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Sammelthread: Israel/Nahost-Konflikt

  • Ersteller Ersteller jugo-jebe-dugo
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Nach Schändung: Dorf im Libanon bekommt neues Kreuz
Nach der Kreuzschändung durch einen israelischen Soldaten hat das christliche Dorf Debel im Süden des Libanon doppelten Ersatz erhalten. Neben der israelischen Armee stiftete auch die Truppe der UNO-Friedensmission UNIFIL im Libanon ein Kreuz als Ersatz.

Das bestätigten die päpstliche Nuntiatur in Harissa bei Beirut sowie UNIFIL auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Während das von der israelischen Armee gestiftete Kreuz laut Nuntiatur-Angaben mit seiner Höhe von etwa einem Meter nicht an der ursprünglichen Stelle aufgestellt werden konnte, entspricht das UNIFIL-Kreuz mit 2,5 Meter Größe dem zerstörten Kreuz. Es wurde bei einer Feier vom Nuntius, Erzbischof Paolo Borgia, gesegnet und am ursprünglichen Ort aufgerichtet.

Ein UNIFIL-Vertreter sagte der KNA, die Initiative der UNO-Mission, das Kreuz zu ersetzen, sei der Ankündigung der israelischen Armee vorausgegangen. Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni dankte dem italienischen UNIFIL-Kommandanten, Generalmajor Diodato Abagnara, laut Mitteilung ihres Büros am Donnerstagabend. Die Bilder von der Wiedererrichtung des Kreuzes „erfüllen das Herz“ und seien „ein starkes Zeichen von Hoffnung, Dialog und Frieden“, so Meloni.

 
Ratten plagen Vertriebene in Gaza
Ratten, Mäuse und andere Nagetiere sowie Parasiten plagen viele der Vertriebenen im Gazastreifen, die auch sechs Monate nach der Waffenruhe vielfach noch in überfüllten Zelten hausen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte heute vor den Folgen der verheerenden Lebensumstände.

„Zerstörte Gebäude und Berge von angesammeltem Müll haben ideale Brutstätten für Nagetiere und Schädlinge geschaffen“, sagte die neue WHO-Vertreterin für die besetzten Gebiete, Reinhilde Van de Weerdt.

Dicht zusammengedrängt in Notlagern
Mehr als die Hälfte des Gazastreifens ist unter israelischer Militärkontrolle. Deshalb leben die Menschen in dem schon vor dem Krieg dicht besiedelten Gebiet auf engstem Raum in Zelten und Notunterkünften.

Es gilt zwar seit Oktober 2025 eine Waffenruhe, doch setzt Israel Angriffe fort. Nach Angaben des von der Hamas geführten Gesundheitsministeriums sind seit Beginn der Waffenrufe mehr als 700 Menschen bei Angriffen umgekommen.

 
Erstmals seit Gaza-Krieg Wahlen in Palästinensergebieten
Im Westjordanland und einem zentralen Teil des Gazastreifens haben heute zum ersten Mal seit dem Gaza-Krieg Kommunalwahlen stattgefunden. Die Wahllokale in den Palästinensergebieten öffneten um 7.00 Uhr (Ortszeit; 6.00 Uhr MESZ).

Im von Israel besetzten Westjordanland waren fast 1,5 Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen, in der Stadt Deir al-Balah im Gazastreifen 70.000 Menschen, wie die zentrale Wahlkommission in Ramallah mitteilte.

Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP aus al-Bireh im Westjordanland und Deir al-Balah im Gazastreifen zeigten Helfer in Wahllokalen und Einwohnerinnen und Einwohner, die zu den Urnen gingen.

Die Kandidaten der meisten Wahllisten stehen der säkular-nationalistischen Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas nahe oder sind unabhängig. Die im Gazastreifen regierende und mit der Fatah im Westjordanland rivalisierende radikalislamische Terrororganisation Hamas hat keine Wahllisten aufgestellt.

 
Kommunalwahlen in Palästinensergebieten: Wenig Andrang
Erstmals seit dem Gaza-Krieg haben die Menschen im Westjordanland und in einem zentralen Teil des Gazastreifens in Kommunalwahlen ihre Stadtspitzen und Gemeinderäte neu bestimmt. Die Wahlbeteiligung schien gestern jedoch niedrig: Im Gebiet Deir el-Balah im Gazastreifen lag sie bei Schließung der Wahllokale nur bei 21,2 Prozent. Im Westjordanland lag sie nach Angaben der Wahlkommission bei etwas über 40 Prozent.

Die Kandidaten der meisten Wahllisten standen der säkular-nationalistischen Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas nahe oder waren unabhängig. Die im Gazastreifen regierende und mit der Fatah im Westjordanland rivalisierende Hamas hatte keine Wahllisten aufgestellt.

In vielen Städten im Westjordanland wurde nur eine Liste eingereicht. Einige potenzielle Kandidaten gaben an, sie hätten sich nicht aufstellen lassen können.

Wahl als „Experiment“

 
Israel ordnet neue Angriffe auf Hisbollah im Libanon an
Die israelische Regierung hat das Militär angewiesen, Ziele der radikalislamischen Hisbollah-Miliz im Libanon in großem Maßstab zu attackieren. Premier Benjamin Netanjahu habe die Anweisung erteilt, „Hisbollah-Ziele im Libanon mit Nachdruck anzugreifen“, erklärte sein Büro gestern Abend. Weitere Details wurden in der Mitteilung nicht genannt.

Israel hatte zuvor gemeldet, Hisbollah-Kämpfer hätten Soldaten in der Region Kantara mit Drohnen angegriffen. Im Süden des Libanon habe die Armee außerdem „mehr als 15 Terroristen eliminiert“ und ein Hisbollah-Waffenversteck mit Panzerabwehrraketen und Kalaschnikow-Gewehren entdeckt.

Der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur zufolge wurden bei den israelischen Angriffen im Südlibanon vier Menschen getötet. Am Vortag waren nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums sechs Menschen getötet worden.

Dreiertreffen Trump, Netanjahu und Aoun
Am 16. April hatte US-Präsident Donald Trump eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon verkündet, die der US-Präsident dann kurz vor ihrem Auslaufen um drei Wochen verlängerte. Israel und die Hisbollah-Miliz setzten ihre gegenseitigen Angriffe jedoch fort.

 
Israel: Bennett und Lapid schmieden Allianz gegen Netanjahu
Die beiden früheren israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett und Jair Lapid bündeln ihre Kräfte, um Regierungschef Benjamin Netanjahu bei der nächsten Wahl abzulösen. Der rechtsgerichtete Politiker Bennett und der zentristische Oppositionsführer Lapid kündigten gestern den Zusammenschluss ihrer Parteien Bennett 2026 und Jesch Atid an.

Das neue Bündnis werde den Namen „Zusammen“ tragen und von Bennett geführt werden, teilte dessen Büro mit. Dieser Schritt solle den Block einen, interne Spaltungen beenden und alle Bemühungen auf den Sieg bei den entscheidenden Wahlen konzentrieren, sagte Lapid. Damit solle Israel in die Zukunft geführt werden. Die Wahl soll bis Ende Oktober stattfinden.

Die beiden Politiker hatten Netanjahu nach der Wahl im Jahr 2021 aus dem Amt gedrängt und damit dessen zwölfjährige Regierungszeit beendet. Ihre damalige Koalition zerbrach jedoch nach 18 Monaten.

 
Gaza-Hilfsflotte von Sizilien aus in See gestochen
Dutzende Schiffe der „Global Sumud Flotilla“ mit Aktivistinnen und Aktivisten aus zahlreichen Ländern an Bord sind von Sizilien aus Richtung Gazastreifen in See gestochen.

Nach einer wetterbedingten Verzögerung seien nun 56 Schiffe von einem Hafen bei Syrakus aufgebrochen, teilte die Organisation gestern mit. Sie sprach von der größten Flottille, die jemals versucht habe, den Gazastreifen zu erreichen.

Die propalästinensischen Aktivistinnen und Aktivisten wollen erneut versuchen, die seit 2007 bestehende israelische Seeblockade des Gazastreifens, die auch von Ägypten mitgetragen wird, zu durchbrechen und Hilfsgüter in die Konfliktregion zu bringen. Erklärtes Ziel der „Global Sumud Flotilla“ ist es außerdem, die Einrichtung eines dauerhaften humanitären Korridors voranzubringen.

Bisherige Versuche gescheitert
Israel hat in der Vergangenheit Versuche von Aktivisten, die Seeblockade vor dem abgeriegelten Küstenstreifen zu durchbrechen, stets verhindert.

 
Kroatische Aktivistin führt Flottille von 60 Booten Richtung Gaza
Am Sonntag stachen etwa 60 Boote mit Aktivisten und humanitären Helfern von der italienischen Insel Sizilien aus in Richtung des besetzten Gazastreifens in See, um die 2007 von Israel verhängte Seeblockade zu durchbrechen. Eines der Boote wird von einem kroatischen Aktivisten angeführt.

„Diese Flottille ist eine Reaktion auf einen Gewaltakt. Wir wollen auf die Besatzung, den Völkermord und die Ungerechtigkeit gegenüber den Palästinensern hinweisen“, sagte Morana Miljanović, eine 41-jährige kroatische Aktivistin und Anwältin, in einem Telefongespräch mit Hina.

Er merkt an, dass Israel in Palästina eine „intensive ethnische Säuberung“ durchführt, während die Augen der Welt auf den Krieg im Iran gerichtet sind.

„Es wäre gut, wenn es uns gelänge, die Menschen auf der Welt auch nur ein bisschen zu ermutigen, sich gegen diese Ungerechtigkeit und dieses Verbrechen zu erheben“, bemerkte sie, bevor sie um 15:15 Uhr in See stach.

Kapitän eines Schiffes nach ermordetem Journalisten benannt
Miljanović ist die Kapitänin des Schiffes Shireen, das fast 19 Meter lang ist und eine zehnköpfige Besatzung hat.

 
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