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Nachrichten aus Österreich

Die Regierung ist besser als ihr Ruf
Bei ihrer Klausur gelang es der Dreierkoalition immerhin, Signale an Wirtschaft und private Haushalte zu senden. Das allein dreht die Stimmung im Lande nicht – aber es sind richtige Schritte

Konnte die Regierungsklausur der vergangenen Woche überhaupt dazu führen, dass die Dreierkoalition die Stimmung in der Bevölkerung "dreht"? Man darf bezweifeln, dass dies hätte gelingen können – durch die eine, durchschlagende Maßnahme, die eine, großartige Strategie. Es war vor allem Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ), dem es im Vorfeld zukam, überzogene Erwartungen, auch medialer Natur, zu dämpfen.

Und es kommt auch im Nachhall dieses Treffens wieder Marterbauer zu, das eigentlich Unmögliche möglich zu machen: 400 Millionen Euro pro Jahr für die Senkung der Mehrwertsteuer auf ausgewählte Grundnahrungsmittel, 250 Millionen Euro kostet die geplante Senkung der Strompreise für die Industrie. Am Ende muss der Finanzminister darauf schauen, dass sich das alles im EU-Defizitverfahren ausgeht.

Was kann die FPÖ?
Kritik gibt es zuhauf: dass es sich letztlich wieder einmal um "Gießkannenpolitik" handle; dass bezweifelt werden müsse, ob die Ersparnis bei den Menschen überhaupt ankommen werde. Dennoch muss man festhalten: Der Regierung ist bei ihrer Klausur durchaus etwas gelungen. Zumindest hat sie, trotz angespannter Budgetlage, sowohl ein Signal an die Wirtschaft als auch an die privaten Haushalte gesetzt.

Das Bemühen muss man der Dreierkoalition zugutehalten und kritisch hinterfragen, warum die FPÖ in Umfragen trotz allem davon zieht. Wo sind die guten Ideen der Blauen zum Thema Teuerung, das der Bevölkerung, auch wiederum laut Umfragen, am wichtigsten ist? Wenn die Rede ist von einem "Systemwechsel", den die Menschen angeblich wollten, und den Herbert Kickl gerne herbeiredet, muss man fragen: Würde ein solcher das Leben in Österreich billiger machen? Wohl kaum. Denn die Dinge sind kompliziert – auch wenn Rechtspopulisten gerne das Gegenteil vermitteln.

 
Votum gegen Frauen: Tiroler Schützen verteidigen Tirol erfolgreich gegen Fortschritt

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Die Tiroler Schützen feiern ihren ersten Sieg seit der Schlacht am Bergisel: Mit einer überwältigenden Mehrheit von 87 Prozent schlugen sie den heimtückischen Angriff der Gleichberechtigung vernichtend zurück und stimmten gegen Frauen am Gewehr. Der Feind, das 21. Jahrhundert, wurde erfolgreich hinter den Arlberg zurückgedrängt.

INNSBRUCK – Skeptisch schaut Hansjosef Brunzlederer, 103-jähriger Schütze, hinab ins Inntal. „Heit homman no dahebt. Oba da Fortschritt is a zaacher Hund. I gspias in meine Knochen, dass a si bei da Friah scho wieder vom Unterland her aufschleicht“, murmelt er und kaut an einem Stück Speck.

Per Abstimmung haben sich die „Tiroler Taliban“ (Zitat: Website der Tiroler Schützen) dagegen ausgesprochen, Frauen aufzunehmen. „Mia hom genug Nachwuchs. Es kemmen immer mehr junge Buam zwischen 70 und 80 zu uns, weil’s no für die guate Sach kämpfn wollen: A Welt, wo mir Mander no es Sogn hom.“

Traum für Millionen Frauen geplatzt
„I woass eh, des is jetzt sicher hart für die Millionen Weiberleit, de wo bei ins Schlange gstanden waratn“, erklärt sein Bruder Josefhans Brunzlederer aus St. Hoden im Arschwinkel. „Welches Madl tramert bittschen nit davon, dass sie den gonzen Tog mit bärtige, oide Mander verbringt, de ununterbrochen in die Luft auffi schiaßn, und wo de Lederhosen noch dreißig Johr oide Exkremente miefeln.“

 

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Feuer in Flüchtlingunterkunft gelegt: Betreiberin schuldig gesprochen
Die Angeklagte soll im Wissen, dass 17 Menschen im Haus schlafen, im September 2024 ihr ehemaliges Gasthaus in Brand gesteckt haben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig

Schönau im Mühlkreis, Herbst 2024: Selbst eine Woche nach dem Großbrand hängt noch immer der scharfe Geruch von Rauch in der Luft. Vom Dach des Gebäudes ist nur noch ein löchriges Gerippe übrig von dem, was bis zum 9. September eine Flüchtlingsunterkunft war. Ein Ehepaar aus Freistadt hatte hier, inmitten des hügeligen Mühlviertels, im vergangenen Jahr Geflüchtete untergebracht.

Bis zur Nacht zum 10. September. Da nämlich sind exakt um 0.45 Uhr im ganzen Haus die Sicherungen gefallen. Das Erdgeschoss des ehemaligen Gasthauses musste da schon komplett gebrannt haben. Die im Obergeschoss schlafenden Bewohner, 16 Asylwerber aus der Türkei, Somalia und Afghanistan und ein Mann aus der Ortschaft, konnten sich nur durch Glück aus den Flammen retten. Manche von ihnen mussten wegen einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

 
Finanzministerium: Verfehlen der Klimaziele kostet bis zu 2,9 Milliarden Euro
Die Kosten für Emissionszertifikate drohen bis 2050 zu explodieren. Grünen-Chefin Leonore Gewessler fordert die Regierung auf, den "Rückwärtskurs umzukehren"

Drei Jahre lang ist die Menge klimaschädlicher Gase deutlich gesunken, seit dem Vorjahr steigen sie wieder. Das zeigt die Erstabschätzung der Klimabilanz für 2025, die Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) diese Woche bekanntgab. Die Regierung kommt damit vom eingeschlagenen Klimakurs ab. Und das könnte teuer werden, wie aus der langfristigen Budgetprognose hervorgeht, die das Finanzministerium am 23. Dezember 2025 veröffentlicht hat.

Die Prognose überblickt die kommenden drei Jahrzehnte und stützt sich unter anderem auf die Expertise des WIFO und des Umweltbundesamts. Weil es "maßgeblichen Einfluss auf die fiskalischen Entwicklungen" hat, ist das Klima seit der letzten langfristigen Budgetprognose aus dem Jahr 2022 fixer Bestandteil der Berechnungen. Der Klimawandel setzt der Staatskasse gleich mehrfach zu. Da sind nicht nur die Schäden aufgrund zunehmender Extremwetterereignisse, sondern auch die drohenden "Strafzahlungen", sollte Österreich seine EU-verbindlichen Klimaziele verfehlen.

 
Votum gegen Frauen: Tiroler Schützen verteidigen Tirol erfolgreich gegen Fortschritt

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Die Tiroler Schützen feiern ihren ersten Sieg seit der Schlacht am Bergisel: Mit einer überwältigenden Mehrheit von 87 Prozent schlugen sie den heimtückischen Angriff der Gleichberechtigung vernichtend zurück und stimmten gegen Frauen am Gewehr. Der Feind, das 21. Jahrhundert, wurde erfolgreich hinter den Arlberg zurückgedrängt.

INNSBRUCK – Skeptisch schaut Hansjosef Brunzlederer, 103-jähriger Schütze, hinab ins Inntal. „Heit homman no dahebt. Oba da Fortschritt is a zaacher Hund. I gspias in meine Knochen, dass a si bei da Friah scho wieder vom Unterland her aufschleicht“, murmelt er und kaut an einem Stück Speck.

Per Abstimmung haben sich die „Tiroler Taliban“ (Zitat: Website der Tiroler Schützen) dagegen ausgesprochen, Frauen aufzunehmen. „Mia hom genug Nachwuchs. Es kemmen immer mehr junge Buam zwischen 70 und 80 zu uns, weil’s no für die guate Sach kämpfn wollen: A Welt, wo mir Mander no es Sogn hom.“

Traum für Millionen Frauen geplatzt
„I woass eh, des is jetzt sicher hart für die Millionen Weiberleit, de wo bei ins Schlange gstanden waratn“, erklärt sein Bruder Josefhans Brunzlederer aus St. Hoden im Arschwinkel. „Welches Madl tramert bittschen nit davon, dass sie den gonzen Tog mit bärtige, oide Mander verbringt, de ununterbrochen in die Luft auffi schiaßn, und wo de Lederhosen noch dreißig Johr oide Exkremente miefeln.“


Ist es Frauen in Tirol verboten, einen eigenen Schützenverein zu gründen?
 
Ist es Frauen in Tirol verboten, einen eigenen Schützenverein zu gründen?
Schon alleine deine Frage zeugt von deinem Problem der Gleichstellung der Frauen. Frauen dürfen in Tirol jederzeit einen eigenen Schützenverein gründen. Was sie nicht dürfen, ist innerhalb des traditionellen Tiroler Schützenbundes mit Gewehr marschieren, weil dieser Verband das intern so beschlossen hat.
Der Tiroler Schützenbund beruft sich auf Tradition, um Frauen vom aktiven Schützendienst auszuschließen. Das ist eine geschlechtsbezogene Ungleichbehandlung, die im Widerspruch zu modernen Gleichbehandlungsgrundsätzen steht. Tradition erklärt vieles, rechtfertigt aber keine Diskriminierung.
 
Rechtsextreme Straftaten sind auf einem Allzeithoch. Das zeigt der aktuelle Bericht des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands (DÖW). Besonders auffällig ist laut DÖW der Wiederanstieg jugendlicher Neonazi-Symbole wie Bomberjacken oder Springerstiefel und eine stärkere Gewaltbereitschaft junger Akteur:innen. Extremismusforscher und Berichtsautor Bernhard Weidinger sieht die Entwicklungen als Folge der Normalisierung rechter und rechtsextremer Positionen, wie er gegenüber dem Standard erklärt.

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Rechtsextremismusbericht 2025: Österreichs Neonazis sind gut vernetzt und gewaltbereit


 

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Frauen dürfen in Tirol jederzeit einen eigenen Schützenverein gründen.Was sie nicht dürfen, ist innerhalb des traditionellen Tiroler Schützenbundes mit Gewehr marschieren, weil dieser Verband das intern so beschlossen hat.

Der Tiroler Schützenbund beruft sich auf Tradition, um Frauen vom aktiven Schützendienst auszuschließen. Das ist eine geschlechtsbezogene Ungleichbehandlung, die im Widerspruch zu modernen Gleichbehandlungsgrundsätzen steht. Tradition erklärt vieles, rechtfertigt aber keine Diskriminierung.


Also darf es in Österreich keine reine Männervereine mehr geben, weil es diskriminierend ggü Frauen ist?Das bedeutet im Umkehrschluss, dass auch Frauen keine reine Frauenvereine haben dürfen?

Ist das die Welt in der du Leben möchtest?
 
Also darf es in Österreich keine reine Männervereine mehr geben, weil es diskriminierend ggü Frauen ist?Das bedeutet im Umkehrschluss, dass auch Frauen keine reine Frauenvereine haben dürfen?
Warum sollte es reine Männervereine geben? Reine Männervereine sind nicht das Problem. Solange niemand diskriminiert wird, ist das völlig in Ordnung. Problematisch wird es erst, wenn ein Verein gesellschaftliche Funktionen übernimmt, aber Frauen systematisch ausschließt, obwohl es dafür keinen sachlichen Grund gibt
Ist das die Welt in der du Leben möchtest?
Ich möchte in einer Welt leben wo es Gerechtigkeit und Gleichheit gibt und vor allem keinen ekelhaften Faschismus und keine Diskriminierung von Frauen. Schon klar, dass du dies nicht willst.
 
Reine Männervereine sind nicht das Problem. Solange niemand diskriminiert wird, ist das völlig in Ordnung.
Das besondere an reine Männervereine ist doch, dass es doch ausschließlich aus Männer besteht.Wenn du also kein Problem mit einem solchen Verein hast, warum ist es dir wichtig, dass Frauen dort eintreten?
Problematisch wird es erst, wenn ein Verein gesellschaftliche Funktionen übernimmt, aber Frauen systematisch ausschließt, obwohl es dafür keinen sachlichen Grund gibt

Also, ein reiner Männerverein der gesellschaftliche Funktionen übernimmt ist für dich problematisch.Und was verstehst du unter gesellschaftliche Funktionen?
 
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