Im Streit wegen der EU-Asylreform nehmen Länder und Bund den Absturz Geflohener in Kauf
Die Bedürfnisse Betroffener gelten den Verhandlern um Familiennachzug, Ukrainevertriebene und subsidiär Schutzberechtigte offenbar wenig. Wer hilft jenen, die es brauchen?
Für Flüchtlinge in Europa wird das kommende Jahr 2026 beträchtliche Änderungen bringen. Das Vorgehen wird ihnen gegenüber einheitlicher und härter, mit weitgehend übereinstimmenden Regeln in allen Mitgliedstaaten – zumindest auf dem Papier. So sieht es die umfassende, im Juni in Kraft tretenden Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (Geas) vor.
So sollen etwa Ankommende mit niedriger Chance auf Schutz tunlichst schon an den EU-Außengrenzen von Geflohenen mit hoher Anerkennungswahrscheinlichkeit getrennt werden. Nur noch letzteren winken in der Folge Asylverfahren in voller Länge, über die anderen wird beschleunigt in "haftähnlichen" Einrichtungen befunden. Menschenrechtlerinnen und Menschenrechtler warnen vor überschießendem Freiheitsentzug. Sie haben wahrscheinlich recht.
Stärkung in Verfahren
Die Angleichung der Asylregeln bringt den Geflohenen aber auch Positives. Audioaufnahmen bei Befragungen werden verpflichtend. Das wird die Stellung der Schutzsuchenden in den Verfahren stärken. Auch müssen etwa alleinreisende unter-18-Jährige – sogenannte unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – in Österreich endlich Obsorge ab Tag eins erhalten.
www.derstandard.at
Die Bedürfnisse Betroffener gelten den Verhandlern um Familiennachzug, Ukrainevertriebene und subsidiär Schutzberechtigte offenbar wenig. Wer hilft jenen, die es brauchen?
Für Flüchtlinge in Europa wird das kommende Jahr 2026 beträchtliche Änderungen bringen. Das Vorgehen wird ihnen gegenüber einheitlicher und härter, mit weitgehend übereinstimmenden Regeln in allen Mitgliedstaaten – zumindest auf dem Papier. So sieht es die umfassende, im Juni in Kraft tretenden Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (Geas) vor.
So sollen etwa Ankommende mit niedriger Chance auf Schutz tunlichst schon an den EU-Außengrenzen von Geflohenen mit hoher Anerkennungswahrscheinlichkeit getrennt werden. Nur noch letzteren winken in der Folge Asylverfahren in voller Länge, über die anderen wird beschleunigt in "haftähnlichen" Einrichtungen befunden. Menschenrechtlerinnen und Menschenrechtler warnen vor überschießendem Freiheitsentzug. Sie haben wahrscheinlich recht.
Stärkung in Verfahren
Die Angleichung der Asylregeln bringt den Geflohenen aber auch Positives. Audioaufnahmen bei Befragungen werden verpflichtend. Das wird die Stellung der Schutzsuchenden in den Verfahren stärken. Auch müssen etwa alleinreisende unter-18-Jährige – sogenannte unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – in Österreich endlich Obsorge ab Tag eins erhalten.
Im Streit wegen der EU-Asylreform nehmen Länder und Bund den Absturz Geflohener in Kauf
Die Bedürfnisse Betroffener gelten den Verhandlern um Familiennachzug, Ukrainevertriebene und subsidiär Schutzberechtigte offenbar wenig. Wer hilft jenen, die es brauchen?