PKK kündigt Abzug aller Kämpfer aus der Türkei an
Die kurdische Arbeiterpartei PKK hat den Rückzug aller ihrer Kämpfer in den Nordirak angekündigt. „Wir führen derzeit den Abzug all unserer Kräfte innerhalb der Türkei durch“, erklärte die PKK heute nach Angaben der kurdischen Nachrichtenagentur Firat.
Die PKK forderte die türkische Regierung dazu auf, alle nötigen „gesetzlichen und politischen“ Schritte zur Umsetzung des Friedensprozesses zu unternehmen.
Zudem müsse den PKK-Mitgliedern eine Teilnahme an demokratischen Prozessen ermöglicht werden. „Die Gesetze, die für die Teilnahme am demokratischen politischen Leben erforderlich sind, müssen unverzüglich umgesetzt werden“, hieß es weiter in der Erklärung, die Firat anlässlich einer Zeremonie im Nordirak veröffentlichte.
Waffen verbrannt
Die PKK hatte im Mai ihre Auflösung bekannt gegeben und ihren jahrzehntelangen bewaffneten Kampf für die Rechte der Kurden für beendet erklärt. Anfang Juli hatten bei einer Zeremonie im kurdischen Teil des Irak 30 PKK-Kämpfer symbolisch ihre Waffen verbrannt. Sie waren damit einem Aufruf des seit 1999 wegen Hochverrats inhaftierten PKK-Gründers Abdullah Öcalan gefolgt, der weiter im Gefängnis sitzt.
orf.at
Jetzt stellt sich die Frage, wird Erdogan weiter in Syrien kurdische Zivilbevölkerung bombardieren und ethnische Säuberungen durchführen?