EU-Ambitionen mit Vorbildfunktion
Seit 2012 befindet sich Montenegro, der kleinste Staat auf dem Westbalkan, im Wartezimmer für den EU-Beitritt. Inzwischen gilt das rund 600.000-Einwohner-Land als Vorreiter unter den EU-Bewerbern und hofft auf eine Mitgliedschaft bis 2028. Die EU zeigt sich offen für einen raschen Beitritt – nicht zuletzt aus geopolitischen Gründen. Am Mittwoch will der montenegrinische Außenminister Ervin Ibrahimovic in Wien für den EU-Beitritt seines Landes werben.
„Die EU braucht einen Vorzeigekandidaten“, sagte Ulf Brunnbauer, Südosteuropa-Experte an der Universität Regensburg, im ORF.at-Interview. Die EU könne zeigen, dass sich Reformen auszahlen und ein Beitritt realistisch sei. Montenegro ist ein kleines Land, das sei für die EU ökonomisch leichter zu integrieren. Das offizielle Österreich zählt zu den Befürwortern einer EU-Erweiterung mit den Westbalkan-Staaten.
Die österreichische Bevölkerung ist hingegen skeptischer, wie eine Eurobarometer-Umfrage vom Herbst 2025 zeigt. Nur 45 Prozent sprachen sich für weitere Erweiterungen aus, im EU-Durchschnitt waren das 56 Prozent. Bei den Gesprächen von Montenegros Außenminister Ibrahimovic mit Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) und EU-Ministerin Claudia Bauer (ÖVP) seien der EU-Integrationsprozess und die erreichten Fortschritte zentrale Themen, teilte Ibrahimovic ORF.at vorab mit.
orf.at
Seit 2012 befindet sich Montenegro, der kleinste Staat auf dem Westbalkan, im Wartezimmer für den EU-Beitritt. Inzwischen gilt das rund 600.000-Einwohner-Land als Vorreiter unter den EU-Bewerbern und hofft auf eine Mitgliedschaft bis 2028. Die EU zeigt sich offen für einen raschen Beitritt – nicht zuletzt aus geopolitischen Gründen. Am Mittwoch will der montenegrinische Außenminister Ervin Ibrahimovic in Wien für den EU-Beitritt seines Landes werben.
„Die EU braucht einen Vorzeigekandidaten“, sagte Ulf Brunnbauer, Südosteuropa-Experte an der Universität Regensburg, im ORF.at-Interview. Die EU könne zeigen, dass sich Reformen auszahlen und ein Beitritt realistisch sei. Montenegro ist ein kleines Land, das sei für die EU ökonomisch leichter zu integrieren. Das offizielle Österreich zählt zu den Befürwortern einer EU-Erweiterung mit den Westbalkan-Staaten.
Die österreichische Bevölkerung ist hingegen skeptischer, wie eine Eurobarometer-Umfrage vom Herbst 2025 zeigt. Nur 45 Prozent sprachen sich für weitere Erweiterungen aus, im EU-Durchschnitt waren das 56 Prozent. Bei den Gesprächen von Montenegros Außenminister Ibrahimovic mit Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) und EU-Ministerin Claudia Bauer (ÖVP) seien der EU-Integrationsprozess und die erreichten Fortschritte zentrale Themen, teilte Ibrahimovic ORF.at vorab mit.
Montenegro: EU-Ambitionen mit Vorbildfunktion
Seit 2012 befindet sich Montenegro, der kleinste Staat auf dem Westbalkan, im Wartezimmer für den EU-Beitritt. Inzwischen gilt das rund 600.000-Einwohner-Land als Vorreiter unter den EU-Bewerbern und hofft auf eine Mitgliedschaft bis 2028. Die EU zeigt sich offen für einen raschen Beitritt –...