Man hat im Kosovo sehr häufig Zivilisten gepiesackt von Seiten der Albaner.
Ich hatte schon mal erzählt, wie es der Familie meines Schwagers ergangen ist, der ein guter Läufer geworden ist, weil er den Weg zur Schule immer rennen musste um albanischen Jugendlichen zu entgehen, die nichts weiter machten, als Stunk und Ärger statt sich selber in die Schule zu begeben.
Von den Nonnen, deren Kühe man über Nacht einfach abgeschlachtet hat, ganz zu schweigen, so dass diese Nachtwachen einrichten mussten, damit sie ihre Lebensgrundlage behielten.
All das vollzog sich seit den 60er Jahren gegen die serbische Zivilbevölkerung, weil man nicht an die Machthaber in Belgrad dran kam, die mussten dann für die Wut dann dafür herhalten. Wenn sich die Serben dann in Belgrad versucht haben, zu beschweren, dann wurden ihnen unterstellt sie seien Feinde der Brüderlichkeit und Einigkeit.
Womit ich nicht sagen will, dass es überall so war und immer. Es gibt auch ganz ehrenvolle Albaner, die sich gegenüber Serben nie haben was zu schulden kommen lassen und die die besten Nachbarn waren, die man sich nur wünschen kann.
Um den Bogen zum thread zurückzubekommen:
Nichtsdestotrotz bin ich auch der Meinung, wenn ich verstehen kann, dass sich die RS an Serbien anbinden will, wenn ich verstehen kann, dass man den Kurden übel mitgespielt hat seit dem 19. Jahrhundert, dann gilt das auch für den Kosovo.
Dass Kurdenproblem ist entstanden, weil man sie seit 200 Jahrhunderten übergangen hat.
Alle haben einen Staat, die Kurden aber verteilen sich als Volk auf mehrere Staaten ohne -wie die Albaner auf dem Balkan zumindest- einen eigenen Staat zu haben. Alle Länder, in denen Kurden leben, müssten ein Stück abtreten, so dass die Kurden auch einen Staat bilden. Auch eine autonomes Gebiet, dass man ihnen überlässt, wäre denkbar.
Irgendwie muss man doch einen Schritt vorankommen und unterdrücken lassen die sich nicht mehr. Alle beteiligten Länder müssten sich zusammensetzen und etwas aushandeln.
In Bezug auf die Demokratie in der Türkei:
Mich erstaunt, dass auch viele unserer Forumstürken das Problem gar nicht erkennen...
Dass Menschen unterschiedlich denken, ist die Normalität. Von "Unterwanderung" bei tausenden Menschen zu sprechen, deren Arbeit bis gestern kein Problem dargestellt hat, ist verstörend.
Wenn ich einer Ideologie/einer bestimmten Religion/einer bestimmten Politik etc. nachhänge, aber mich dennoch an die herrschenden Gesetze halte als z.B. Richter, wieso werde ich denn dann meines Amtes enthoben?
V.a. ist es ganz gefährlich, wenn ich alle auf eine Linie bringen will. Das kann doch nur zur Diktatur führen.
Oder: Steckt das einfach so in vielen Türken aufgrund ihrer Erziehung drin?
Wenn man ein patriarchalisches System gewohnt ist im priaten Bereich -"Papa befiehlt und die Familie folgt."
Hat man dann einfach keine Ahnung wie gut, aber auch schwierig Demokratie ist, aber unendlich schöner?
Für den Papa, sprich Erdogan, ist es natürlich leichter wenn er alle unschädlich gemacht hat, zu regieren.
Was ich hier aber auch vermisse ist: Wieso könnt ihr euch nicht vorstellen, wie es ist, wenn mal nicht zur Erdogan-Strömung gehört und man mundtot gemacht wird?
Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.
Wie schon hier mal von mir geschrieben: Indem man die Freiheit des verfolgten Andersdenkenden verteidigt, verteidigt man seine Freiheit für morgen. Denn morgen könnt ihr selber dran sein.
Gibt euch das nicht zu denken?