The Comeback Kid Kurz
Sebastian Kurz will es mit großer Sicherheit noch einmal wissen
Ruhig, vernünftig – und mit einer klaren Absage an den destruktiven Kurs der FPÖ. So präsentierte sich Bundeskanzler Christian Stocker im STANDARD-Interview anlässlich der Auswechslung des ÖVP-Generalsekretärs. Der Neue war ein enger Mitarbeiter von Sebastian Kurz. Was man als weiteres Bausteinchen im entstehenden Mosaik "Der Messias kehrt zurück" werten könnte.
Die offizielle ÖVP-Haltung zu Kurz, auch die des Kanzlers, lautet: "Der will ja Unternehmer bleiben." Seine Firma habe ja schon Milliardenstatus (allerdings laut Eigenbewertung).
Das dürfte ein größerer Irrtum sein. Kurz sieht sich total als Politiker. Außerdem will er seine Abwahl tilgen. Einen ganz wichtigen Schritt hat er schon gesetzt: Erneuerung des Kontakts mit Herbert Kickl. Der Plan könnte so lauten: Kurz übernimmt die ÖVP (oder gründet eine eigene Liste) und verhilft damit der FPÖ zur Regierungsmehrheit. Er selbst geht nicht (oder als Außenminister) in eine blau-schwarze Regierung, arbeitet an seiner Popularität – und provoziert nach einem Jahr oder so Neuwahlen, die er gewinnt. Dann ist er wieder Kanzler. Das will er, im Unterschied zu Kickl, nämlich wirklich.
Ziemlich viele Unwägbarkeiten – aber Sebastian Kurz war schon immer ein sehr zielstrebiger Politikstratege. Und ein Hasardeur. Allerdings ist es heute mit seiner Beliebtheit nicht weit her. Wenn er aber eine Chance sieht, wird er sie ergreifen. (Hans Rauscher, 10.7.2026)
www.derstandard.at
Seine Kürzlichkeit nochmals, nein Danke. Das momentane Desaster ist auch zum großen Teil ihm geschuldet.
Sebastian Kurz will es mit großer Sicherheit noch einmal wissen
Ruhig, vernünftig – und mit einer klaren Absage an den destruktiven Kurs der FPÖ. So präsentierte sich Bundeskanzler Christian Stocker im STANDARD-Interview anlässlich der Auswechslung des ÖVP-Generalsekretärs. Der Neue war ein enger Mitarbeiter von Sebastian Kurz. Was man als weiteres Bausteinchen im entstehenden Mosaik "Der Messias kehrt zurück" werten könnte.
Die offizielle ÖVP-Haltung zu Kurz, auch die des Kanzlers, lautet: "Der will ja Unternehmer bleiben." Seine Firma habe ja schon Milliardenstatus (allerdings laut Eigenbewertung).
Das dürfte ein größerer Irrtum sein. Kurz sieht sich total als Politiker. Außerdem will er seine Abwahl tilgen. Einen ganz wichtigen Schritt hat er schon gesetzt: Erneuerung des Kontakts mit Herbert Kickl. Der Plan könnte so lauten: Kurz übernimmt die ÖVP (oder gründet eine eigene Liste) und verhilft damit der FPÖ zur Regierungsmehrheit. Er selbst geht nicht (oder als Außenminister) in eine blau-schwarze Regierung, arbeitet an seiner Popularität – und provoziert nach einem Jahr oder so Neuwahlen, die er gewinnt. Dann ist er wieder Kanzler. Das will er, im Unterschied zu Kickl, nämlich wirklich.
Ziemlich viele Unwägbarkeiten – aber Sebastian Kurz war schon immer ein sehr zielstrebiger Politikstratege. Und ein Hasardeur. Allerdings ist es heute mit seiner Beliebtheit nicht weit her. Wenn er aber eine Chance sieht, wird er sie ergreifen. (Hans Rauscher, 10.7.2026)
The Comeback Kid Kurz
Sebastian Kurz will es mit großer Sicherheit noch einmal wissen
Seine Kürzlichkeit nochmals, nein Danke. Das momentane Desaster ist auch zum großen Teil ihm geschuldet.
