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Gegen Alexei Maruschtschenko, den wegen Betrugs festgenommenen Kommandeur des privaten Militäreinheit „Jastreb“, wurde eine Klage auf Schadenersatz in Höhe von 36 Millionen Rubel eingereicht. Die Klage stammt von den Angehörigen des Soldaten Raschid Adschijew, der auf Befehl des Angeklagten getötet worden war.

Maruschtschenko wird vorgeworfen, Vertragssoldaten durch Betrug um Millionenbeträge gebracht sowie Militärangehörige, die ihm den Gehorsam verweigerten, getötet und entführt zu haben. Der Angeklagte hat sich schuldig bekannt und eine Verständigung mit der Staatsanwaltschaft getroffen.


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Putins hybrider Krieg
Ist Österreich auf "aktive Maßnahmen" wie jetzt am Flughafen in Leipzig vorbereitet?

Neben einem ukrainischen Frachtflugzeug auf dem Flughafen von Leipzig wird eine Drohne mit Sprengstoff entdeckt. Sie ist nur deshalb nicht explodiert, weil der Zünder versagte.

Dreimal darf man raten, welche ausländische Macht hinter diesem Anschlag steckt. Und hinter einer ganzen Reihe anderer, die in halb Europa, aber vor allem in Deutschland entweder mit technischen Mitteln oder sogenannten "Wegwerfagenten" durchgeführt wurden.

Putins Kriegsführung
Jeder, der nur einen Funken Ahnung vom Funktionieren des russischen Staates mit einem ehemaligen KGB-Major an der Spitze hat, hegt keinen Zweifel, dass es sich hier um eine hybride Kriegsführung Putins gegen den Westen handelt. Der Westen, Deutschland, unterstützt die Ukraine und da liegt wirklich nahe, wer hinter den Anschlägen steht.

Österreich braucht sich gar nicht einbilden, dass es hier nicht ebenfalls auf einer potenziellen Aktionsliste steht. Die Unterwanderung durch Einflussagenten im Dienste Moskaus kann man als gegeben ansehen. Wenn aber Putin der Meinung sein sollte, dass Österreich, das an einer europäischen Nachschublinie der Nato liegt, entsprechend behandelt werden muss, dann werden auch wir "aktive Maßnahmen" erleben. Der Militärhistoriker Franz-Stefan Gady hat ein entsprechendes Szenario entwickelt – und einen entsprechenden Einsatzplan der Regierung gefordert. Gibt's den eigentlich ? (Hans Rauscher, 6.8.2026)

 
US-Geheimdienste ändern ihre Einschätzung: Putin könnte NATO mit begrenztem Angriff testen
Die amerikanischen Geheimdienste halten einen begrenzten russischen Angriff auf ein NATO-Land inzwischen für möglich und ändern damit eine Einschätzung, die noch vor wenigen Monaten deutlich anders ausfiel. Bislang gingen die USA davon aus, dass Wladimir Putin während des laufenden Krieges gegen die Ukraine keine direkte Konfrontation mit einem NATO-Staat riskieren werde. Diese Einschätzung wurde Anfang dieses Jahres geändert. Untersucht werden inzwischen Szenarien vom schweren Cyberangriff über den Einsatz nicht gekennzeichneter bewaffneter Gruppen bis zu einem begrenzten russischen Vorstoß auf NATO-Gebiet an der Ostflanke.

Als möglicher Zeitraum gilt bereits der Herbst dieses Jahres bis 2029. Ein russischer Landangriff wird weiterhin als wenig wahrscheinlich bewertet, doch das Risiko steigt nach Einschätzung der US-Dienste mit jedem weiteren Jahr. Washington beobachtet dabei, dass Russland seine Angriffe und Provokationen gegenüber europäischen NATO-Staaten bereits verstärkt hat. Russische Marschflugkörper schlugen in Polen ein, Drohnen drangen nach Rumänien ein, im Mai traf eine russische Drohne dort sogar ein Wohnhaus. US-Beamte sehen darin mögliche Tests, wie weit Moskau gehen kann und wie geschlossen das Bündnis reagiert. Sollte Putin einen begrenzten Angriff wagen, könnte sein Ziel darin bestehen, die NATO zu spalten und vor allem herauszufinden, ob die Vereinigten Staaten tatsächlich militärisch für einen europäischen Verbündeten eintreten. Besonders schwierig wären Angriffe unterhalb eines offenen russischen Einmarsches. Artikel 5 verpflichtet die NATO zur gemeinsamen Verteidigung nach einem bewaffneten Angriff, bei Cyberangriffen, verdeckten bewaffneten Gruppen und anderen hybriden Operationen ist die Reaktion wesentlich weniger eindeutig. Genau dort könnte Moskau versuchen, Grenzen auszutesten. Gleichzeitig wächst in Washington die Sorge, dass die USA ausgerechnet in einer solchen Lage bei wichtigen Waffen deutlich weniger Reserven besitzen als noch vor wenigen Jahren. Lieferungen an die Ukraine und der Krieg mit Iran haben große Mengen amerikanischer Munition verbraucht. Betroffen sind unter anderem weitreichende Präzisionsraketen, ATACMS-Raketen und Stinger-Flugabwehrraketen. Auch bei Patriot-, SM-3- und THAAD-Abfangraketen sind die Bestände stark gefallen, ebenso bei THAAD-Radaren und Teilen der bodengebundenen Flugabwehr. Besonders deutlich wird das beim Patriot-System.

Eine aktuelle Untersuchung schätzt, dass die USA allein im Iran-Krieg zwischen 1.060 und 1.430 Patriot-Abfangraketen eingesetzt haben könnten. Danach könnten nur noch etwa 870 dieser Raketen im amerikanischen Bestand vorhanden sein. Das Pentagon weist Berichte über einen Munitionsmangel zurück. Pentagon-Sprecher Sean Parnell erklärte, die USA verfügten über alles, was notwendig sei, um jederzeit und an jedem vom Präsidenten bestimmten Ort zuzuschlagen. Auch das Weiße Haus spricht von mehr als ausreichenden Beständen, während Donald Trump gleichzeitig die Rüstungsindustrie zu einer schnelleren Produktion von Munition drängt. Hinter den Kulissen wird das Problem jedoch längst diskutiert. General Dan Caine, Vorsitzender der Vereinigten Stabschefs, warnte das Weiße Haus bereits vor sinkenden Beständen bei Flugabwehrraketen. Für einen erneuten großen Angriff auf Iran würden die vorhandenen Reserven wahrscheinlich noch ausreichen, doch das zusätzliche Risiko wächst. Waffen wie PrSM, ATACMS und Stinger wären gleichzeitig entscheidend, sollte ein russischer Angriff auf NATO-Gebiet tatsächlich mit Bodentruppen erfolgen. Und Washington schaut nicht nur nach Europa. Jede weitere Rakete, die im Nahen Osten verschossen wird, fehlt auch für eine mögliche Auseinandersetzung mit China im westlichen Pazifik. Genau deshalb trifft die neue Geheimdiensteinschätzung die USA zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt: Russland könnte in den kommenden Jahren versuchen, herauszufinden, wie weit es gegen die NATO gehen kann, während Washington gleichzeitig rechnen muss, wie viele der Waffen noch vorhanden sind, die im Ernstfall gebraucht würden.

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YouTube löscht Kanäle der ultrarechten „Russischen Gemeinschaft“ – mehr als 1,2 Millionen Abonnenten betroffen
YouTube hat den Hauptkanal und den Reservekanal der ultrarechten nationalistischen Organisation „Russische Gemeinschaft“ gelöscht. Der Hauptkanal hatte nach Angaben des Koordinators der Bewegung, Andrei Tkatschuk, mehr als 1,2 Millionen Abonnenten, der Ersatzkanal weitere 50.000. YouTube begründete die Sperrung demnach mit seinen Regeln gegen die Unterstützung und Verbreitung extremistischer und krimineller Organisationen. Tkatschuk erklärte die Entscheidung dagegen umgehend für politisch und behauptete, YouTube kämpfe nicht gegen Extremisten oder Kriminelle, sondern gegen Russen, die ein starkes Russland nach dem Vorbild des früheren Russischen Imperiums wollten. Hinter der Sperre stünden seiner Darstellung nach „russophobe Angelsachsen“, die versuchten, das russische Volk „zu erwürgen“. Als Begründung führt die Organisation an, dass sie weder von russischen noch von internationalen Gerichten als extremistisch oder kriminell eingestuft worden sei. Für eine Sperrung auf YouTube ist eine solche Gerichtsentscheidung allerdings nicht zwingend erforderlich. Die Plattform verbietet auch Inhalte, die zu Gewalttaten gegen einzelne Personen oder Gruppen aufrufen.

Die „Russische Gemeinschaft“ entstand 2021 und wurde vor allem durch ihre Aktionen gegen Migranten bekannt. Mitglieder der Bewegung organisieren Razzien, wenden dabei Gewalt an und melden Menschen bei Behörden, wenn diese ihnen wegen ihrer ethnischen Herkunft missfallen. Gleichzeitig führt die Organisation Kampagnen gegen Abtreibungen und meldet Veranstaltungen, die aus ihrer Sicht nicht den sogenannten „traditionellen Werten“ entsprechen. Besonders brisant sind die eigenen Angaben über Kontakte zum russischen Sicherheitsapparat. Pawel Omelnizki aus der Jaroslawler Gruppe erklärte bereits im Juni 2024 gegenüber dem russischen Dienst der BBC, Aktionen würden mit dem FSB und dem Ermittlungskomitee abgestimmt. Auch innerhalb russischer Sicherheitskreise wird die Organisation mit dem FSB in Verbindung gebracht. Danach werden Aktionen nicht nur mit der Polizei abgesprochen, Mitglieder können offenbar auch Aufgaben für Sicherheitsbehörden übernehmen.

Es gibt zudem Hinweise darauf, dass die „Russische Gemeinschaft“ von Beginn an unter Betreuung des FSB aufgebaut wurde. Damit trifft die Löschung bei YouTube nicht irgendeinen kleinen nationalistischen Kanal, sondern eine Organisation mit mehr als einer Million Zuschauern, Straßenaktionen gegen Migranten und offen beschriebenen Verbindungen zu russischen Sicherheitsorganen.

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Russischer Antikriegspartei droht Wahlausschluss
Russlands oberstes Gericht prüft den Ausschluss der einzigen Partei im Land, die sich offen gegen den Krieg in der Ukraine stellt, von der Parlamentswahl im September. Eine entsprechende Klage der kremltreuen nationalistischen Partei Rodina (Heimatland) gegen die Partei Jabloko werde am Montag vor Gericht verhandelt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur TASS heute.

Rodina-Chef Alexej Schurawljow erklärte TASS zufolge, Jabloko sei eine vom Westen unterstützte Bewegung, die darauf abziele, die Wahlen und Russland selbst zu diskreditieren. Jabloko wies die Vorwürfe als verleumderisch zurück und kündigte eine Gegenklage an, um den eigenen Ruf zu schützen.

Es wird erwartet, dass die dominierende und Präsident Wladimir Putin unterstützende Partei Einiges Russland die Wahlen klar gewinnen wird. Im Juli war der kriegskritische Politiker Boris Nadeschdin, der ebenfalls für das Parlament kandidieren wollte, als „ausländischer Agent“ eingestuft worden. Er hat das Land inzwischen verlassen.

 
Russland will die Familie des „fröhlichen Milchbauern“ loswerden – nun trifft es einen Mann, der das Land jahrelang verteidigte
Justas Walker wurde in Russland als der „fröhliche Milchbauer“ bekannt, jetzt droht seiner Familie die Ausweisung aus dem Land, das der Amerikaner jahrzehntelang zu seiner Heimat gemacht hat. Am 7. August veröffentlichte Walker ein fünfminütiges Video mit dem Titel „Unsere Familientragödie“ und berichtete, die russische Migrationsbehörde habe die Aufenthaltserlaubnis seiner Familie annulliert und verlange die Ausreise. Wer genau aus der Familie betroffen ist, sagte er nicht. Walker lebt nach eigenen Angaben seit 1994 in Russland, heiratete dort, seine Kinder wurden dort geboren, seit zehn Jahren betreibt er eine Farm im Altai. Noch in diesem Jahr habe die Familie praktisch ihr gesamtes verfügbares Geld in den weiteren Ausbau ihres Projekts gesteckt. Nun bittet er seine Anhänger, für die Familie zu beten.

Berühmt wurde Walker 2014, als das russische Staatsfernsehen über Putins Lebensmittelembargo als Antwort auf die westlichen Sanktionen nach der Annexion der Krim und dem Beginn des Krieges im Donbass berichtete. Walker erklärte damals, warum russische Produzenten künftig bessere Chancen gegen europäische Konkurrenz hätten, und brach bei dem Gedanken an nicht mehr erhältlichen italienischen Käse in schallendes Gelächter aus. Das Staatsfernsehen machte daraus den „fröhlichen Milchbauern“, und Walker wurde zu einem der bekanntesten amerikanischen Russland-Auswanderer. Seine Begeisterung für Russland hinderte ihn später allerdings nicht daran, die Behörden anzugreifen. Im März 2026 warf er dem Landwirtschaftsministerium nach der massenhaften Tötung von Vieh „Drohungen, Verbote und bürokratischen Druck“ vor und beschuldigte es, kleine und mittlere Landwirtschaftsbetriebe zerstören zu wollen.

Bereits 2024 hatte er sich im Altai einem Protest gegen Goldabbau angeschlossen. Schon 2019 forderte ausgerechnet der Mann, der durch Putins Lebensmittelboykott berühmt geworden war, dessen Abschaffung, weil Abschottung kurzfristig Wachstum bringe, langfristig aber Stillstand verursache. Merkwürdig bleibt sein Aufenthaltsstatus. Medien berichteten bereits 2021 über die Annullierung seiner Aufenthaltserlaubnis, während Walker später selbst erklärte, russischer Staatsbürger zu sein und deshalb gar nicht abgeschoben werden zu können. Die Familie reiste zwischenzeitlich sogar gemeinsam in die USA. Was davon heute rechtlich gilt, dürfte Walker am Montag erfahren, wenn die Behörden ihn zu einem Gespräch und zur Übergabe konkreter Unterlagen bestellt haben. Der Mann, dessen Lachen einst hervorragend in die staatliche Geschichte vom Nutzen der Abkehr vom Westen passte, wartet nun selbst darauf, ob Russland seine Familie noch im Land haben will.

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Russland will die Familie des „fröhlichen Milchbauern“ loswerden – nun trifft es einen Mann, der das Land jahrelang verteidigte
Justas Walker wurde in Russland als der „fröhliche Milchbauer“ bekannt, jetzt droht seiner Familie die Ausweisung aus dem Land, das der Amerikaner jahrzehntelang zu seiner Heimat gemacht hat. Am 7. August veröffentlichte Walker ein fünfminütiges Video mit dem Titel „Unsere Familientragödie“ und berichtete, die russische Migrationsbehörde habe die Aufenthaltserlaubnis seiner Familie annulliert und verlange die Ausreise. Wer genau aus der Familie betroffen ist, sagte er nicht. Walker lebt nach eigenen Angaben seit 1994 in Russland, heiratete dort, seine Kinder wurden dort geboren, seit zehn Jahren betreibt er eine Farm im Altai. Noch in diesem Jahr habe die Familie praktisch ihr gesamtes verfügbares Geld in den weiteren Ausbau ihres Projekts gesteckt. Nun bittet er seine Anhänger, für die Familie zu beten.

Berühmt wurde Walker 2014, als das russische Staatsfernsehen über Putins Lebensmittelembargo als Antwort auf die westlichen Sanktionen nach der Annexion der Krim und dem Beginn des Krieges im Donbass berichtete. Walker erklärte damals, warum russische Produzenten künftig bessere Chancen gegen europäische Konkurrenz hätten, und brach bei dem Gedanken an nicht mehr erhältlichen italienischen Käse in schallendes Gelächter aus. Das Staatsfernsehen machte daraus den „fröhlichen Milchbauern“, und Walker wurde zu einem der bekanntesten amerikanischen Russland-Auswanderer. Seine Begeisterung für Russland hinderte ihn später allerdings nicht daran, die Behörden anzugreifen. Im März 2026 warf er dem Landwirtschaftsministerium nach der massenhaften Tötung von Vieh „Drohungen, Verbote und bürokratischen Druck“ vor und beschuldigte es, kleine und mittlere Landwirtschaftsbetriebe zerstören zu wollen.

Bereits 2024 hatte er sich im Altai einem Protest gegen Goldabbau angeschlossen. Schon 2019 forderte ausgerechnet der Mann, der durch Putins Lebensmittelboykott berühmt geworden war, dessen Abschaffung, weil Abschottung kurzfristig Wachstum bringe, langfristig aber Stillstand verursache. Merkwürdig bleibt sein Aufenthaltsstatus. Medien berichteten bereits 2021 über die Annullierung seiner Aufenthaltserlaubnis, während Walker später selbst erklärte, russischer Staatsbürger zu sein und deshalb gar nicht abgeschoben werden zu können. Die Familie reiste zwischenzeitlich sogar gemeinsam in die USA. Was davon heute rechtlich gilt, dürfte Walker am Montag erfahren, wenn die Behörden ihn zu einem Gespräch und zur Übergabe konkreter Unterlagen bestellt haben. Der Mann, dessen Lachen einst hervorragend in die staatliche Geschichte vom Nutzen der Abkehr vom Westen passte, wartet nun selbst darauf, ob Russland seine Familie noch im Land haben will.

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Russland will die Familie des „fröhlichen Milchbauern“ loswerden – nun trifft es einen Mann, der das Land jahrelang verteidigte
Justas Walker wurde in Russland als der „fröhliche Milchbauer“ bekannt, jetzt droht seiner Familie die Ausweisung aus dem Land, das der Amerikaner jahrzehntelang zu seiner Heimat gemacht hat. Am 7. August veröffentlichte Walker ein fünfminütiges Video mit dem Titel „Unsere Familientragödie“ und berichtete, die russische Migrationsbehörde habe die Aufenthaltserlaubnis seiner Familie annulliert und verlange die Ausreise. Wer genau aus der Familie betroffen ist, sagte er nicht. Walker lebt nach eigenen Angaben seit 1994 in Russland, heiratete dort, seine Kinder wurden dort geboren, seit zehn Jahren betreibt er eine Farm im Altai. Noch in diesem Jahr habe die Familie praktisch ihr gesamtes verfügbares Geld in den weiteren Ausbau ihres Projekts gesteckt. Nun bittet er seine Anhänger, für die Familie zu beten.

Berühmt wurde Walker 2014, als das russische Staatsfernsehen über Putins Lebensmittelembargo als Antwort auf die westlichen Sanktionen nach der Annexion der Krim und dem Beginn des Krieges im Donbass berichtete. Walker erklärte damals, warum russische Produzenten künftig bessere Chancen gegen europäische Konkurrenz hätten, und brach bei dem Gedanken an nicht mehr erhältlichen italienischen Käse in schallendes Gelächter aus. Das Staatsfernsehen machte daraus den „fröhlichen Milchbauern“, und Walker wurde zu einem der bekanntesten amerikanischen Russland-Auswanderer. Seine Begeisterung für Russland hinderte ihn später allerdings nicht daran, die Behörden anzugreifen. Im März 2026 warf er dem Landwirtschaftsministerium nach der massenhaften Tötung von Vieh „Drohungen, Verbote und bürokratischen Druck“ vor und beschuldigte es, kleine und mittlere Landwirtschaftsbetriebe zerstören zu wollen.

Bereits 2024 hatte er sich im Altai einem Protest gegen Goldabbau angeschlossen. Schon 2019 forderte ausgerechnet der Mann, der durch Putins Lebensmittelboykott berühmt geworden war, dessen Abschaffung, weil Abschottung kurzfristig Wachstum bringe, langfristig aber Stillstand verursache. Merkwürdig bleibt sein Aufenthaltsstatus. Medien berichteten bereits 2021 über die Annullierung seiner Aufenthaltserlaubnis, während Walker später selbst erklärte, russischer Staatsbürger zu sein und deshalb gar nicht abgeschoben werden zu können. Die Familie reiste zwischenzeitlich sogar gemeinsam in die USA. Was davon heute rechtlich gilt, dürfte Walker am Montag erfahren, wenn die Behörden ihn zu einem Gespräch und zur Übergabe konkreter Unterlagen bestellt haben. Der Mann, dessen Lachen einst hervorragend in die staatliche Geschichte vom Nutzen der Abkehr vom Westen passte, wartet nun selbst darauf, ob Russland seine Familie noch im Land haben will.

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Tja, es gibt ein russisches Sprichwort über das Heimatland, dessen Wahrheit Russlands Liebhaber und Russlandversteher früher oder später am eigenen Leib erfahren: „Wohin du sie auch küsst, ist überall Arsch“ :lol:
 
Russland bleibt Amerikas wichtigster Uranlieferant – Trotz Sanktionen wächst die Abhängigkeit weiter
Washington spricht seit Jahren davon, sich aus der energiepolitischen Abhängigkeit von Russland zu lösen. Die neuesten Zahlen zeigen jedoch genau das Gegenteil. Recherchen zeigen auf, das Russland auch 2025 der größte Lieferant von angereichertem Uran für amerikanische Kernkraftwerke. Rund 3,28 Millionen sogenannte Separationsarbeitseinheiten entfielen auf russische Unternehmen. Das entspricht 26 Prozent aller in den Vereinigten Staaten eingekauften Anreicherungsleistungen. Vor zehn Jahren lag der Anteil noch bei 17 Prozent. Während die politische Rhetorik immer schärfer wird, wächst die tatsächliche Bedeutung Russlands für einen der wichtigsten Bereiche der amerikanischen Energieversorgung weiter. Zwar verabschiedeten die USA bereits 2024 ein Gesetz, das den Import russischen Urans grundsätzlich verbietet.

Gleichzeitig räumte der Kongress dem Energieministerium jedoch weitreichende Ausnahmen ein. Solange keine ausreichenden Alternativen vorhanden sind oder nationale Interessen berührt werden, dürfen amerikanische Betreiber weiterhin Brennstoff aus Russland beziehen. Diese Sonderregelungen laufen erst Anfang 2028 aus. Genau bis dahin wollte Washington den vollständigen Ausstieg geschafft haben. Inzwischen halten selbst Branchenbeobachter dieses Ziel kaum noch für realistisch. Der Grund liegt in den Zahlen. Im vergangenen Jahr stammten 77 Prozent aller Anreicherungsleistungen für amerikanische Kernkraftwerke aus dem Ausland. Eigene Kapazitäten reichen bei Weitem nicht aus, um den Bedarf kurzfristig zu decken. Gleichzeitig setzt die Trump-Regierung auf einen massiven Ausbau der Kernenergie, die bereits heute rund ein Fünftel des amerikanischen Stroms liefert. Damit steigt der Bedarf an Brennstoff weiter, während gleichzeitig neue Strafzölle und Handelskonflikte den Aufbau alternativer Lieferketten erschweren. Ausgerechnet die Regierung, die wirtschaftliche Unabhängigkeit zum politischen Leitmotiv erklärt, stößt damit an eine Grenze, die sich nicht per Dekret beseitigen lässt. Von dieser Lage profitiert vor allem Russland. Nach Berechnungen der Umweltorganisation Bellona brachten allein die Lieferungen von angereichertem Uran in die Vereinigten Staaten Moskau im Jahr 2025 mehr als eine Milliarde Dollar ein.

Unter der Regierung Biden lagen die Einnahmen noch bei rund 624 Millionen Dollar. Auch Europa kommt von russischem Uran nicht los. Russland bleibt der größte Lieferant für die Europäische Union. Zwar sank der Marktanteil 2024 von 38 auf 24 Prozent, doch vielerorts fehlt weiterhin Ersatz. Erst vergangene Woche genehmigten die Bundesregierung und das niedersächsische Umweltministerium die Erweiterung der Brennelementefabrik in Lingen auf Grundlage einer Lizenz des russischen Rosatom-Unternehmens TVEL. Die Begründung fiel bemerkenswert offen aus. Da die Europäische Union Rosatom bis heute nicht sanktioniert hat, sahen die deutschen Behörden nach eigenen Angaben keine rechtliche Möglichkeit, die Zusammenarbeit zu untersagen. Hinter den politischen Erklärungen über Härte gegenüber Moskau bleibt damit eine Realität bestehen, die sich kaum verändert hat. Ohne russisches Uran laufen bis heute zahlreiche Reaktoren in den Vereinigten Staaten und Europa nicht.

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Ist das nicht ein Beweis das Russland und USA hinter den Kulissen gemeinsame Sachen machen?
 
Putin! Putin! Putin!

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Nachrichten aus der Irrenanstalt
Heute wurde bekannt gegeben, dass der Ball, den Putin gestern gekickt hat, in das Museum der „Bewegung der Ersten“ – des russischen Pendants zur Hitlerjugend – verlegt wird.

Na dann sollen sie mit Putin untergehen. Genau diese Starre wird den Russen den Hintern kosten.
 
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