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Hätte es den Balkan und die enge Kooperation mit Serbien in den 1990er Jahren nicht gegeben, hätten sich die russischen Netzwerke schlicht in die Schnittstellenländer Mitteleuropas, Steueroasen und westeuropäische Metropolen verlagert, in denen sie ohnehin bereits massiv aktiv waren.
Der Balkan war für russische Akteure in den 90er Jahren zwar eine logistische Route (etwa für den Schmuggel), aber als Versteck für Geld und Personen spielten Tschechien, Zypern, das Baltikum und Spanien eine weitaus strategischere Rolle
Die Kooperation zwischen den USA und Russland im Weltall ist tatsächlich eines der faszinierendsten Paradoxe der modernen Geopolitik. Selbst während der schwersten diplomatischen Krisen, wie nach der Annexion der Krim 2014 oder dem Beginn des Ukraine-Kriegs 2022, blieb die Zusammenarbeit auf der Internationalen Raumstation (ISS) weitgehend stabil.
Die ISS ist so gebaut, dass die beiden Segmente (das amerikanische und das russische) nicht unabhängig voneinander überleben können. Sie sind wie siamesische Zwillinge. Die USA liefern den lebenswichtigen Strom, während Russland die Triebwerke zur Kurskorrektur steuert. Keine Seite kann die Station ohne die andere betreiben, weshalb sie trotz schwerster politischer Krisen am Boden zur Zusammenarbeit verdammt sind.