Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Sammelthread: Israel/Nahost-Konflikt

  • Ersteller Ersteller jugo-jebe-dugo
  • Erstellt am Erstellt am

Auf wessen Seite seid ihr (eher)???


  • Umfrageteilnehmer
    163
Israel: Haben keine territorialen Ambitionen in Libanon
Der israelische Außenminister Gideon Saar hat gestern betont, der Militäreinsatz im Libanon sei befristet angelegt. „Israel hat keine territorialen Ambitionen im Libanon“, sagte Saar bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem deutschen Außenminister Johann Wadephul in Berlin.

Einziges Ziel der militärischen Präsenz sei der Schutz der Bevölkerung Israels. Daher sei es erforderlich, die radikalislamische Hisbollah zu zerschlagen.

Wadephul: Libanon darf nicht Kriegsschauplatz werden
Wadephul warnte Israel davor, den Konflikt mit der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz auf Kosten der Zivilbevölkerung im Libanon auszutragen. Der Libanon dürfe „nicht zu einem Kriegsschauplatz werden“, forderte Wadephul. Es dürfe nicht sein, dass die junge Generation in Israels Nachbarland „in Ruinen ihrer Elternhäuser“ aufwachse, so Wadephul. „Da wird auch Israels Nachbarschaft nicht sicherer.“

 
Gaza-Aktivisten in Israel: UNO fordert Freilassung
Die UNO hat Israel aufgefordert, zwei inhaftierte Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte „unverzüglich und bedingungslos“ freizulassen. Außerdem müssten die israelischen Behörden „beunruhigende Berichte“ untersuchen, wonach die beiden Männer in israelischer Haft misshandelt wurden, forderte der Sprecher des UNO-Kommissariats für Menschenrechte, Thameen al-Kheetan, heute in Genf.

Der Spanier Saif Abu Keshek und der Brasilianer Thiago Avila gehören zu Dutzenden Aktivisten, deren Schiffe am vergangenen Donnerstag auf dem Weg zum Gazastreifen in internationalen Gewässern vor der Küste Griechenlands von der israelischen Marine abgefangen wurden.

„Kein Verbrechen, Solidarität zu zeigen“
Die Schiffe waren in Spanien, Frankreich und Italien in See gestochen, um die israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen und Hilfsgüter in das Palästinensergebiet zu bringen. 175 Aktivisten waren auf Kreta an Land gegangen.

„Es ist kein Verbrechen, Solidarität zu zeigen und zu versuchen, der palästinensischen Bevölkerung in Gaza dringend benötigte humanitäre Hilfe zukommen zu lassen“, hieß es dazu in der Erklärung Kheetans. Israel müsse die Blockade beenden und humanitäre Hilfe in das Palästinensergebiet lassen.

Aktivisten im Hungerstreik
Abu Keshek und Avila werden derzeit in einem Gefängnis in Aschkelon festgehalten und befinden sich im Hungerstreik. Vertreter der beiden Aktivisten haben den israelischen Behörden mehrfach vorgeworfen, die Männer misshandelt zu haben. Demzufolge würden beide in hell ausgeleuchteten Zellen in Isolationshaft festgehalten. In Avilas Zelle herrschten darüber hinaus „extrem niedrige Temperaturen“.

 
Südlibanon: Israels Armee ruft zu Evakuierungen auf
Die israelische Armee hat die Bewohnerinnen und Bewohner von zwölf Dörfern im Süden des Libanon zum Verlassen ihrer Häuser aufgerufen. Ein Armeesprecher verbreitete heute einen Aufruf an die dortige Bevölkerung, „ihre Häuser unverzüglich zu verlassen“ und sich mindestens einen Kilometer von den genannten Dörfern zu entfernen.

Israel habe eine „gelbe Linie“ festgelegt, die sich auf südlibanesischem Territorium rund zehn Kilometer von der Grenze entfernt befinde, so der Sprecher. Innerhalb dieser Zone seien israelische Truppen stationiert, eine Rückkehr sei vorerst untersagt.

Neue gegenseitige Angriffe
Israelische Truppen und die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz lieferten einander unterdessen neue Kämpfe. Israel habe mit Kampfflugzeugen und Drohnen im südlichen Libanon Angriffe geflogen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA.

 
Netanjahus Feldzug gegen kritischen Journalismus
Der israelische Regierungschef geht gegen Medienunternehmen in seinem Land vor. Die Journalistin Noa Landau und die Forscherin Ayala Panievsky über die aktuelle Lage der Pressefreiheit in Israel

"Er ist ein Anführer, der davon besessen ist, wie er in den Medien dargestellt wird" – so beschreibt Noa Landau, die stellvertretende Chefredakteurin der Zeitung Haaretz, den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. In ihrem Vortrag auf dem Internationalen Journalismus Festival 2026 in Perugia erklärt die Journalistin, wie sich sein Verhältnis zu den israelischen Medien über die Jahre verändert hat.

Werkzeugkasten gegen kritischen Journalismus
Benjamin Netanjahus Vorgehen gegen kritische Berichterstattung ist nicht einzigartig. Auch US-Präsident Donald Trump und der abgewählte Regierungschef Ungarns, Viktor Orbán, greifen oder griffen Medienhäuser direkt oder indirekt an.

Anfangs setzte Netanjahu auf viel Interaktion mit Journalistinnen und Journalisten. Ziel sei es gewesen, die Berichterstattung direkt zu beeinflussen, so Noa Landau. Heute versucht der israelische Ministerpräsident, direkt mit seinen Anhängerinnen und Anhängern zu kommunizieren. Dafür setzt er stark auf Social Media. Doch auch ein "Ökosystem an unterstützenden, offensichtlich unkritischen und rechten Medienunternehmen" half dem Regierungschef bei seinem Vorhaben, erklärt die stellvertretende Chefredakteurin. Gleichzeitig versuche er unliebsamen Medienhäusern die Arbeit so schwer wie möglich zu machen.

 
Israel bombardiert erstmals seit Waffenruhe Beirut
Erstmals seit Beginn einer Waffenruhe vor drei Wochen haben die israelischen Luftstreitkräfte gestern wieder in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Ziel sei ein Kommandant der Radwan-Einheit der libanesischen Hisbollah-Miliz gewesen, hieß es in einer Mitteilung des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des Verteidigungsministers Israel Katz. Man habe ihn dabei „eliminieren“ wollen.

„Die Radwan-Kämpfer unter seiner Führung waren verantwortlich für Beschuss israelischer Ortschaften und Angriffe auf israelische Soldaten“, hieß es weiter in der Mitteilung. „Kein Terrorist genießt Immunität – die lange Hand Israels wird jeden Feind und Mörder erreichen.“ Ziel sei es, die Sicherheit der Bevölkerung Nordisraels zu gewährleisten.

Täglich gegenseitige Angriffe

 
MSF: Hunger in Gaza absichtlich herbeigeführt
Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hat Israel vorgeworfen, im Gazastreifen durch das absichtliche Zurückhalten von Lebensmitteln und Hilfsgütern eine „Unterernährungskrise erzeugt“ zu haben.

Betroffen seien vor allem Kinder, Schwangere und stillende Frauen gewesen, erklärte die Organisation in einem heute vorgelegten Bericht. Die Untersuchungen betreffen den Zeitraum zwischen Ende 2024 und Anfang dieses Jahres.

Es gebe eine deutlich höhere Zahl an Frühgeburten, an verstorbenen Säuglingen unterernährter Mütter sowie einen starken Anstieg der Zahl von Fehlgeburten. MSF verwies dabei auf die israelische Blockade des Gazastreifens und auf Angriffe auf zivile Infrastruktur.

Kritik an Hilfsstiftung
Die Hilfsorganisation kritisierte auch die Folgen des Verteilens von Hilfsgütern durch die umstrittene GHF-Stiftung, die von den USA und Israel unterstützt wurde und mittlerweile ihre Arbeit im Gazastreifen beendet hat.

 
Zurück
Oben