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Nachrichten Russland


»Wir glauben, dass jeder bei seinen Äußerungen zum Thema Atom sehr, sehr große Vorsicht walten lassen sollte«, sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow in Moskau.
Ahja...
 
Moskau: Kein Verzicht mehr auf landgestützte Atomraketen
Nach dem Ausstieg der USA aus dem Vertrag über den Verzicht auf landgestützte atomare Kurz- und Mittelstreckenraketen hält sich nun auch Russland offiziell nicht mehr an die Abrüstungsvereinbarung.

Das Außenministerium in Moskau erklärte ein Moratorium für beendet, mit dem sich Russland nach eigenen Angaben auch nach dem US-Ausstieg seit 2019 weiter an das Abkommen hielt. Die Lage entwickle sich so, dass landgestützte atomare Kurz- und Mittelstreckenraketen aus US-Produktion in Europa stationiert würden, hieß es gestern zur Begründung.

Zuvor hatte Kreml-Chef Wladimir Putin schon angedroht, dass Russland auf die für 2026 geplante Stationierung von US-Raketen in Deutschland „spiegelgerecht“ reagieren werde. Die Waffen dafür seien kurz vor der Fertigstellung, hieß es bereits vor einem Jahr aus dem Kreml.

USA stiegen aus

 
Umstrittene Äußerungen
Russland bestellt deutschen Botschafter Lambsdorff erneut ein
Durch den Besuch einer deutschen Diplomatin in Japan sieht Russland seine Ansprüche auf die Kurilen verletzt und hat den deutschen Botschafter Alexander Graf Lambsdorff einbestellt. Der reagierte mit einer scharfen Protestnote.
Das russische Außenministerium hat den deutschen Botschafter in Moskau, Alexander Graf Lambsdorff, zu sich einbestellt. Das Ministerium warnte Deutschland in einer Protestnote davor, die Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs in Zweifel zu ziehen und damit die von Japan beanspruchten südlichen Kurilen-Inseln nicht als Teil Russlands anzuerkennen.

Es handle sich hier um eine von den Vereinten Nationen anerkannte Nachkriegsordnung. »Die russische Souveränität ist hier unumstritten«, teilte das Ministerium mit.

Grund für die Einbestellung waren demnach Äußerungen der deutschen Botschafterin in Japan, Petra Sigmund. Moskau warf der Diplomatin vor, sie habe die russische Souveränität über die Inseln infrage gestellt und damit offen die territoriale Unversehrtheit des Landes angegriffen. Die deutsche Seite sei darauf hingewiesen worden, dass eine Solidarisierung mit juristisch nicht haltbaren Gebietsansprüchen Japans »besonders verhöhnend« sei in dem Jahr, da der 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs und auch die Zerschlagung eines militaristischen Japans begangen werde.

 
Jahrestag von Stalins Säuberungen
Braucht Wladimir Putin einen neuerlichen „Großen Terror“?
Die Logik von 1937 lebt im Schatten des Kreml weiter. Von Stalins „Säuberungen“ bis zu Putins Repressionen.

Am 5. August 1937 begannen in der Sowjetunion die blutigsten Säuberungen der Stalin-Ära. Sie dauerten bis November 1938 an. In der Publizistik wird diese Kampagne als „Großer Terror“ bezeichnet; im Volksmund als „1937“.

Dank der in den 1990er Jahren geöffneten Geheimarchive weiß man, dass es sich dabei um eine gigantische Repression handelte, die alle Regionen und sozialen Schichten erfasste: 1,7 Millionen Menschen wurden verhaftet, 700.000 davon erschossen. Die „Operationen“ 1937 waren sorgfältig geplant. In geheimen Befehlen des NKWD wurden Fristen für ihre Durchführung, zu „säubernde“ Kategorien, die Sollzahlen für Verhaftungen festgelegt.

Im Rahmen der „nationalen Operationen“ wurden Zehntausende wegen ihrer polnischen oder deutschen Herkunft verhaftet, 20.000 Frauen als Ehefrauen von „Vaterlandsverrätern“ in den Gulag geschickt, ihre Kinder in Waisenhäuser überführt. Urteile wurden im Schnellverfahren durch speziell gebildete „Troikas“ gefällt, während der Verhöre wurde systematisch Folter eingesetzt.

Selbst die Täter wurden zu Opfern
Der Terror verlief im Geheimen. Die sowjetischen Behörden verbreiteten Lügen über das Schicksal der Erschossenen. Es hieß, sie seien in die Lager „ohne Recht auf Briefverkehr“ gebracht worden. Später wurden falsche Sterbeurkunden ausgestellt, die Krankheiten im Gulag als Todesursache angaben.

 
Wie zu Sowjet-Zeiten: Kreml will Preise für Grundnahrungsmittel bestimmen
Russland sieht sich mit steigender Inflation konfrontiert. Der Kreml will deswegen die Preise von Grundnahrungsmitteln regulieren. Experten warnen vor sowjetischen Zuständen.
Russland steht vor einer großen wirtschaftlichen Herausforderung. Die Inflation steigt weiter an, und die Regierung plant, die Preise für Grundnahrungsmittel wie Gemüse, Milchprodukte und Geflügel zu regulieren. Dieser Plan könnte laut dem „Kyiv Independent“ ein Zeichen für eine Rückkehr zu einer planwirtschaftlichen Steuerung sein.

Drohen sowjetische Zustände durch Preisregulierung?
Experten befürchten, dass dies zu den gleichen Problemen führen könnte, die das Land schon in der Sowjetunion erlebt hat: Nahrungsmittelknappheit, lange Schlangen und eine große Unzufriedenheit in der Bevölkerung.

Laut dem russischen Ökonom Igor Lipsits bewegt sich Russland auf ein „vollständiges Planwirtschaftssystem“ mit all seinen typischen Fehlern zu. „Nach 30 Jahren Marktwirtschaft beginnt die russische Regierung, zur Preisplanung zurückzukehren – wie wir sie in der Sowjetunion gesehen haben“, sagte er dem „Kyiv Independent“.

Die Lebensmittelpreise in Russland sind in die Höhe geschnellt. Die Zahlen vom Juli zeigen laut dem „Daily Express“, dass die Brotpreise im Vergleich zum Vorjahr um 15 bis 17 Prozent gestiegen sind, während die Inflation fast 9,5 Prozent beträgt.

 
„Wie zwei Lokomotiven“
In Russland steigt die Angst vor „Frontalzusammenstoß“ zwischen Trump und Putin
Trump setzt auf Drohungen, Putin auf Konfrontation – eine russische Zeitung warnt: Die beiden Mächte rasen aufeinander zu. Und das Ultimatum aus Washington läuft bald ab.
Die ohnehin angespannte Lage zwischen Washington und Moskau spitzt sich weiter zu – in russischen Medien mehren sich warnende Stimmen vor einer möglichen Konfrontation. Die populäre russische und Kreml-nahe Tageszeitung „Moskovsky Komsomolets“ wählt drastische Worte:

„Ein Frontalzusammenstoß scheint unausweichlich“, heißt es in einem Leitartikel. „Die Trump-Lokomotive und die Putin-Lokomotive rasen aufeinander zu. Und keine der beiden wird abdrehen oder stoppen.“

Im Video: Kreml äußert sich erstmals nach Trumps Atom-U-Boot-Verlegung

Moskau-Zeitung stellt Trump und den Kreml gegenüber
Mit diesem alarmierenden Bild beschreibt die Zeitung den Zustand der Beziehungen zwischen den USA und Russland. Auf der einen Seite ein US-Präsident, der mit Ultimaten, neuen Sanktionen und der Verlegung von Atom-U-Booten Druck aufbaut – auf der anderen ein Kreml, der trotz Kriegsverlauf keine Anzeichen von Rückzug zeigt.

 
Russische Soldaten: Zurück in der Heimat, morden sie weiter
An einem Maiabend war Ljudmila Fomina, eine 54 Jahre alte Bibliothekarin aus dem Dorf Krasnyj Kust rund 250 Kilometer östlich von Moskau, zu Gast bei Freunden. Ihr Mann war auch dabei, ging laut dem Regionalmedium Zebra TV aber früher, eine Verwandte setzte Fomina später bei deren Haus ab. Dort habe ein 22 Jahre alter Bewohner des Dorfes die Frau angegriffen, vergewaltigt, geschlagen.

Ihre Leiche wurde vergraben in einem nahen Waldstück gefunden, mit Erde in der Lunge. Das Opfer, so Zebra TV, habe also noch gelebt, als der Täter es verscharrt habe. Über diesen hieß es, er sei vor Kurzem von der „SWO“ zurückgekehrt. Das ist das russische Kürzel für die „spezielle Militäroperation“, den Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Bekannte Fominas sagten, der Täter sei auf Fronturlaub gewesen und früher verdächtigt worden, eine Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. Er wurde laut dem Bericht festgenommen. Offizielle Kommentare zu dem Fall fehlen. Ein Social-Media-Nachruf der Dorfgemeinschaft würdigte Fominas „Güte, Optimismus und leuchtendes Lächeln“ und gab an, sie sei „auf tragische Weise ums Leben gekommen“. In Kommentaren zu dem Nachruf gab es neben Beileid auch Kritik an dieser Formulierung.


 
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