"Sächsische Separatisten": Anklage sieht "genozidale" Pläne, Anwalt "Pfadfinderei"
Acht Angeklagte stehen seit Freitag vor Gericht, weil sie einen Umsturz und ethnische Säuberungen geplant haben sollen. Ihre mutmaßlichen Rädelsführer entstammen der FPÖ-Familie Schimanek
In Handschellen und von Justizwachebeamten wurden die acht angeklagten jungen Männer am Freitagvormittag in Dresden in den Verhandlungssaal geführt. Allen voran der Erst- und Zweitangeklagte, beide aus der prominenten österreichischen FPÖ-Familie Schimanek. Sie sollen laut Anklage die "Rädelsführer" der Neonazi-Miliz "Sächsische Separatisten" sein.
Strenge Scheitel
Danach wurden einzeln sechs weitere Angeklagte in den Saal geführt. Alle bis auf einen haben streng gezogene Scheitel. Sie alle müssen sich wegen "Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung, Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens" und weiterer schwerwiegender Anklagepunkte verantworten. Man habe, so die Anklage, am "Tag X" die Macht mit Waffengewalt übernehmen, einen "arischen Staat" erschaffen und "ethnische Säuberungen" durchführen wollen.
Die acht Männer im Alter zwischen 22 bis 26 Jahren werden von insgesamt 19 Anwälten vertreten, teils selbst bekannte Größen in der rechtsextremen Szene, etwa aus Leipzig und Chemnitz.
Der Prozess findet in einer Außenstelle des Oberlandesgerichts am Hammerweg direkt neben dem Gefängnisgebäude statt. Seit November 2024 sitzen die Angeklagten in Untersuchungshaft.
AfD hinter Glasscheiben
Hinter Glasscheiben versammelt sich ein Großaufgebot von Medienleuten. Aber auch lokale AfD-Funktionäre füllen die Reihen, wie Jörg Dornau, Landtagsabgeordneter aus Sachsen. Die Mutter der beiden Schimaneks beobachtet den Einzug ihrer Söhne aus der ersten Reihe. Der Vater, Hans Jörg Schimanek Junior, sitzt eine Reihe hinter ihr. Er ist wie auch sein Bruder, deren Onkel René, der bis 2025 der Büroleiter des Nationalratsabgeordneten Walter Rosenkranz war und weiterhin langenloiser FPÖ-Stadtrat, Sohn des Ende 2024 verstorbenen langjährigen FPÖ-Politikers Hans Jörg Schimanek Senior.
www.derstandard.at
Acht Angeklagte stehen seit Freitag vor Gericht, weil sie einen Umsturz und ethnische Säuberungen geplant haben sollen. Ihre mutmaßlichen Rädelsführer entstammen der FPÖ-Familie Schimanek
In Handschellen und von Justizwachebeamten wurden die acht angeklagten jungen Männer am Freitagvormittag in Dresden in den Verhandlungssaal geführt. Allen voran der Erst- und Zweitangeklagte, beide aus der prominenten österreichischen FPÖ-Familie Schimanek. Sie sollen laut Anklage die "Rädelsführer" der Neonazi-Miliz "Sächsische Separatisten" sein.
Strenge Scheitel
Danach wurden einzeln sechs weitere Angeklagte in den Saal geführt. Alle bis auf einen haben streng gezogene Scheitel. Sie alle müssen sich wegen "Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung, Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens" und weiterer schwerwiegender Anklagepunkte verantworten. Man habe, so die Anklage, am "Tag X" die Macht mit Waffengewalt übernehmen, einen "arischen Staat" erschaffen und "ethnische Säuberungen" durchführen wollen.
Die acht Männer im Alter zwischen 22 bis 26 Jahren werden von insgesamt 19 Anwälten vertreten, teils selbst bekannte Größen in der rechtsextremen Szene, etwa aus Leipzig und Chemnitz.
Der Prozess findet in einer Außenstelle des Oberlandesgerichts am Hammerweg direkt neben dem Gefängnisgebäude statt. Seit November 2024 sitzen die Angeklagten in Untersuchungshaft.
AfD hinter Glasscheiben
Hinter Glasscheiben versammelt sich ein Großaufgebot von Medienleuten. Aber auch lokale AfD-Funktionäre füllen die Reihen, wie Jörg Dornau, Landtagsabgeordneter aus Sachsen. Die Mutter der beiden Schimaneks beobachtet den Einzug ihrer Söhne aus der ersten Reihe. Der Vater, Hans Jörg Schimanek Junior, sitzt eine Reihe hinter ihr. Er ist wie auch sein Bruder, deren Onkel René, der bis 2025 der Büroleiter des Nationalratsabgeordneten Walter Rosenkranz war und weiterhin langenloiser FPÖ-Stadtrat, Sohn des Ende 2024 verstorbenen langjährigen FPÖ-Politikers Hans Jörg Schimanek Senior.
"Sächsische Separatisten": Anklage sieht "genozidale" Pläne, Anwalt "Pfadfinderei"
Acht Angeklagte stehen seit Freitag in Dresden vor Gericht, weil sie einen Umsturz und ethnische Säuberungen geplant haben sollen. Ihre mutmaßlichen Rädelsführer entstammen der FPÖ-Familie Schimanek