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Nordkorea News

Nordkorea baut Spitzelnetz aus und erklärt den Gedanken an ein gemeinsames Korea zum Verdachtsfall
Nordkorea hat seine Überwachung der eigenen Bevölkerung erneut verschärft. Seit dem 1. Juli müssen die Leiter der sogenannten Inminban, kleiner Nachbarschaftsgruppen mit mehreren Haushalten, nicht mehr nur auffälliges Verhalten melden. Sie sollen künftig auch ungewöhnliche Äußerungen, politische Zweifel und sogar den allgemeinen „Gedankenzustand“ ihrer Nachbarn schriftlich erfassen und regelmäßig an die örtliche Polizei weiterleiten. Ziel ist es, jede Vorstellung zu beseitigen, Nord- und Südkoreaner seien ein gemeinsames Volk. Was jahrzehntelang selbst Teil der offiziellen Staatsdoktrin war, gilt nun als ideologische Abweichung. Auslöser ist der Kurswechsel der Führung in Pjöngjang. Nachdem Nordkorea im März seine Verfassung geändert und beide Staaten offiziell zu feindlichen Ländern erklärt hatte, soll diese Linie nun bis in den Alltag jedes Wohnviertels durchgesetzt werden. Wöchentliche Versammlungen in allen Nachbarschaftsgruppen dienen nach Angaben aus dem Land längst nicht mehr der Information, sondern der Suche nach Menschen, die noch von Wiedervereinigung, gemeinsamer Geschichte oder früheren Kontakten zwischen Nord und Süd sprechen. Selbst leise Zweifel an der neuen Staatslinie sollen dokumentiert werden.

Besonders weit reicht dabei die Verantwortung der Nachbarschaftsleiter. Wird später in ihrer Gruppe eine politisch unerwünschte Äußerung bekannt, drohen nicht nur dem Betroffenen Konsequenzen. Auch der Verantwortliche selbst muss mit Strafen rechnen. Einer der Leiter brachte das Dilemma auf den Punkt: Wenn er seinen Nachbarn wegen eines falschen Satzes nicht melde, könne am Ende er selbst zur Rechenschaft gezogen werden. Die Folgen sind bereits spürbar. Bewohner berichten, sie wagten außerhalb ihrer Wohnungen kaum noch offene Gespräche. Selbst Polizisten sollen intern Zweifel geäußert haben, wie man Gedanken kontrollieren und anschließend zu Papier bringen solle. Nach Einschätzung von Beobachtern will die Führung damit erreichen, dass nicht nur Gesetze geändert werden, sondern auch das Denken der Menschen. Erst wenn die Vorstellung einer gemeinsamen koreanischen Nation vollständig verschwunden sei, gelte die neue Staatsdoktrin als endgültig durchgesetzt.

Mit der neuen Anweisung wächst nicht nur die Kontrolle des Staates. Sie verändert auch das Verhältnis der Menschen untereinander. Nachbarn werden zu Informanten, alltägliche Gespräche zum Risiko und jedes unbedachte Wort kann genügen, um Misstrauen auszulösen. Wo selbst Gedanken überwacht werden sollen, endet am Ende nicht nur die freie Meinung, sondern auch das Vertrauen zwischen den Menschen.

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Nordkorea feuert erneut Rakete ab
Nordkorea hat nach südkoreanischen und japanischen Angaben mindestens eine ballistische Rakete abgefeuert. Die Rakete startete demnach von der nordkoreanischen Ostküste und flog in östliche Richtung. Nach Angaben des japanischen Verteidigungsministeriums erreichte der Flugkörper eine maximale Höhe von rund 90 Kilometern und eine Reichweite von knapp 700 Kilometern, ehe er im Meer aufprallte.

Wie Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, war das Geschoss am Himmel für einige Menschen in der nordöstlichen Küstenregion mit bloßem Auge sichtbar. Das Kommando des US-Militärs für den Pazifik-Raum erklärte, die Ereignisse stellten keine unmittelbare Gefahr für US-Personal, die Vereinigten Staaten oder das Hoheitsgebiet der Verbündeten dar.

 
Nordkorea droht mit harter Antwort auf US-Manöver, Raketen fliegen schon
Nordkorea macht vor dem großen Sommermanöver der USA und Südkoreas klar, dass es diesmal nicht bei Worten bleiben könnte. Am Montag beginnt die elftägige Übung Ulchi Freedom Shield, an der amerikanische und südkoreanische Truppen mit scharfer Munition, gemeinsamen Präzisionsangriffen, Flussüberquerungen und der Verlegung vorpositionierter Militärausrüstung trainieren sollen. Washington und Seoul nennen das eine defensive Übung gegen die Bedrohung aus dem Norden, Pjöngjang spricht von der Vorbereitung eines Angriffskrieges und kündigt eine entsprechend harte Antwort an. Das Außenministerium erklärte, auf eine neue Stufe der Bedrohung werde man mit einer neuen Stufe der Abschreckung reagieren und sein Recht auf Selbstverteidigung entschieden ausüben. Was genau folgen soll, lässt Kim Jong Uns Regierung offen, doch die ersten Raketen sind bereits geflogen. Innerhalb einer Woche registrierten die Nachbarstaaten zwei Starts ballistischer Raketen von der nordkoreanischen Ostküste. Pjöngjang hat sie bislang nicht erklärt, doch der Zeitpunkt unmittelbar vor dem Manöver ist kaum zu übersehen. Nordkorea behauptet zudem, die diesjährigen Übungen seien gefährlicher und provozierender als 2025 und bezögen sämtliche militärischen Fähigkeiten beider Staaten ein.

Washington und Seoul bestätigen diese Darstellung nicht, haben aber selbst angekündigt, in komplexen Kriegslagen gemeinsame Angriffe, Bewegungen größerer Verbände und Nachschub unter Gefechtsbedingungen zu trainieren. Die Drohung kommt also nicht aus dem luftleeren Raum, auch wenn Pjöngjang seine eigene militärische Aufrüstung seit Jahren weit über solche Übungen hinaus vorantreibt. Kim Jong Un hat die Angebote aus Washington und Seoul zu neuen Gesprächen bislang ignoriert und baut stattdessen sein Atomwaffen- und Raketenarsenal weiter aus. Seit dem Scheitern seiner Gespräche mit Donald Trump 2019 ist aus der damaligen persönlichen Diplomatie praktisch nichts geblieben. Gleichzeitig hat Nordkorea seine militärische Zusammenarbeit mit Russland massiv vertieft, Soldaten und Munition für den Krieg gegen die Ukraine bereitgestellt und dafür wirtschaftliche sowie militärische Unterstützung erhalten. Auch mit China sucht Pjöngjang wieder sichtbar engere Beziehungen, obwohl das Verhältnis über Jahre keineswegs störungsfrei war. Damit steht das Manöver diesmal in einer deutlich gefährlicheren Umgebung als noch vor wenigen Jahren.

Die USA und Südkorea üben gegen ein Nordkorea, das inzwischen enger mit Moskau verbunden ist, seine nuklearen Fähigkeiten ausbaut und militärischen Druck immer schneller mit neuen Tests beantwortet. Pjöngjang wiederum nutzt die Übungen regelmäßig, um seine eigene Aufrüstung nach außen als Reaktion darzustellen und nach innen Härte zu demonstrieren. Dass beide Seiten wissen, wie schnell aus solchen Tagen eine neue Raketenserie entstehen kann, macht die Lage nicht ruhiger. Die nächsten elf Tage werden deshalb nicht nur auf den Übungsplätzen in Südkorea entschieden, sondern auch auf den Abschussfeldern nördlich der Grenze.

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Trump bestraft Südkorea und kommt Kim Jong Un entgegen
Donald Trump hat das Pentagon angewiesen, die bereits geplanten gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea deutlich zu verkleinern. Seine Begründung ist ungewöhnlich offen: Seoul habe sich geweigert, die USA bei der Entnuklearisierung Irans zu unterstützen, außerdem habe Nordkorea sich während seiner Amtszeit „nicht bedrohlich und respektvoll“ verhalten. Die Übungen seien teuer und gegenüber Pjöngjang unangemessen feindselig, schrieb Trump. Weil eine vollständige Absage wenige Tage vor Beginn nicht mehr möglich sei, habe er Kriegsminister Pete Hegseth angewiesen, den Umfang erheblich zu reduzieren. Betroffen ist das elftägige Sommermanöver Ulchi Freedom Shield, an dem allein auf südkoreanischer Seite rund 18.000 Soldaten teilnehmen sollten. Geplant waren gemeinsame Gefechtsszenarien, Übungen mit scharfer Munition, Präzisionsangriffe, Flussüberquerungen und die Verteilung vorab eingelagerter militärischer Ausrüstung.

Die Entscheidung fällt ausgerechnet wenige Tage nachdem Nordkorea seine von den Vereinten Nationen verbotenen Tests ballistischer Raketen wieder aufgenommen hat. Anfang August registrierten Südkorea, die USA und Japan erneut den Start einer Kurzstreckenrakete, die vor Nordkoreas Ostküste ins Meer stürzte. Noch im Mai hatte Hegseth Südkorea für höhere Verteidigungsausgaben und die Übernahme größerer Verantwortung für die Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel ausdrücklich gelobt. Nun macht Trump die Militärkooperation auch davon abhängig, ob Seoul seine Iran-Politik unterstützt. Der demokratische Senator und frühere Marinepilot Mark Kelly nennt die Verkleinerung der Übungen kurzsichtig und einen Fehler. Nordkorea wiederum hatte die Manöver am Freitag als Vorbereitung auf einen Angriffskrieg bezeichnet und harte Gegenmaßnahmen angekündigt. Kim Jong Un baut seit dem Scheitern der Gespräche mit Trump 2019 sein Atom- und Raketenarsenal weiter aus. Trump sucht trotzdem erneut die Nähe zu ihm. Einen Tag vor seiner Entscheidung veröffentlichte er ein gemeinsames Foto mit Kim und schrieb, beide kämen hervorragend miteinander aus. Neu ist diese Linie nicht. Schon nach dem Treffen mit Kim 2018 in Singapur wollte Trump die gemeinsamen Übungen stoppen, nannte sie provokativ und verwies auf die Kosten. Acht Jahre später wiederholt sich die Geschichte, diesmal jedoch mit einer zusätzlichen Botschaft an einen langjährigen Verbündeten: Wer Trumps Krieg gegen Iran nicht unterstützt, muss damit rechnen, dass Washington selbst bei der gemeinsamen Verteidigung die Rechnung präsentiert.

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Für Kim Jong-un kam der Krieg wie ein Geschenk des Himmels
Bauboom, Smartphones und Ferienressorts. Was wie ein Aufschwung im isoliertesten Land der Welt aussieht, verdankt Diktator Kim Jong-un Milliardeneinnahmen aus Russlands Krieg gegen die Ukraine.
Vorbei die Zeiten, als bildhübsche nordkoreanische Polizistinnen auf Pjöngjangs breiten Boulevards den nicht vorhandenen Verkehr geregelt haben. Alle paar Sekunden drehten sie sich zackig um die eigene Achse, winkten mit den Wimpeln - während höchstens alle paar Minuten ein einsames Auto durch die leeren Straßen der nordkoreanischen Hauptstadt rollte.

Ganz anders dagegen das Bild heute: In Pjöngjang schießen Wolkenkratzer in die Höhe, auf den Straßen kommt es gelegentlich schon zu Staus. Auf Satellitenbildern der nächtlichen Hauptstadt wirkt das bis vor wenigen Jahren noch kaum beleuchtete Pjöngjang heute drei Mal heller als noch vor wenigen Jahren. Woher kamen die Mittel für den sichtbaren Aufschwung im isoliertesten Land der Welt?

Zumal Diktator Kim Jong-un sich noch 2020 demütig per Video entschuldigt hatte: „Meine Bemühungen und Hingabe waren nicht ausreichend, um unser Volk aus seinen schwierigen Lebensverhältnissen herauszubringen“, klagte er sichtlich berührt.

 
Seoul unterstützt US-Zugeständnisse an Nordkorea
Südkoreas Staatsführung hat sich hinter die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump gestellt, einen Dialog mit Nordkorea und Machthaber Kim Jong Un zu eröffnen.

„Wir teilen Präsident Trumps Bemühungen, die Voraussetzungen für einen Dialog zur Errichtung eines Friedensregimes auf der koreanischen Halbinsel zu schaffen, selbst wenn dies bedeutet, die gemeinsamen Militärübungen zwischen Südkorea und den USA zurückzufahren“, schrieb Präsident Lee Jae Myung heute auf der Plattform X.

Zudem stimme er Trump „voll und ganz“ zu, dass Südkorea für die Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel verantwortlich sein müsse. Derzeit sind rund 28.500 US-Soldatinnen und -Soldaten in dem Land stationiert. Seit dem Koreakrieg (1950-53) zählt Südkorea, ähnlich wie die NATO-Partner in Europa, auf militärischen Schutz der USA.

Militärmanöver wird verkürzt
Am Wochenende hatte US-Präsident Trump in einem Post auf seiner Plattform Truth Social angekündigt, das gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea deutlich zu reduzieren. Er verwies dabei auf seine angeblich „sehr gute Beziehung“ zu Kim.

Südkoreas Generalstab teilte später mit, dass die laufende Militärübung mit dem Titel „Ulchi Freedom Shield“ auf Wunsch der USA nur halb so lange dauern würden wie ursprünglich geplant.

Kritik aus Pjöngjang

 
Trump: „Ich habe ein gutes Verhältnis zu Kim Jong Un, wie Sie wissen, das haben Sie gesehen. Er mochte Biden nicht. Er mochte Obama nicht. Er mochte niemanden, aber mich mag er, und ich mag ihn. Ich bin einfach sehr gut mit ihm ausgekommen.“
„Der eine lässt sein Volk hungern, der andere seine Bürger und Verbündeten fallen, Sympathie auf den ersten Blick."

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Verteidigungsminister in Nordkorea entlassen
In Nordkorea ist Verteidigungsminister No Kwang Chol entlassen worden. Bei einer von Machthaber Kim Jong Un geleiteten Sitzung seien „Pläne zur strukturellen Neuorganisation“ der Militärführung des Landes beschlossen worden, berichtete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA gestern.

Der bisherige Verteidigungsminister No sei entlassen und auch in der Hierarchie der Arbeiterpartei zum „Vizedirektor der Abteilung für Rüstungsindustrie“ herabgesetzt worden.

Kim Song Gi folgt nach
Neuer Verteidigungsminister des kommunistischen Landes werde der bisherige Leiter des Generalpolitbüros der Koreanischen Volksarmee, Kim Song Gi. KCNA berichtete von weiteren Beförderungen im Zuge des Umbaus der Militärführung.

Nordkorea unterliegt wegen seines Atomwaffenprogramms internationalen Sanktionen. In den vergangenen Jahren baute das kommunistisch geführte Land seine Beziehungen zu Russland aus, das von den USA unterstützte Südkorea bezeichnet es als seinen „feindlichsten“ Gegner.

 
Wie jetzt? Ich dachte Kim und Donny wären dicke Kumpel?
Nordkorea bekräftigt harte Linie gegenüber USA
Nordkorea hat seinen harten Kurs gegenüber den USA bekräftigt und einen weiteren Ausbau des eigenen Atomwaffenprogramms verteidigt. Ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang warf der US-Regierung heute vor, dass sich deren feindselige Politik nicht geändert habe.

Als Beleg verwies er darauf, dass Washington weiter an einer vollständigen nuklearen Abrüstung Nordkoreas festhalte. Außerdem planten die USA weiterhin nächste Woche ein Militärmanöver mit Südkorea und Japan.

In der von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Stellungnahme wird auch die Notwendigkeit des eigenen Atomprogramms betont. „Unsere Atomwaffen dienen als absolute Garantie für die Verteidigung unserer Souveränität“, wird der Sprecher zitiert.

Ein kontinuierlicher Ausbau des Atomwaffenarsenals sei die „verantwortungsvollste und richtige Option, um Frieden und Sicherheit in der Region zu gewährleisten“.

Trumps „sehr gute Beziehung“ zu Kim
Damit erteilte Nordkorea auch den jüngsten diplomatischen Avancen von US-Präsident Donald Trump eine Absage. Trump hatte ein im August mit Südkorea abgehaltenes Militärmanöver um die Hälfte reduziert und bei der Entscheidung auch auf seine angeblich „sehr gute Beziehung“ zu Nordkoreas Diktator Kim Jong Un verwiesen.

 
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