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Nachrichten Russland

Die abgeschirmte Welt der Präsidentenkinder
Neue Recherchen zeichnen ein seltenes Bild aus dem privaten Umfeld von Wladimir Putin und Alina Kabajewa. Für die Erziehung ihrer Kinder wurden über Jahre hinweg ausländische Gouvernanten und Sprachlehrer aus Deutschland, Großbritannien, Neuseeland, Österreich, Irland, Bosnien und Herzegowina sowie Südafrika engagiert. Die Kosten belaufen sich dabei offenbar auf mehrere Hunderttausend Dollar pro Jahr. Bereits im Jahr 2017 wurde mit der Suche nach ausländischem Personal begonnen. Schon als Kleinkind erhielt der ältere Sohn Unterricht in Englisch, Deutsch und Musik. Ziel war nicht nur das Erlernen von Vokabeln. Die Betreuer sollten rund um die Uhr eine fremdsprachige Umgebung schaffen. Nach internen Vorgaben sollte das Kind bereits im Vorschulalter Englisch auf dem Niveau eines gebildeten Europäers sprechen können. Für Deutsch galten ähnliche Erwartungen.

Besonders auffällig sind laut den uns vorliegenden Unterlagen die vertraglichen Vorgaben. Den Betreuern soll ausdrücklich untersagt worden sein, Themen rund um Homosexualität oder sexuelle Vielfalt anzusprechen. In einer Vertragsdiskussion wurde sogar vorgeschlagen festzuhalten, dass dem Jungen bei Rollenspielen ausschließlich männliche Namen und Rollen zugewiesen werden sollten. Die Organisation des Personals soll über Verwandte von Alina Kabajewa erfolgt sein. In den Dokumenten wurden die Eltern nicht namentlich erwähnt. Stattdessen war lediglich von der Familie oder den Eltern die Rede. Offiziell wurden die ausländischen Fachkräfte häufig als Übersetzer beschäftigt, wodurch Arbeitsgenehmigungen für hochqualifizierte Spezialisten möglich wurden.

Die Gehälter liegen teilweise bei bis zu 8.000 Dollar pro Monat. Zeitweise wurden fünf bis sechs ausländische Betreuer gleichzeitig beschäftigt. Allein dafür wurden den Unterlagen zufolge jährlich mehrere Hunderttausend Dollar aufgewendet

Bereits frühere Recherchen zeigten, dass die beiden Söhne Ivan und Wladimir weitgehend abgeschirmt leben. Sie besuchen demnach keine gewöhnlichen Schulen oder Kindergärten, stehen unter ständigem Schutz staatlicher Sicherheitskräfte und verbringen ihre Zeit überwiegend in Residenzen, auf Yachten oder in Privatflugzeugen. Kontakte zu Gleichaltrigen sollen nur sehr begrenzt stattfinden. Während die russische Führung nach außen regelmäßig traditionelle Werte und nationale Erziehung betont, zeigt sich hinter den Mauern dieser abgeschirmten Welt offenbar ein anderes Bild: Internationale Lehrer, westliche Sprachen und eine Erziehung, die für die meisten russischen Familien unerreichbar wäre.

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Wodka wird teurer – Russlands Alkoholmarkt gerät unter Druck
Wodka gehört in Russland fast schon zur wirtschaftlichen Grundausstattung. Umso bemerkenswerter ist eine Entwicklung, die inzwischen auch im Supermarktregal sichtbar wird. Nach Angaben des Branchenverbandes Rusprodsojus lag der durchschnittliche Einzelhandelspreis für Wodka Mitte Mai um 14,9 Prozent höher als noch ein Jahr zuvor. Allein seit Jahresbeginn stiegen die Preise um weitere 12,2 Prozent. Einer der wichtigsten Gründe ist die höhere Steuerbelastung auf Alkohol. Die Verbrauchssteuer auf hochprozentige Getränke wurde Anfang 2026 erneut angehoben. Für Produkte mit mehr als 18 Prozent Alkoholgehalt stieg der Satz von 740 auf 824 Rubel je Liter reinen Alkohols. Hinzu kommen steigende Kosten für Rohstoffe, Energie, Transport und zahlreiche weitere Bestandteile der Produktion.

Bemerkenswert ist dabei, dass die Nachfrage trotz der Preissteigerungen weiter wächst. In den ersten vier Monaten des Jahres stiegen die Wodkaverkäufe um 2,3 Prozent. Gleichzeitig sank die Produktion um 4,2 Prozent. Russische Hersteller decken derzeit rund zwei Drittel des heimischen Bedarfs ab. Die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage wird damit zunehmend sichtbar. Auch der Weinmarkt zeigt ungewöhnliche Entwicklungen. Die Produktion ging in sämtlichen wichtigen Kategorien zurück. Die Herstellung von Stillwein sank um 14,5 Prozent, Schaumwein um 13 Prozent und Likörwein sogar um 21,9 Prozent. Dennoch legten die Verkäufe von Schaumwein um 4,4 Prozent zu. Bei Stillwein und Likörwein ging die Nachfrage dagegen zurück.

Auffällig ist zudem die weiterhin starke Rolle ausländischer Anbieter. Fast die Hälfte aller verkauften Stillweine und rund ein Drittel der Schaumweine stammen aus dem Ausland. Während viele russische Branchen unter Sanktionen, Kriegskosten und steigenden Produktionsausgaben leiden, zeigt sich damit auch auf dem Alkoholmarkt ein Bild, das nicht ganz zu den offiziellen Erfolgsmeldungen passt. Die Preise steigen deutlich schneller als die Einkommen vieler Menschen. Und selbst dort, wo die Nachfrage stabil bleibt, wird das Angebot zunehmend knapper.

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Angriffe auf Infrastruktur
Sprit auf der Krim wird rationiert
Die Ukraine hat erneut Ölanlagen in mehreren Regionen in Russland mit Drohnen angegriffen. Unter Beschuss genommen worden seien ein Öllager am Asowschen Meer und eine Raffinerie an der Wolga, berichtete die Internetzeitung Ukrajinska Prawda. Auch eine Ölpipeline in der Region Kirow soll getroffen worden sein. Der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Krim, Sergej Aksjonow, kündigte am Wochenende an, der Spritverkauf werde nun eingeschränkt.

Benzin der Marke AI-95, entspricht Super in Europa, werde vorrangig an öffentliche Verkehrsmittel und Mobilitätsdienste für einkommensschwache Menschen abgegeben, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter der Region, Sergej Axjonow, mit.

Bürgerinnen und Bürger könnten den Treibstoff nur mit Bezugsschein tanken, dann ohne Mengenbegrenzung. Für die Marke AI-92 (Normal) gelte wiederum eine Obergrenze von 20 Litern. Tanken mit Kanistern sei verboten. Axjonow bat die Menschen, am Wochenende „kein Benzin zu horten und ihre Fahrzeuge wie gewohnt zu betanken“, wie das unabhängige russische Exilmedium Meduza berichtete.

Laut der Nachrichtenplattform Kyiv Independent erklärte Axjonow zudem, man rechne mit einer Stabilisierung der Lage innerhalb eines Monats.

Großbrand nach Angriff auf Öllager
Gründe für die Rationierungen nannte er nicht, doch dürften sie im Zusammenhang mit den wiederkehrenden ukrainischen Drohnenangriffen auf Energieinfrastruktur stehen.

 
Frankreich setzt im Atlantik russischen Tanker fest
Die französische Marine hat im Atlantik erneut einen aus Russland kommenden Erdöltanker festgesetzt. Der Tanker „Tagor“ sei gestern Früh in internationalen Gewässern mit Unterstützung Großbritanniens und weiterer Partner gestoppt worden, erklärte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron heut im Onlinedienst X.

„Es ist inakzeptabel, dass Schiffe internationale Sanktionen umgehen, das Seerecht verletzen und den Krieg finanzieren, den Russland seit mehr als vier Jahren gegen die Ukraine führt“, erklärte Macron. Zu seiner Mitteilung veröffentlichte der Präsident kurze Aufnahmen des Einsatzes.

Es war die vierte Aktion dieser Art durch Frankreich im Kampf gegen die russische „Schattenflotte“. Mit oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffen dieser Flotte umgeht Russland nach Überzeugung westlicher Staaten unter anderem Sanktionen gegen seine Ölexporte. Nach französischen Angaben zählen 800 bis 1.000 Schiffe zur „Schattenflotte“.

 
Russland verhängt Exportverbot für Kerosin
Die russische Regierung hat ein Exportverbot für Kerosin bis zum 30. November 2026 verhängt. Ziel sei es, die Stabilität auf dem heimischen Kraftstoffmarkt zu gewährleisten, teilte der Kreml heute mit.

Die Ukraine hatte zuletzt mit gezielten und effektiven Drohnenangriffen auf russische Raffinerien und Erdöllager die Treibstoffproduktion unter Druck gebracht.

Treibstoff auf der Krim rationiert
Erst am Wochenende hatte die ukrainische Armee erneut Ölanlagen in mehreren Regionen in Russland mit Drohnen angegriffen. Unter Beschuss gerieten Berichten zufolge ein Öllager nahe der Stadt Taganrog am Asowschen Meer und eine Raffinerie in Saratow an der Wolga.

 
Kinderfest mit Schilden und Gewehren
Recherchen zeigen, dass am Kinderschutztag in mehreren russischen Städten keine klassischen Familienfeste organisiert wurden, sondern Veranstaltungen gemeinsam mit Sicherheitsbehörden. In Wladiwostok lud die Nationalgarde auf das Gelände der Einheit „Wostok“ ein, die am Krieg gegen die Ukraine beteiligt war. Nach Angaben der Organisatoren zeigten Einsatzkräfte gemeinsam mit Kadetten Formationen und Vorgehensweisen zur Auflösung von Massenprotesten. Ergänzt wurde das Programm durch Übungen zur militärischen Grundausbildung. Kinder und Jugendliche konnten gepanzerte Fahrzeuge besichtigen, Waffen anfassen und Ausrüstung ausprobieren. Aufnahmen zeigen Scharfschützengewehre, Sturmgewehre, Maschinengewehre, Pistolen, Granaten und Drohnen. Während einzelner Programmpunkte sollten Jugendliche Waffen auseinandernehmen und wieder zusammensetzen. Zwischen den Vorführungen wurden Essen und Süßigkeiten verteilt. Die Bilder wirkten weniger wie ein gewöhnliches Kinderfest als wie ein Tag der offenen Tür staatlicher Sicherheitsstrukturen.
Auch in anderen Städten verlief der Tag ähnlich. In Nowosibirsk organisierten Mitarbeiter des Strafvollzugs Vorführungen mit simulierten Kampfsituationen. Kinder erhielten Schutzausrüstung und hielten Schilde in den Händen, wie sie bei der Auflösung von Protesten verwendet werden. In Jakutsk bot ein militärisch geprägtes Ausbildungszentrum auf einem Kinderfestival Übungen mit Drohnen, Waffen und Wiederbelebung an Trainingspuppen an. Nach außen wurde das als Freizeitprogramm dargestellt. Gleichzeitig standen Uniformen, Technik und Abläufe aus dem Sicherheitsapparat sichtbar im Mittelpunkt. Die Veranstaltungen richteten sich ausdrücklich an Schüler und verbanden Spiel, Demonstration und Ausbildungselemente. Beobachter sehen darin seit Jahren eine Entwicklung, bei der staatliche Institutionen versuchen, Sicherheitsorgane früh als vertrauten Teil des Alltags zu präsentieren.
Solche Bilder sind nicht neu. Bereits im Januar berichtete eine Schule in Syktywkar über einen Ausflug von Zweitklässlern in ein Museum des Strafvollzugs. Der Besuch wurde als besonders eindrucksvoll beschrieben. Hervorgehoben wurde damals sogar eine Strafzelle, die Kindern in Erinnerung geblieben sei. In dem Bericht wurde formuliert, solche Besuche könnten den Wunsch wecken, später selbst Verteidiger von Ordnung und Gerechtigkeit zu werden. Die aktuellen Veranstaltungen knüpfen an genau diese Entwicklung an. Aus einem Tag, der ursprünglich Schutz, Entwicklung und Freiheit von Kindern betonen sollte, wurde an mehreren Orten ein Tag, an dem Uniformen, Einsatztechnik und staatliche Autorität den Ton vorgaben.

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Die Kollegen mit langen Ohren
In einem psychiatrischen Krankenhaus vor den Toren von Paris stehen nicht nur Ärzte, Pflegekräfte und Therapieräume bereit. Dort warten auch Nono, Pitou, Oscar, Manolo und Malraux. Fünf Esel, die inzwischen Teil eines ungewöhnlichen Behandlungsansatzes geworden sind. Auf dem Gelände des Krankenhauses Ville-Evrard führen Patienten die Tiere spazieren, reinigen ihre Hufe, kümmern sich um Futter und verbringen Zeit mit ihnen. Für Außenstehende wirkt das zunächst unscheinbar. Für viele der Patienten ist es jedoch ein Moment, in dem sich etwas verändert. Nathalie, 60 Jahre alt, beschreibt das schlicht. Es verschaffe Erleichterung. Man höre auf, an alles andere zu denken. Pflegekräfte berichten von Menschen, die sich zunächst nicht aus einem Transportwagen bewegen wollten und nach wenigen Sitzungen neben ihrem Tier stehen, laufen und Nähe zulassen. Andere erzählen, dass sie durch die gemeinsamen Wege wieder Gespräche führen und Dinge tun, die ihnen im Alltag nicht mehr möglich erschienen. Die Teilnahme ist kostenlos und Teil der öffentlichen Gesundheitsversorgung in Frankreich. Ziel ist nicht Unterhaltung. Ziel ist, Menschen mit Depressionen, Angststörungen, Autismus, Schizophrenie oder anderen psychischen Belastungen wieder in Bewegung zu bringen, ohne jede Begegnung auf Symptome und Medikamente zu reduzieren.

Begonnen hat das Projekt 2016 mit Ermelinda Hadey, einer psychiatrischen Pflegekraft, und ihrem Mann François Hadey. Einige der Tiere stammen selbst aus schlechten Haltungsbedingungen. Seit 2022 besitzt die Einheit offiziellen Status innerhalb des Krankenhauses und beschäftigt eigene Pflegekräfte. Inzwischen gehören auch Meerschweinchen, Hühner, Tauben, Ziegen, Schildkröten und Kaninchen zum Angebot. Die Sitzungen werden an die jeweiligen Patienten angepasst, kleinere Tiere können sogar direkt in die Zimmer gebracht werden. François Hadey beschreibt Esel als ruhig, aufmerksam und sehr empfänglich für Stimmungen. Seine Frau erklärt den therapeutischen Gedanken dahinter deutlich konkreter. Wer ein Tier füttert, spricht oft plötzlich über das eigene Essverhalten. Wer Fell oder Hufe pflegt, beschäftigt sich wieder mit der eigenen Körperpflege. Viele Patienten erhalten starke Medikamente und verlieren Antrieb und Struktur. Genau dort entstehe oft der Zugang. Niemand behauptet, ein Esel ersetze Medizin oder einen Arzt. Aber nach Ansicht der Beteiligten kann er dabei helfen, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zurückzugewinnen. Was noch fehlt, sagen sie selbst, sind mehr wissenschaftliche Untersuchungen. Die Rückmeldungen der Patienten seien da. Die Erfahrungen des Personals ebenfalls. Nur die Daten müssten folgen.

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Da wird der AfD-Abordnung der Arsch auf Grundeis gehen . Ein Video habe ich im Ukraine-Thread gepostet
Drohnenangriff auf Sankt Petersburg
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch die russische Stadt St. Petersburg mit Drohnen angegriffen. Ziel sei ein Ölterminal gewesen, so Selenskyj. Russland meldete Schäden an der Infrastruktur, es soll auch Verletzte geben. Der Angriff fand unmittelbar vor dem Start eines von Präsident Wladimir Putin ausgerichteten Wirtschaftsgipfels statt. Moskau kündigte unterdessen neue Angriffe auf die Ukraine an.

Am Stadtrand waren dichte graue Rauchwolken zu sehen. Schon zuvor wurde bekannt, dass der Flugverkehr auf dem St. Petersburger Flughafen Pulkowo vorübergehend eingestellt wurde. Nach Angaben des Gouverneurs Alexander Beglow wurden Teile der Infrastruktur in mehreren Bezirken beschädigt und mehrere Menschen verletzt, Tote gibt es keine.

Getroffen worden sei neben dem Ölterminal auch ein rein militärisches Ziel im Stadtbezirk Kronstadt, wo die russische Kriegsflotte ihren Stützpunkt in der Ostsee hat, so Selenskyj. Der ukrainische Generalstab teilte mit, dass erste Informationen auf Treffer von Schiffen und Infrastruktur in Kronstadt hindeuteten. Via Telegram teilte das ukrainische Militär mit, man habe ein Kriegsschiff der russischen Ostsee-Flotte getroffen. An Bord der Korvette „Boikij“ sei ein Großbrand ausgelöst worden, hieß es.

 
Der Krieg am Tag des Forums
Am Eröffnungstag des Petersburger Wirtschaftsforums meldete die Stadt einen massiven Drohnenangriff mit 59 abgeschossenen Flugkörpern; in mehreren Bezirken waren Explosionen zu hören, vier Menschen wurden verletzt und in Kronstadt Anlagen getroffen, nach ukrainischer Darstellung der Seeterminal und im Hafen die Korvette Boiki, die zuvor Schiffe der Schattenflotte durch den Ärmelkanal begleitet hatte. Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, der Krieg dauere gerade deshalb an, damit es keine Angriffe wie diesen gebe, ein Satz, der sich selbst widerlegt.

An der Front kommt Russland weiter nur in Quadratkilometern voran; bei Lyman bleibt das Umfassen Slowjansks hinter dem Zeitplan zurück, bei Kostjantyniwka sickern die Truppen in den Norden, während der ukrainischen Verteidigung die Soldaten fehlen. In der vergangenen Woche wuchs die besetzte Fläche um 21 Quadratkilometer, die Zahl der Gefechte stieg auf täglich rund 154. Der Preis steht in den Meldungen daneben: beim Angriff auf Kiew 22 Tote und 130 Verletzte, in Sumy ein 72-Jähriger und fünfzehn Verletzte, darunter Kinder, in Charkiw weitere Opfer, und in Jenakijewe traf eine Drohne einen Linienbus, acht Menschen starben. Ukrainische Schläge erreichten Raffinerien tief im Hinterland und den Stab der Schwarzmeerflotte in Sewastopol.

Zugleich wird der Treibstoff knapp, in Belgorod, Kursk, Moskau, Petersburg und auf der Krim ist Benzin rationiert, weil ukrainische Drohnen den Landkorridor zur Halbinsel unter Feuer halten. Russlands Produktion von Fluggerät stieg im April um 117 Prozent, das schwere Gerät stockt bei vier. So sieht ein einziger Tag dieses Krieges aus, gemessen in wenigen Quadratkilometern und in vielen Toten.

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Putin zeigt sich bei Wirtschaftsforum siegesgewiss
Kreml-Chef Wladimir Putin beharrt auf seiner Forderung nach einer vollständigen russischen Kontrolle der Gebiete Donezk und Luhansk als Voraussetzung für einen Frieden in der Ukraine. Die Forderung sei kein Widerspruch zu der postulierten Dialogbereitschaft, sagte Putin gestern beim Treffen mit ausländischen Nachrichtenagenturen am Rande des mehrtägigen Wirtschaftsforums in St. Petersburg.

Der russische Präsident wiederholte dabei alte Thesen: Russland greife auf ganzer Front an, sagte er. Der Ukraine wiederum fehlten Soldaten, weil die monatlichen Verluste und Desertationen bei Weitem die Neurekrutierungen überstiegen.

Forderungen nach gesamten Donbas
Der russische Präsident verwies zur Begründung seiner Forderung nach dem gesamten Donbas auch auf Gebietsgewinne, die das russische Militär seinen Angaben nach ständig mache. Dabei liegt die von ihm angegebene Zahl von 2.440 Quadratkilometern ebenfalls deutlich über Kiews Angaben.

 
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