Europa zieht eine „kleine“ Linie
Die Botschaft aus Washington ist eindeutig. Entweder es gibt eine Einigung über Grönland oder es folgen Strafzölle. Zehn Prozent ab Februar, später deutlich mehr. Der Ton ist nicht verhandelnd, sondern fordernd. Genau das hat in Brüssel am Sonntag eine schnelle Reaktion ausgelöst. Die Botschafter der 27 EU-Staaten kamen zu einer Krisenrunde zusammen. Noch ist die Bereitschaft zur Eskalation gering. Man will reden, nicht vergelten. Gleichzeitig wurde unmissverständlich klargemacht, dass Grönland kein Verhandlungsobjekt ist, solange seine Bevölkerung etwas anderes will.
In Washington zeigt sich davon wenig Eindruck. Der amerikanische Finanzminister erklärte offen, Europa werde schon noch verstehen, dass eine amerikanische Kontrolle über Grönland für alle das Beste sei. Ein Satz, der in Brüssel eher als Drohung denn als Argument verstanden wird. Hinter den Kulissen liegen längst Gegenmaßnahmen auf dem Tisch. Ein Paket von Strafzöllen im Umfang von über 90 Milliarden Euro könnte kurzfristig aktiviert werden. Zusätzlich wird über ein Instrument diskutiert, das bislang nie eingesetzt wurde, gedacht für wirtschaftlichen Zwang von außen. Es würde vor allem amerikanische Konzerne treffen.
Die Zurückhaltung Europas hat Gründe. Militärisch, so glauben viele, ist man weiterhin auf die USA angewiesen. Das ohne Europa die Hälfte der amerikanischen Luftwaffe auf dem Boden beiben müsste, kommt den meisten weiterhin nicht in den Sinn. Doch diese Rechnung beginnt sich auch zu verschieben, langsam. Die öffentliche Stimmung kippt, auch in Parlamenten wächst der Widerstand. Mehrere Regierungschefs haben Trump direkt widersprochen. Zölle gegen Verbündete seien falsch, hieß es aus London. Ein Fehler, sagte Rom. Auch die NATO-Spitze bestätigte Gespräche, blieb aber auffällig vage, auch das kenn wir wir aus der Vergangenheit. Am Ende steht eine gemeinsame Erklärung mehrerer europäischer Staaten. Die EU liebt gemeinsame Erklärungen, gebracht haben sie wenig bis nichts. Die Drohungen, so heißt es, beschädigten das transatlantische Verhältnis und könnten eine gefährliche Spirale auslösen. Europa stellt sich demonstrativ hinter Grönland. Noch wird verhandelt, die Geduld weiterhin unendlich.
Die Botschaft aus Washington ist eindeutig. Entweder es gibt eine Einigung über Grönland oder es folgen Strafzölle. Zehn Prozent ab Februar, später deutlich mehr. Der Ton ist nicht verhandelnd, sondern fordernd. Genau das hat in Brüssel am Sonntag eine schnelle Reaktion ausgelöst. Die Botschafter der 27 EU-Staaten kamen zu einer Krisenrunde zusammen. Noch ist die Bereitschaft zur Eskalation gering. Man will reden, nicht vergelten. Gleichzeitig wurde unmissverständlich klargemacht, dass Grönland kein Verhandlungsobjekt ist, solange seine Bevölkerung etwas anderes will.
In Washington zeigt sich davon wenig Eindruck. Der amerikanische Finanzminister erklärte offen, Europa werde schon noch verstehen, dass eine amerikanische Kontrolle über Grönland für alle das Beste sei. Ein Satz, der in Brüssel eher als Drohung denn als Argument verstanden wird. Hinter den Kulissen liegen längst Gegenmaßnahmen auf dem Tisch. Ein Paket von Strafzöllen im Umfang von über 90 Milliarden Euro könnte kurzfristig aktiviert werden. Zusätzlich wird über ein Instrument diskutiert, das bislang nie eingesetzt wurde, gedacht für wirtschaftlichen Zwang von außen. Es würde vor allem amerikanische Konzerne treffen.
Die Zurückhaltung Europas hat Gründe. Militärisch, so glauben viele, ist man weiterhin auf die USA angewiesen. Das ohne Europa die Hälfte der amerikanischen Luftwaffe auf dem Boden beiben müsste, kommt den meisten weiterhin nicht in den Sinn. Doch diese Rechnung beginnt sich auch zu verschieben, langsam. Die öffentliche Stimmung kippt, auch in Parlamenten wächst der Widerstand. Mehrere Regierungschefs haben Trump direkt widersprochen. Zölle gegen Verbündete seien falsch, hieß es aus London. Ein Fehler, sagte Rom. Auch die NATO-Spitze bestätigte Gespräche, blieb aber auffällig vage, auch das kenn wir wir aus der Vergangenheit. Am Ende steht eine gemeinsame Erklärung mehrerer europäischer Staaten. Die EU liebt gemeinsame Erklärungen, gebracht haben sie wenig bis nichts. Die Drohungen, so heißt es, beschädigten das transatlantische Verhältnis und könnten eine gefährliche Spirale auslösen. Europa stellt sich demonstrativ hinter Grönland. Noch wird verhandelt, die Geduld weiterhin unendlich.
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