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Nachrichten Russland

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Die litauischen Behörden erklären, dass es sich bei dem Brandstiftungsversuch an einer Starlink-Station um einen Sabotageakt Russlands gehandelt habe. Der Vorfall ereignete sich gegen 2 Uhr nachts am Stadtrand von Vilnius; das Feuer konnte rasch gelöscht werden, und es läuft eine Fahndung nach den Verdächtigen.

„Wir gehen davon aus, dass es sich nicht um eine gewöhnliche Brandstiftung, sondern um einen Sabotageakt handelte“, erklärte Vilmantas Vitkauskas, Leiter des Nationalen Krisenmanagementzentrums. Ihm zufolge steht dieser Vorfall im Zusammenhang mit früheren Brandstiftungsversuchen an Starlink-Stationen in Bulgarien und Polen. „Dies ist Teil der russischen Bemühungen, den Betrieb von Starlink zu stören und den Erfolg ukrainischer Operationen zu beeinträchtigen. Das Ziel ist die Ukraine.“
 
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Rumänische F-16-Kampfjets haben 2 Drohnen abgeschossen, die in den rumänischen Luftraum eingedrungen waren.
Radarsysteme orteten eine Gruppe von Luftzielen etwa 120 Kilometer östlich der ukrainischen Schlangeninsel im Schwarzen Meer. Die Objekte bewegten sich in südwestlicher Richtung. Die rumänische Luftwaffe entsandte daraufhin F-16-Kampfjets. Als die beiden Drohnen die Landesgrenze überschritten, wurden sie abgeschossen.
Bukarest informierte seine NATO-Verbündeten sowie EU-Partner. Auf Initiative Rumäniens findet am Dienstag eine Sitzung des Nordatlantikrats statt, die sich mit der Verteidigung und der Abschreckung von Bedrohungen im Schwarzen Meer befasst.

Unterdessen sind in den letzten 24 Stunden 5 russische Drohnen in Moldavien abgestürzt.

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Im Oktober kam es im Schwarzen Meer zu einer beispiellosen Serie von Drohnenangriffen auf zivile Schiffe; innerhalb von 10 Tagen wurden mindestens 7 Handelsschiffe angegriffen, von denen 3 sanken. Der Schwerpunkt der Vorfälle verlagerte sich dabei in die Hoheitsgewässer von Bulgarien und Rumänien. Die ukrainische Führung, die EU sowie Analysten des „Institute for the Study of War“ (ISW) erklären unmissverständlich, dass die russischen Streitkräfte hinter den Angriffen stecken. Ein stiller Krieg zwischen Russland und der NATO hat somit faktisch bereits begonnen.
 
„Verschwinde, oder wir sperren dich ein“: Moskaus Geheimdienst entdeckt die alte Kunst der Vertreibung
Eine Zelle kostet den Kreml manchmal mehr als ein Flugticket. Ein inhaftierter Künstler zieht Aufmerksamkeit auf sich, ein vertriebener verliert sein Publikum. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB scheint diese Rechnung wieder häufiger aufzumachen. Den Betroffenen wird die Alternative mitunter persönlich mitgeteilt. Sie können gehen. Bleiben sie, droht Gefängnis. Die Behörden ersparen sich einen aufsehenerregenden Prozess.

Im August 2026 erzählte Margarita Konowalowa alias Rita Flores, früher Mitglied von Pussy Riot, wie sie 2023 unter Druck zur heimlichen Mitarbeiterin des FSB geworden sei. 3 Jahre lang habe sie Informationen über Künstler und Aktivisten gesammelt, über deren Pläne und Gewohnheiten. Ihr Auftrag habe sich unter anderem auf Pawel Krissewitsch und den Straßenkünstler Philippenzo bezogen. Beide verließen später Russland. Flores räumte ein, auf Weisung ihres Führungsoffiziers selbst auf ihre Ausreise hingewirkt zu haben. Für den Mann beim Geheimdienst habe die Entscheidung schlicht gelautet: fortgehen oder eingesperrt werden.

 
Putin macht Finanzminister zu Vizeregierungschef
In Russland wird die Regierung nach der Parlamentswahl umgebildet. Kern ist die Beförderung von Finanzminister Anton Siluanow zu einem von mehreren Vizeministerpräsidenten. Der Kreml teilte heute mit, Präsident Wladimir Putin habe die offiziell von Ministerpräsident Michail Mischustin vorgeschlagene Personalie gebilligt.

Russland sucht derzeit angesichts eines steigenden Budgetdefizits nach neuen Einnahmequellen. Die Kabinettsumbildung folgt auf die Parlamentswahl im September, bei der die Abgeordneten der Staatsduma neu gewählt wurden. Bei der Wahl waren weder die einzige kremlkritische Oppositionspartei noch internationale Wahlbeobachterinnen und Wahlbeobachter zugelassen.

Putins Partei Geeintes Russland erreichte damals knapp 58 Prozent der Stimmen. Die weiteren Plätze belegten Parteien, die von unabhängigen Fachleuten wegen ihrer kremltreuen Linie als „Scheinopposition“ eingeordnet werden.


Ahja, daher hat sich der Möchetgerngenozidler Vucic seine Anregung für seine "neue Parte" geholt (Geeintes Russland - Vereintes Serbien).
 
In vier russischen Regionen wurden Mitglieder einer kriminellen Vereinigung festgenommen, die Zahlungen von Kriegsteilnehmern unterschlagen hatten.
Wie das Innenministerium mitteilt, gaben sich die Betrüger als Vertreter des Verteidigungsministeriums aus. Nachdem sie das Vertrauen ihrer Opfer gewonnen hatten, ließen sie sich Vollmachten zur Vertretung der Bürger gegenüber staatlichen Behörden ausstellen, schlossen in deren Namen Scheinehen und führten ohne deren Wissen verschiedene Transaktionen durch.

Zudem verschafften sich die Betrüger Zugang zu den Bankkarten, auf die die Zahlungen eingingen. Der durchschnittliche Schaden pro Fall belief sich auf 900.000 Rubel (ca. 9.000 Euro).

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In der Region Primorje versprachen Betrüger der Mutter eines gefallenen Kriegsteilnehmers eine Auszeichnung für ihren Sohn und entlockten der Familie mehr als 2 Millionen Rubel (ca. 20.000 Euro).
Eine 47-jährige Bewohnerin des Bezirks Poscharski erhielt einen Anruf – angeblich vom Militärkommissariat –, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass ihr für ihren gefallenen Sohn ein Orden zustehe. Um die Auszeichnung zu beantragen, wurde sie aufgefordert, ihre SNILS-Nummer (Versicherungsnummer) anzugeben. Anschließend schalteten sich vermeintliche Mitarbeiter des Portals „Gosuslugi“ (staatliche Dienstleistungen) sowie ein Ermittler ein, die die Frau mit der Behauptung verängstigten, ihr Geld könne ins Ausland transferiert werden.

Um ihre Ersparnisse zu „retten“, wurde die Frau dazu überredet, ihr gesamtes Geld abzuheben und persönlich nach Wladiwostok zu bringen, wo eine „spezielle Überprüfung“ stattfinden sollte. Das Ehepaar reiste in die Regionshauptstadt und übergab einem Unbekannten ein Bündel Bargeld.

Erst nach der Rückkehr nach Hause erkannte die Familie, dass sie betrogen worden war. Der Schaden beläuft sich auf 2.164.100 Rubel. Die Polizei hat ein Strafverfahren wegen Betrugs in besonders großem Umfang eingeleitet.
 
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Der FSB beschuldigt eine Rentnerin aus der Krim, im Auftrag des ukrainischen Militärgeheimdienstes Anlagen der Luftabwehr gefilmt zu haben.
Wie der FSB mitteilte, wurde auf der Krim eine Einheimische festgenommen, die im Auftrag des ukrainischen Militärgeheimdienstes Anlagen der Luftabwehr gefilmt hatte.

Die 1963 geborene Frau hatte Kontakt zu einem ukrainischen Agenten aufgenommen. Sie fotografierte in der Region stationierte militärische Einrichtungen; die dabei gewonnenen Informationen hätten für Raketenangriffe auf die Krim genutzt werden können. Es wurde ein Strafverfahren eingeleitet, die Verdächtige befindet sich in Haft.
 
Recherchen decken auf: Putin verramscht Russlands Gas an China, während der Kreml seinem Volk die große Weltmacht vorspielt
Wladimir Putin lässt die Ukraine bombardieren, ruiniert Russlands Beziehungen zu Europa und erzählt seinen Landsleuten weiterhin von der wirtschaftlichen Stärke ihres Landes. Die Rechnungen aus seinem eigenen Wirtschaftsministerium erzählen eine andere Geschichte. China bekommt russisches Gas zu Preisen, von denen europäische Käufer früher nur träumen konnten. Durchschnittlich 20 bis 30 Prozent weniger als unter den alten westeuropäischen Vertragsbedingungen. Das Bemerkenswerte daran: Putin ließ sich bereits 2014 darauf ein. Damals gab es noch keinen groß angelegten Angriffskrieg gegen die Ukraine, keinen Zusammenbruch des europäischen Gasgeschäfts und keine vergleichbare internationale Isolation. Peking verhandelte, Moskau unterschrieb. Heute hängt Gazprom in wachsendem Maße von genau jenem Kunden ab, dem es schon zu besseren Zeiten erhebliche Preisnachlässe einräumte. Der angeblich so überlegene russische Staatsmann hat sein Land in eine Lage gebracht, in der China die wirtschaftliche Schwäche Moskaus für sich nutzen kann.

Wie peinlich die Angelegenheit für den Kreml ist, zeigte sich im September 2026. Das russische Wirtschaftsministerium veröffentlichte Dateien mit Wirtschaftsprognosen und übersah dabei versteckte Tabellenblätter. Darin standen bislang geheim gehaltene Angaben über Gaslieferungen und Verkaufspreise aus den Jahren 2022 bis 2024. Ein russischer Nachrichtenkanal entdeckte die Daten. Kurz darauf verschwanden die Tabellen aus den Regierungsdateien, der Kanal zog seine Veröffentlichung unter Hinweis auf neue Geheimhaltungsvorschriften zurück. Der Energieexperte Sergej Wakulenko vom Berliner Carnegie-Zentrum konnte die Zahlen jedoch auswerten und die Berechnung der chinesischen Gaspreise rekonstruieren. Moskau präsentiert seiner Bevölkerung eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte, während die eigenen Behörden offenbar größte Mühe darauf verwenden, die tatsächlichen Geschäftsbedingungen vor der Öffentlichkeit zu verbergen.

2025 zahlte China durchschnittlich 240,30 Dollar für 1.000 Kubikmeter russisches Gas. Andere Abnehmer außerhalb der ehemaligen Sowjetunion zahlten 406,50 Dollar. Das entspricht einem chinesischen Preisnachlass von rund 41 Prozent. Für 2026 erwartet das Ministerium 247,90 Dollar aus China und 562 Dollar von anderen Käufern. Der Unterschied würde damit 56 Prozent erreichen. Die Zahlen für 2026 sind noch Prognosen. Doch schon die bestätigten Werte für 2025 machen deutlich, wie unterschiedlich Gazprom seine Kunden behandelt. Hinter dem Vertrag steckt eine Berechnungsformel, die den Gaspreis an Gasöl und Schweröl bindet und die durchschnittlichen Marktpreise der vorangegangenen 9 Monate berücksichtigt. Wakulenko verglich diese Bedingungen mit den früheren europäischen Gasverträgen. Selbst bei hohen Ölpreisen blieb China im Vorteil. Die chinesischen Unterhändler hatten sich 2014 Bedingungen gesichert, die für Gazprom bereits damals erheblich schlechter waren als das europäische Geschäft.

Zwischen 2011 und 2019 hätte die chinesische Preisformel Gazprom rund 18 Prozent weniger Einnahmen eingebracht als die tatsächlichen Gasverkäufe nach Ungarn. Während der europäischen Energiekrise von Mitte 2021 bis Mitte 2023 wäre der chinesische Vertragspreis sogar 77 Prozent niedriger gewesen als der europäische Marktpreis. Selbst Turkmenistan erhält von China gewöhnlich 40 bis 60 Dollar mehr für 1.000 Kubikmeter, wobei die turkmenischen Lieferungen längere Transportwege über Usbekistan und Kasachstan einschließen. In einzelnen Jahren war die russische Preisformel günstiger. Das ändert wenig daran, dass Gazprom seinen chinesischen Großkunden über lange Zeit erhebliche Zugeständnisse machte. Und ausgerechnet dieses Russland, das seine Rohstoffe jahrzehntelang als politisches Druckmittel gegenüber Europa einsetzte, muss heute darauf hoffen, dass Peking ihm weitere große Mengen abnimmt.

Die geplante Pipeline „Kraft Sibiriens 2“ macht Putins selbst verschuldete Lage besonders deutlich. Auf der Jamal-Halbinsel liegen riesige Gasvorkommen, deren Förderung auf europäische Käufer ausgerichtet war. Diese Kunden sind zu einem großen Teil verloren. Der Kreml möchte nun Gas nach China umleiten. Doch weshalb sollte Peking den Russen entgegenkommen? China kennt den Vertrag von 2014. Es kennt die russischen Absatzprobleme. Und es weiß, dass Putin mit seinem Krieg wirtschaftliche Möglichkeiten vernichtet hat, die er heute dringend bräuchte. Die Bedingungen für weitere Lieferungen sind noch Gegenstand von Verhandlungen. Der chinesischen Führung dürfte kaum entgangen sein, wie viel dringender Moskau das Geschäft inzwischen benötigt. Putin kann weiter von einer neuen Weltordnung reden. An den Verhandlungstischen muss Gazprom trotzdem erklären, weshalb China für russisches Gas mehr bezahlen sollte als bisher.

Vieles, was die politischen Führungen inzwischen als große Staatskunst verkaufen, ist bei genauer Betrachtung nur noch eine gewaltige Verarschung der eigenen Bevölkerung. Russland, die Vereinigten Staaten und China treiben mit ihrer Politik eine weltweite Zerstörung bestehender Sicherheiten voran. Die russische Führung lässt einen Angriffskrieg führen und nimmt die Verwüstung ukrainischer Städte in Kauf. Washington setzt unter Trump auf wirtschaftliche Erpressung durch Zölle und macht internationale Beziehungen zum Gegenstand immer neuer Drohungen. Peking verfolgt seine Interessen mit einer wirtschaftlichen Härte, die sich auch in den Verhandlungen mit dem geschwächten Russland zeigt. Diese Regierungen entscheiden bewusst über ihren politischen Kurs. Die Zerstörung, die Kriege und wirtschaftliche Konfrontationen anrichten, ist ihnen bekannt. Trotzdem halten sie an Entscheidungen fest, deren Kosten andere tragen. Beim russischen Gas lässt sich das sogar auf den Dollar genau nachrechnen. Putin hat seinem Land einen Krieg zugemutet, einen gewaltigen Absatzmarkt verspielt und muss jetzt um neue Geschäfte mit China verhandeln. Die chinesische Führung kann sich derweil die alten Verträge ansehen. Schon 2014 musste sie für russisches Gas deutlich weniger bezahlen als Europa. Putin hat seitdem dafür gesorgt, dass Moskau heute noch schlechter verhandeln kann.
 
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Die Taiga in der Oblast Irkutsk gleicht einem „Schachbrett“ mit kahlen Lücken, die dort entstanden sind, wo jahrhundertealte Wälder abgeholzt und nach China verkauft wurden.
 
Österreichs Spuren in Russlands Rüstungsindustrie
Wie viel österreichisches Wissen steckt in Russlands Kriegsmaschinerie? Die Antwort führt 80 Jahre zurück zu Stalins Geheimoperation „Osoawiachim“.
Pointner war einer von mehr als 2000 Spezialisten, die Stalin am selben Tag bei der „Operation Osoawiachim“ aus der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands verschleppen ließ. Mit ihren Familien waren es über 6000 Menschen. „Mitunter traf es sogar Menschen, die zufällig anwesend waren“, sagt Historiker Christian Klösch vom Technischen Museum Wien.

Wissen abgeschöpft und weiterentwickelt
„Stalin wollte sich den technologischen Vorsprung des besiegten NS-Regimes sichern. Dafür ließ er ganze Betriebe demontieren und samt Maschinen und Forschungsgeräten in die Sowjetunion verfrachten“, so Klösch. Die Ingenieure mussten Anlagen wieder aufbauen und ihr Wissen an sowjetische Fachleute weitergeben. Beide Gruppen arbeiteten parallel an denselben Problemen. Die Ergebnisse der Verschleppten wurden übernommen, ohne dass diese erfuhren, was daraus entstand. „Die Sowjets wollten so lange wie möglich Wissen aus den Experten herausholen“, sagt Klösch. Als ihr Wissen abgeschöpft war, mussten manche nur noch landwirtschaftliche Geräte konstruieren und durften nach einer „Abkühlungsphase“ wieder heimkehren.

 
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