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Kuba Sammelthread

Kuba im Dunkeln: Leben zwischen Mangel, Macht und Überlebenskunst
Donald Trump will Kuba "übernehmen" und dreht der Insel den Saft ab. Was halten die Menschen in Kuba davon und wie lebt es sich so ohne Strom und Benzin?

Mein Flieger hat zwei Stunden Verspätung, und als ich um elf Uhr nachts in Havanna lande, sind wir 120 Passagiere die einzigen auf dem ganzen Flughafen. Die Abwicklung an Migration und Zoll geht rasch. Die Beamten wirken nicht so, als fürchteten sie eine Infiltration ausländischer Agenten, um die Regierung zu stürzen. Sie scheinen eher froh, dass überhaupt noch ausländische Gäste das Land bereisen. Denn der Tourismus, eine der wichtigsten Devisenquellen Kubas, ist durch die Drohgebärden der USA zum Erliegen gekommen.

Nächtliche Fahrt durch eine Geisterstadt
Draußen ist es stockdunkel. Mein Taxifahrer, ein alter Bekannter, der hauptberuflich für den Staat arbeitet, wartet schon auf mich. Eine Geisterstadt zieht vorbei: leere Straßen, gesäumt von abrissreifen Häusern. An den Ecken: Müllberge, weil kein Diesel mehr für die Müllabfuhr da ist.

Ab und zu liegt ausgestreckt jemand auf dem Gehsteig. "Besoffene" ist meine erste Reaktion. Der Fahrer korrigiert mich. "Quimico", sagt er. Der neue Trend: eine spottbillige synthetische Droge, die auf Kuba hergestellt wird. Winzige Kügelchen aus Papier, imprägniert mit Cannabinoiden und chemischen Zusatzstoffen. 250 Pesos (rund 50 Cent) kostet der Rausch – weniger als drei Eier.

 
Wie Trump in Kuba den nächsten Eingriff plant
Der US-Präsident will die Verhältnisse mit dem kommunistischen Regime neu ordnen. Im Fokus steht der Enkel von Raúl Castro, dem eine zentrale Machtrolle zugeschrieben wird.


Während die Welt bange auf die Straße von Hormus blickt, fokussiert sich Washington längst auf das nächste Ziel. „Kuba kommt als Nächstes dran“, sagte Donald Trump kürzlich. Unter Führung von Außenminister Marco Rubio arbeiten die USA daran, das Machtgefüge in Havanna zu destabilisieren. Das Timing folgt einem präzisen innenpolitischen Kalkül: Die US-Regierung strebt einen Umbruch auf der Insel bis spätestens Herbst 2026 an – vor den Midterm-Wahlen im November. Trump braucht einen außenpolitischen Erfolg in seinem „Hinterhof“, um Terrain zurückzugewinnen, insbesondere in Florida, wo die Exilkubaner eine entscheidende Wählergruppe darstellen.

Auf dem Weg dorthin muss Washington eine taktische Pause einplanen: Die Fifa-Fußballweltmeisterschaft im Sommer soll nicht durch eine geopolitische Eskalation überschattet werden. Entscheidende Schritte dürften erst nach dem Finale in New Jersey erfolgen.

Raúlito steht im Zentrum der US-Pläne
Die Regierung setzt auf eine Doppelstrategie aus technologischer Drohkulisse und diskreten Verhandlungen mit der alten Elite. Einerseits hat das US-Südkommando eine neue Direktion für autonome Kriegsführung aufgebaut. Mit einem Geschwader großformatiger Drohnen und KI-gestützter Systeme signalisieren Trump und Rubio, dass die USA jederzeit präzise und mit minimalem Risiko eingreifen können. Andererseits sucht Washington gezielt den Kontakt zum innersten Machtzirkel – nicht jedoch zu Präsident Miguel Díaz-Canel, den man für weitgehend machtlos hält. Im Fokus steht stattdessen Raúl Guillermo Rodríguez Castro, Enkel von Raúl Castro. Der 41-jährige Offizier, bekannt als Raúlito oder El Cangrejo, gilt als zentraler Machtvermittler hinter den Kulissen.

 
Kuba: Hunderttausende protestieren gegen US-Embargo
Am Tag der Arbeit haben Hunderttausende Kubanerinnen und Kubaner angeführt von der Regierung in der Hauptstadt Havanna gegen das US-Embargo und die Drohungen der Regierung von Präsident Donald Trump gegen die sozialistische Karibik-Insel protestiert. An der Kundgebung vor der US-Botschaft nahmen gestern nach Regierungsangaben mehr als 500.000 Menschen teil, darunter Präsident Miguel Diaz-Canel und der frühere Staatschef Raul Castro.

„Gemeinsam und geschlossen fordern wir Frieden und bekräftigen unsere Bereitschaft zum Dialog ohne Vorbedingungen“, schrieb Präsident Diaz-Canel auf der Plattform X: „Hier hat Angst keinen Platz.“ Trump hatte zuletzt mehrfach mit schärferem Vorgehen gegen Kuba gedroht und offen von einer möglichen „Übernahme“ gesprochen.

Extreme Wirtschaftskrise
Kuba leidet unter der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Verschärft wird die Lage durch erhebliche Energieknappheit, weil die US-Regierung seit Jänner eine Ölblockade gegen den Inselstaat verhängt hat. Immer wieder fällt stundenlang der Strom aus, es mangelt an Treibstoff, Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs.

 
Kuba weist Hegseth zurück – Havanna nennt die USA selbst die eigentliche Gefahr!
Kuba hat die Aussage von Pete Hegseth scharf zurückgewiesen, das Land stelle eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten dar. Ernesto Soberón Guzmán, Kubas Botschafter bei den Vereinten Nationen, erklärte am Dienstag, nicht die kleine Insel Kuba sei eine „ungewöhnliche und außergewöhnliche Bedrohung“ für die Welt und das Völkerrecht, sondern die Vereinigten Staaten selbst. Guzmán verwies dabei auf die amerikanische Politik gegenüber Venezuela, Iran, Grönland, Kanada, dem Papst, Palästina, Mexiko, Kuba und vielen weiteren Ländern. Die Handlungen, Drohungen und Angriffe Washingtons zeigten genau das, erklärte er.

Auslöser war eine Anhörung im Kongress. Dort hatte der republikanische Abgeordnete Mario Díaz-Balart aus Florida Verteidigungsminister Pete Hegseth gefragt, ob er die kubanische Regierung als Gefahr für die nationale Sicherheit der USA betrachte. Hegseth antwortete knapp: „Ja.“ Damit dreht Havanna die amerikanische Sicherheitsrhetorik direkt gegen Washington selbst. Während die Trump-Regierung Kuba als Bedrohung beschreibt, verweist der kubanische Diplomat auf eine lange Reihe amerikanischer Drohungen und Eingriffe. Genau darin sieht Havanna die eigentliche Gefahr – nicht für die USA, sondern für das internationale Recht.

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Kubas Energiekrise auf neuem Höhepunkt
Kuba kämpft mit einem akuten Energie- und Treibstoffnotstand, Grund sind Sanktionen der USA. In der Hauptstadt Havanna kam es Mittwochabend (Ortszeit) zu Protesten. Dieseltreibstoff gibt es nach Angaben der Regierung praktisch keinen – und bis zu 22 Stunden pro Tag in Teilen der Hauptstadt auch keinen Strom mehr.

Im Jänner hatte US-Präsident Donald Trump nach Drohungen gegen Kuba die Sanktionen gegen den kommunistisch regierten Karibikstaat verschärft, das Land ist seither von Treibstoffimporten praktisch abgeschnitten. Kuba kann sich nicht selbst mit Treibstoff versorgen.

Der Energieengpass ist mittlerweile der schwerste seit Jahrzehnten. Mittwochabend versammelten sich deshalb in mehreren Außenbezirken Havannas Hunderte Menschen zu Protesten. Sie zündeten Müllhaufen an und blockierten Straßen.

Die Demonstrationen blieben friedlich, waren aber die größten seit Jahresbeginn. Die Menschen skandierten Parolen wie „Schaltet das Licht ein“ und „Das vereinte Volk wird niemals besiegt werden“. Die Demonstrationen waren von einem Großaufgebot von Sicherheitskräften begleitet, diese hielten sich aber im Hintergrund.

 
Kuba warnt USA vor militärischem Eingreifen
Kuba hat die USA in deutlichen Worten vor einem militärischen Eingreifen gewarnt. Jeder US-Militäreinsatz gegen Kuba würde zu einem „Blutbad“ mit unkalkulierbaren Folgen für den Frieden und die Stabilität in der Region führen, erklärte Präsident Miguel Diaz-Canel gestern auf der Plattform X.

Außenminister Bruno Rodriguez erklärte in einem getrennten Beitrag, Kuba habe nach der UNO-Charta das Recht auf legitime Selbstverteidigung. Wer Kuba angreifen wolle, nutze dafür falsche Vorwände.

Einem Bericht des Nachrichtenportals Axios zufolge hat der Karibik-Staat mehr als 300 Militärdrohnen erworben und darüber beraten, diese für Angriffe auf den US-Marinestützpunkt Guantanamo Bay, US-Kriegsschiffe und Ziele in Florida einzusetzen.

US-Präsident Donald Trump strebt offen einen Regierungswechsel in Kuba an. In der vergangenen Woche meldete Reuters unter Berufung auf Insider im US-Justizministerium, dass Staatsanwälte eine Anklage gegen den früheren kubanischen Staatschef Raul Castro planen. Hintergrund ist der Abschuss von zwei Flugzeugen der Hilfsorganisation Brothers to the Rescue durch Kuba im Jahr 1996.

US-Sanktionen gegen Geheimdienst und mehrere Politiker

 
USA bieten Kuba Millionenhilfe an
Die US-Regierung hat Kuba humanitäre Hilfe in Millionenhöhe in Aussicht gestellt und zugleich den Druck auf die kommunistische Führung des Inselstaates erhöht. US-Außenminister Marco Rubio bot der kubanischen Bevölkerung heute in einer Videobotschaft 100 Millionen Dollar (rund 86 Mio. Euro) an, machte jedoch die Regierung in Havanna für die grassierende Versorgungskrise verantwortlich. In seiner auf Spanisch gehaltenen Ansprache zum kubanischen Unabhängigkeitstag warf Rubio der Führung in Havanna Gier und Korruption vor.

Die kubanische Botschaft in den USA wies die Äußerungen scharf zurück. Rubio lüge wiederholt und skrupellos, um die grausame und rücksichtslose Aggression gegen das kubanische Volk zu rechtfertigen, teilte die Vertretung auf dem Kurznachrichtendienst X mit.

Noch im Lauf des Tages wird erwartet, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump Anklage gegen den früheren kubanischen Präsidenten Raul Castro erhebt. Die Vorwürfe sollen sich auf einen Vorfall aus dem Jahr 1996 beziehen, bei dem kubanische Kampfjets Flugzeuge einer Gruppe von Exilkubanern abschossen.


Wenn der Räuber schreit, haltet den Dieb
 
Da wäre es ja wünschenswert, wenn ein Land das weltgrößte A....loch verhaften würde um ihn wegen Massenmordes anzuklagen.
USA klagen Kubas Ex-Präsidenten Raul Castro wegen Mordes an
Die USA haben den früheren kubanischen Präsidenten Raul Castro wegen Mordes angeklagt und damit den Druck auf die kommunistische Regierung in Havanna erhöht. Das ging gestern aus Gerichtsunterlagen hervor.

Der 94-jährige Castro war Anfang des Monats zuletzt öffentlich aufgetreten. Es gibt keine Hinweise darauf, dass er das Land verlassen hat oder von der Regierung ausgeliefert werden könnte. US-Präsident Donald Trump strebt einen Regimewechsel in dem Karibik-Staat an.

Kuba weist Klage zurück
Die kubanische Regierung wies die US-Klage entschieden zurück. „Es handelt sich um eine politische Aktion ohne jegliche rechtliche Grundlage, die lediglich darauf abzielt, einen Vorwand zu schaffen, um den Irrsinn einer militärischen Aggression gegen Kuba zu rechtfertigen“, schrieb der kubanische Präsident Miguel Diaz-Canel auf der Plattform X.

 
China fordert Ende der Drohungen gegen Kuba
China hat die Anklage der USA gegen den früheren kubanischen Präsidenten Raul Castro scharf kritisiert und ein Ende der Drohungen gegen die Karibikinsel gefordert.

„Die US-Seite sollte aufhören, Kuba mit Sanktionen und gerichtlichen Maßnahmen zu bestrafen, und nicht bei jeder Gelegenheit mit Gewalt drohen“, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun, heute.

China unterstütze Kuba nachdrücklich dabei, seine nationale Souveränität und nationale Würde zu wahren und lehne äußere Einmischung ab, fügte er hinzu.

 
Rubio: Kaum Chancen auf friedliche Einigung mit Kuba
US-Außenminister Marco Rubio sieht kaum Chancen auf eine friedliche Einigung mit Kuba. Zwar bevorzuge die Regierung in Washington stets eine Verhandlungslösung, sagte Rubio gestern. Angesichts der aktuellen Führung in Havanna sei die Wahrscheinlichkeit dafür jedoch gering.

Sollte es dort zu einem Umdenken kommen, stehe Washington bereit. „Bis dahin werden wir tun, was nötig ist“, erklärte der Außenminister vor seiner Abreise zu einem NATO-Treffen in Schweden.

Er wies den Vorwurf zurück, die USA betrieben in Kuba ein „Nation Building“, den Aufbau neuer Staatsstrukturen. Das Vorgehen diene vielmehr der nationalen Sicherheit der USA.

Trump will Machtwechsel
US-Präsident Donald Trump strebt einen Machtwechsel in dem Karibik-Staat an, der seit der Revolution von 1959 kommunistisch regiert wird.

Die Beziehungen der beiden langjährigen Rivalen aus dem Kalten Krieg hatten am Mittwoch einen neuen Tiefpunkt erreicht: Die USA erhoben Mordanklage gegen den früheren kubanischen Präsidenten Raul Castro, den älteren Bruder des bereits verstorbenen kubanischen Revolutionsführers und langjährigen Präsidenten Fidel Castro.

 
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