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Nachrichten aus Deutschland

Leider :crybaby:
Wal aus Ostsee vor Dänemark verendet
Bei dem vor der dänischen Nordsee-Insel Anholt gefundenen Walkadaver handelt es sich um jenen Wal, der Ende März vor dem norddeutschen Timmendorfer Strand gestrandet war. Das teilte die dänische Umweltschutzbehörde EPA am Samstag mit. Der Buckelwal war nach mehrfachen Strandungen Anfang Mai vor der Nordspitze Dänemarks freigesetzt worden. Seitdem war er nicht mehr gesichtet worden.

An dem Kadaver wurde doch ein Sender gefunden, wie das Umweltministerium des deutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern und die dänische Umweltbehörde mitteilten. Taucher der dänischen Naturschutzbehörde Naturstyrelsen und eine deutsche Tierärztin hatten sich am Samstag erneut ein Bild von dem Wal gemacht und waren dabei auch unter das Tier getaucht.

Zuerst hatte es geheißen, dass kein Sender an dem Tier gefunden worden sei. Allerdings konnte der an der Rückenflosse angebrachte Sender laut der dänischen Behörde zunächst aufgrund der Lage des Wals nicht entdeckt werden. Die Seriennummer ist ident mit jenem Sender, der an dem in der Ostsee gestrandeten Wal angebracht wurde. Damit ist nun klar, dass der Versuch, den Wal zu retten, gescheitert ist.

 
Ein 19-Jähriger hat am Donnerstag den Hitlergruß gezeigt und bekam als Reaktion das Weißbierglas einer Gleichaltrigen ins Gesicht. Ein anderer Mann bedrängt die Frau – und bekommt ebenso das Glas an den Kopf.
Eine 19-Jährige hat bei einer Vatertagsfeier zwei Gleichaltrige mit einem Weißbierglas geschlagen. Wie die Polizei mitteilt, war die junge Frau gegen 21.30 Uhr zunächst mit einem ebenfalls 19-Jährigen in Streit geraten, nachdem dieser den Hitlergruß gezeigt hatte. Im Zuge dessen schlug sie ihrem Kontrahenten mit dem Glas ins Gesicht.

19-Jährige wird von weiterem Mann bedrängt und schlägt auch ihm das Bierglas ins Gesicht
Ein weiterer 19-jähriger Mann kam hinzu, stieß die junge Frau gegen einen Bauzaun und bedrängte sie. Die 19-Jährige versuchte sich loszureißen, nachdem ihr das nicht gelang, schlug sie ein weiteres Mal mit dem Weißbierglas zu und fügte dem Mann damit eine Platzwunde zu. Die Beteiligten haben nun mehrere Strafverfahren, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzungen und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, zu erwarten. (AZ)


Ein großes Lob an das 19-jährige Mädchen. Gut gemacht, Respekt.
 
Selfie mit totem Wal
Warum man nicht auf einen verwesenden Wal klettern sollte

Whale watching ist eine der spannendsten Urlaubserlebnisse, die man so haben kann, entweder in den USA oder in Canada. Der thrill, wenn einer der ziemlich neugierigen Riesen unter dem relativ kleinen Boot durchtaucht, ist beträchtlich.

Die Faszination mit den Meeressäugern ist an sich eine gute Sache, denn dadurch wurde viel an Tier-und Umweltschutz in Bewegung gesetzt. Manchmal wird aber Wichtigtuerei und Geschäftemacherei daraus, so wie es im Fall des jungen Buckelwals passiert ist, der sich in die Ostsee verirrt hat und (selbstverständlich einen Kosennamen – "Timmy" – bekommen musste). Die wochenlange Rettungsaktion wurde von echten Kennern schon ziemlich bald als sinnlos bezeichnet und tatsächlich konnte man den Wal zwar dann endlich "befreien", aber da war er wohl schon zu geschwächt.

Unbedarfte Zeitgenossen
Der Walkadaver, den man nun vor der dänischen Küste gefunden hat, ist tatsächlich Timmy, aber noch im Tod musste er für ein paar unbedarfte Zeitgenossen herhalten, die auf den verwesenden Kadaver für ein paar Fotos kletterten. Selfies mit totem Wal, das fährt auf Instagram, oder? Fachleute warnen allerdings, dass der Körper wegen der Verwesungsgase explodieren könnte. Nur kurz taucht vor dem inneren Auge das befriedigende Bild von Idioten auf, die mit Wal-Innereien bedeckt sind. Aber es soll ja niemand ernsthaft zu Schaden kommen. Also, Leute, lasst den Wal sich in Ruhe auflösen. (Hans Rauscher, 18.5.2026)

 
Multimillionär vergisst bei seinen Aufforderungen, dass alle den Gürtel enger schnallen müssen, mysteriöserweise immer Multimillionäre
Berlin (dpo) - Das ist aber seltsam: Multimillionär und Bundeskanzler Friedrich Merz fordert ständig, dass alle härter arbeiten und den Gürtel enger schnallen müssen, vergisst dabei aber mysteriöserweise immer die Gruppe der Multimillionäre.

Wieso vergisst der Bundeskanzler, der bislang nicht durch Gedächtnislücken auffiel, bei seinen Einschwörungen auf schwere Zeiten immer ausgerechnet die reichsten Menschen des Landes? Ist das reiner Zufall? Oder handelt es sich um eine besonders seltene Form der Demenz?

Neurologin Heike Kalmuth will sich nicht festlegen: "Für mich gibt es da keine offensichtlichen medizinischen Ursachen, weshalb unser schwerreicher Bundeskanzler bei solchen Ermahnungen immer die Schwerreichen vergisst. Ich halte es eher für wahrscheinlich, dass er schlicht aus zeitlichen Gründen nicht dazu kommt und diesen Teil seiner Rede bei Gelegenheit nachreichen wird."

Dabei wären die Reichsten sogar diejenigen, die am ehesten den Gürtel enger schnallen könnten. "Multimillionäre haben deutlich mehr Geld, Freizeit, Lebenserwartung und Yachten als einfache Arbeitnehmer, deren Arbeitszeit Merz so dringend erhöhen will", erklärt Ökonom Hans-Peter Peterhans. "Außerdem wachsen ihre Vermögen seit Jahren und durch alle Krisen hindurch ungebremst. Denen würde es nicht mal sonderlich weh tun, wenn man sie etwas mehr belastet."

Eine Anfrage des Postillon beim Bundeskanzleramt, warum Multimillionäre, Privatflugzeugbesitzer und Hedgefondsmanager nicht stärker in Verantwortung gezogen werden sollen, blieb bislang unbeantwortet.

 
Einordnung von Rechtsextremismus
Kammergericht: Treffen in Potsdam darf als „Deportationskonferenz“ bezeichnet werden
Ein Gericht hat dem Künstler Philipp Ruch gestattet, das Potsdamer Treffen vom November 2023 weiter als „Deportationskonferenz“ zu bezeichnen. Streitgegenstand war ein Tweet über die eidesstattliche Versicherung eines Teilnehmers.

Im Streit um das Potsdamer Geheimtreffen im November 2023, das CORRECTIV aufgedeckt hatte, gibt es ein weiteres Urteil, das die Position von CORRECTIV bestätigt. Mit Urteil vom 8. Mai 2026 hat der 10. Zivilsenat des Kammergerichts (Az. 10 U 1/26) eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Berlin II aufgehoben, die dem Gründer des Zentrums für politische Schönheit (ZPS), Philipp Ruch, untersagt hatte, das Treffen als „Deportationskonferenz“ zu bezeichnen.

Antragsteller war der Jurist Ulrich Vosgerau, der, vertreten durch die Kanzlei Höcker, seit etwa zwei Jahren zahlreiche gerichtliche Verfahren gegen die Berichterstattung über das Potsdamer Treffen führt. Auch in diesem Fall hatte er keinen Erfolg. Der streitige Beitrag des ZPS bleibt erlaubt.

„Das ist eine krachende Niederlage“, sagt Philipp Ruch vom ZPS gegenüber CORRECTIV. „Die Strategie, das Ganze zu verharmlosen, ist damit gescheitert.“ In dem Begriff ‚Remigration’ steckten „uralte Dämonen der Vertreibung, Ausweisung und Deportation von Menschen“ – und darauf dürfe und müsse man in einer Demokratie hinweisen.

 
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