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Nachrichten aus Europa

An alle Sofajournalisten, die meinen, behaupten zu müssen, es gebe keine über 800 Kinder in Ceuta: Von uns sind aktuell noch zwei Leute dort, dazu andere US- und UK-Journalisten.
Wir haben uns alle Kommentare vorgenommen und werden daraus in den nächsten Stunden einen Artikel machen.
Mal ehrlich, ihr seid peinlich. Ihr behauptet Dinge und habt von nichts eine Ahnung. An die guten Menschen hier: Lasst euch von der rechten Seite der "Macht" nicht ärgern, da ist meist Feierabend im Kopf. Es wäre falsch diese Kommentare der "Merkwürdigen" zu löschen. Man muss aufzeigen, was das für Personen sind.

Aktuell befinden sich rund 860 unbegleitete Minderjährige in der Obhut der Behörden in Ceuta. Diskutiert wird eine Verteilung dieser Kinder auf andere Regionen Spaniens, weil Ceuta völlig überlastet ist. Die Zahl 7.000 ist eine freie Erfindung und schlicht gelogen. Es sind aber auch Eltern gekommen, die ihre Kinder suchen.

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Die Suche nach einem Grund, nicht zu helfen, und die Stimmen dagegen
Was wir heute unter unserem Bericht erleben mussten, lässt sich mit Worten kaum noch fassen, sondern fast nur mit Verachtung. Doch das wäre zu einfach. Die Zeiten sind in vielem empathielos geworden. Offener Hass wird ausgelebt, und hinter ihm stehen oft die Einsamkeit und die Angst vor dem Ungewissen, dazu ein Rassismus, der sich nicht länger versteckt. In Teilen entwickelt sich eine Gesellschaft zurück, in der Zukunft und Vielfalt, ja die Menschlichkeit selbst als Tribut an das Böse behandelt wird.

Eine Gesellschaft zeigt ihr Gesicht nicht im Umgang mit den Ihren, sondern mit den Fremdesten und Schwächsten. Und das Gegenteil der Menschlichkeit ist nicht immer der Hass, oft ist es das Achselzucken vor dem Leid eines Kindes.

Wir haben uns untereinander kurzgeschlossen und rücken dieses Thema nach ganz oben. Wir stellen Planungen um und suchen das Gespräch mit deutschen Politikern, die Anfragen sind bereits versandt. Es braucht Widerstand gegen den offenen Rassismus, es braucht ein Ende dieser rechten Kreuzzüge. Und es braucht Grenzen für jene Meinungsmacher auf beiden Seiten des Aufruhrs, die mit Desinformation und der Jagd nach Klicks genau das befeuern, woran hier Kinder zugrunde gehen.

Wir recherchieren und schreiben nicht, um zu gefallen. Wir recherchieren und schreiben, damit sichtbar bleibt, was geschieht, und damit am Ende die Frage steht, auf welcher Seite jeder hätte stehen wollen.

Unter dem Bericht über die gestrandeten Kinder von Ceuta steht ein Satz und dahinter eine Kette von 26 Daumen. „Geht halt zurück“, schreibt Monika R., und die Reihe der Symbole macht aus der Zurückweisung eine kleine Feier. Das Leid wird nicht nur abgelehnt, die Ablehnung wird sichtbar genossen. Wer die Spalte im Lauf des Tages weiterliest, sieht kein Meinungsbild, sondern ein Kräftemessen. Auf der einen Seite eine Abwehr, die sich seit dem Vormittag verhärtet und verzweigt hat, auf der anderen eine Gegenwehr aus Mitgefühl, Quellen und Spott. Beide Lager reden kaum miteinander, sie reden übereinander, und dazwischen liegt ein Bericht über mehr als 800 Kinder, den jede Seite benutzt, um etwas zu bestätigen, das schon vorher feststand.

 
EU-Kommission macht Druck: Österreich soll Gesetz für Wirtschaftssanktionen reformieren
Wer EU-Sanktionen umgeht, soll härter bestraft werden. Österreich hinkt bei der Umsetzung der Vorgaben hinterher. Besonders Unternehmen könnten künftig deutlich höhere Strafen treffen

Wer gegen Wirtschaftssanktionen verstößt, muss künftig härter bestraft werden – das schreibt eine Richtlinie der Europäischen Union vor. Ziel ist es, die Umgehung von EU-Sanktionen zu verhindern. Die EU-Mitgliedsstaaten hätten die Vorgaben bereits im Mai 2025 umsetzen sollen, doch in Österreich gibt es nach wie vor kein entsprechendes Gesetz.

Schon im vergangenen Jahr hatte die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich eingeleitet. Jüngst erreichte es eine neue Stufe: Anfang Juni forderte die EU-Behörde die österreichische Bundesregierung dazu auf, eine Stellungnahme in dem Verfahren abzugeben und sich für die Verzögerung zu rechtfertigen. Die Frist dafür lief diese Woche ab.

 
Die vielen Nachwehen des Ansturms auf Ceuta
Wie sehr war Spanien vorgewarnt? Dazu gibt es verschiedene Versionen, während im Land selbst über die Verteilung unbegleiteter Minderjähriger gestritten wird

Eine Woche nach dem Beginn des Ansturms auf Ceuta befinden sich laut lokalen Behörden noch etwa 3000 bis 5000 der insgesamt 72.000 Migranten in der spanischen Exklave. Die Anzahl der Todesopfer wird von Stadtchef Juan Jesús Vivas nun mit rund 100 angegeben.

Auf EU-Ebene hat man sich bei einer Sondersitzung am Dienstag wieder vereint und solidarisch gezeigt. Vor allem in Spanien selbst gibt es aber noch zahlreiche Nachwehen. Da wären etwa die rund 1100 unbegleiteten Minderjährigen in Ceuta. Sie können nicht so ohne weiteres nach Marokko zurückgebracht werden, bei ihnen ist eine Einzelfallprüfung verpflichtend.

In Schulen übernachten
Offiziell verfügt Ceuta über gerade einmal 29 Unterbringungsplätze für Minderjährige, aber schon im Juli 2025 mussten beispielsweise mehr als 500 von ihnen untergebracht werden. Nun sind es doppelt so viele, die zum Teil auf den Straßen übernachten müssen. Andere Gebäude wie Lagerhallen oder Schulen werden zu Notunterkünften umfunktioniert. Doch auch das kann nur eine kurzfristige Lösung werden.

 
„Zutiefst beunruhigend“ – drei EU-Länder geben hunderttausende Schengen-Visa an Russen aus
Unmittelbar nach Kriegsbeginn verschärfte die EU die Visavergabe an russische Staatsbürger. Doch weiterhin reisen Hunderttausende jährlich in die EU – und können sich im Schengen-Raum frei bewegen. Politiker und Experten zeigen sich entsetzt.

(Leider hinter Paywall)

 
Investigative Recherche – Ceuta: Rabats Geheimdienst und die Waffe Migration
Ceuta/Rabat/Madrid – Am Strand von Kastillejos, gegenüber dem Wellenbrecher von Tarajal, steht Ende Juli ein marokkanischer Gendarm und sieht zu. Vor ihm klettern junge Männer von Lastwagen, waten ins flache Wasser, umgehen die Mole und erreichen spanischen Boden. Er greift nicht ein. In zwei Tagen, dem 30. und 31. Juli, gelangen auf diese Weise nach einer „Schlusszählung der Behörden rund 72.000 Menschen in die spanische Exklave Ceuta, fast so viele, wie die Stadt Einwohner hat. Madrid nennt es eine Migrationskrise, das Werk von Schleuserbanden. Das stimmt nur teilweise, man nutzte dieses Netz, das es dankend annahm. Die Kameras und Recherchen an der Grenze erzählen etwas anderes.

Rechnen wir das Bild kurz durch. Wer 72.000 Menschen in Reisebussen bewegen wollte, bräuchte etwa 1.440 Fahrzeuge zu je 50 Plätzen, eine Kolonne von mehr als 16 Kilometern. In so kurzer Zeit lässt sich eine solche Menge nur durchs Wasser und über eine Grenze schaffen, wenn auf der anderen Seite niemand sie aufhält. Genau das war der Fall. Die Guardia Civil, die den Übergang bewacht, verwies schon am ersten Tag auf die Untätigkeit der marokkanischen Kräfte. In Videos jener Tage lenken Gendarmerie und Verkehrspolizei den Zug der Menschen zur Grenze, ein Beamter sieht zu, wie Dutzende auf einen Lastwagen steigen.

Am 2. August, so unsere Recherche, gestützt auch auf unsere Nachfrage beim Führungsstab der Guardia Civil, befanden sich unter den Migranten Agenten des marokkanischen Geheimdienstes. Erkannt worden seien sie bereits in den ersten Stunden des 30. Juli über die Kameras der spanischen Grenzüberwachung. Andere Quellen in den spanischen Diensten bestätigten die Recherche, zwei weitere spanische Kollegen ebenfalls, und nennen das Geschehen eine Operation, wie sie zur hybriden Kriegführung gehöre, undenkbar ohne den Geheimdienst. Aufgabe der Agenten sei es gewesen, die Bewegung der Menschen zur Grenze zu beobachten und zugleich die spanischen Kräfte samt der Reaktion der Polizei zu vermessen. Der militärische Auslandsnachrichtendienst DGED gehört zu den Streitkräften und untersteht faktisch dem König, Mohammed VI.

 
Immerhin hat man so einige aus Ceuta wieder zurück schicken können. Nur "minderjährige" können anscheinend nicht zurück geschickt werden.

Wäre mir eigentlich sowas von egal . Die meisten sind vermutlich wieder am 1.1.2010 geboren. Einfach wieder rüber schicken und bye.
 
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