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Nachrichten aus Deutschland

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Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig – US-Geheimdienste sehen einen russischen Geheimdienst hinter dem Angriff
Was in der Nacht zum 5. August am Flughafen Leipzig/Halle geschah, hätte mit einem Toten, einem zerstörten Flugzeug oder weit mehr enden können. Nach Einschätzung der US-Geheimdienste steckt einer der russischen Geheimdienste hinter der Sprengstoffdrohne, die am Flughafen Leipzig/Halle entdeckt wurde. Russland verfügt über mehrere Geheim- und Sicherheitsdienste, darunter den Militärgeheimdienst GRU und den Auslandsgeheimdienst SWR. Welchen davon die amerikanischen Behörden konkret verdächtigen und auf welche Erkenntnisse sie ihre Einschätzung stützen, wurde bislang nicht öffentlich gemacht. Die Bundesregierung hat Russland bisher nicht offiziell für den Vorfall verantwortlich gemacht.

Die Bundesregierung hat Russland bisher nicht offiziell verantwortlich gemacht, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt spricht jedoch von einer „hybriden Attacke“, hinter der ausländische Kräfte stehen könnten. Entdeckt wurde die tief fliegende Drohne ausgerechnet von einem Fahrer eines Flughafenbusses. Der Mann trat nach dem Fluggerät und brachte es damit zu Boden. Eine Aktion, die lebensgefährlich war, möglicherweise aber einen Anschlag verhinderte. Die Drohne befand sich im Sicherheitsbereich des Flughafens, unmittelbar bei vier Frachtmaschinen der ukrainischen Antonov Airlines. Nach einem internen Polizeibericht war eine der dort abgestellten An-124 mit Munition beladen.

Welches Flugzeug oder welcher Bereich tatsächlich getroffen werden sollte, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass die Drohne zur Explosion gebracht werden sollte. An Bord befanden sich professioneller Sprengstoff und ein Zünder. Nach Informationen deutscher Medien scheiterte die Explosion offenbar nur daran, dass sich der Zünder von der befestigten Sprengladung löste. Damit war der Vorfall allerdings noch nicht beendet. Nachdem eine Start- und Landebahn gesperrt worden war, brach eine DHL-Frachtmaschine ihren Landeanflug ab und kollidierte in der Luft mit einem unbekannten Gegenstand. Ermittler halten auch dieses Objekt für eine Drohne. Das Flugzeug wurde leicht beschädigt und landete anschließend sicher in Hannover, Verletzte gab es nicht. Leipzig/Halle ist für die NATO von erheblicher Bedeutung, denn der Flughafen ist der wichtigste Standort des SALIS-Programms, über das An-124-Frachtmaschinen Material zur Verstärkung der östlichen NATO-Staaten transportieren.

Bereits 2024 brannte dort im DHL-Logistikzentrum ein Paket mit einem Sprengsatz, das eigentlich in ein Flugzeug verladen werden sollte. Litauische Ermittler brachten eine Serie solcher Sendungen später mit dem russischen Militärgeheimdienst in Verbindung; gegen 15 mutmaßliche Beteiligte wurde Anklage erhoben. Hinzu kommen aktuelle Berichte über einen angeblich von russischen Diensten geplanten Anschlag auf den Chef des deutschen Drohnenherstellers Donaustahl, der die Ukraine beliefert. Die russische Botschaft in Berlin weist die Vorwürfe zurück, bezeichnet den Leipziger Vorfall als „eilig zusammengeschusterte Provokation“ und wirft Deutschland vor, „antirussische Hysterie“ zu schüren.
 
Auch in Deutschland verkauft: Die Uhr, die Kinder schützen soll, kann sie heimlich filmen, abhören und auf Schritt und Tritt verfolgen
Eine billige Kinderuhr am Handgelenk, gekauft für weniger als 30 Dollar, reicht aus, um zu zeigen, wie wenig Kontrolle Eltern über manche Geräte haben, mit denen sie ihre Kinder eigentlich schützen wollen. Die Sicherheitsforscher Vangelis Stykas und Felipe Solferini übernahmen eine solche GPS-Uhr aus der Ferne und verfolgten damit Journalisten durch New York. Selbst als das GPS zunächst nicht funktionierte, sendete die Uhr Kennungen der WLAN-Netze in ihrer Umgebung an einen entfernten Server. Daraus ließ sich bestimmen, auf welchem Häuserblock sich ihr Träger gerade bewegte. Im Büro ging es weiter. Stykas aktivierte die Kamera, fotografierte den Journalistenim Aufzug und später an seinem Schreibtisch. Anschließend wurde das Mikrofon eingeschaltet und ein Gespräch mit einem Kollegen übertragen. Auf der Uhr erschien dabei keine Warnung, kein Hinweis zeigte, dass Kamera oder Mikrofon liefen.

Das Problem betrifft keineswegs nur den amerikanischen Markt. Kinder-Smartwatches, die mit der in der Untersuchung betroffenen Plattform SETracker beziehungsweise SETracker 2 arbeiten, werden auch in Deutschland angeboten. Hinter unterschiedlichen Markennamen können dabei dieselben chinesischen Plattformen und Server stehen. Ob ein konkretes in Deutschland verkauftes Modell die von den Forschern gefundenen Sicherheitslücken besitzt, muss allerdings für das jeweilige Gerät geprüft werden.

Das getestete Gerät stammt vom chinesischen Hersteller YiQingTeng Electronics aus Shenzhen und arbeitet mit der Plattform SETracker. Das eigentliche Problem ist deshalb viel größer als diese eine Kinderuhr. Stykas und Solferini untersuchten mehr als 70 GPS-Uhren und Fahrzeuggeräte und stellten fest, dass ein großer Teil der vermeintlichen Marken auf nur wenige technische Plattformen aus China zurückgreift. Mehr als 30 Geräte verwenden Technik und Server von YiQingTeng, Wonlex, Shenzhen 3G Electronics oder SETracker, mehr als 30 weitere Marken hängen an der Plattform NewGPS2012. Zusammen mit SinoTrack kommen damit nach den Recherchen zig Millionen GPS-Geräte aus nur drei Lieferketten. Bei allen drei konnten schwere Sicherheitslücken festgestellt werden. Teilweise fehlte eine ausreichende Zugangskontrolle, sodass Fremde Geräte übernehmen konnten. Möglich waren das Verfolgen von Kindern, das Fälschen ihres Standorts, das Abfangen und Manipulieren von Text- und Sprachnachrichten, das Austauschen gespeicherter Notfallkontakte sowie heimliches Mithören. Geräte mit Kamera konnten zusätzlich unbemerkt Fotos und Videos liefern. Bei Fahrzeugtrackern ließen sich ebenfalls Standorte verfolgen und Nachrichten manipulieren, die möglicherweise sogar Fahrzeuge entriegeln oder außer Betrieb setzen könnten, was die Forscher allerdings nicht an echten Autos ausprobierten.

Noch schwerer wiegt, dass sie auch Schwachstellen auf den Servern fanden. Bei SinoTrack verschaffte ihnen eine eigentlich für Vorführungen vorgesehene Anmeldung Zugriffsmöglichkeiten auf Millionen Geräte. Eine weitere Sicherheitslücke legte Standorte, Passwörter und Fahrzeugdaten von Zehntausenden Geräten offen. Bei NewGPS2012 konnten die Forscher eigenen Programmcode auf den Servern ausführen und fanden Hinweise darauf, dass möglicherweise schon zuvor Unbefugte in das System eingedrungen waren. Die Unternehmen wurden nach Angaben der Forscher seit Monaten gewarnt. SETracker erklärte zunächst, die Probleme seien längst behoben.

Erst wenige Stunden vor der Präsentation der Ergebnisse auf der Sicherheitskonferenz Black Hat funktionierten die verwendeten Angriffsmethoden gegen SETracker plötzlich nicht mehr. Das Unternehmen erklärte anschließend, die Schwachstelle sei vollständig beseitigt. Bei SinoTrack und NewGPS2012 funktionierten die Angriffe aber weiterhin. Besonders bitter ist, dass dieses Problem seit Jahren bekannt ist. Bereits 2017 und 2018 gab es Warnungen vor unsicheren Kinderuhren, 2020 wurden bei fünf von sechs untersuchten Modellen schwere Sicherheitsprobleme gefunden. Eltern sehen im Geschäft oder im Internet Dutzende verschiedene Marken und glauben, zwischen unterschiedlichen Systemen zu wählen. Tatsächlich können zwei völlig verschieden benannte Kinderuhren ihre Standortdaten an denselben Server in China schicken. Wer seinem Kind eine solche Uhr ums Handgelenk legt, kann damit im schlimmsten Fall nicht nur selbst wissen, wo es gerade ist. Ein völlig Fremder kann es ebenfalls wissen, zuhören und zusehen, ohne dass das Kind oder seine Eltern auch nur bemerken, dass jemand längst mit im Gerät sitzt.

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Migrantenalltag
„Keinen Frieden mehr“: Kroate spricht über Schattenseite des Lebens im Ausland
Ein Kroate kauft in Frankfurt eine Wohnung – und bereut es. Sein Facebook-Post löst eine Welle der Wiedererkennung aus.

Ein Kroate in Frankfurt hat in einer Facebook-Gruppe einen Beitrag verfasst, der in seiner Heimat für Aufsehen gesorgt hat. Was er schrieb, klingt auf den ersten Blick wie eine Erfolgsgeschichte – und ist doch das Gegenteil davon.

Vor fünf Jahren kam er nach Deutschland, fand Arbeit, stabilisierte sein Leben und tat schließlich das, wozu ihn fast alle in seinem Umfeld ermutigt hatten: Er kaufte eine Wohnung. Ein eigenes Dach über dem Kopf, ein Zeichen dafür, dass man angekommen ist, dass man es geschafft hat. Doch genau dieses Ziel, das ihm so viele als Meilenstein angepriesen hatten, ist heute die Quelle seiner Unruhe.

„Ich habe eine Wohnung, aber keinen Frieden. Alles dreht sich nur noch um Kreditrückzahlung, Arbeit und Rechnungen. Immer öfter denke ich daran, nach Hause zurückzukehren – aber jetzt ist es nicht mehr so einfach“, schrieb er in seinem Posting.

Kredit als Käfig
Was ihn festhält, ist nicht die Wohnung an sich, sondern der Kredit, der an ihr hängt. Eine Rückkehr nach Kroatien würde bedeuten: neuer Job, neue Wohnsituation, schwerwiegende finanzielle Entscheidungen. Ein Ausweg, der keiner ist. Er fühlt sich gefangen in einem Kreislauf, aus dem er keinen Ausbruch sieht.


 
Mehr als 120 weitere Todesfälle: Neue Ermittlungen gegen verurteilten deutschen Pfleger
Der Mann in Aachen wurde bereits wegen zehnfachen Mordes verurteilt. Der Pfleger soll schwer kranken Menschen überhöhte Mengen an Beruhigungsmitteln verabreicht haben

Aachen – Der Fall eines bereits wegen zehnfachen Mordes verurteilten Krankenpflegers nimmt immer größere Dimensionen an. Die Aachener Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen in mehr als 120 weiteren Verdachtsfällen, teilte eine Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Bisher seien 39 Exhumierungen durchgeführt worden. Die ebenfalls ermittelnde Kölner Staatsanwaltschaft hat nach Angaben eines Sprechers inzwischen sieben Leichen exhumieren lassen.

Das Aachener Landgericht hatte den Ex-Pfleger im vergangenen November wegen zehnfachen Mordes und 27-fachen Mordversuchs zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Das Gericht stellte auch die besondere Schwere der Schuld fest - eine Freilassung nach 15 Jahren ist damit in der Regel ausgeschlossen.

Überdosierte Medikamente
Laut Urteil hatte der Mann während seiner Nachtschichten in einer Klinik in Würselen schwer kranken Menschen eigenmächtig überhöhte Mengen an Beruhigungsmitteln verabreicht – teils in Kombination mit Schmerzmitteln und teilweise auch mehrfach. Auslöser sollen ein persönliches Störgefühl und eine eigene Vorstellung von Ordnung gewesen sein. Der Pfleger hatte die Vorwürfe im Prozess zurückgewiesen.

 
Bericht: Drohne bei Leipzig flog auf ukrainisches Flugzeug zu
Die vergangene Woche auf dem Flughafen Leipzig/Halle aufgefundene Drohne mit einer Sprengstoffladung ist laut einem Medienbericht direkt auf ein ukrainisches Frachtflugzeug zugeflogen. Wie die Wochenzeitung „Die Zeit“ heute berichtete, zeigen Aufnahmen einer Überwachungskamera, dass die Drohne gegen 19.30 Uhr auf einer Tragfläche des Flugzeugs des Typs Antonow einschlug.

In den Tragflächen befinden sich in der Regel Treibstofftanks. Auf den Aufnahmen sei zu sehen, dass das Gerät von der Tragfläche abprallte und zu Boden fiel, berichtete die „Zeit“. Spuren an einem Flügel der Antonow bestätigen diesen mutmaßlichen Ablauf.

Warum der Sprengsatz nicht explodierte, sei unklar, hieß es. Er sei später nicht an der Drohne selbst vorgefunden worden, sondern in einiger Entfernung davon. Möglicherweise habe er sich beim Aufprall abgelöst.

Drohne zufällig entdeckt
Die Drohne war zufällig von einem Mitarbeiter entdeckt worden. Zu diesem Zeitpunkt soll sie allerdings Berichten zufolge in geringer Höhe zwischen mehreren geparkten ukrainischen Frachtmaschinen geschwebt sein. Später kollidierte eine Frachtmaschine auf dem Flughafen mit einem weiteren Objekt, das aber noch nicht gefunden wurde.

 

700 Milliarden Euro. Und ausgegeben wird's für Panzer und Fregatten.

"Wir haben viel Kapital, viel industrielles Know-how und in Teilbereichen auch immer noch hochmoderne Technologien", sagte Schularick. "Was wir nicht haben, sind Hunderttausende Menschen, die in Panzer steigen und an die Front fahren möchten. Das heißt: Statt auf mehr Soldaten, mehr bemannte Fahrzeuge und mehr Kasernen müssen wir - wo immer möglich - auf KI, Robotik, Drohnen und Satellitentechnik setzen."

Unsere Rede.
 
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