Polen errichtet Denkmal für Opfer der Wolhynien-Massaker
Die polnische Regierung hat die Errichtung eines Denkmals für die Opfer der von ukrainischen Kämpfern im Zweiten Weltkrieg verübten Massaker in der Region Wolhynien angekündigt.
„In Warschau wird eine Gedenkmauer errichtet, mit einer ewigen Flamme und den Namen aller gefundenen und identifizierten Opfer“, sagte Regierungschef Donald Tusk gestern in einer Videobotschaft anlässlich des nationalen Wolhynien-Gedenktages.
Mehr als 100.000 Tote
Nach polnischen Angaben hatte die Ukrainische Aufständische Armee (UPA) zwischen 1943 und 1945 in Wolhynien Massaker an Zehntausenden ethnischen Polen verübt. Historiker sprechen von bis zu 100.000 Getöteten. Bei Vergeltungsangriffen sollen bis zu 12.000 Ukrainer getötet worden sein.
Tusk bezeichnete die Gewalttaten der UPA in seiner Videobotschaft als einen „Völkermord“, begangen von „ukrainischen Nationalisten“. Wolhynien gehörte bis 1939 zu Polen. Durch den Hitler-Stalin-Pakt wurde die Region der ukrainischen Sowjetrepublik zugeschlagen. Heute liegt die Region in der Westukraine.
Schwelender Streit mit der Ukraine
Der seit Jahrzehnten schwelende Streit über die Weltkriegsvergangenheit zwischen Warschau und Kiew war in den vergangenen Wochen eskaliert. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sorgte Ende Mai mit der Benennung einer ukrainischen Armee-Einheit nach der UPA in Polen für Empörung. Polens rechtsnationaler Präsident Karol Nawrocki entzog seinem ukrainischen Kollegen daraufhin die höchste polnische Auszeichnung.
Die polnische Regierung hat die Errichtung eines Denkmals für die Opfer der von ukrainischen Kämpfern im Zweiten Weltkrieg verübten Massaker in der Region Wolhynien angekündigt.
„In Warschau wird eine Gedenkmauer errichtet, mit einer ewigen Flamme und den Namen aller gefundenen und identifizierten Opfer“, sagte Regierungschef Donald Tusk gestern in einer Videobotschaft anlässlich des nationalen Wolhynien-Gedenktages.
Mehr als 100.000 Tote
Nach polnischen Angaben hatte die Ukrainische Aufständische Armee (UPA) zwischen 1943 und 1945 in Wolhynien Massaker an Zehntausenden ethnischen Polen verübt. Historiker sprechen von bis zu 100.000 Getöteten. Bei Vergeltungsangriffen sollen bis zu 12.000 Ukrainer getötet worden sein.
Tusk bezeichnete die Gewalttaten der UPA in seiner Videobotschaft als einen „Völkermord“, begangen von „ukrainischen Nationalisten“. Wolhynien gehörte bis 1939 zu Polen. Durch den Hitler-Stalin-Pakt wurde die Region der ukrainischen Sowjetrepublik zugeschlagen. Heute liegt die Region in der Westukraine.
Schwelender Streit mit der Ukraine
Der seit Jahrzehnten schwelende Streit über die Weltkriegsvergangenheit zwischen Warschau und Kiew war in den vergangenen Wochen eskaliert. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sorgte Ende Mai mit der Benennung einer ukrainischen Armee-Einheit nach der UPA in Polen für Empörung. Polens rechtsnationaler Präsident Karol Nawrocki entzog seinem ukrainischen Kollegen daraufhin die höchste polnische Auszeichnung.