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Knast oder den eigenen Vergewaltiger heiraten...

  • Ersteller Ersteller Gelöschtes Mitglied 8317
  • Erstellt am Erstellt am
Es ist leider nicht nur in Afghanistan so. Meine Freundin, Perserin, wurde vom eigenen Vater ( hoher Staatsbeamter) vergewaltigt, wurde schwanger und musste aus dem Land flüchten sonst hätten die Affen sie umgebracht.

Im Iran aber nicht die Regeln, anders als in Afghanistan oder Pakistan.
 
Ferdy ich bin mir ziemlcih sicher das du es dir wirklich zu einfach machst den Grund für die "speziellen Zustände" in Afghanistan auf Krieg zu reduzieren.

Der Grund warum gewisse Reformen auf dem Balakn gefruchtet haben und in Afghanistan nicht hängt mit dem gesellschaftlichen Wandel von einer Stammesgesellschaft zu einer "echten Nation" zusammen; ein Schritt der in Afghanistan nie vollendet wurde.
Das Pashtunwali, das Gewohnheitsrecht der Pashtunen, durchdringt alle Lebensbereiche und ist sogar eine der Grundlagen für die Aghanische Verfassung. Diese archaischen Strukturen sind vornehmlich in Stammesgesellschaften anzutreffen.
Auch auf dem Balkan (in Ex-YU) hat bislang jede Generation einen Krieg miterlebt und dennoch haben wir eine ganz andere Entwicklung durchgemacht, aufgrund des gesellschaftlichen Umbruchs. Informiere dich mal wie es z.b. Danilo Petrovic Njegos gelang die Blutrache in Montenegro zurückzudrängen, dann werden dir die Zusammenhänge schnell klar, ebenso warum dieses Phänomen bei den Albanern, welche auch noch sehr an einer Stammesgesellschaft (fiset) orientiert sind bis heute aktuell ist und der "Kanun", ähnlich dem Pashtunwali eine hohe Bedeutung zukommt.

Auf dem Balkan befinden sich nur die Albaner zur Zeit noch in einer Stammesgesellschaft, allerdings mit anderen etablierten gesellschaftlichen Konventionen als in Afghanistan da u.a. dem Islam innerhalb der albanischen Gesellschaft keine so hohe Bedeutung zukommt.
Abgesehen davon sind es nur patriarchialische Gesllschaftsordnungen in denen die Frauen derart ungerecht behandelt werden.

Ich stimme dir in sofern zu das eine durch Krieg geformte Gesellschaft sicher dazu beiträgt patriarchialische Gesellschaftordnungen zu konservieren, jedoch ist der Krieg selbst nicht das einzig auslösende Kriterium das sich solche Zustände entwickeln.

Man muß abschliessend noch dazu sagen das sich in Afghanistan mit der Verquickung von pseudo-islamischen Recht und Pashtunwali eine besonders ungerechte Gesellschaftsform, insbesondere Frauen gegenüber, entwickelt hat, welche mit dem "echten islamischen Recht" (nach Koran und Sunna) nicht zu vereinbaren ist und gegen das selbst der Kanun fortschrittlich ist.

erzähl doch kein quatsch, kein mensch lebt heute nach kanun ausser paar bergalbaner vielleicht.
 
Da sag ich gerade noch kranker gehts nicht und lese jetzt folgende Info:

Diese Geschichte geht unter die Haut. In Afghanistan wird eine junge Frau vergewaltigt, muss dafür ins Gefängnis, dort bekommt sie ein Kind von ihrem Peiniger. Die afghanischen Behörden würden sie begnadigen – wenn sie ihren Vergewaltiger heiratet!

Und genau dazu hat sich Gulnaz (21) jetzt entschlossen – aus Liebe zu ihrer kleinen Tochter. „Sie ist ein unschuldiges Mädchen“, sagt Gulnaz, das Kind soll seine ersten Lebensjahre nicht im Gefängnis verbringen.
Afghanistans Präsident Hamid Karzai hat die junge Frau nun persönlich begnadigt, berichtet BBC.


Offiziell heißt es, dass die Freilassung an keine Bedingung geknüpft sei. Ein Sprecher der Regierung zur BBC: „Präsident Karzai wies den Justizminister an, zu Gulnaz zu gehen und sie zu fragen, was sie wolle. Sie sagte ihm, dass sie ihren Peiniger nur heiraten werde, wenn ihr eigener Bruder dessen Schwester zu Frau nimmt.“ Das sei ihre eigene Entscheidung gewesen, so der Sprecher.
Anders stellt es der Anwalt der jungen Frau dar: „Gulnaz hat mir gesagt, wenn sie die freie Wahl hätte, würde sie den Mann, der sie vergewaltigt hat, nicht heiraten.“

So wie Gulnaz geht es Hunderten von afghanischen Frauen. Sie sitzen im Gefängnis, weil sie Opfer einer Vergewaltigung oder häuslicher Gewalt wurden.

Die junge Frau selbst wurde wegen Ehebruchs verurteilt. Sie selbst ist noch unverheiratet, doch der Vergewaltiger ist der Mann ihrer Cousine.
Der Fall sorgt für internationales Aufsehen.

Er war ans Licht gekommen, als die EU einen Dokumentarfilm über afghanische Gefängnis-Insassinnen stoppte. Der Grund: Sorge um die Sicherheit der Frauen, die dort porträtiert wurden. Eine der Protagonistinnen ist Gulnaz...

5000 Unterschriften wurden in einer Petition gesammelt und an Karzai übergeben mit der Bitte, Gulnaz freizulassen. Unter dem Druck der Öffentlichkeit musste der Präsident handeln.

RÜCKBLICK
Im CNN-Interview erzählte die junge Frau, wie der Mann ihrer Cousine sie vergewaltigte, als sie gerade allein zu Hause war.
„Er schloss die Türen und die Fenster. Ich fing an zu schreien, aber er hielt mir die Hand auf den Mund.“ Dann das Verbrechen.
Nach der Vergewaltigung habe sie geschwiegen, aus Angst davor, umgebracht zu werden, weil sie Schande über ihre Gemeinde gebracht habe.
Doch Gulnaz war schwanger, litt unter Morgenübelkeit. So lange wie möglich versuchte sie, die Schwangerschaft zu verheimlichen.
Als alles aufflog, erfuhr sie kein Mitleid – die junge Frau kam ins Gefängnis.
 
Wie ekelhaft ist dass denn, und dann auch noch vom Cousin der eigenen Mutter, von einem Verwandten vergewaltigt, krank sowas...
 
Wie ekelhaft ist dass denn, und dann auch noch vom Cousin der eigenen Mutter, von einem Verwandten vergewaltigt, krank sowas...
das ist im Westen nicht anders ...

Entgegen der weit verbreiteten Wahrnehmung finden die meisten Vergewaltigungen im Bekannten- oder Verwandtenkreis statt. Eine Vergewaltigung durch einen völlig Fremden („der Mann hinter dem Baum“) kommt äußerst selten vor. So kannten z. B. nach einer US-amerikanischen Studie von 2004 lediglich in zwei Prozent aller Fälle Opfer und Täter einander vor der Tat nicht.[13] Wenn man davon ausgeht, dass Vergewaltigungen durch Familienmitglieder, Lebenspartner oder nahe Freunde oft nicht angezeigt werden, so dürfte der tatsächliche Anteil von Vergewaltigungen durch völlig Fremde sogar noch geringer sein. Gemäß derselben Studie spielten in rund 2/3 aller Fälle Alkohol oder andere Drogen eine Rolle.
 
das ist im Westen nicht anders ...

Nur wird man hier nicht gezwungen - was für eine Abartigkeit - seinen Vergewaltiger auch noch zu heiraten!!

Sprich: Der Staat ordnet hunderte, vielleicht tausende neuer Vergewaltigungen am Opfer an! Gibt gar keine Worte um meinen Abscheu und Ekel vor solchen staatlichen Anordnungen auszudrücken
 
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