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Nachrichten aus Österreich

„BK Nehammer hat das nicht öffentlich gesagt, sondern bei einer parteiinterne Veranstaltung. Aber ihm hätte bewusst sein müssen, dass immer jemand mitschneiden kann. Das war, gelinde gesagt, naiv.“ - Ursula Stenzl
Malarina schrieb:
Stimmt. Das war naiv von ihm, Never trust a övp Parteifreund! Aber, Ursula, du warst damals mit Pegida demonstrieren und warst überrascht, dass die Identitären da aufmaschiert sind.
 
Ok, jetzt wirds richtig schiach (hässlich): Die Wut-Burger erheben sich.

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Wieso gibt es so viel Armut in einem reichen Staat?
Es kann nicht nur an mangelnder Arbeitslust liegen

Beim mittlerweile notorischen "Sollen sie doch Burger essen"-Video von Karl Nehammer waren aus dem Publikum Rufe wie "Wir Leistungsträger zahlen denen die Sozialleistungen" zu hören. Der oberösterreichische ÖVP-Landeshauptmann Thomas Stelzer sagte auch in Verteidigung von Nehammer, "Leistung und Eigenverantwortung" müssten wieder etwas gelten.

Das ist typischer ÖVP-Sprech in einer Partei, die ihren liberal-humanitären Flügel längst abgelegt und ihren christlich-sozialen Grundgedanken irgendwo verlegt hat (obwohl Nehammer aus dem ÖAAB stammt).

Trotzdem stellt sich die Frage, wie es in einem der reichsten Länder Europas und der Welt (nach Kaufkraftparität auf Platz 15) sein kann, dass rund 17,5 Prozent der Bevölkerung (1.529.000 Menschen) armuts- und ausgrenzungsgefährdet sind. Das heißt, das Einkommen liegt unter der Armutsschwelle (60 Prozent des Medians der Netto-Haushaltseinkommen), oder die Personen sind erheblich materiell benachteiligt oder leben in Haushalten mit keiner / sehr geringer Erwerbsintensität. Rund 350.000 Kinder gelten als armuts- und ausgrenzungsgefährdet.

 
Genial, Caro Athanasiadis

Unser Bundeskanzler Nehammer meint, ein Burger am Tag kann den Hunger unserer armutsgefährdeten Kinder stillen … Das sei eine warme Mahlzeit und mit 1,20€ auch leistbar, außerdem reichen die Kalorien aus, um satt zu machen.
Meine Wut über diesen verbalen Blödsinn musste ich wieder einmal musikalisch verarbeiten.


Burger Lobbyist Nehammer Song - Ist doch egal

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Nehammer über Armut: Ehrlich verlogen
Leistung, Selbstverantwortung und sich ein bisschen mehr anstrengen, dann wird das schon was mit dem Aufstieg? Nicht ganz, in Österreich ist Chancengleichheit noch lange nicht hergestellt

Wegen der lockeren Atmosphäre und des zugeneigten Publikums in Hallein sei Karl Nehammers Wortwahl und Argumentationskette nicht ganz im "Stil eines Staatsmanns", analysierte der Politikwissenschafter Peter Filzmaier. Doch die Kernaussage des Kanzlers ist des Chefs einer konservativen und rechtsliberalen Partei durchaus würdig.

Am Tag nach der Veröffentlichung des Videos wiederholte Nehammer seine Aussagen vom Sommer etwas elaborierter: Er stehe dazu, dass sich Leistung lohnen müsse, dass Selbstbestimmung und Eigenverantwortung wichtig seien. Das sind zentrale Werte der ÖVP, die er verständlicherweise verteidigt.

Doch auf Eigenleistung zu setzen, Selbstverantwortung zu predigen und Menschen auszurichten, dass sie sich einfach ein bisschen mehr anstrengen sollen, war in Österreich schon immer ein wenig verlogen bis unverschämt – etwa, wenn man sich ansieht, welche Korruptionsskandale das Land seit Jahren erschüttern. Im Korruptionsindex von Transparency International ist Österreich 2022 noch weiter nach unten gerutscht. Vor allem innerhalb von Parteien und ihren Vorfeldorganisationen, innerhalb staatlicher Institutionen und ihrer Auftragnehmer herrscht oft ungehemmter Nepotismus. Man schiebt einander Posten, Aufträge und Immobilien zu.

Ideologischen Scheuklappen
Die Biografien vieler junger Politiker und Politikerinnen sind mitunter entlarvend. Seit Schultagen werden sie von einer Partei-Teilorganisation zur nächsten gereicht, gefördert und befördert. Per se ist daran nichts Schlechtes, wenn junge Menschen früh wissen, wohin es im Leben gehen soll. Es ist aber verlogen und unglaubwürdig, vor diesem Hintergrund zu betonen, dass man "alles aus eigener Kraft schaffen kann, wenn man nur will".

 
Die haben doch noch keinen Groschen ins System einbezahlt. By Gebrüder Moped

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bei der ÖVP brennen alle Sicherungen durch :mrgreen:

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Kickl-Themenabend ohne Kickl auf Puls 24: "Gut, dass er nicht da ist"
"Krone"-Salzburg-Chef Pándi findet es "sinnlos, mit diesem Menschen ein Gespräch zu führen". Ex-AfD-Sprecherin Petry sieht ein "selbstproduziertes Elend" der Medien

Wenn Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache für FPÖ-Chef Herbert Kickl auf Publikumsfragen antworten muss, und mit ihm die Ex-Sprecherin der AfD, Frauke Petry, oder gar der ex-grüne Publizist Peter Pilz: Dann ist Kickl nicht zum "Herbstgespräch" von Puls 24 in Kolariks Luftburg in den Prater gekommen. "Gut, dass er nicht da ist", fand "Krone"-Salzburg-Chefredakteur Claus Pándi im Ersatzprogramm Reden über Kickl statt mit Kickl. Denn, so Pándi: "Es ist absolut sinnlos, mit diesem Menschen ein Gespräch zu führen."

 
FPÖ-Security zerrt Satiriker Klien von Kickl in „Schwitzkasten“ weg
Beim Versuch, FPÖ-Parteichef Herbert Kickl Fragen zu stellen, ist Satiriker Peter Klien von einem FPÖ-Security im „Schwitzkasten“ von dem Politiker weggezerrt worden. Der Vorfall ereignete sich bei Dreharbeiten zur aktuellen Ausgabe der ORF-Satiresendung „Gute Nacht Österreich“.

In Hartberg (Steiermark) war Klien auf dem dortigen Oktoberfest, um auch Kickl zu interviewen. Der Vorfall wurde auf Kamera festgehalten und wird heute Abend um 23.25 Uhr in ORF1 im Rahmen der Sendung gezeigt.

ORF verurteilt Vorfall
Der ORF kritisierte das Vorgehen scharf: „Es handelt sich hierbei um ein völlig inakzeptables Verhalten, das der ORF auf das Schärfste verurteilt.“

Offenbar stellte Klien eine Frage zum Kuss mit der ehemaligen Klassenkollegin und Ex-Grünen-Chefin Eva Glawischnig, woraufhin der Security Klien packte und hinauszerrte.

Kritik von ÖVP, FPÖ wehrt sich gegen Vorwürfe
Auch die Politik reagierte auf den Vorfall. ÖVP-Generalsekretär Christian Stocker sagte laut Aussendung: „Die Kickl-FPÖ zeigt ihr wahres Gesicht. Wer Konflikte nur mit Gewalt lösen will, kann sie gar nicht lösen.“ FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker sagte unterdessen: „Diesem ORF ist wirklich nichts mehr zu peinlich.“ Klien konnte laut Hafenecker in Hartberg „stundenlang seiner Arbeit nachgehen“. Medien hätten aber in manchen Bereichen „generell nichts verloren“, neben der Bühne und dem Backstagebereich zähle auch jener FPÖ-Bus dazu, „in den sich Herr Klien ohne Genehmigung Zutritt verschaffen wollte“.

 
ORF-Satiriker Peter Klien geht dorthin, wo es diesmal wirklich wehtut: Ein FPÖ-Security nahm den Late-Night-Comedian in den Schwitzkasten und zerrte ihn von FPÖ-Parteichef Herbert Kickl weg. Die Szene ereignete sich beim Auftritt des freiheitlichen Parteichefs bei einem "Oktoberfest" im steirischen Hartberg und soll diesen Freitagabend in "Gute Nacht Österreich" in ORF 1 (23.25 Uhr) gezeigt werden.

"Es handelt sich hierbei um ein völlig inakzeptables Verhalten, das der ORF auf das Schärfste verurteilt", sagte dazu der ORF in einer Aussendung am Freitagvormittag. Der ORF-Redaktionsrat verurteilt Gewalt gegen Journalisten und Journalistinnen, ebenso Medienministerin Susanne Raab, SPÖ-Chef Andreas Babler, Grünen-Klubobfrau Sigrid Maurer, Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger und Reporter ohne Grenzen.


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