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Nachrichten aus Serbien

B92: Der Blockade-Angriff auf Ratko Mladić hört auch nach seinem Tod nicht auf: „Kriegsverbrecher, er ist kein Held“
Der Anführer des Plenums der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Filip Mališić, erklärt angesichts der Nachricht vom Tod des Generals Ratko Mladić, dass dieser ein Verbrecher und kein Held sei, schreibt 24sedam.

Das Plenum wurde offenbar vom Nachwuchs der Organisation „Frauen in Schwarz“ übernommen, so 24sedam.

„Er ist kein Kriegsheld, er hat einen Genozid am Volk in Bosnien und Herzegowina begangen“, erklärte der Anführer der Blockierer.

Was Mališić sonst noch gesagt hat, lesen Sie auf dem Portal 24sedam, wo Sie auch das Video ansehen können.


Blokaderski udar na Ratka Mladića ne prestaje ni posle smrti: "Ratni zločinac, nije nikakav junak"
Vođa plenuma Pravnog fakulteta Filip Mališić na vest o smrti generala Ratka Mladića govori da je on zločinac i da nije nikakav junak, piše 24sedam.
Plenum je izgleda preuzeo podmladak "Žena u crnom", navodi 24sedam.

"On nije nikakav ratni heroj, on je počinio genocid nad narodom u BiH", izjavio je ovaj vođa blokadera.

Šta je još Mališić rekao, pročitajte na portalu 24sedam, gde možete pogledati i video.



 
Oh nein, wie tragisch! Da bricht den regierungsnahen Medien doch glatt das Herz, weil nicht das ganze Land in tiefe Trauer verfällt. Wie können es diese ungezogenen Studenten auch wagen, einen rechtskräftig verurteilten Völkermörder einfach einen Kriegsverbrecher zu nennen? Das kratzt doch massiv am mühsam polierten Image des strahlenden Nationalhelden.

Wirklich rührend, wie pflichtbewusst die Boulevardpresse sofort die moralische Panik-Glocke läutet. Sobald jemand Fakten statt verklärendem Pathos ausspricht, steht natürlich sofort die Jugendorganisation der "Frauen in Schwarz“ im Raum, der absolute Endgegner jeder gepflegten Täter-Opfer-Umkehr..
Aber keine Sorge, wer nach dieser Überdosis an künstlicher Empörung eine Pause braucht, kann sich ja in der Rubrik „Info“ von B92.net direkt die nächste Dosis staatstragender Realitätsverweigerung abholen. Schön der Reihe nach sortiert, damit man bloß nicht aus Versehen mit der historischen Wahrheit konfrontiert wird. Viel Spaß beim Video-Schauen.
 
Serben planen Staatsbegräbnis für Mladić. Plenković: Sie verschließen sich selbst die Tür zur EU.
Mit der Hinrichtung des Kriegsverbrechers Ratko Mladić unter höchsten staatlichen und militärischen Ehren würde sich Serbien die Türen der Europäischen Union selbst verschließen, urteilte Premierminister Andrej Plenković.

Mladić, der wegen des Völkermords von Srebrenica und anderer Kriegsverbrechen in Bosnien und Herzegowina zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, starb letzte Woche im Alter von 84 Jahren in Haft in Den Haag. Der serbische Justizminister Nenad Vujić gab bekannt, dass Mladić mit vollen staatlichen Ehren beigesetzt werde.

Am Rande des Strategischen Forums in Bled erklärte Plenković heute, er verstehe, dass dies keine endgültige Entscheidung sei, verurteilte aber die Idee und betonte, dass Mladić ein Kriegsverbrecher sei, der „Kommandant in Knin war und für die schwersten Verbrechen in Škabrnja und anderen Teilen Kroatiens verantwortlich ist“.

„Es ist, als würden sie sich selbst die Türen zur Europäischen Union verschließen“, sagte der Premierminister und fügte hinzu, er habe das Thema auch mit „einigen Akteuren“ bei einem Treffen in einer kleinen slowenischen Stadt besprochen.

EU-Kommissar: Verherrlichung von Kriegsverbrechern widerspricht europäischen Werten
Die EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos traf ebenfalls beim Strategischen Forum in Bled ein, wo sie betonte, dass „die Verherrlichung von Kriegsverbrechern den grundlegenden europäischen Werten widerspricht“ und dass es dafür weder in der Europäischen Union noch in Ländern, die ihr noch beitreten werden, einen Platz gibt, wie slowenische Medien berichteten.

„Ratko Mladić wurde als Kriegsverbrecher verurteilt und verbüßte eine lebenslange Haftstrafe wegen Völkermords in Srebrenica und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das wird die Grundlage sein, auf der wir beurteilen werden, was in Serbien geschehen wird“, fügte der slowenische Politiker hinzu.

 
Serbien ist ein souveräner Staat, sie dürfen Mladic und seine Morde würdigen und feiern wenn sie das für richtig halten. .

In der EU hat dieses Land dann natürlich Nix verloren.
 
Informer: Entlarvt! Gujon enthüllt, wie eine vom Westen bezahlte NGO Wahlprognosen in Serbien fingiert (FOTO)
Der Direktor des Büros für öffentliche und kulturelle Diplomatie, Arnaud Gouillon (Arno Gujon), hat scharf auf eine Veröffentlichung der Nichtregierungsorganisation „Europäische Demokraten“ reagiert. In dieser wurden Prognosen für die Ergebnisse der bevorstehenden Wahlen in Serbien hervorgehoben, wodurch er diese vom Westen bezahlte NGO vollständig entlarvte.
Gouillon reagierte damit auf die widersinnige Spekulation der genannten NGO, wonach eine „Studentenliste“ von 48,5 Prozent der Bürger Serbiens unterstützt werde, wobei zusammen mit dieser Zahl auch eine beschämende Karikatur des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić geteilt wurde.

– „Diese Schätzung, die von einer aus dem Westen finanzierten NGO erstellt wurde, wird selbst unter vielen von Vučićs Gegnern in Serbien aufgrund ihrer ungewöhnlichen Methodik als irrelevant angesehen“, betonte Gouillon.

Dennoch, so fügte er hinzu, hätten die sogenannten europäischen Demokraten sie sehr ernst genommen.

– „Sie haben sogar ein sehr lächerliches Bild mit Hilfe von ChatGPT erstellt, um dies zu veranschaulichen. Sie hätten auf den Vorsitzenden ihrer eigenen politischen Partei, François Bayrou, hören sollen, der einmal sagte: ‚Setzen Sie nicht zu viele Hoffnungen in Umfragen‘. Besonders dann nicht, wenn es sich um eine zweifelhafte Umfrage handelt, und dessen sind sich alle bewusst. Aber gut, die Hoffnung stirbt zuletzt“, schloss Arnaud Gouillon.

Raskrinkani! Gujon otkrio kako NVO koju plaća Zapad fingira procene rezultata izbora u Srbiji (FOTO)

Direktor Kancelarije za javnu i kulturnu diplomatiju Arno Gujon oštro je reagovao na objavu nevladine organizacije Evropske demokrate u kojoj su istaknute procene rezultata predstojećih izbora u Srbiji, potpuno raskrinkavši ovu NVO koju plaća Zapad.
Gujon je, naime, reagovao na besmislenu spekulaciju pomenute nevladine organizacije kako "studentsku listu" podržava 48,5 odsto građana Srbije, pri čemu je uz ovu brojku podeljena i sramna karikatura predsednika Srbije Aleksandra Vučića.

- Ova procena, koju je izradila nevladina organizacija finansirana sa Zapada, smatra se nerelevantnom čak i među mnogim Vučićevim protivnicima u Srbiji, zbog svoje neuobičajene metodologije - istakao je Gujon.

Ipak, kako je dodao, takozvane evropske demokrate su je shvatile veoma ozbiljno.

- Čak su napravili i veoma smešnu sliku pomoću ChatGPT-a kako bi to ilustrovali. Trebalo je da poslušaju predsednika sopstvene političke stranke, Fransoa Bajrua, koji je jednom rekao: "Ne polažite previše nade u ankete". Naročito kada je reč o sumnjivoj anketi, a svi su toga svesni. Ali dobro, nada održava u životu - zaključio je Arno Gujon.

 
Man reibt sich die Augen. Alarmstufe Rot in Belgrad. Die Detektive der staatlichen Wahrheit haben wieder zugeschlagen und einen teuflischen Komplott epischen Ausmaßes aufgedeckt. Wer braucht schon echte Geheimdienste, wenn man Arnaud Gouillon hat? Er hat das Unfassbare getan, eine Internet-Umfrage gelesen und dabei messerscharf kombiniert, dass diese, man halte sich fest, vom Westen bezahlt wurde :mrgreen:
Es ist wirklich rührend, mit welcher Hingabe die Regimemedien jede Grafik im Netz zur existenziellen Bedrohung für den Staat aufblasen. 48,5 Prozent für eine Studentenliste? Da müssen finstere Mächte am Werk sein. Und der ultimative Beweis für diese hybride Kriegsführung gegen den Möchtegerngenozidler? Ein KI-generiertes Bild aus ChatGPT. War da gar @der skythe am Werk um Diego zu ärgern? Da zittert ja das Fundament der Republik.
Gouillons Ratschlag, man solle nicht zu viel Hoffnung in Umfragen stecken, ist natürlich pure Nächstenliebe. Schließlich weiß in Serbien jeder, dass nur diejenigen Umfragen absolut seriös, wissenschaftlich fundiert und unfehlbar sind, bei denen der amtierende Präsident am Ende 120 Prozent der Stimmen holt. Aber gut, die paranoide Suche nach dem nächsten ausländischen Agenten hält das Boulevard-Publikum im Leben und lenkt so schön vom Alltag ab.
 
Was da gerade rund um Mladić passiert ist schon extrem krank. Die Gesellschaft ist es nicht, gibt auch ganz normale Stimmen, aber leider eine asoziale und leider auch relevante Gruppe.
Es war und ist die einzig zu erwartende Mehrheitsreaktion aus Serbien. Das Schlimme ist, den Leuten dort kann man fast keinen Vorwurf machen, nach 16 Jahren Dauerpropaganda auf allen Kanälen. Genau wie den Menschen aus der RS mit dem Hintergrund, dass nicht wenige Serben dort aus Krajina oder anderen Teilen BiHs stammen oder vertrieben wurden sowie hemmungslose Dauerpropaganda.
Aber euch? ihr seid im DACH-Raum geboren, aufgewachsen, habt die besten und vielschichtigsten Bildungssystemte durchlaufen, die es gibt. Ihr habt Zugang zur englischen Sprache und somit zu allen unabhängigen und neutralen Quellen und Medien Mit Verlaub und nichtsdestotrotz, die widerlichsten, abartigsten und gestörtesten Kommentare im Netz kommen dann doch von Menschen mit serbischen Wurzeln aus Deutschland, Österreich oder Schweiz. 🤢
 
Ratko Mladićs Schatten über Serbien
Immer noch werden die Verbrechen des bosnisch-serbischen Armeeführers geleugnet, verharmlost oder gar gelobt

Wird die serbische Regierung für den 2017 von dem Internationalen Kriegsverbrechertribunal zu lebenslanger Haft verurteilten und in einem Haager Gefängnis am Donnerstag verstorbenen Massenmörder General Ratko Mladić tatsächlich ein Staatsbegräbnis organisieren? Darüber diskutiert man seit der Feststellung des serbischen Justizministers Nenad Vujić: "General Mladić ist ein General und das Protokoll ist bekannt." Das, was Mladić gebühre, werde "mit Sicherheit beachtet werden." Dass Staatspräsident Aleksandar Vučić dem Gericht jetzt öffentlich "unzivilisiertes Verhalten" vorwarf, weil es Mladić nicht vorzeitig aus der Haft entlassen habe, deutet auch darauf hin, dass sich der Staat in irgendeiner Form an seiner Beerdigung beteiligen könnte.

Politikum ersten Ranges
Alles, was mit der Person des einstigen bosnisch-serbischen Armeeführers zu tun hat, ist ein Politikum ersten Ranges. Unter seinem Oberbefehl wurden 1995 bei Srebrenica in Bosnien in drei Tagen über 8000 Muslime ermordet. Auch für die mehr als 10 000 Opfer bei der jahrelangen Belagerung Sarajevos wurde Mladić verantwortlich gemacht. Obwohl das Massaker von Srebrenica später zum Völkermord erklärt wurde, werden seine Verbrechen in Serbien und in der bosnischen Serbenrepublik, im serbisch kontrollierten Gliedstaat von Bosnien-Herzegowina geleugnet, verharmlost oder gar gelobt.

Es gibt keine Umfragen, darüber ob und wie hoch die Opferzahlen von Srebrenica in Serbien anerkannt werden. Die offizielle Version heißt stets, auch in privaten Gesprächen, dass "auf allen Seiten" Verbrechen begangen worden seien. Auf genaue Opferzahlen wird sich niemand festlegen. Die mutige serbische Menschenrechtsaktivist Nataša Kandić, die im Jahr 2005 die Bestrafung der Verantwortlichen für das Massaker von Srebrenica forderte und zur Ehrenbürgerin von Sarajevo ernannt wurde, bleibt eine Ausnahme.

Dass Mladić auch heute noch einen Kultstatus in Serbien genießt, spiegelt die Reaktion auf die Nachricht über sein Ableben. Der berühmte Fußballverein "Roter Stern Belgrad" veröffentlichte auf seinen Social-Media-Kanälen Fotos mit der Aufschrift "General, ewiger Ruhm und Dank". In vielen Orten Serbiens und in der Republika Srpska in Bosnien fanden Kundgebungen für Mladić statt. Der Chef der bosnischen Serbenpartei Milorad Dodik bezeichnete, wie auch viele Regime-Medien, seinen Tod als "Mord". Im Einklang mit einer Verschwörungstheorie behaupteten serbische Zeitungen, Mladić sei "ohne Beweise" zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Herrschende Ideologie
Bekanntlich verschwand der General nach Kriegsende 1995 aus Bosnien und versteckte sich mithilfe des serbischen Geheimdienstes in Serbien, um dem Haager Kriegsverbrechertribunal zu entgehen. Es dauerte 16 Jahre bis der Kriegsverbrecher und Massenmörder in einem serbischen Dorf verhaftet wurde, und auch dann wohl nur deshalb, weil aus Brüssel klargemacht worden war, dass ohne seine Auslieferung keine Rede von einer Annäherung an die EU sein könne.

Der von Mladić symbolisierte großserbische Nationalismus ist bis heute die herrschende Ideologie in Serbien und im bosnischen Serbenstaat geblieben. Wie wird jetzt Staatspräsident Vučić, der selbst im bosnischen Krieg aktiv war, auf den Wunsch nach einem Staatsbegräbnis reagieren? (Paul Lendvai, 31.8.2026)

 
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