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Nachrichten aus der VR China

Südkoreas Präsident in China: „Neue Phase“ für Beziehung
Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung will nach einem Treffen mit ⁠dem chinesischen Staatschef Xi Jinping eine „neue Phase“ der Beziehungen zur Volksrepublik einleiten.

„Dieses Gipfeltreffen wird eine wichtige Gelegenheit sein, 2026 zum ersten Jahr der vollständigen Wiederherstellung der Beziehungen zwischen Korea und China zu machen“, sagte Lee heute bei seiner ersten Reise nach Peking seit seinem Amtsantritt im Juni.

Das Treffen wurde von neuen Raketentests Nordkoreas nur wenige Stunden zuvor überschattet. Das Land feuerte erstmals seit zwei Monaten wieder mindestens zwei ballistische Raketen ab.

Bereits zweites Treffen
Es war bereits Lees zweites Treffen mit Xi innerhalb von nur zwei Monaten. Das gilt als Zeichen für das große Interesse Pekings, die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Seoul zu stärken. Chinas Beziehungen zu Japan, der anderen großen Volkswirtschaft in Nordostasien, sind dagegen so schlecht wie seit Jahren nicht mehr.

 
Kein Qualitätsprodukt
Temu-Panzer: Chinesischer VT-4 ist Schrott, sagt die Armee Thailands
Motorausfälle und explodierende Rohre: Der Exportpanzer aus China kommt bei den Besatzungen nicht gut an. Sie greifen lieber auf alte M60 und ukrainische T-84 zurück

Sie sollten das moderne Rückgrat der königlich-thailändischen Armee bilden, doch nun stehen die aus China importierten Kampfpanzer des Typs VT-4 massiv in der Kritik. Nach internen Berichten über technische Mängel musste die Armee nun offiziell einen schwerwiegenden Zwischenfall bestätigen: Bei einem Manöver platzte das Kanonenrohr eines Panzers, nachdem mehrere Schüsse abgegeben wurden.

Platzende Rohre
Lange Zeit kursierten die Berichte nur als Gerüchte unter den Besatzungen, doch nun herrscht Gewissheit. Ein Sprecher der königlich-thailändischen Armee bestätigte offiziell, dass ein VT-4 während eines laufenden Einsatzes schwer beschädigt wurde.

"Bezüglich des Vorfalls, bei dem das Abfeuern des Geschützes zum Bersten des Panzerrohres führte: Dies hat tatsächlich stattgefunden", hieß es. Der Panzer sei nach wiederholtem Feuern der 125-mm-Glattrohrkanone beschädigt worden. Die genaue Ursache werde derzeit noch technisch untersucht, wobei Materialermüdung, Munitionsfehler oder operative Faktoren geprüft werden. Verletzte gab es nach Angaben der Armee nicht, beschädigt wurden lediglich die äußeren Komponenten des Panzers, hieß es von offizieller Seite.

 
Besetzt? WC-Tür in chinesischem Einkaufszentrum wird bei Zigarettenrauch durchsichtig
Da Rauchverbote und Hinweisschilder offenbar nur wenig bewirken, greift man in Shenzhen zu härteren Maßnahmen

Weil Verbote und Rauchmelder nichts helfen, greift man in Chinas Technologiehochburg Shenzhen zu drastischeren Mitteln: Um Raucherinnen und Raucher davon abzuhalten, ihrem Laster während der Shoppingpause am stillen Örtchen nachzugehen, haben zwei Einkaufszentren ihre WC-Kabinen mit neuen Glastüren ausgestattet. Wenn im Inneren der Kabine alles ordnungsgemäß abläuft, bleiben die Glaspaneele undurchsichtig. Erkennen die Sensoren allerdings den Rauch von Zigaretten – und vermutlich auch anderen Rauchwaren – werden die Türen schlagartig transparent, wie die South China Morning Post (SCMP) mit Sitz in Hongkong berichtet.

Wer sich demnächst in Shenzhen aufhält und ohnehin beim Juwelier vorbeischauen wollte, kann die gewagte WC-Konstruktion im Shuibei International Centre und im Shuibei Jinzuo Building besichtigen – oder ausprobieren. Überraschungseffekte erwartet man sich bei den Betreibern nicht. Auf Hinweisschildern ist laut SCMP zu lesen: "Wenn Sie rauchen, wird das Glas durchsichtig. Halten Sie sich also zurück, wenn Sie nicht im Web berühmt werden wollen."

WC im Graubereich
Laut dem Anwalt Lu Weiguo verstößt die Maßnahme nicht gegen chinesisches Recht, bewege sich aber in einem Graubereich. Wird die Glasscheibe unverhofft transparent, ohne dass die Person am WC tatsächlich eine Zigarette raucht, werde man die Einkaufszentren juristisch in die Verantwortung nehmen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, befindet sich laut den Betreibern des Einkaufszentrums auch ein Reset-Button in der Nähe der Tür.

 
Spannungen mit USA
Kanada und China schmieden zusammen Pläne
Nach Jahren der Eiszeit wollen China und Kanada ihre Beziehungen inmitten wachsender Spannungen mit den USA verbessern. Kanada sei bereit, mit China eine starke strategische Partnerschaft aufzubauen, um den Menschen beider Länder mehr Wohlstand zu bringen, sagte Kanadas Premierminister Mark Carney laut Chinas staatlicher Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag bei einem Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Peking. Carney bestätigte eine Handelsvereinbarung der beiden Länder.

Ziel sei es, die Zusammenarbeit unter anderem in den Bereichen Handel, Energie, Landwirtschaft, Finanzen, Bildung und Klimawandel auszubauen und zu vertiefen. Xi sagte Xinhua zufolge, beide Politiker hätten sich bereits im Oktober vergangenen Jahres am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Gyeongju in Südkorea getroffen und damit eine neue Phase der Stabilisierung und Verbesserung der Beziehungen eingeleitet.

Seitdem hätten beide Seiten intensiv über die Wiederaufnahme und den Neustart der Zusammenarbeit beraten. Eine gesunde und stabile Entwicklung der Beziehungen entspreche den gemeinsamen Interessen beider Länder, schrieb Xinhua.

 
Was die Massenproteste im Iran für China bedeuten
Die Massenproteste im Iran bringen auch andere Staaten unter Druck. China hat eine enge Partnerschaft mit Teheran aufgebaut. Und für Indien kommt wohl ein ambitioniertes Korridor-Projekt ins Wanken

Von "Krawallen im Iran" ist zu lesen. Oder von "Terroristen“, "Chaoten", oder "Randalierern", die von externen Kräften angestachelt wurden. Dass das iranische Regime seit Tagen hunderte Zivilisten ermordet, davon ist in chinesischen Medien keine Rede. So zeigen sich viele Blogger und auch die chinesischen Staatsmedien im Zuge der tödlichen Massenproteste im Iran als Mullah-Versteher.

In dem zerrissenen Land im Nahen Osten gehen seit Tagen die Wogen hoch. Seitdem das Regime mit aller Härte gegen die Protestierenden vorgeht, sind dort sogar nach offiziellen Angaben rund 2000 Menschen getötet worden. NGOs gehen von deutlich höheren Zahlen aus.

Für China war das, so schreibt zumindest ein Blogger, "gesellschaftlicher Abschaum". Manche der Leute stünden sogar unter Drogeneinfluss. Und auch die offiziellen Stellen in Peking zeigten sich gewohnt zurückhaltend. Man solle sich nicht in die Angelegenheiten anderer Staaten einmischen, hieß es aus dem Außenministerium. Das Ganze sei ein Problem des Iran.

 
Chinas Geburtenrate auf Rekordtief gesunken
Chinas Geburtenrate ist im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief gesunken. Je 1.000 Einwohner kamen nur noch 5,63 Kinder zur Welt, wie das Statistikamt in Peking mitteilte. Damit erreichte die Geburtenrate den tiefsten Stand seit Gründung der Volksrepublik im Jahr 1949.

Als weiteres Zeichen für den demografischen Wandel sank Chinas Bevölkerungszahl mit Ende 2025 weiter auf knapp 1,405 Milliarden, ein Rückgang um rund 3,4 Millionen Menschen im Vergleich zum Jahr davor.

Chinas Gesellschaft altert. Die Menschen bekommen immer weniger Kinder, obwohl vor mehr als zehn Jahren die Einkindpolitik endete, mit der Peking über Jahrzehnte das Bevölkerungswachstum kontrollierte. Zu den Gründen zählt, dass in großen Städten Erziehungs- und Bildungskosten hoch sind. Die Regierung versucht seit dem vergangenen Jahr, mit Kindergeld Abhilfe zu schaffen.

„Babyboomer“ gehen in Pension
Parallel erlebt das Land einen Pensionsboom. In den kommenden Jahren werden die „Babyboomer“ – die Menschen der geburtenstarken Jahrgänge aus den 1960er Jahren – in Pension gehen. Bis 2050 dürften laut Schätzungen 520 Millionen Menschen in China 60 Jahre oder älter sein.

 
China widerlegt Trump-Aussagen über Windkraft
Trump stellt Behauptungen auf, China widerspricht: Entgegen der Aussage des US-Präsidenten baue die Volksrepublik die Windenergie aus und sei weltweit Spitzenreiter bei der installierten Windkraftleistung. Das stimmt.
In China habe er »keine Windparks finden können«, behauptete Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Die Kritik des US-Präsidenten wies die Volksrepublik prompt zurück.

Chinas Anstrengungen im Kampf gegen den ‌Klimawandel und bei der Förderung erneuerbarer Energien seien für jedermann ersichtlich, sagte Außenamtssprecher Guo Jiakun. China liege bei der installierten Leistung aus Windkraft seit 15 Jahren weltweit auf dem ersten Platz.

Durch den Export von Anlagen für Windkraft und Photovoltaik seien in anderen Ländern zudem rund 4,1 Milliarden Tonnen CO₂-Emissionen eingespart worden, so Guo Jiakun. Man sei bereit, den weltweiten ökologischen Wandel gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft voranzutreiben.

Ökostrom in China vorn
Das bestätigt auch ein Faktencheck der SPIEGEL-Dokumentation. Auch diese ordnete Trumps Aussagen zur Windenergie in China als falsch ein: »Trump sagt, dass China zwar fast alle Windkraftanlagen der Welt produziere, aber selbst keine installiere. Die Aussage ist falsch. Das Gegenteil ist der Fall. Laut Global Wind Energy Council macht China fast 50 Prozent der weltweit installierten Windkraftleistung aus. Damit ist China weltweit Spitzenreiter«, schreibt SPIEGEL-Dokumentar Dennis Barg. (Den SPIEGEL-Liveblog zu Trumps Rede in Davos mit Meldungen, Analysen und Faktenchecks lesen Sie hier .)

 
Russland sichert China Unterstützung in Taiwan-Konflikt zu
Der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Sergej Schoigu, hat China bei einem Besuch in Peking erneut die Unterstützung Russlands im Konflikt um Taiwan zugesichert.

„Wir sehen, dass Chinas Widersacher die Lage in der Taiwan-Straße weiter destabilisieren“, sagte Schoigu gestern der russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge und fügte hinzu: „Ich möchte unsererseits unsere konsequente und unerschütterliche Unterstützung für Peking in der Taiwan-Frage bekräftigen.“

Strategische Partnerschaft vertieft
Russland gehe davon aus, dass die Regierung in Peking die einzige legitime Vertretung Chinas sei, fügte Schoigu hinzu. Der chinesische Außenminister Wang Yi erklärte einer Mitteilung seines Ministeriums zufolge, China sei bereit, die strategische Abstimmung mit Russland zu vertiefen und die bilateralen Beziehungen in diesem Jahr auszubauen.

 
Neujahrsfest
Reiserekord in China erwartet
China ist in Bewegung, sprichwörtlich: Seit Montag fahren Millionen Chinesen und Chinesinnen anlässlich des chinesischen Neujahrsfests heim zu ihren Familien aufs Land – und immer öfter auch andersrum. Offizielle Stellen rechnen mit neuen Rekorden im Bahn- und Flugverkehr. Die Feiertage sind auch für Chinas Binnenwirtschaft sehr wichtig.

Die Zahlen klingen beeindruckend: Auf der Schiene allein werden für das heurige Neujahrsfest rund 540 Millionen Passagierfahrten erwartet, im Luftverkehr etwa 95 Millionen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Insgesamt wird mit rund 9,5 Mrd. einzelnen Reisebewegungen gerechnet. Der Straßenverkehr soll laut Schätzungen mit rund 80 Prozent den größten Anteil ausmachen.

Neben den traditionellen Heimatreisen, bei denen viele Menschen das Fest mit ihren Familien verbringen, hat laut Bericht auch der Tourismus stark an Bedeutung gewonnen. Besonders gefragt seien Ziele mit Schnee im Norden sowie wärmere Regionen im Süden des Landes. Viele Chinesen reisen auch ins Ausland, nach Europa, aber auch in andere asiatische Staaten und Afrika.

Heuer fällt das chinesische Neujahrsfest auf den 17. Februar. Es läutet nach dem traditionellen Mondkalender das „Jahr des Pferdes“ ein, genauer des Feuerpferdes. Der offizielle Feiertagszeitraum umfasst neun Tage. Die 40-tägige Reisesaison „Chunyun“ dauert bis zum 13. März.

 
Der Preis der Halbherzigkeit: Peking räumt in Hongkong auf
Demokratie-Aktivist Jimmy Lai muss für 20 Jahre ins Gefängnis, für den 78-Jährigen ist das de facto lebenslang. Demokratien haben ihre Wirkmacht verspielt

Die internationale Aufmerksamkeit um Jimmy Lai ist seit Jahren zwar hoch. 2020 wurde der Hongkonger Medientycoon verhaftet, 2021 musste sein Apple Daily schließen, vor rund zwei Monaten wurde er schließlich der "Verschwörung mit ausländischen Kräften" und der "Veröffentlichung aufrührerischer Publikationen" schuldig gesprochen. Sein Vergehen? Die Veröffentlichung von Peking-kritischen Artikeln.

Als am Montag sein Strafmaß verkündet wurde, ging wieder ein Aufschrei durch europäische Hauptstädte und Menschenrechtsorganisationen: 20 Jahre Haft. Und doch bleiben die Reaktionen verhalten – und vor allem: zahnlos. Der Fall Lai steht somit exemplarisch für die zunehmende Ohnmacht demokratischer Staaten gegenüber autoritären Systemen, nicht nur in China.

Eingeschränkte Wirkmacht
Im Ringen um Grundfreiheiten hat das autoritäre Regime in Peking längst gewonnen. In Hongkong werden jene, die die eigentlich per "Basic Law" festgeschriebenen Freiheitsrechte schützen wollten, besonders hart verfolgt. Der Fall macht aber auch ein internationales Versagen sichtbar. Jimmy Lai ist nicht nur chinesischer, sondern auch britischer Staatsbürger. Seit Monaten fordert London Lais Freilassung, Keir Starmer wurde jüngst freundlich in Peking empfangen. Nun muss er zusehen, wie Lai die härteste Strafe ausfasst, die bisher überhaupt im Zuge des Nationalen Sicherheitsgesetzes verhängt wurde.

 
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