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Mariposa
Guest
Nein ich bin nicht hier geboren. Eigentlich bin ich ein Kriegsflüchtling, der noch Anfanfs 90er der Kriegsanfang miterlebt hat. Ich war sogar am Anfang illegal in der Schweiz (nur kurze Zeit) und viele Schweizer wussten das im Dorf, doch keiner hat was gesagt, dannach bekam ich nach kurzer Zeit ein Visum. Heute bin ich Schweizer Staatsbürger. Aber ich bin kein Schweizer. Das Blut kann man nicht ändern. Ich bin mir meiner Herkunft bewusst. Dennoch respektiere ich die Schweiz und hab eine ungeheure Dankbarkeit gegenüber diesem Land, welches mir den Krieg, Leid, Elend und Tod erspart hat. - Ich schätze das wie nichts anderes in meinem Leben.
Und nochmals zur Korrektur: Es ist nicht nur eine Religionsgruppe eingeschränkt (und das baulich). Sondern andere auch. Othodoxe Christen in Zürich müssen sich mit einer Turnhalle in einem Hinterhof zufrieden geben. Hingegen haben Muslime richtige Moscheen, in Zürich und Genf sogar mit Minarett.
Deshalb habe ich ein Problem, wenn hier jemand sagt: NUR Muslime sind eingeschränkt. Weil das nicht stimmt. Oder fragt einfach mal ein paar Hindus oder Budhisten, wie ihre ""Tempel"" hier aussehen (äusserlich natürlich).
Zudem weiss ich noch, wie viel Wert die Schweizer auf das Stadtbild legen!!! Fast jeder Wolkenkratzer wird bekämpft. Die SD (eine rechts-aussen Partei) hatte letzen Sonntag eine Initiative gestartet: "40 Meter sind genug!", weil sie "kein Manhatten in Zürich" wollten, weil das nicht schweizerisch sei. - Gott sei Dank wurde das bei der Abstimmung verworfen (vor allem aus wirtschaftlicher Sicht). Aber das zeigt einmal mehr, welchen hohen Wert das Stadtbild hat. Es muss halt eben alles schweizerisch sein.
ich habe selber auch die schweiz. staatsbürgerschaft. das blut ändert sich darum nicht. da hast du recht. auch ich bin dankbar, umso mehr verletzt mich so ein volksentscheid.
Auch die einschärnkung anderer religionen finde ich nicht in ordnung. Diese welt gehört doch niemandem, man kann doch überall die kultur- und religionvielfalt haben, oder etwa nicht?
Nur ist jetzt eine volksinitiative befürwortet worden, welche nur eine religionsgruppe betrifft. Es ist etwas anderes, wenn ein vebot in die verfassung aufgenommen wird, als dass ein baugesuch verworfen wurde, dann reicht man halt nochmals eins ein, weißt du wie ich meine. Ein vebot ist so was endgültiges.