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Nachrichten Russland

Währenddessen verschärfen sich in Russlands Norden zusätzliche Probleme. Viele Regionen kämpfen mit Gesundheitsproblemen, Lebensmittelknappheit und Folgen des Klimawandels. Küstenerosion, instabile Böden und Schäden an Infrastruktur erzeugen neue Kosten. Gleichzeitig verzeichnet die Region einen Bevölkerungsrückgang, der durch militärische Einberufungen zusätzlich belastet wird. Für China sieht die Situation anders aus. Peking hat über Jahre eigene Strukturen im arktischen Raum aufgebaut. Forschungsstationen auf Spitzbergen, in Schweden und Island sowie die Rolle als Beobachter im Arktischen Rat gehören dazu. Im Jahr 2018 bezeichnete sich China sogar selbst als „naher arktischer Staat“ und stellte Pläne für eine sogenannte Eis-Seidenstraße vor. Nicht alle reagierten darauf positiv. Mehrere arktische Staaten betrachteten diese Ambitionen kritisch.

Heute verfolgt China einen vorsichtigeren Kurs. Peking versucht wirtschaftlichen Einfluss auszubauen, ohne unnötige Konflikte auszulösen. Dabei unterscheiden sich russische und chinesische Vorstellungen über die Arktis deutlich. China betrachtet sie eher als einen Raum mit internationaler Bedeutung. Russland dagegen besteht darauf, dass die Entwicklung des Nordens in erster Linie Sache der arktischen Staaten sei. Trotz gemeinsamer Projekte bleibt deshalb Misstrauen bestehen. Berichte über angebliche russische Sorgen hinsichtlich chinesischer Spionage in Bergbauunternehmen und Forschungseinrichtungen zeigen diese Spannungen. In Russland wurden Wissenschaftler, darunter auch Forscher mit Bezug zur Arktis, mehrfach unter Spionagevorwürfen angeklagt. Gleichzeitig wird China auf dem Nördlichen Seeweg immer wichtiger.

Russlands Möglichkeiten, die östlichen Abschnitte allein zu kontrollieren und zu versorgen, stoßen an technische Grenzen. Genau dort wächst die Rolle chinesischer Unternehmen. Rosatom und die chinesische Reederei NewNew Shipping Line schlossen Vereinbarungen über einen ganzjährigen Zugang zum Nördlichen Seeweg. Weitere Verträge über Containerverkehr über Murmansk folgten. Inzwischen entfällt ein großer Teil des Containerverkehrs auf dieser Route auf den Austausch zwischen Russland und China. Dennoch bleibt diese Zusammenarbeit begrenzt. China versucht, seine Interessen zu verfolgen, ohne direkt in eine militärische Konfrontation mit den Vereinigten Staaten hineingezogen zu werden. Peking sucht wirtschaftlichen Einfluss und günstige Regeln, keine offene Eskalation. Die Arktis zeigt deshalb ein anderes Bild als jenes, das oft in Schlagzeilen erscheint. Hinter gemeinsamen Militärübungen und Energiegeschäften entsteht kein geschlossenes Bündnis zweier Staaten, die dieselben Ziele verfolgen. Es entsteht eine Verbindung, die vor allem auf Notwendigkeit beruht. Russland braucht Käufer. China braucht Zugang. Solange sich diese Interessen überschneiden, funktioniert die Zusammenarbeit.

Die entscheidende Frage lautet nicht, ob dieses Verhältnis heute existiert. Die Frage lautet, wie stabil es bleibt, wenn sich die Interessen irgendwann verändern.
 
Kriegspropaganda in russischen Museen (Videobericht im Link)
Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert der Konflikt auch im fünften Jahr an. Laut Berichten prägen Propaganda und Zensur das öffentliche Leben. Museen im ganzen Land stellen den Krieg dabei entlang der offiziellen Kreml-Narrative als Verteidigungskrieg gegen Faschismus dar.

 
In St. Petersburg übergoss ein Veteran, der aus dem Krieg in der Ukraine zurückgekehrt war, seine Ex-Freundin mit Säure und stach mehrmals auf sie ein; anschließend erklärte er, dass ihm „nichts passieren“ werde, da er „vorhabe, in den Krieg zurückzukehren“. Das Opfer befindet sich derzeit in kritischem Zustand auf der Intensivstation und leidet unter Verbrennungen sowie Stichwunden. Der Angreifer wurde festgenommen.

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Eine finnische Bloggerin reiste nach Karelien – ein Gebiet, das die UdSSR Finnland (1939–1940) entrissen hatte –, um die „traditionellen Werte“ zu zeigen, die die „Russische Welt“ mit sich bringt.
 
In St. Petersburg übergoss ein Veteran, der aus dem Krieg in der Ukraine zurückgekehrt war, seine Ex-Freundin mit Säure und stach mehrmals auf sie ein; anschließend erklärte er, dass ihm „nichts passieren“ werde, da er „vorhabe, in den Krieg zurückzukehren“. Das Opfer befindet sich derzeit in kritischem Zustand auf der Intensivstation und leidet unter Verbrennungen sowie Stichwunden. Der Angreifer wurde festgenommen.

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Eine finnische Bloggerin reiste nach Karelien – ein Gebiet, das die UdSSR Finnland (1939–1940) entrissen hatte –, um die „traditionellen Werte“ zu zeigen, die die „Russische Welt“ mit sich bringt.

Entrissen klingt gut. Diese Gebiete wurden annektiert und alle Finnen entfernt. Vyborg war glaube ich sogar die zweitgrößte finnische Stadt.
 
Das war eine nicht besonders gelungene Google-Übersetzung :)
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Vor der Ankunft der Russen wurden das Gebiet Kareliens und die Ostküste der Ostsee von Karelo-Finnen und Ingermanlandfinnen bewohnt. Infolge der Politik der Russifizierung, Repression und Deportation gelten beide Gruppen heute als bedrohte Völker. Der Zerfall Russlands könnte sie vor dem völligen Aussterben bewahren.

Bevölkerungsentwicklung der Karelier im Russischen Kaiserreich / in der UdSSR / in der Russischen Föderation

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Bevölkerungsentwicklung der Ingermanlandfinnen in der UdSSR / in Russland

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Die prognostizierte Bevölkerungszahl der Ingermanlandfinnen für das Jahr 2050 in der Oblast Leningrad, in St. Petersburg und in Karelien wird voraussichtlich in keiner dieser Regionen mehr als wenige hundert Menschen betragen
 
„Ein dreifaches Hurra”
Putins Stimme schwächelt bei Jubelruf, Kreml löscht Video
Bei einer Veranstaltung im Kreml am vergangenen Freitag wirkte Russlands Präsident Wladimir Putin angeschlagen.
Wladimir Putin rief die dutzenden teilnehmenden Veteranen dazu auf, dreimal „Hurra“ zu jubeln: "Auf drei. Laut genug, dass sie (Anm. d. Red: die Gefallenen) es hören können: Ein dreifacher Jubelruf.“ In dem Video-Ausschnitt ruft der 73-Jährige zwar mit, doch seine Stimme wirkt schwach und kraftlos.

Vergleich macht Unterschied deutlich
Das fällt besonders im Vergleich auf. Daher wird auf X über den Gesundheitszustand des Machthabers spekuliert. Denn noch vor zwei Wochen, bei den Feierlichkeiten zum Sieg über Nazi-Deutschland, klang Putins Jubelschrei deutlich inbrünstiger. Dort verkündete er: „Ehre dem siegreichen Volk, Ehre den Veteranen, Ehre den Streitkräften Russlands. Herzlichen Glückwunsch zum Feiertag, zum Tag des Sieges.“ Gefolgt von einem kräftigen „Hurra“.

Ein schwächelnder Putin widerspricht der offiziellen Darstellung Putins
Was viele Nutzer des Kurznachrichtendienstes X stutzig macht: Die Aufnahme der Veranstaltung wurde zuerst, wie üblich, auf der Internetseite des Kremls veröffentlicht. Wenig später wurde sie jedoch kommentarlos gelöscht. Zu den Gründen gibt es keine Hintergrundinformationen.

 
„Putin verliert seinen Zauber“: Eliten in Russland wenden sich ab – Bericht über interne Spaltung
Eine strauchelnde Wirtschaft, die Internetblockade und Drohnenangriffe in Moskau machen den Krieg für die Russen immer greifbarer. Auch Teile der Elite zweifeln offenbar an Putins Kurs.

Moskau – Der russische Präsident Wladimir Putin wollte Kiew innerhalb weniger Tage erobern. Nun geht der Ukraine-Krieg in sein fünftes Jahr und Kriegsmüdigkeit macht sich breit. Nicht nur in der Bevölkerung: Trotz hoher Gehälter wird es für Moskau immer schwieriger, Personal für den Angriffskrieg zu finden. Auch in der russischen Machtelite hört man Experten zufolge hinter den Kulissen immer mehr Murren. „In Russland hat sich etwas verändert“, schreibt etwa der Experte Alexander Baunov der US-Denkfabrik Carnegie. Selbst treue Anhänger würden über die Repression im Land klagen und Geschäftsleute seien verzweifelt.

Baunov beobachtet drei zusammenhängende Prozesse: Erstens verändere sich die Einstellung gegenüber dem Kremlchef, zweitens verlören wirtschaftlicher Optimismus und der damit verbundene Alltagspatriotismus an Kraft. Und drittens wachse die Erkenntnis, dass Russland den Ukraine-Krieg kaum gewinnen kann.

„Putin verliert seinen Zauber“: Experte sieht Anzeichen für Machtverfall in Russland
Als Belege nennt Baunov die Siegesparade am 9. Mai ohne militärische Ausrüstung und einen nur kurzen Auftritt des Staatschefs – laut dem Experten aus Angst vor ukrainischen Drohnen. „Putin verliert seinen Zauber. Die Macht liegt zwar weiterhin ungeteilt in seinen Händen, doch ihr Bann schwindet“, so Baunov weiter.

 
Russisch-orthodoxer Metropolit Hilarion in Tschechien festgenommen
Der frühere Leiter des Außenamts des orthodoxen Moskauer Patriarchats, der russisch-orthodoxe Metropolit Hilarion (Alfejew) ist am Pfingstwochenende in Tschechien zusammen mit einer weiteren Person festgenommen worden.

Das berichtete Kathpress am Dienstag unter Berufung auf Medienberichte. Das Fahrzeug des Metropoliten wurde am Sonntag auf einer Autobahn westlich von Prag von der Polizei gestoppt. Bei der anschließenden Untersuchung seien laut Polizei mehrere Beutel mit einer weißen Substanz gefunden worden.

Das Außenministerium in Moskau bestellte am Dienstag den Geschäftsträger der tschechischen Botschaft ein. Die Behörden der Tschechischen Republik betrieben eine „Verfolgung“ orthodoxer Geistlicher, beklagte das russische Außenamt am Dienstag. Die gegen den früheren Bischof Hilarion erhobenen Vorwürfe des Drogenbesitzes seien „absurd und unbegründet“.

Noch keine offizielle Anklage
Die Sprecherin der tschechischen nationalen Drogenzentrale, Lucie Smoldasova, erklärte gegenüber der Presseagentur CTK, dass der Einsatz aufgrund eines anonymen Hinweises erfolgt sei. Eine Laboranalyse soll nun klären, worum es sich bei der Substanz handelt. Bisher wurde niemand offiziell angeklagt. Metropolit Hilarion selbst weist sämtliche Vorwürfe zurück.

Über seinen Telegram-Kanal ließ der Geistliche mitteilen, er habe „nie irgendeine Verbindung zum illegalen Handel mit Betäubungsmitteln gehabt“. Zugleich sprach er von einer „Provokation“ und verlangte eine „vollständige, unabhängige und rechtsstaatlich einwandfreie Untersuchung“.

 
Russland erklärt Homosexualität wieder zur Krankheit – auf einem Psychiatriekongress
Auf einem offiziellen Psychiatriekongress in Russland wurde Homosexualität erneut als psychische Erkrankung dargestellt. Die Aussagen kamen nicht von Randfiguren aus dem Internet, sondern von Olga Buchanowskaja, der Leiterin des wissenschaftlich-medizinischen Rehabilitationszentrums „Phoenix“. Vor Fachpublikum erklärte sie, Homosexualität und Transidentität gehörten zu einem angeblichen „transgenderen Störungsspektrum“. In dieses Konstrukt ordnete sie neben Homosexualität auch Fetisch-Transvestitismus, Persönlichkeitsstörungen, schizotype Störungen und sogar Schizophrenie ein. Buchanowskaja sprach dabei offen von einer angeblichen „Epidemie der Transgenderität“, die ihrer Darstellung nach durch „Propaganda“ und gezielte Einflussnahme entstehe. Transmenschen hätten angeblich „Kuratoren“, erklärte sie, und würden Krankheitsbilder imitieren. Gleichzeitig bezeichnete sie Transsexualität als angeborene Krankheit und präsentierte eigene neue Definitionen sexueller Identität.

Besonders brisant ist der politische Hintergrund dieser Aussagen. Russland hatte den Übergang zur internationalen Krankheitsklassifikation ICD-11 im Jahr 2024 gestoppt. Genau diese Klassifikation hatte Transsexualität bereits 2022 offiziell aus der Liste psychischer Erkrankungen gestrichen. Moskau begründete die Ablehnung damals mit angeblichen Widersprüchen zu „traditionellen Werten“. Die Wortwahl auf dem Kongress zeigt inzwischen, wie eng sich staatliche Ideologie und Teile der russischen Medizin annähern. Buchanowskaja sprach von einer angeblichen „fünften Kolonne“ innerhalb des Gesundheitssystems und meinte damit Ärzte, Psychologen und Fachleute, die transfreundliche Positionen vertreten. Damit werden medizinische Debatten zunehmend in politische Loyalitätsfragen verwandelt.

Olga Buchanowskaja ist die Tochter des bekannten Psychiaters Alexander Buchanowski, der in der Sowjetunion unter anderem durch die Erstellung eines psychologischen Profils des Serienmörders Andrej Tschikatilo bekannt wurde. Gerade deshalb sorgen ihre Aussagen in Russland und international für zusätzliche Aufmerksamkeit. Menschenrechtsgruppen warnen seit Jahren davor, dass sich Russland unter dem Deckmantel „traditioneller Werte“ immer weiter von internationalen medizinischen Standards entfernt. Die Aussagen auf dem Psychiatriekongress zeigen nun offen, wie tief diese Entwicklung inzwischen selbst in wissenschaftliche und therapeutische Bereiche hineinreicht.

 
Der Russe kommt: Eine Panikmache?
Ein Buch, das Russland im Krieg mit Österreich sieht, löst Kontroversen aus: Alarmismus? Oder ein Denkanstoß? Die Coronapandemie noch vor Augen, kann es jedenfalls nicht schaden, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Das Szenario geht so: Russland greift Litauen an. Die Nato ist zum Beistand verpflichtet. Russland zerstört daraufhin die herkömmlichen Nachschubrouten der Nato, die beispielsweise von Rotterdam über diverse Nato-Staaten laufen. Die Nato muss also ausweichen. Die naheliegendste Möglichkeit: über das neutrale Österreich, den Brenner-Tunnel, den Karawanken-Tunnel und so weiter. Russland greift nun also auch Österreich an – mit Raketen, Drohnen, mit eingeschleusten Saboteuren. Tunnel werden zerstört, Straßen, Eisenbahnnetze, Brücken, E-Werke, Kasernen; auch Städte wie Wien, Graz, Linz sind betroffen. Es ist ein Krieg Russlands „in der Tiefe“, wie es im Fachjargon heißt.

 
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