Schwarz-pinkes Eigentor zur Unzeit im Kampf gegen die FPÖ
Zwei Parteien, ein Timing-Desaster: Ausgerechnet als die FPÖ erstmals seit Langem unter Druck geriet, produzierten ÖVP und Neos ihre eigenen Negativschlagzeilen
Es waren ausnahmsweise einmal nicht Herbert Kickl und die FPÖ, die den politischen Takt vorgaben. Tagelang standen die Freiheitlichen wegen mutmaßlich gewaltbereiter und gewalttätiger (ehemaliger) parlamentarischer Mitarbeiter unter Druck – nicht nur durch politische Konkurrenz und kritische Berichterstattung, sondern auch aus den eigenen Reihen.
Eine seltene Situation für eine Partei, an der Skandale und Kontroversen in den vergangenen Jahren meist folgenlos abzuprallen schienen. Erstmals seit Langem schien nun eine Causa die FPÖ tatsächlich zu belasten. Doch genau in diesem Moment gelang es den anderen Parteien einmal mehr, ihr den größten Gefallen zu erweisen: Sie lenkten die Aufmerksamkeit auf sich selbst.
Zuerst überraschte die ÖVP mit dem Austausch ihres glücklosen Generalsekretärs Nico Marchetti gegen den Kurz-Vertrauten Markus Gstöttner. Kaum hatte sich diese Personalie durch die Schlagzeilen gearbeitet, zogen die Neos nach und verkündeten unmittelbar vor der Sommerpause des Parlaments den Ausschluss ihres Mitgründers und Abgeordneten Veit Dengler aus Partei und Klub. Zwei parteiinterne Vorgänge, die seither die politische Berichterstattung dominieren – und die FPÖ (vorübergehend) aus der Schusslinie nahmen.
www.derstandard.at
Zwei Parteien, ein Timing-Desaster: Ausgerechnet als die FPÖ erstmals seit Langem unter Druck geriet, produzierten ÖVP und Neos ihre eigenen Negativschlagzeilen
Es waren ausnahmsweise einmal nicht Herbert Kickl und die FPÖ, die den politischen Takt vorgaben. Tagelang standen die Freiheitlichen wegen mutmaßlich gewaltbereiter und gewalttätiger (ehemaliger) parlamentarischer Mitarbeiter unter Druck – nicht nur durch politische Konkurrenz und kritische Berichterstattung, sondern auch aus den eigenen Reihen.
Eine seltene Situation für eine Partei, an der Skandale und Kontroversen in den vergangenen Jahren meist folgenlos abzuprallen schienen. Erstmals seit Langem schien nun eine Causa die FPÖ tatsächlich zu belasten. Doch genau in diesem Moment gelang es den anderen Parteien einmal mehr, ihr den größten Gefallen zu erweisen: Sie lenkten die Aufmerksamkeit auf sich selbst.
Zuerst überraschte die ÖVP mit dem Austausch ihres glücklosen Generalsekretärs Nico Marchetti gegen den Kurz-Vertrauten Markus Gstöttner. Kaum hatte sich diese Personalie durch die Schlagzeilen gearbeitet, zogen die Neos nach und verkündeten unmittelbar vor der Sommerpause des Parlaments den Ausschluss ihres Mitgründers und Abgeordneten Veit Dengler aus Partei und Klub. Zwei parteiinterne Vorgänge, die seither die politische Berichterstattung dominieren – und die FPÖ (vorübergehend) aus der Schusslinie nahmen.
Schwarz-pinkes Eigentor zur Unzeit im Kampf gegen die FPÖ
Zwei Parteien, ein Timing-Desaster: Ausgerechnet als die FPÖ erstmals seit Langem unter Druck geriet, produzierten ÖVP und Neos ihre eigenen Negativschlagzeilen