Ja, ich warne immer davor Hilfsgelder zu kürzen
Studie zu Regionen in Afrika
Gekürzte US-Hilfen heizten Gewalt an
In mehreren afrikanischen Ländern ist infolge von Kürzungen der US-Hilfen ein deutlicher Anstieg der Gewalt zu verzeichnen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie im Fachjournal „Science“, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hatte die US-Hilfsorganisation USAID im vergangenen Jahr aufgelöst, was eine radikale Kürzung der Entwicklungshilfen – vor allem für viele afrikanische Länder – zur Folge hatte.
In der Studie analysierten Forscherinnen und Forscher 870 Regionen auf dem afrikanischen Kontinent. Dabei verknüpften sie zwei Datenbanken miteinander: auf der einen Seite die Standorte, an denen Hilfsgelder und -mittel zum Einsatz kamen, und auf der anderen Seite Regionen, in denen es zu Gewalt kam.
Die Ergebnisse zeigten, dass „plötzliche, großangelegte Kürzungen bei der Entwicklungshilfe bereits brüchige Verhältnisse weiter destabilisieren können“. Allerdings merkten die Forschenden an, dass es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür gebe, dass mehr Hilfe Konflikte reduzieren würde. Vielmehr zeige die Studie, dass „plötzliche und unerwartete Kürzungen“ einen Effekt haben.
„Der plötzliche Rückzug von USAID führte zu einer erheblichen und anhaltenden Zunahme von Konflikten in den Regionen Afrikas, die am stärksten von USAID abhängig waren“, heißt es in der Studie. Ein abrupter Abzug von Hilfsmitteln beeinträchtigt laut den Studienautoren vor allem bestehende Verträge und legt die Personalplanung lahm.
In mehreren afrikanischen Ländern ist infolge von Kürzungen der US-Hilfen ein deutlicher Anstieg der Gewalt zu verzeichnen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie im Fachjournal „Science“, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hatte die...
orf.at