die Huthis, die Miliz greift im Gegenzug täglich strategisch wichtige Ziele in Saudi-Arabien an, erst am Sonntag wieder. Zugleich wird laut einem aktuellen Bericht der Bau einer eigenen Version der iranischen Mittelstreckenrakete Cheibar Schekan vorangetrieben.

Die Huthi-Miliz nahm zuletzt sensible Ziele in Saudi-Arabien ins Visier. Nach wiederholten tödlichen Angriffen auf den Flughafen in Riad war Mitte der Woche die Zentrale des saudischen Ölkonzerns Aramco beschossen worden. Er zählt zu den finanzstärksten Konzernen weltweit und hat seinen Sitz im Osten des Landes, von wo die Ölproduktion und der Export gesteuert werden.

Auch Chamis Muschait im Südwesten wurde beschossen, es ist ein wichtiges Handels- und Militärzentrum, saudische Luftstreitkräfte sind dort stationiert. Die von Riad angeführte Militärkoalition meldete wiederholt, ballistische Raketen abgefangen zu haben, so auch in der Nacht auf Sonntag. Erneut seien zwei Raketen auf Chamis Muschait zugeflogen und abgeschossen worden, teilte der Sprecher des Militärbündnisses, Turki al-Maliki, auf der Plattform X mit. Die Huthis ihrerseits warfen der Allianz Angriffe auf die jemenitische Hauptstadt Sanaa vor – diese kontrolliert die proiranische Miliz seit Jahren.

 
Insider: 18 Tote bei Huthi-Angriff im Jemen
Bei einem Angriff der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz auf ein militärisches Trainingslager der jemenitischen Regierung sind Insidern zufolge heute mindestens 18 Menschen getötet worden.

Die Huthis hätten das Lager in der Provinz Schabwa während einer morgendlichen Übung mit drei ballistischen Raketen beschossen, sagten vier Mitarbeiter aus Regierungs- und Medizinkreisen der Nachrichtenagentur Reuters.

Der stellvertretende Gouverneur der Provinz Schabwa sprach von einem verwerflichen Terrorakt. In dem Lager würden Sicherheitskräfte und Polizisten ausgebildet.

 
Huthi-Miliz ruft zu Evakuierung von Flughafen in Aden auf
Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen fordert zur sofortigen Evakuierung des internationalen Flughafens in Aden auf. Grund dafür sei die Präsenz eines saudi-arabischen Militärtransportflugzeugs mit Waffen an Bord, teilte Huthi-Sprecher Yahya Sari auf der Plattform X mit.

In Aden hat die international anerkannte und von Saudi-Arabien unterstützte Regierung ihren Sitz. Einwohner und Einwohnerinnen der Stadt schilderten der Nachrichtenagentur Reuters, dass vor der Warnung Explosionen zu hören gewesen seien.

 
Jemens drittgrößte Stadt belagert: Lage dramatisch
Die Lage für die Menschen in der von den Huthi-Rebellen belagerten Stadt Taiz im Jemen spitzt sich nach Angaben von Menschenrechts- und Hilfsorganisationen weiter dramatisch zu. Es herrsche ein akuter Mangel an Treibstoff, Lebensmitteln, Wasser, Medikamenten und Kochgas, teilte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) heute mit.

„Die Huthi können die humanitäre Katastrophe, die sie bei der Zivilbevölkerung verursachen, nicht mit der Belagerung von Taiz rechtfertigen“, sagte Niku Jafarnia, Jemen-Expertin bei HRW. Die Rebellen müssten unverzüglich die Einfuhr von Lebensmitteln, Treibstoff, Medikamenten und Wasser sowie die Lieferung humanitärer Hilfe ermöglichen, um weiteres Leid zu verhindern.

Kämpfer der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz belagern die Großstadt nach Angaben von Anrainern der Stadt inzwischen vollständig. Taiz war bereits ab 2015 jahrelang von den Huthi belagert worden. Nachdem 2024 einige Zufahrtsstraßen geöffnet worden waren, ist sie im Zuge einer neuen Offensive der mit dem Iran verbündeten Miliz erneut eingekesselt.

WHO warnt vor Ausbruch übertragbarer Krankheiten
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt in einem jüngsten Bericht vor Ausbrüchen übertragbarer Krankheiten. Die Provinz Taiz gehört laut WHO zu den am stärksten betroffenen Gebieten eines Cholera-Ausbruchs in dem Bürgerkriegsland.

 
Humanitäre Krise im Jemen: Mangel an Treibstoff, Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten
Die Stadt Taiz wird von der Huthi-Miliz belagert. Das UN-Nothilfebüro OCHA blickt besonders besorgt auf die Wasserversorgung, die WHO warnt vor dem Ausbruch übertragbarer Krankheiten

Die Lage für die Menschen in der von den Huthi-Rebellen belagerten Stadt Taiz im Jemen spitzt sich nach Angaben von Menschenrechts- und Hilfsorganisationen weiter dramatisch zu. Es herrsche ein akuter Mangel an Treibstoff, Lebensmitteln, Wasser, Medikamenten und Kochgas, teilte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) mit.

"Die Huthi können die humanitäre Katastrophe, die sie bei der Zivilbevölkerung verursachen, nicht mit der Belagerung von Taiz rechtfertigen", sagte Niku Jafarnia, Jemen-Expertin bei HRW. Die Rebellen müssten unverzüglich die Einfuhr von Lebensmitteln, Treibstoff, Medikamenten und Wasser sowie die Lieferung humanitärer Hilfe ermöglichen, um weiteres Leid zu verhindern.

 
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