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Klimawandel + Umweltschutz

Zeichen für „Super-El-Nino“ mehren sich
Die Hinweise auf einen besonders starken „El Nino“ verdichten sich. Das zeigt vor allem die Bilanz der Meerestemperaturen im Mai: Einige Male wurde der bisher gemessene Höchstwert überschritten. Obwohl die direkten Auswirkungen von „El Nino“ in Form von Extremwetterereignissen weit von Europa entfernt auftreten, sind die Folgen weltweit spürbar. Medien berichten sogar von einem bevorstehenden „Super-El-Nino“ – mit Sicherheit lässt sich das Ausmaß des Klimaphänomens aber noch nicht voraussagen.

Vor der sich verschärfenden Erderwärmung und „El Nino“ warnte am Dienstag erneut die Weltwetterorganisation (WMO). Die globalen Durchschnittstemperaturen würden in den nächsten fünf Jahren wahrscheinlich ein Rekordniveau erreichen oder in dessen Nähe bleiben, hieß es. Die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung einer „El Nino“-Episode liege zwischen Juni und August bei 80 Prozent.

Für das Zusammenbrauen eines „El Nino“ spricht die steigende Meeresoberflächentemperatur im Pazifik. Satellitenaufnahmen zeigen steigende Meeresspiegel, was auf warmes, sich ausdehnendes Wasser zurückzuführen ist. Außerdem lassen erste Windanomalien darauf schließen, dass das Klimaphänomen bevorsteht.

 
Phänomen im Ozean
Kälteloch im Nordatlantik weist auf Krise des Golfstroms hin
Fast überall steigen die Temperaturen, doch eine Region südöstlich von Grönland kühlt ab. Eine neue Auswertung deutet auf einen schwächelnden Wärmetransport des Atlantiks hin

Einer Strömung im Atlantik verdankt Europa einen guten Teil seines milden Klimas. Warmes, salzreiches Wasser zieht aus dem Bereich des Golfs von Mexiko nordwärts, kühlt im Nordatlantik so weit aus, dass es schwer wird und in die Tiefe sinkt, und strömt von dort aus am Meeresboden wieder südwärts. Dieser Kreislauf trägt die Bezeichnung Atlantische meridionale Umwälzzirkulation, kurz AMOC; ein Abschnitt davon ist als Golfstrom deutlich bekannter. Insgesamt heizt das System den Norden Europas und beeinflusst, wo auf der Welt der Regen fällt bis hin zu den Monsunen, von denen die Landwirtschaft Afrikas und Asiens abhängt.

Kein Wunder also, dass Forschende die AMOC aufmerksam verfolgen – unter anderem, weil es Anzeichen gibt, dass dieser Wärmemotor an Kraft verliert. Der Verdacht ist alt, aber die Beweislage dünn. Direkt gemessen wird die Stärke der AMOC erst seit 2004, im Rahmen des Programms RAPID. Eine Reihe von rund 22 Jahren ist zu kurz, um einen langfristigen Trend sauber von den natürlichen Schwankungen zu trennen, die solchen Systemen ohnehin eigen sind.

Erschwerte Spurensuche
Wer weiter zurückblicken will, muss auf Umwege ausweichen, etwa über Modellrechnungen, die konsistente, aber simulierte Szenarien liefern. Rekonstruktionen aus Sedimentkörnern reichen zwar weit zurück, sind dafür gröber und unsicherer. Ein eindeutiges Gesamtbild ergeben die Daten also bislang nicht.

 
„Zunehmende Krise“ der Ozeane: UNO fordert Handeln
Die Ozeane befinden sich in einer „zunehmenden Krise“, die nach Einschätzung der Vereinten Nationen ein „dringendes Handeln“ erforderlich macht. „Der Ozean ist die Grundlage des Lebens auf der Erde. Aber seine Gesundheit ist in großer Gefahr, weil Ökosysteme und Lebensräume den kritischen Kipppunkten näherkommen oder sie überschreiten“, heißt es in dem gestern veröffentlichten dritten Ozeanbericht (WOA).

Da sich die Meere schneller erwärmen und der Meeresspiegel schneller steige, schrumpfe die Eisdecke, und die Meeresökosysteme gerieten zunehmend unter Druck, heißt es darin weiter.

An dem mehr als 1.300 Seiten langen Bericht arbeiteten 600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt fünf Jahre lang.

 
Das Wasser verändert sich schneller, als die Welt sich anpassen kann
Eine neue Studie zeigt, dass der Süßwasserkreislauf der Erde eine planetare Grenze längst überschritten hat, getrieben vom Klimawandel und vom menschlichen Umgang mit Land und Wasser. Trockene und nasse Ausschläge treten doppelt so oft auf wie vor hundert Jahren, und niemand scheint es eilig zu haben!
Es gibt Grenzen, deren Überschreiten kein Lärm begleitet. Eine neue, in Nature Communications veröffentlichte Studie hält fest, dass der Süßwasserkreislauf der Erde eine solche Grenze bereits hinter sich gelassen hat, jene planetare Grenze, innerhalb derer das Wasser der Welt in einem verlässlichen Zustand bleibt. Der Klimawandel und der großflächige Umgang des Menschen mit Land und Wasser treiben den Kreislauf immer weiter von diesem Zustand fort, und der Befund, dass die Grenze als überschritten gilt, steht für einen langen Trend, der die Fähigkeit des Süßwassers gefährdet, die klimatischen und ökologischen Prozesse des Erdsystems zu tragen.

Die Forscher werteten Daten der Jahre 1901 bis 2019 aus, mithilfe eines Ensembles globaler hydrologischer Modelle, und maßen die Veränderungen an zweierlei Wasser. Am sogenannten blauen Wasser, jenem in Flüssen und Seen, dazu im Grundwasser, und am grünen Wasser, das in den Böden steckt. Dabei trennten sie, was der Mensch unmittelbar durch die Nutzung von Land und Wasser bewirkt, von dem, was er mittelbar durch den von ihm verursachten Klimawandel anrichtet. Das Ergebnis ist ernüchternd. Trockene wie nasse Ausschläge treten heute etwa doppelt so oft auf wie zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, beim blauen wie beim grünen Wasser.

 
Bisher höchste Juni-Temperatur in Antarktis gemessen
In der Antarktis ist die höchste Juni-Temperatur aller Zeiten gemessen worden. Wie der nationale Wetterdienst von Argentinien gestern mitteilte, wurde an der Forschungsstation Esperanza Base am 6. Juni eine Temperatur von 15,4 Grad Celsius gemessen.

So hoch sei das Thermometer in der Antarktis zuvor noch nie geklettert. Die Juni-Durchschnittstemperatur an der Esperanza-Station liegt den Angaben zufolge bei minus 6,2 Grad.

Auch an anderen Forschungsstationen wurden den Angaben zufolge seit Beginn des Monats ungewöhnlich hohe Temperaturen gemessen. Der bisherige Juni-Höchstwert für die Antarktis stammt aus dem Jahr 1998. Damals wurden 13,3 Grad gemessen.

 
Schwarzenegger mahnt zu mehr Klimaverantwortung (Videobericht im Link)
Arnold Schwarzenegger war für die zehnte Ausgabe seiner Klimakonferenz Austrian World Summit erneut in Österreich zu Gast. Im Interview betonte er, dass aktuelle Krisen und Konflikte als Weckruf verstanden werden sollten, um entschlossener für eine sichere und nachhaltige Zukunft zu handeln.

 
Frankreich: Wärmste Nacht seit Beginn der Aufzeichnungen
Frankreich hat die wärmste Nacht seit Beginn der Aufzeichnungen 1947 erlebt. Die niedrigste Durchschnittstemperatur lag bei 21,6 Grad, wie der nationale Wetterdienst heute mitteilte. Der bisherige Höchstwert von 21,4 Grad stammte von 2019, allerdings mehr als einen Monat später im Jahr.

Die Hitzewelle von bisher unbekanntem Ausmaß hat Frankreich weiter fest im Griff. Etwa 90 Prozent der Bevölkerung sind nach Angaben des nationalen Wetterdiensts von extremen Temperaturen betroffen.

Im Südwesten des Landes werden Temperaturen von bis zu 44 Grad erwartet. Neben Schulschließungen fielen auch zahlreiche Zugsverbindungen aus. Wegen der Hitzewelle musste der Kraftwerkbetreiber EDF das südfranzösische Atomkraftwerk Golfech herunterfahren. Das Wasser im Fluss Garonne droht, den Grenzwert von 28 Grad zu überschreiten. Das Atomkraftwerk nutzt das Wasser des Flusses, um die Reaktoren zu kühlen, und leitet es erwärmt in den Fluss zurück.

 
Ich bin so froh, dass es AfD Anhänger Klaus-Dieter, 57, Lagerhilfsarbeitet aus Kleinulkewitz, gibt. Er hat mir die Augen geöffent:
Früher nannten wir das Wetter
Früher war auch warm
Alles nur Angstmache
Klimawandel gab es schon immer
Die Messstellen stehen ja auch falsch
Woher wollen die wissen, wir warm es vor 2000 Jahren war
Wem nützt es
DIE GRÜNEN
Also gut. Danke Klaus-Dieter. Wir werden deine Ausführungen diesen stümperhaften 100.000en Wissenschaftlern übergeben und dann wissen die endlich, dass Karl-Heinz die voll durchschaut hat

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Humor gegen Trolle
Wie man auch mit einem kleinen Shitstorm umgehen kann

Der bekannte ORF-Wettermoderator, Meteorologe und Sachbuchautor Marcus Wadsak hat seine langjährige Lebensgefährtin geheiratet. Und das in den sozialen Medien bekanntgegeben.

Worauf im Netz ein sogenannter Shitstorm losbrach, vor allem mit abwertenden Äußerungen über die Ehefrau, die sich ihre grauen Haare nicht färbe. Die meisten von uns, die irgendwie an den Social Media anstreifen, kennen das. Es gibt Figuren da draußen, die (unmoderiert von den Plattformen der US-Tech-Milliardäre) auf diese Weise Entlastung für ihren eigenen Frust suchen (das ist laut Psychotherapeuten meist das Motiv).

Die nicht ausgesprochen gute, aber doch interessante Nachricht ist, dass die große Menge der Hasspostings von einer ziemlich kleinen Zahl an realen Personen abgesondert wird, wie Studien ergeben haben. Es gibt weniger Trolle als es aussieht.

Ist natürlich kein Trost für die Betroffenen. Aber manche, so wie die Gattin von Marcus Wadsak, eine Rechtsanwältin, können sich wehren – mit beißendem Humor. Sie veröffentlichte ein Video, in dem sie sarkastisch die Posen einer der üblichen "Influencerinnen" einnimmt, aber den Mist vorliest, den man ihr geschickt hat. Trolle sind natürlich absolut humorlos und in ihrer eigenen Welt gefangen – aber die anderen können sehen, wie man mit sowas souverän umgeht. (Hans Rauscher, 24.6.2026)


 
Guterres-Appell
Anpassung an Klimakrise braucht mehr Geld
UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hat am Mittwoch Regierungen dazu aufgerufen, die Anpassung an den Klimawandel zu einer zentralen Aufgabe zu machen. Angesichts zunehmender Klimarisiken müsse dringend gehandelt werden, um eine wachsende Finanzierungslücke zu schließen, sagte Guterres am Mittwoch bei der Klimaveranstaltung „London Climate Action Week“.

Die Aufgabe der Anpassung sei bisher unterschätzt und chronisch unterfinanziert worden. „Finanzminister, Zentralbanken, Planungsministerien und öffentliche Investitionsbehörden müssen Klimarisiken als zentralen Bestandteil der Wirtschaftspolitik behandeln, um mehr heimische Ressourcen zu mobilisieren“, so der UNO-Generalsekretär.

Um die Finanzierung anzukurbeln, forderte Guterres eine Übergewinnsteuer für Unternehmen im Bereich der fossilen Brennstoffe. Die Einnahmen daraus sollten in Anpassungsmaßnahmen sowie in die Bewältigung klimabedingter Schäden und Verluste fließen. Zudem müssten die Anteilseigner multilateraler Entwicklungsbanken den Geldgebern deutlich mehr Schlagkraft verleihen, etwa durch Kapitalerhöhungen.

 
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