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Sammelthread: Israel/Nahost-Konflikt

  • Ersteller Ersteller jugo-jebe-dugo
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Hisbollah lehnt Gespräche mit Israel weiter ab
Die vom Iran unterstützte libanesische Hisbollah-Miliz lehnt direkte Verhandlungen mit Israel nach Worten ihres Generalsekretärs Naim Kassem weiterhin ab. Man werde weiter „defensiven Widerstand“ gegen Angriffe Israels leisten, sagte Kassem heute. Auch eine Entwaffnung wird weiter abgelehnt.

Im Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel gilt aktuell formal eine Waffenruhe. Diese hatte US-Präsident Donald Trump nach Gesprächen mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun verkündet. Die Mitte April verkündete Feuerpause gilt noch gut zwei Wochen. Der Libanon ist offiziell keine Konfliktpartei.

Die Hisbollah war nicht direkt an den Gesprächen zur Waffenruhe beteiligt, hat aber signalisiert, dass sie sich an die Feuerpause halten würde – vorausgesetzt, dass Israel die Angriffe ebenfalls aussetzt. Faktisch kommt es aber fast täglich zu Angriffen beider Seiten.

 
Neue gegenseitige Angriffe von Israel und Hisbollah
Die gegenseitigen Angriffe Israels und der vom Iran unterstützten, libanesischen Hisbollah-Miliz dauern trotz einer offiziellen Waffenruhe an. Bei einem israelischen Drohnenangriff nahe der Küstenstadt Tyrus seien zwei Menschen verletzt worden, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA heute.

In dem Gebiet seien Kampfflugzeuge und Drohnen gesichtet worden. Kampfjets hätten auch einen weiteren Ort nahe dem Litani-Fluss im Süden angegriffen.

In Bint Dschubail würden Bodentruppen weiterhin mit Maschinengewehren angreifen. Die israelische Armee teilte mit, in zwei Fällen sei eine Abwehrrakete auf ein „verdächtiges Flugobjekt“ abgefeuert worden, das in der Nähe israelischer Truppen im Südlibanon identifiziert worden sei.

 
Israels Armee zerstört Hisbollah-Tunnel im Libanon
Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge gestern Abend zwei Tunnel der Hisbollah im Südlibanon gesprengt. Libanesischen Einwohnern zufolge war die Erschütterung weit über die Gegend hinaus zu spüren.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem „riesigen Terrortunnel der Hisbollah“, der gesprengt worden sei. Die Zeitung „Times of Israel“ berichtete, es handle sich um eines der längsten unterirdischen Tunnelsysteme, die das israelische Militär bisher im Libanon entdeckt habe.

Dutzende Wohnquartiere
Israels Armee teilte mit, sie habe in den vergangenen Wochen in der Gegend von Kantara nach Tunneln der vom Iran unterstützten Miliz gesucht – und zwei Tunnel mit einer Gesamtlänge von rund zwei Kilometern entdeckt. Die nun zerstörten Tunnel hätten rund zehn Kilometer von Ortschaften in Israel entfernt gelegen. In ihnen hätten sich Dutzende Wohnquartiere befunden.

Armee: Zweck der Tunnel war Überfall auf Israel
Laut der israelischen Armee soll der Iran die Tunnel finanziert haben. Sie seien Teil eines Plans der Hisbollah gewesen, nach Israel zu dringen und dort Menschen zu töten und zu entführen, ähnlich wie die Hamas am 7. Oktober 2023 in Israel. Die Hamas hatte nach dem Massaker in ihren Tunneln auch aus Israel entführte Geiseln festgehalten.

 
Israel und Hisbollah greifen einander an
Im Krieg zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz gilt derzeit eine Feuerpause, die aber immer wieder gebrochen wird. Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Gebäude seien in der Nacht auf heute fünf Mitglieder einer Familie im Süden des Landes getötet worden, berichtete die libanesische Nachrichtenagentur NNA.

Israel äußerte sich bisher noch nicht zu dem Vorfall, berichtete seinerseits aber über Drohnenbeschuss vonseiten der Hisbollah. Eine Drohne sei abgefangen worden, ehe sie nach Israel dringen konnte. Das israelische Militär teilte mit, es habe in mehreren Fällen Abwehrraketen in Richtung „eines verdächtigen Flugobjekts“ abgefeuert.

NNA meldete zudem weitere israelische Luftangriffe in der Stadt Bint Jbeil. Über etwaige Opfer ist nichts bekannt. Die Stadt gilt als Hochburg der Hisbollah. Zuvor hatte der libanesische Präsident Joseph Aoun in den sozialen Netzwerken einen mutmaßlichen israelischen Angriff auf den Zivilschutz im Südlibanon verurteilt.

 
Israel fängt Gaza-Hilfsschiffe ab
Israel hat nach Angaben der Organisatoren Hilfsschiffe für Gaza in internationalen Gewässern nahe Griechenland abgefangen. Israelische Armeeboote hätten „die Hilfsflotte in internationalen Gewässern illegal umzingelt und mit Entführung und Gewalt gedroht“, erklärten die Organisatoren der „Global Sumud Flotilla“ heute im Onlinedienst X. Die Kommunikation mit elf Booten sei unterbrochen.

Israels UNO-Botschafter Danny Danon bestätigte auf der Plattform X, die Flotte sei gestoppt worden, bevor sie israelisches Gebiet erreicht habe.

Die Hilfsflotte befindet sich derzeit vor der Küste Griechenlands in der Nähe von Kreta, wie das Livetracking der Organisation auf ihrer Website zeigt. Die mehr als 50 Boote waren in den vergangenen Wochen von Marseille in Frankreich, Barcelona in Spanien und Syrakus in Italien ausgelaufen.

Ende 2025 hatte schon einmal eine Hilfsflotte versucht, zum Gazastreifen zu gelangen. Die Schiffe wurden damals von der israelischen Marine aufgebracht, die Besatzungsmitglieder festgenommen und anschließend ausgewiesen. Die humanitäre Lage im Gazastreifen ist Hilfsorganisationen zufolge weiter äußerst prekär.

 
Schwindet Israels Rückhalt in Europa?
Mit dem Machtwechsel in Ungarn verliert Israel einen der engsten Verbündeten, Italien kündigt ein Verteidigungsabkommen auf. Ändert sich mehr als nur der Ton?

Es ist noch nicht allzu lange her, da ließ Ex-Kanzler Sebastian Kurz die israelische Flagge am Bundeskanzleramt und dem Außenministerium hissen. Das war 2021, damals war Benjamin Netanjahu jährlich in Europa zu Gast, oft mehrmals. Und auch in der Region standen mit den "Abraham Accords", etwa mit den Emiraten, die Zeichen auf Normalisierung.

Doch zweieinhalb Jahre nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 stecken Israels diplomatische Beziehungen in der Krise. Nach 30 Monaten unmenschlicher Zustände in Gaza, der explosionsartigen Zunahme von Siedlungsbau und Gewalt im Westjordanland, zwei Irankriegen mit Folgen für die Weltwirtschaft, und brutalen Militäroffensiven im Libanon, wo Teheran und die Hisbollah zündeln, schlagen immer mehr Länder einen raueren Ton gegenüber Israel an. Für massive Kritik sorgte zuletzt auch, dass die Knesset für eine Wiedereinführung der Todesstrafe stimmte – de facto nur für Palästinenser.

Insbesondere in der EU, immerhin der größte Handelspartner Israels, stand das Land wohl noch nie so schlecht da. Im Vorjahr bestätigte eine US-Studie des Pew Research Center, was Massenproteste bereits vermuten ließen: dass in zahlreichen EU-Staaten eine Mehrheit der Bevölkerung ein negatives Bild von Israel hat. Auch eine YouGov-Studie kam 2025 zu dem Ergebnis, dass sich die Unterstützung für Israel seit 2023 im Sinkflug – und nun an einem Tiefpunkt – befindet.

 
Gaza-Flotte gestoppt: Rom und Berlin rügen Israel
Das israelische Vorgehen gegen einen internationalen Schiffsverband mit Hilfsmitteln für Gaza im Mittelmeer sorgt in Berlin und Rom für Sorge.

Eine gemeinsame Erklärung legt nahe, dass aus Sicht der beiden Regierungen der Stopp der „Global Sumud“-Flotille in internationalen Gewässern nicht mit dem Völkerrecht vereinbar sein könnte. „Wir rufen zur uneingeschränkten Achtung des geltenden Völkerrechts sowie zur Unterlassung unverantwortlicher Handlungen auf“, hieß es darin.

Die Organisatoren der Hilfsflotte werfen Israel ein gewaltsames Vorgehen bei der Aktion in der Nacht auf gestern vor. Israel betonte dagegen, die Operation sei im Einklang mit dem Völkerrecht verlaufen, und es habe keine Verletzten gegeben.

Weiteres Vorgehen unklar
Die israelische Marine hatte westlich der griechischen Insel Kreta mehr als 20 Boote der Hilfsflotte gestoppt und Dutzende Aktivisten festgenommen. Einige Boote setzten nach dem nächtlichen Zwischenfall ihre Fahrt fort. Vonseiten der Organisatoren gab es zunächst keine Aussagen zu weiteren Plänen.

 
USA fordern direkte Gespräche zwischen Israel und Libanon
Angesichts des fragilen Waffenstillstands zwischen Israel und der proiranischen Terrororganisation Hisbollah fordern die USA direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon auf höchster Ebene.

„Der Libanon steht am Scheideweg. Seine Bevölkerung hat die historische Chance, ihr Land zurückzugewinnen und ihre Zukunft als wahrhaft souveräne, unabhängige Nation zu gestalten“, hieß es in einer auf der Plattform X veröffentlichten Mitteilung der US-Botschaft in Beirut.

Fast täglich gegenseitige Angriffe
Im Konflikt zwischen der Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel gilt aktuell eine Waffenruhe. Diese hatte US-Präsident Donald Trump Mitte April nach Gesprächen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun verkündet.

 
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