Russland baut modernere Kampfjet-Radare: „Übergang in eine neue Welt“
In Russland hat die Produktion aktiver Phased-Array-Radare (APAR) begonnen, berichtet die Presse. Damit sollen insbesondere Kampfjets der 5. Generation ausgerüstet werden. Wie der Entwickler erläutert, geht es um einen wichtigen Schritt hin zu einer netzwerkzentrierten Kampfführung.
Wie die Tageszeitung „Iswestija“ am Montag berichtet, wurden in Russland bereits elf APAR-Radaranlagen gebaut. Drei davon werden nach Angaben des Entwicklers derzeit getestet, und zwar als Teil der Bordelektronik des neuen Kampfjets T-50.
Anatoli Sinani, Chefkonstrukteur des bei Moskau ansässigen Tichomirow-Forschungsinstituts, sagte dem Blatt: „Bei einem traditionellen Radar handelt es sich um eine Antenne, einen Empfänger und einen Sender. Bei einem APAR stellen der Empfänger, der Sender und die Antenne ein einheitliches Ganzes dar, vereinigt in Mikromodulen. Jede kleine Zelle (von denen es Tausende gibt) enthält also einen Sender und einen Empfänger (…). Geht bei einem älteren Radar beispielsweise der Sender kaputt, wird der Kampfjet blind. Bei einem APAR können dagegen ein Dutzend oder gar hundert Zellen zerstört sein, doch der Rest funktioniert weiter. Das Antennenfeld der T-50 besteht aus rund 2.000 solchen Zellen.“
Der Kampfjet Habe mehrere Antennen – sowohl am Rumpf als auch an den Tragflächen. Dies ermögliche dem Radar ein Sichtfeld von mehr als 200 Grad. Der Strahl könne in Sekundenbruchteilen bewegt werden, um den Luftraum zu scannen. Das Radar sei fähig, Ziele zu selektieren und anzuvisieren, kann aber auch als Mittel der elektronischen Kampfführung zum Einsatz kommen. „Die Aufnahme der APAR-Produktion bedeutet den Übergang in eine neue Dimension oder, wenn Sie wollen, in eine neue Welt (…). Der Einsatz solcher Radare ermöglicht, die Idee einer netzwerkzentrierten Kampfführung umzusetzen. Der Kampfjet wird dabei zu einer Kommandozentrale für Heerestruppen, Luftabwehrsysteme und Jagdflugzeuge“, so Sinani.
Die zuständigen Produktionswerke wurden für diese Zwecke modernisiert. „Wir haben eine neue industrielle Technologie, die nicht nur im Flugzeugbau gefragt sein wird, sondern auch bei der Kriegsmarine sowie bei der Entwicklung neuer Luftabwehrsysteme. Konkrete Radar-Prototypen werden im Interesse dieser Bereiche bereits getestet“, so der Chefkonstrukteur weiter
Sinani wollte die russische APAR-Anlage nicht direkt mit den US-Pendants vergleichen. Er erläuterte, es gebe zu wenig reale Informationen, abgesehen von der Werbung. Vor der Einführung der westlichen Sanktionen habe der russische Entwickler allerdings einen wissenschaftlichen Austausch zum Thema APAR mit dem Ausland geführt. Im Hinblick darauf sehe es danach aus, dass die neuen russischen Antennen jenen ausländischen Gegenentwürfen, die für die F-22 und die F-35 entwickelt wurden, kaum unterlegen oder sogar überlegen seien.
Der russische Militärexperte Alexej Ramm kommentierte: „Dass ein russisches APAR-Radar entwickelt wird und bald zum Einsatz kommt, wurde seit Anfang der 1990er Jahre berichtet. Kampfjets der 5. Generation müssen solche Radare unbedingt haben, das versteht sich von selbst. Aber auch die Möglichkeiten der bisherigen Maschinen werden durch diese Radaranlagen erweitert. In der Türkei sind beispielsweise F-16-Mehrzweckjäger mit APAR-Radaren ausgestattet. Dadurch könnten sie einen Vorteil im Vergleich etwa zu russischen Su-30M2-Kampfjets bekommen, deren Radare weniger effizient sind.“
Russland baut modernere Kampfjet-Radare: ?Übergang in eine neue Welt?
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Das stimmt die habe ich auch nicht, deswegen frag ich ja dich. Aber auch hier und das leite ich vom Bild ab, ist die höhe des Satelliten davon abhängig wie erfolgreich der Abschuss am Ende ist.
Die Geschwindigkeit des Ziels und die entfernung beeinflussen wie bei jeder Flugabwehr auch wie groß die cance ist das Ziel zu treffen ja.