Bundesministerium für landes und Verfassungdschutz Österreich über die TAK
Dem Wesen einer Stadtguerilla am nächsten stehen die „Freiheitsfalken Kurdistans - TAK“,31) deren Ursprünge laut Sarıkaya32) bis in die Zeit unmittelbar nach der Verhaftung Öcalans (1999) zurückreichen. Die eigentliche Gründung fand 2003 statt. Sie wurden damals an das Kommando der Sonderkräfte angebunden, sollten aber unabhängig von der PKK agieren und in der Lage sein, bei Bedarf eine Terrorwelle in der Türkei zu entfesseln. Zivilisten und Touristen sowie die touristische Infrastruktur wurden von der TAK zu legitimen Anschlagszielen erklärt. Eine derartige Gruppe würde es Kandil erlauben, militärischen Druck auf die Türkei auszuüben, ohne gleichzeitig den Friedensprozess abzubrechen.
In offiziellen Erklärungen der KCK/PKK33) und im Gründungsmanifest (Kuruluş Bildirgesi) der TAK34) aus dem Jahre 2005 wird dann auch ihre Unabhängigkeit von der PKK behauptet. Demnach bestünde TAK aus ehemaligen PKK-Mitgliedern, die sich aufgrund des Friedenskurses von der Organisation getrennt hätten. Dies erscheint angesichts ihrer absoluten Öcalan-Treue und der Tatsache, dass ihnen die Organisation ihren gesamten Medienapparat zur Verfügung stellt, äußerst unglaubwürdig.
Gespräche zwischen Öcalan, kurdischen Politikern und Vertretern der türkischen Regierung aus den Jahren 2012-2014 und zweitens die Beschlüsse des DTK-Kongresses vom 27. Dezember 2015 (zur DTK siehe den ersten Teil dieser Studie).
Zwei Geschehnisse, die zwischen dem Abschluss des Manuskriptes dieser zweiteiligen Studie Mitte Dezember 2015 und ihrer Drucklegung stattfanden, sind für unsere Analyse der Ideologie und Organisationstrukturen der PKK/KCK von Bedeutung:
Die geheimen Gespräche wurden mit überraschender Detailgenauigkeit und Worttreue vom Mezopotamya-Verlag in Neuss am Rhein Ende November 2015 veröffentlicht,[SUP]1)[/SUP]
ihr Inhalt wurde aber erst Ende Jänner/Anfang Februar 2016 in der türkischen Presse diskutiert.[SUP]2)[/SUP]
Die Gesprächsnotizen bestätigen Bekanntes, indem sie zeigen, wie groß der Einfluss Öcalans auf die Organisation ist und dass sein Verhältnis zu Kandil zeitweise gespannt war. Überraschend sind jedoch der vertrauliche Ton zwischen ihm und den Vertretern des türkischen Staates.
https://www.oemz-online.at/plugins/servlet/mobile#content/view/11141904
Dem Wesen einer Stadtguerilla am nächsten stehen die „Freiheitsfalken Kurdistans - TAK“,31) deren Ursprünge laut Sarıkaya32) bis in die Zeit unmittelbar nach der Verhaftung Öcalans (1999) zurückreichen. Die eigentliche Gründung fand 2003 statt. Sie wurden damals an das Kommando der Sonderkräfte angebunden, sollten aber unabhängig von der PKK agieren und in der Lage sein, bei Bedarf eine Terrorwelle in der Türkei zu entfesseln. Zivilisten und Touristen sowie die touristische Infrastruktur wurden von der TAK zu legitimen Anschlagszielen erklärt. Eine derartige Gruppe würde es Kandil erlauben, militärischen Druck auf die Türkei auszuüben, ohne gleichzeitig den Friedensprozess abzubrechen.
In offiziellen Erklärungen der KCK/PKK33) und im Gründungsmanifest (Kuruluş Bildirgesi) der TAK34) aus dem Jahre 2005 wird dann auch ihre Unabhängigkeit von der PKK behauptet. Demnach bestünde TAK aus ehemaligen PKK-Mitgliedern, die sich aufgrund des Friedenskurses von der Organisation getrennt hätten. Dies erscheint angesichts ihrer absoluten Öcalan-Treue und der Tatsache, dass ihnen die Organisation ihren gesamten Medienapparat zur Verfügung stellt, äußerst unglaubwürdig.
Gespräche zwischen Öcalan, kurdischen Politikern und Vertretern der türkischen Regierung aus den Jahren 2012-2014 und zweitens die Beschlüsse des DTK-Kongresses vom 27. Dezember 2015 (zur DTK siehe den ersten Teil dieser Studie).
Zwei Geschehnisse, die zwischen dem Abschluss des Manuskriptes dieser zweiteiligen Studie Mitte Dezember 2015 und ihrer Drucklegung stattfanden, sind für unsere Analyse der Ideologie und Organisationstrukturen der PKK/KCK von Bedeutung:
Die geheimen Gespräche wurden mit überraschender Detailgenauigkeit und Worttreue vom Mezopotamya-Verlag in Neuss am Rhein Ende November 2015 veröffentlicht,[SUP]1)[/SUP]
ihr Inhalt wurde aber erst Ende Jänner/Anfang Februar 2016 in der türkischen Presse diskutiert.[SUP]2)[/SUP]
Die Gesprächsnotizen bestätigen Bekanntes, indem sie zeigen, wie groß der Einfluss Öcalans auf die Organisation ist und dass sein Verhältnis zu Kandil zeitweise gespannt war. Überraschend sind jedoch der vertrauliche Ton zwischen ihm und den Vertretern des türkischen Staates.
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