Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Nachrichten aus Österreich

Mit Umwidmungen verdiente der Leobersdorfer Ortschef viel Geld. Tritt er jetzt zurück?
Andreas Ramharter gehört mit seinen Grundstücks-Deals zu den umstrittensten Bürgermeistern im Land. Zuletzt ist er aber politisch gestolpert. Ein Rückzug steht im Raum

"Ich denke, das ist die falsche Frage", sagt der Bürgermeister. Die falsche Frage lautete: Hat er jemals privat von Beschlüssen seines Gemeinderats profitiert? "Was ist 'privat profitiert'? Wo fängt privat profitieren an? Durch jeden Beschluss des Gemeinderates profitiert irgendjemand."

Beispiele für diese Fragen liefert Andreas Ramharter, Bürgermeister von Leobersdorf im Bezirk Baden, mit seinen Grundstücksdeals genug. Allen voran sein Millionengeschäft mit dem Grund eines ehemaligen Konzentrationslagers im Gemeindegebiet sorgte bundesweit für Aufregung. Aber auch sonst kassierte der Immobilienunternehmer und Bürgermeister oft dann, wenn seine Gemeinde Grundstücke umwidmete.

 
Im Weinkeller
Ein polit-kulturelles Phänomen um den Wiener Kammerpräsidenten Walter Ruck

Der Wiener Wirtschaftskammerpräsident Walter Ruck hat sich bisher als "Steher" erwiesen. Er scheint die Kritik aussitzen zu wollen, wobei ihm die Weigerung seines Partners von der Wiener SPÖ, auf die Vorwürfe einzugehen, zugutekommt. Unkontrolliert daherreden genügt offenbar nicht, wenn man in seinem unmittelbaren Biotop fest verankert ist. Wobei die Geschichte schon lehrt, dass jemand, der so das Vertrauen sowohl zahlreicher Wirtschaftstreibender, wie auch der eigenen Bundeskammerpräsidentin und des eigenen Parteivorsitzenden verloren hat, auf Dauer nicht bleiben kann.

Inzwischen beschäftigen wir uns mit einem polit-kulturellen Phänomen: Walter Ruck prahlte ja in Männerrunde damit, dass er sich gerne bei Männergesprächen diverse Deals ausmacht. Wobei da keine Weiber dabei sein sollen.

Und wo? "Im Weinkeller." Konkret in seinem Weinkeller. Vordergründig knüpft Ruck da an eine große Tradition an: Der Weinkeller kann auch der Ort für segensreiche politische Kompromisse sein. Legendäre Sozialpartner wie Rudolf Sallinger (Bundeswirtschaftskammer) und Anton Benya (ÖGB) trafen einander immer wieder im Weinkeller, um etwa wichtige Abkommen abzuschließen, etwa zu Anfang ein Abkommen zur Lohn- und Preis-Zurückhaltung, um die Inflation zu bekämpfen.

 
WENN DIE, DIE VON „REMIGRATION" TRÄUMEN, PLÖTZLICH MUTTERLIEBE PREDIGEN
Ach, wie rührend. Laura Sachslehner, Ex-ÖVP-Generalsekretärin, seit Jänner Chefredakteurin des exxpress und selbst erst seit letztem Jahr Mutter, entdeckt ihr Herz für die Mutterschaft. Ausgerechnet in einem Blatt, das sich sonst als Stimme „für Selberdenker" verkauft und mit Kulturkampf-Parolen Auflage macht.
Ich will hier nicht zynisch sein. Aber bei diesem Thema fällt mir das schwer.
Worum geht es eigentlich? Zwei Influencerinnen sagen öffentlich, sie bereuen ihre Mutterschaft. Eine davon war einmal im ORF zu Gast. Und eine Chefredakteurin macht daraus: „Linke hassen Mutterschaft.“
Das immer gleiche Rezept: Anekdote zu Trend aufblasen. Trend zur Ideologie erklären. Ideologie dem politischen Gegner umhängen.
Nur: Wer bei diesem Thema wirklich zynisch mit Mutterschaft umgeht, sitzt nicht bei zwei Influencerinnen auf Instagram. Der sitzt in jenem politischen Umfeld, für das Mutterschaft seit Jahren vor allem eines ist: Demografie-Politik. Kinder kriegen, weil sonst angeblich „die Falschen“ mehr werden. Mutterschaft nicht als Erfahrung einer Frau, sondern als nationale Pflichtübung für die Statistik der richtigen Sorte. Man nennt das dann „Familienpolitik“. Ich nenne es: Frauen als Gebärmaschinen fürs Bevölkerungswachstum.
Und ausgerechnet aus diesem Umfeld heraus entdeckt jemand plötzlich Mitgefühl für „die schönste menschliche Erfahrung überhaupt“? Wie warmherzig. Wie zufällig. Wie praktisch, wenn man gerade Chefredakteurin geworden ist und eine knackige Meinungskolumne braucht.
Ja: Die eigenen Kinder öffentlich als Grund fürs Bereuen der Mutterschaft zu präsentieren, ist geschmacklos. Das darf man sagen. Das soll man sogar sagen. Aber wer daraus „die Linke hasst Mutterschaft“ bastelt, hat kein Problem mit zwei Influencerinnen. Der hat ein Feindbild, das nur noch mit Beispielen gefüttert werden muss.
Zwei Postings reichen exxpress für eine Diagnose über ein ganzes politisches Lager. Bei den Chats zwischen FPÖ-Umfeld und Sellner reichten hundert Dokumente noch nicht einmal für einen „Einzelfall“. Wählt man sich die Beweislast danach aus, wie gut sie ins eigene Weltbild passt? Sieht ganz danach aus.
Mir liegt an Müttern. Nur an denen, die sich für sie erst dann interessieren, wenn sie sich als Munition im Kulturkampf eignen, liegt mir gar nichts.

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
Man darf weiterhin sich "blind" trinken (Spaß)
Der Uhudler bleibt auch nach 2030 erlaubt
Land und Ministerium bestätigen langfristige Absicherung; die rechtliche Grundlage für Anbau und Vermarktung folgt in der nächsten Gesetzesnovelle. EU-Recht bleibt möglicher Einflussfaktor.
Er steht auf den Getränkekarten der Buschenschanken, wird bei Festen ausgeschenkt und gibt Radwegen, Veranstaltungen und touristischen Angeboten seinen Namen: Der Uhudler ist längst mehr als ein Wein – im Südburgenland ist er zu einem regionalen Markenzeichen geworden.

Geklärt ist nun zumindest eine Frage, die Produzenten und Uhudlerfreunde lange begleitet hat: Der Anbau und die Vermarktung sind auch über das Jahr 2030 hinaus rechtlich abgesichert. Das bestätigen sowohl Land als auch das zuständige Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft.

Der Mythos 2030
Die weiterhin kursierende Jahreszahl 2030 geht auf eine frühere Übergangsregelung zurück. In der burgenländischen Weinbauverordnung 2003 galten damals nicht regulär klassifizierte, aber bereits ausgepflanzte Rebsorten vorübergehend bis Ende 2030 als zugelassen. Davon waren auch Concord, Delaware, Elvira und Ripatella betroffen – jene Direktträgersorten, aus denen ein großer Teil des Uhudlers hergestellt wird. Diese Rechtslage änderte sich 2016. Seit damals werden die Trauben in der Burgenländischen Weinbauverordnung als zugelassene Keltertraubensorten geführt – ohne Befristung.


 
Zurück
Oben