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Nachrichten aus Europa

Warum kritisiert sie nicht den marokkanischen König und seine Regierung? Die sind der Grund und Auslöser für die Flucht vieler...wer weiß, wer die Falschinformationen gezielt verbreitet, vllt sogar Marokko, oder irgendwelche Schleusser, die da wieder eine Geldeinahmequelle sehen...die Leidtragenden sind die armen Menschen, die keine andere Möglichkeit als Flucht sehen..
EU-Digitalkommissarin Virkkunen fokussiert ihre Kritik primär auf Meta und TikTok, weil diese Plattformen durch die ungefilterte Verbreitung von Falschinformationen eine direkte Mitverantwortung für die Eskalation der Migrationskrise in Ceuta tragen. Dass sie Marokko und den König in diesem spezifischen Schritt ausspart, hat geopolitische, diplomatische und institutionelle Gründe.
 
Marokkos Fußballstar, der beim Fluchtversuch nach Ceuta ums Leben kam
Die junge Fußballerin Faten Ben Omar El Azizi starb beim Fluchtversuch nach Ceuta. Sie wurde zum Gesicht der über 100 Toten.
Das Foto zeigt eine junge Frau in die Kamera lächelnd, die Arme vor dem Oberkörper verschränkt, in einem schwarz-gelben Trikot, auf einem Fußballfeld posierend. Ihr Name ist Faten Ben Omar El Azizi, 20 Jahre alt. Sie spielte im Verein Maghreb Atletico Tetuan, Mittelfeld.

Während ihrem Bruder und ihrer Schwester der gefährliche Fluchtversuch gelang, ist Faten Ben Omar El Azizi eine von mindestens 111 Menschen, die beim Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta Ende Juli im Meer starben. Die Marokkanerin ist zum Gesicht der Ertrunkenen geworden.

 
RWE – Die vergoldete Kapitulation
Trotz aller Sorge um das Klima und trotz der Preise, die Trumps völkerrechtswidriger Krieg gegen Iran in die Höhe getrieben hat, setzte seine Regierung in dieser Woche den Feldzug gegen die Windkraft auf See fort. Erneut brachte sie ein Unternehmen mit einer, wie Kritiker sagen, aus Steuergeld bezahlten Gefälligkeit dazu, sein Geld stattdessen in fossile Energie zu stecken. Was als geordneter Rückzug erscheint, ist der Sache nach ein Tausch: Verzicht auf Windparks gegen einen prall gefüllten Scheck.

Der deutsche Energieversorger RWE gab am Donnerstag eine Vereinbarung mit dem US-Innenministerium bekannt. Danach gibt das Unternehmen seine Pachtverträge für Windparks vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana auf und erhält dafür 1,22 Milliarden Dollar. Zur Begründung erklärte RWE, nach sorgfältiger Prüfung sei auf absehbare Zeit keine Genehmigung dieser Vorhaben in den USA zu erreichen; die Lösung diene den Anteilseignern am besten und erlaube es, die Mittel auf Projekte mit Planungssicherheit zu lenken.

Wohin diese Mittel wandern, ließ der Versorger keinen Zweifel. 900 Millionen Dollar fließen in eine mittelbare Beteiligung von 16 Prozent an einem Flüssigerdgasvorhaben in Louisiana, weitere 300 Millionen in Turbinen für 15 geplante Gaskraftwerke auf ausgewählten US-Märkten. In diesem Jahr hat die Regierung bereits 4 solcher Vereinbarungen geschlossen, diese ist die größte. Trump bekämpft die Windkraft auf See schon seit der Zeit vor seiner Präsidentschaft, und was seine Regierung heute betreibt, gilt vielen als Krieg gegen die erneuerbaren Energien. Mit jeder dieser Vereinbarungen verschwindet geplante Leistung, ehe der erste Mast im Wasser steht.

 
Die Wut junger Männer ist ein Milliardengeschäft
Seit Jahren umkreist eine trübe Frage Eltern und Lehrer, Redaktionen und Netz: Was ist mit den jungen Männern los? Warum vertreten so viele von ihnen schroffe politische Positionen und reden verächtlich über Frauen? Riskante Kryptowetten und das Onlineglücksspiel ziehen sie an, während sie zugleich vereinsamen und ihre depressiven Verstimmungen oft unbemerkt bleiben. Bei der Präsidentschaftswahl 2024 gaben junge Männer mehrheitlich Trump ihre Stimme, nachdem die Republikaner sie mit einem grell überzeichneten Männerbild umworben hatten. An ihrer Wut hat die zweite Amtszeit wenig geändert, und ihr Zuspruch zum Präsidenten bröckelt inzwischen spürbar.

Die bequemste Erklärung lautet, jüngere Männer hätten sich im Netz unter dem Dach der sogenannten Manosphäre gesammelt, verstanden meist als eine von selbst gewachsene, rechte Auflehnung in den Kulturkämpfen der Gegenwart. Eine neue Untersuchung kommt zu einem anderen Ergebnis. Das digitale Gefüge, das die sogenannten „red-pilled“ Männer hervorbringt, gleicht weniger einer politischen Bewegung als einem Schneeballsystem.

In ihrem Bericht „The Grift Economy: How Young Men Are Being Sold Fake Belonging and Fake Wealth Online“ zeigen Forscher der Organisation für digitale Sicherheit Reset Tech und der gemeinnützigen Equimundo, wie Algorithmen Männer in kostenpflichtige Gemeinschaften lotsen, zu unregulierten Nahrungsergänzungen, in Kryptogeschäfte und zu maßlos teuren Coaching-Programmen. Zusammengenommen ergebe das eine Industrie im Milliardenwert. Männlichkeit, schreiben die Autoren des 153 Seiten starken Berichts, sei zur Handelsware geworden, im Netz erdacht und gepflegt, damit sich mit ihr Geld verdienen lässt.

 
Tunnel in Lettland unter Grenzzaun zu Belarus entdeckt
Lettlands Behörden haben einen Tunnel entdeckt, durch den Migranten und Migrantinnen unterirdisch aus dem Nachbarland Belarus in das EU-Land gelangen konnten. Das wurde heute bekannt. Der Geheimgang wurde nach Angaben von Innenminister Janis Dombrava von Grenzschutz, Militär und Polizei in einem Grenzabschnitt nahe dem geschlossenen Übergang Silene ausfindig gemacht.

„Es ist der erste Tunnel dieser Art in Lettland“, sagte Dombrava lettischen Medienberichten zufolge in Riga und ordnete die Suche nach weiteren unterirdischen Gängen mit Hilfe elektronischer Geräte an. Zuvor waren in den vergangenen Wochen bereits geheime Unterführungen unter der Grenze zwischen Belarus und Litauen aufgetan worden.

Nur wenige Meter vom Grenzzaun entfernt
Entdeckt worden sei der rund zehn Meter vom Zaun entfernte Tunnel beim Versuch, den Einreiseweg von einer Gruppe von aufgegriffenen Migranten zu rekonstruieren, die irregulär die Grenze überschritten hatten. Nach Angaben des lettischen Grenzschutzes wurden 15 Personen festgenommen.

 
Zu viel Luft im Paket: Was die neuen EU-Verpackungsregeln ändern
Überdimensionierte Kartons ärgern die meisten Österreicher. Eine neue EU-Verordnung soll damit Schluss machen – und beschert Unternehmen gleichzeitig eine Flut neuer Vorgaben

Wer online bestellt, kennt das. Regelmäßig stecken kleine Waren in überdimensionierten Packerln, die noch dazu mit Luftkissen aufgefüllt werden. Transportiert wird im Endeffekt jede Menge Luft. Für ein diesbezügliches Stimmungsbild haben die Unternehmensberater von PwC 1000 Menschen in Österreich befragt. Die Ergebnisse sind eindeutig: Neun von zehn Österreicherinnen und Österreichern ärgern sich über unnötig große Verpackungen. 84 Prozent fordern nachhaltige Verpackungen als verpflichtenden Standard und knapp die Hälfte fühlt sich durch den vielen Verpackungsmüll gestört.

Dass Pakete so sind, wie sie sind, hat einen logistischen Hintergrund. Versandunternehmen nutzen oft größere Kartons, weil sie mit standardisierten Verpackungsgrößen und automatisierten Abläufen arbeiten. Das ist effizienter. Luftkissen dienen zum Schutz der Waren und obwohl dadurch mehr Luft verschickt wird, können Einsparungen im Lager, beim Einkauf und bei Verpackungsprozessen die höheren Transportkosten kompensieren. Doch nun ändert sich viel.

 
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