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Nachrichten aus Serbien

Sinisa Mali zieht in einer Minute die Feuerwehruniform an und glaubt offenbar, damit auch gleich Mut, Verantwortung und Einsatzbereitschaft angezogen zu haben. Für den echten Einsatz braucht es allerdings mehr als einen Fototermin und einen Teller Bohneneintopf. Die Feuerwehr löscht Brände, Politiker sollten lieber dafür sorgen, dass sie nicht ständig neue entfachen.
 
Aber alo: „Kosovo ist Verhandlungssache“: Vertreter der „Studenten“-Liste legt ihre Politik offen, Brnabić reagiert scharf
Stürmisch im RTS-Studio! Es gab eines der größten politischen Geständnisse der sogenannten Studentenliste, und es betrifft das Kosovo und Metochien.

An der Debatte in der Sendung „Takovska 10“ auf RTS nehmen Vertreter von vier Wahllisten teil: Ana Brnabić („Aleksandar Vučić – Vereintes Serbien“), Aleksandar Baucal („Studentenliste – Studenten siegen“), Dunja Simonović Bratić („Ivica Dačić – Stabilitätsfaktor“) und Marinika Tepić („Europäisches Serbien – Marinika Tepić – Zdravko Ponoš“).

Während der Debatte sagte Aleksandar Baucal, dass „der Status des Kosovo Verhandlungssache ist“.

Damit zeigte er deutlich die Haltung der sogenannten Studentenliste gegenüber dem Kosovo und Metochien, das für sie kein unveräußerlicher Teil Serbiens, sondern – Verhandlungssache ist.

Darauf reagierte Ana Brnabić heftig und sagte im Anschluss:
– Das ist für Sie vielleicht Verhandlungssache, für die „Studenten“-Liste. Für uns, die Liste „Aleksandar Vučić – Vereintes Serbien“, ist das keine Verhandlungssache. Kosovo und Metochien ist ein integraler Bestandteil der Republik Serbien. Niemals – sagte Brnabić. Sie stellte daraufhin das Verhältnis der Studentenliste zur Verfassung in Frage und kam auf das Thema der Blockaden von Bildungseinrichtungen zurück.

– Wenn jemand bereits mehrfach gegen die Verfassung verstoßen hat... was bedeutet diesen Menschen die Verfassung dann überhaupt? – fragte sie. Brnabić stellte anschließend auch die Behauptung auf, dass Albin Kurti die „Studenten“-Liste unterstützt habe, und warf die Frage auf, warum er das tun sollte.

– Und warum glauben Sie, dass Albin Kurti die Studentenliste unterstützen würde? Weil er die territoriale Integrität der Republik Serbien garantieren wird? – sagte Brnabić.


 
Ja, natürlich! Kurti sitzt bestimmt jeden Abend in Pristina, scrollt durch serbische Uni-Foren und überweist heimlich Taschengeld an die "Studentenliste“, weil er fest daran glaubt, dass studentische Fachschaften über den völkerrechtlichen Status von Grenzen entscheiden. Ein absolut brillanter Geheimplan, den Frau Kampflesbe da messerscharf durchschaut hat. Wer braucht schon Geheimdienste, wenn man so viel blühende Fantasie in einer Talkshow präsentieren kann?
Ist schon bemerkenswert und großartig! Ausgerechnet die Regierungsspitze sorgt sich plötzlich rührend um die absolute Unantastbarkeit der Verfassung. Dass Studenten, die für bessere Bedingungen protestieren, laut Kampflesbe Ana quasi schon mit einem Bein im Hochverrat stehen, ist natürlich logisch. Bekanntlich wird die serbische Verfassung ja nirgendwo so konsequent verteidigt wie in den dramatischen Monologen von Takovska 10. Da atmet das Land direkt auf.
 
Ölpipeline Ungarn–Serbien erhält grünes Licht
Serbien treibt eine neue Ölpipeline von der ungarischen Grenze bis Novi Sad voran. Das Umweltministerium hat nun die Umweltverträglichkeitsstudie genehmigt – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Umsetzung des Projekts.

Das serbische Umweltministerium hat der Umweltverträglichkeitsstudie für die geplante Ölpipeline zwischen der ungarischen Grenze und Novi Sad zugestimmt. Damit hat das Projekt eine wichtige umweltrechtliche Hürde genommen. Die Leitung soll Serbien einen zusätzlichen Versorgungsweg für Rohöl eröffnen und die bisherige Abhängigkeit von einer einzigen Importverbindung verringern.

Pipeline-Details
Projektträger ist das staatliche Unternehmen Transnafta AD Pančevo. Die Pipeline soll auf serbischem Gebiet rund 113 Kilometer lang sein, vollständig unterirdisch verlaufen und eine jährliche Transportkapazität von 5,5 Millionen Tonnen Rohöl haben. Ausgangspunkt ist das Gebiet nahe dem Grenzübergang Horgoš, Endpunkt ist der Transnafta-Terminal in Novi Sad.

Die Trasse führt durch die Gemeinden Kanjiža, Senta, Ada, Bečej und Žabalj sowie durch das Stadtgebiet von Novi Sad. Vorgesehen ist der Transport von Rohöl des Typs REB (Russian Export Blend). Über die Verbindung nach Ungarn soll Serbien Zugang zu einem zusätzlichen Rohöl-Versorgungsweg erhalten, der an das dortige Pipeline-System angebunden ist.

Strenge Auflagen
Mit der Zustimmung zur Umweltverträglichkeitsstudie sind auch Vorgaben für Bau und späteren Betrieb verbunden. Transnafta muss die vorgesehenen Maßnahmen zum Schutz von Boden, Wasser, Natur und Bevölkerung einhalten und die Umweltauswirkungen des Projekts laufend überwachen. Die Studie enthält dafür ein eigenes Monitoringprogramm.

 
Wien–Belgrad in 6,5 Stunden: Direktzug nach Serbien kommt zurück
Nach Jahren ohne direkte Bahnverbindung zwischen Österreich und Serbien gibt es eine wichtige Nachricht für Reisende: Die ÖBB wollen 2027 wieder Direktzüge zwischen Wien und Belgrad anbieten. Geplant sind gleich zwei Verbindungen pro Tag und Richtung. Die Fahrt soll rund sechseinhalb Stunden dauern.

Für viele Menschen, die regelmäßig zwischen Österreich und Serbien unterwegs sind, könnte sich damit eine zusätzliche Reisemöglichkeit ergeben. Erstmals seit 2019 soll Belgrad wieder ohne Umstieg direkt mit dem Zug von Wien erreichbar sein. Das haben die ÖBB im Rahmen der Präsentation ihres neuen Fahrplans für 2027 bekannt gegeben.

Zwei Züge täglich nach Belgrad geplant
Nach den derzeitigen Plänen sollen zwei Züge pro Tag und Richtung zwischen Wien und der serbischen Hauptstadt verkehren. Besonders interessant ist die angekündigte Fahrzeit: Für die gesamte Strecke rechnen die ÖBB mit rund 6 Stunden und 30 Minuten.

Damit könnte die Bahn gerade für Reisende, die regelmäßig Familie oder Freunde in Serbien besuchen, wieder deutlich attraktiver werden. Statt eines Umstiegs soll die Fahrt künftig wieder direkt von Österreich bis nach Belgrad möglich sein.

Starttermin steht noch nicht fest
Einen wichtigen Haken gibt es allerdings noch: Wann genau die neue Verbindung startet, ist derzeit offen. Der neue ÖBB-Fahrplan tritt zwar bereits am 13. Dezember 2026 in Kraft, das bedeutet jedoch nicht, dass ab diesem Tag auch die Direktzüge nach Belgrad fahren.

 
Vučić für TV B92: Serbien ist ein Land mit einem liberalen Geist; wir haben den Weltmächten kein Schutzgeld gezahlt und wir werden auch Kroatien keins zahlen.
Der Kandidat der Liste „Aleksandar Vučić – Vereinigtes Serbien“, Aleksandar Vučić, war heute Abend in der Sendung „Focus special“ auf TV B92 zu Gast, wo er über die geplanten Projekte für den Süden und Osten des Landes, aber auch über die „Studentenliste“ und die bevorstehenden Parlamentswahlen sprach.

„Ich würde nichts versprechen, was ich nicht halten kann. Es kann vorkommen, dass man sich mal verspätet, aber 70 bis 80 Prozent unserer Zusagen werden erfolgreich umgesetzt. Ich möchte mir die Zeit nehmen, zu erläutern, was wir vorhaben. Die Frage ist auch, wer Premierminister wird, wer die Regierung leiten wird. Wir haben, so würde ich sagen, innerhalb der zweigliedrigen Exekutivgewalt die dominierende Kraft der Regierung, unter Berücksichtigung ihrer Kompetenzen und Vorrechte. Niemand kann sich hinter irgendjemandem verstecken; man muss alle Versprechen einhalten“, sagte Vučić zu Beginn.

Wie er hinzufügte, genügt es für ihn, daran zu erinnern, dass Serbien vor 15 Jahren 550.000 Beschäftigte weniger hatte als heute, und dass wir heute weniger Einwohner haben als damals.

„Und das zeigt Ihnen, würde ich sagen, am deutlichsten, wie sehr sich Serbien verändert hat. Serbien hat heute eine deutlich niedrigere Staatsverschuldung als damals. Serbien ist heute ein Land mit geringer, ja sogar extrem geringer Verschuldung. Serbien gehört heute zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Europas. Was wir einst im Sport waren, finden wir heute in der Wirtschaft. Nächstes Jahr werden wir die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft Europas sein. Das sind die Fakten. Wenn jemandem die Fakten nicht gefallen, was soll ich machen, da kann man nichts machen“, sagte er.

 
Ja, natürlich! Endlich sagt es mal jemand! Serbien zahlt den Weltmächten kein Schutzgeld, das Geld investiert man schließlich viel lieber in eine eigene, bahnbrechende Wirtschaftsmathematik.
Wie beruhigend, dass stolze 70 bis 80 Prozent der Versprechen "erfolgreich umgesetzt“ werden. Wer braucht schon 100 Prozent Verlässlichkeit, wenn man staatliche Planung wie das Wetter vorhersagen kann?
Und die logische Glanzleistung im nächsten Atemzug ist purer Genuss, Serbien hat heute 550.000 Beschäftigte mehr als vor 15 Jahren, obwohl es weniger Einwohner hat. Ein absolutes Wirtschaftswunder!
Wenn die Bevölkerung nur schnell genug schrumpft, haben bald alle drei Jobs gleichzeitig und die Arbeitslosenquote sinkt auf minus zehn Prozent.
Dass die Staatsverschuldung "extrem gering“ ist und Serbien schon nächstes Jahr die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft Europas sein wird, sind natürlich unumstößliche Fakten. Wer das nicht glaubt, mag einfach keine Fakten. Früher hat man eben Pokale im Basketball geholt, heute holt man sie beim Bruttoinlandsprodukt. Da kann man als Nachbarland nur neidisch zusehen , Schutzgeld gibt es dafür jedenfalls garantiert nicht!
 
Informer: Vučević enthüllt den Hintergrund von Rašićs Unterstützung für die Blockierer: Kurti steht hinter dem Projekt, dessen Ziel die Schwächung Serbiens ist.

Der Vorsitzende der SNS, Miloš Vučević, erklärte, dass die „studentische Blockierer-Liste“ nur einen einzigen wahren Auftraggeber und Sponsor habe, und das sei der falsche Premierminister Albin Kurti. Vučević äußerte sich anlässlich der Unterstützung von Kurtis Günstling Nenad Rašić für die Blockierer-Liste und bewertete, dass nun klar sei, um was für ein Projekt es sich handle.

„Jetzt ist auch offiziell klar, was wir den Bürgern Serbiens seit Monaten vor Augen geführt haben – die sogenannte ‚studentische Blockierer-Liste‘ hat nur einen wahren Auftraggeber und Sponsor, und das ist Albin Kurti! Wenn Ihnen Nenad Rašić – ein Mann, der als treuer Bauernopfer in Kurtis Regierung dient und stummer Beobachter des Terrors gegen das serbische Volk in Kosovo und Metochien ist – offene und vorbehaltlose Unterstützung gewährt, gibt es keinen Zweifel mehr, um was für ein Projekt es sich handelt. Die Unterstützung aus Pristina ist kein Zufall, sondern ein direkter Versuch, Serbien vor den Wahlen am 25. Oktober zu destabilisieren“, betonte Vučević auf dem Netzwerk X.

Vučević fügte hinzu, dass Kurti in den Blockierern die einzige Chance sehe, Serbien zu schwächen, die politische Stabilität zu stürzen und all das auf dem Silbertablett serviert zu bekommen, wofür er seit Jahren kämpfe – ein schwaches, zerschlagenes und gedemütigtes Serbien, das seine nationalen Interessen nicht schützen kann.

„Wir sagen sowohl Kurti als auch Rašić und ihren Belgrader Schandbuben: Die Bürger Serbiens sehen sehr wohl, wer für unser Volk kämpft und wer Befehle aus Pristina entgegennimmt. Das serbische Volk wird am 25. Oktober bei den Wahlen eine klare und überzeugende Botschaft senden – Serbien beugt sich keinen Ultimatums und wird nicht zulassen, dass Albin Kurti und seine Handlanger sein Schicksal bestimmen! Serbien wird siegen“, verkündete Vučević.


 
Großartig! Das Drehbuch der serbischen Politik bleibt sich absolut treu. :mrgreen:
Nachdem Kroatien als Sündenbock für die Vormittagsnachrichten herhalten musste, schaltet man für die Spätnachrichten nahtlos um auf den absoluten Lieblings-Erzfeind: Pristina.
Es ist natürlich ein völlig unumstößlicher Fakt, dass Albin Kurti persönlich nachts im Büro sitzt und das Sponsoring für serbische Studentenlisten überweist. Die Belgrader Studenten protestieren ja schließlich nicht etwa wegen mangelnder Perspektiven oder politischer Unzufriedenheit im eigenen Land, nein, sie sind in Wirklichkeit hochgradig trainierte Geheimagenten, die ihre "Instruktionen aus Pristina“ erhalten. Ein absolut genialer Schachzug der kosovarischen Regierung, um Serbien kurz vor den Wahlen ins Chaos zu stürzen!
Und wie subtil Milos (Diego wird auch von manchen Milos genannt) Vucevic das Ganze entlarvt. Wer braucht schon Beweise, wenn man mit Begriffen wie "falscher Premierminister“, "Günstling“ und "Belgrader Schandbuben“ um sich werfen kann? Es ist doch herrlich beruhigend zu wissen, egal was in Serbien schiefläuft, ob Proteste, Streiks oder schlechtes Wetter, der wahre Schuldige sitzt immer im Ausland und liefert alles auf dem Silbertablett. "Serbien wird siegen“, zumindest im Erfinden spektakulärer Verschwörungstheorien zur besten Sendezeit.

:oida:
 
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