Aktuelles

Sammelthread: Israel/Nahost-Konflikt

  • Ersteller Ersteller jugo-jebe-dugo
  • Erstellt am Erstellt am

Auf wessen Seite seid ihr (eher)???


  • Umfrageteilnehmer
    164
Siedler im Westjordanland griffen Journalisten an
Israelische Siedler haben im Westjordanland Journalisten der Nachrichtenagentur AFP angegriffen, als diese über einen Zusammenstoß zwischen israelischen Aktivisten und Siedlern berichten wollten, wie heute bekanntwurde.

Das dreiköpfige AFP-Team hielt sich in der Ortschaft Dschannatah nahe Bethlehem auf, wo linksgerichtete Aktivisten von Siedlern angegriffenen Palästinensern einen Solidaritätsbesuch abstatteten.

Es kam zu einer Auseinandersetzung zwischen Siedlern und Aktivisten, woraufhin die israelische Armee die Journalisten anwies, das „militärische Sperrgebiet“ zu verlassen. In diesem Moment rasten zwei mit weiteren Siedlern besetzte Autos heran.

Verletzte und beschädigte Fahrzeuge
Die Siedler, viele von ihnen Kinder, warfen Steine auf die Aktivisten und Medienvertreter. Ein AFP-Journalist konnte einem Stein ausweichen, wurde daraufhin jedoch von einem Kind mit einem Stock am Kinn getroffen, woraufhin er blutete.

 
Israel räumt UNO-Gelände in Ostjerusalem
Israel hat offiziellen Angaben zufolge mit der Räumung eines Geländes des UNO-Palästinenserhilfswerks (UNRWA) in Ostjerusalem begonnen. Dieses wurde bisher als Ausbildungszentrum genutzt.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe die Räumung angewiesen, hieß es in der Mitteilung von heute weiter. Der rechtsextreme Polizeiminister Itamar Ben-Gvir veröffentlichte ein Foto des Ausbildungszentrums, auf dem eine über dem Gebäude gehisste israelische Flagge zu sehen ist.

Israel will auf dem Gelände laut offiziellen Angaben eine Schule für Burschen einrichten, in der nach israelischem Lehrplan unterrichtet werden soll. In den nächsten Jahren sollen weitere Schulen, eine Moschee sowie Sport- und Gesundheitseinrichtungen für die Bewohner der arabisch geprägten Gegend entstehen. Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums sprach von „Renovierungsarbeiten“. UNRWA besitze keine Eigentumsrechte, hieß es weiter.

Berichte über Konfrontationen
Die Palästinensische Autonomiebehörde, die Teile des Westjordanlands verwaltet, sprach angesichts der Räumung des Geländes von „einem schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht“. Laut palästinensischen Medienberichten kam es im Zuge der Räumung des Geländes zu Konfrontationen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften.

 
Auch der ist nicht ganz sauber
Netanjahu will Siedlungen im Westjordanland ausbauen
Ungeachtet wachsender internationaler Kritik hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu einen weiteren Ausbau israelischer Siedlungen im besetzten Westjordanland angekündigt.

„Wir können die Zahlen nicht ignorieren: 104 Ortschaften, die wir gemeinsam gegründet und legalisiert haben, und 160 Farmen – und es werden noch mehr kommen“, sagte Netanjahu gestern Abend in Jerusalem bei einer Veranstaltung für israelische Siedler in dem Palästinensergebiet.

Die Siedler bereiteten „den Boden für eine sehr große Einwanderungswelle“, sagte Netanjahu weiter: „Ihr verwirklicht die Vision des Landes Israel, und das ist unser Land.“

Die israelische Regierung hat in den vergangenen Jahren den Bau und die Erweiterung von Siedlungen im Westjordanland stark vorangetrieben. Siedlungen dort sind laut dem Völkerrecht illegal.

 
Israel: Luftangriff im Westjordanland
Die israelische Armee ist nach eigenen Angaben einen Luftangriff im Norden des besetzten Westjordanlands geflogen. Dabei seien im Raum Dschenin „mehrere Terroristen“ angegriffen worden, erklärte das Militär heute.

Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. Israelische Luftangriffe im Westjordanland sind selten, die Streitkräfte gehen dort üblicherweise mit Bodentruppen vor.

Israel hält das Westjordanland seit dem Ende des Sechstagekriegs im Jahr 1967 besetzt. Dort leben rund drei Millionen Palästinenser und mehr als 500.000 Israelis in Siedlungen. Die Siedlungen sind laut dem Völkerrecht illegal.

 
Geheimdienst: Netanjahus Sohn verließ wegen Drohung USA
Israels Inlandsgeheimdienst hat bestätigt, dass ein Sohn des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wegen einer akuten Bedrohung aus den USA zurückkehren musste. „Tatsächlich bestand eine erhebliche Gefahr für Jair Netanjahu“, hieß es gestern in einer Mitteilung von Schin Bet.

„Aufgrund dieser Bedrohung und nach einer Lageeinschätzung wurde entschieden, ihn gemeinsam mit seinem Sicherheitsteam dringend nach Israel zurückzubringen“, so der Geheimdienst.

Er äußerte sich allerdings nicht zu angeblichen Mordplänen des Iran gegen einen seiner Söhne, von denen Benjamin Netanjahu zuletzt gesprochen hatte. Der US-Sender Newsmax hatte berichtet, der 35-jährige Jair Netanjahu sei Ende vergangenen Jahres Ziel eines iranischen Attentatsplans gewesen.

Der israelische Geheimdienst habe im Dezember davon erfahren und habe die US-Behörden informiert, berichtete der Sender unter Berufung auf eine Person aus dem Umfeld der US-Strafverfolgung. Demzufolge hätten sich bereits iranische Agenten „vor Ort“ in Miami befunden und den Wohnsitz von Jair sowie seine Bewegungen überwacht.

Morddrohungen aus dem Iran
Der ständig von einem israelischen Sicherheitsteam begleitete Sohn des Ministerpräsidenten sei daraufhin angewiesen worden, den Ort umgehend zu verlassen, so die Quelle. Er sei abgereist, ohne seine persönlichen Sachen mitzunehmen, und unmittelbar nach Israel zurückgekehrt, wo er nun lebe.

 
US-Fernsehen: Erneut Siedlergewalt im Westjordanland
Im besetzten Westjordanland ist es erneut zu Gewalt gekommen. Radikale israelische Siedler haben Medienberichten zufolge Mitglieder des US-Senders NBC News und eine palästinensische Familie dort angegriffen. Dabei seien ein Mann und eine Frau verletzt worden.

Die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA berichtete, der Vorfall habe sich im Dorf Dschalud südlich von Nablus ereignet. Die israelische Armee teilte dazu mit, Sicherheitskräfte seien auch in Dschalud im Einsatz, „um weitere Unruhen zu verhindern und die Ordnung in der Region wiederherzustellen“. Man verurteile „alle Formen von Gewalt aufs Schärfste“.

Siedler verschanzen sich in Haus in Kusra
Darüber hinaus verschanzten sich gestern Dutzende israelische Randalierer in einem palästinensischen Haus im Dorf Kusra, während palästinensische Einwohnerinnen und Einwohner ebenfalls zugegen waren. Das bestätigte die israelische Armee.

 
Gaza: Israel griff Hamas-Kommandanten in Klinikgelände an
Die israelische Armee hat gestern nach eigenen Angaben einen Kommandanten des militärischen Flügels der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen gezielt angegriffen.

Der Mann habe sich in einem Medikamentenlager in einem angrenzenden Gebäude des Al-Aksa-Krankenhauses in Deir al-Balah im zentralen Abschnitt des Küstenstreifens versteckt gehalten, hieß es in der Mitteilung des Militärs. Das Krankenhaus selbst sei nicht angegriffen worden.

Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Laut Krankenhaus wurden bei einem israelischen Drohnenangriff drei Palästinenser verletzt.

 
UNRWA-Chef im Westjordanland: "Gewalt an der Tagesordnung kann in niemandes Interesse sein"
Die Siedlergewalt habe ein Ausmaß angenommen, das vor einigen Jahren "völlig undenkbar war", sagt Roland Friedrich: "Es wird ja heute direkt scharf geschossen"

Das Palästinenser-Flüchtlingshilfswerk UNRWA ist die größte humanitäre Organisation im Westjordanland. Sie betreibt Schulen und Kliniken, organisiert Müllabfuhr und psychologische Betreuung und versorgt Binnenvertriebene mit Notbehausungen. Die UN kündigten 2024 neun Mitarbeiter. Heute ist nichts mehr so, wie es vor fünf Jahren war, erzählt der Chef der UNRWA im Westjordanland, Roland Friedrich. Das Interview wurde vor der Räumung des UNRWA-Gelände in Ost-Jerusalem geführt.

STANDARD: Wie bekommen Sie die Übergriffe radikaler israelischer Siedler auf palästinensische Bewohner im Westjordanland zu spüren?

Friedrich: Die Siedlergewalt hat ein Ausmaß angenommen, das vor vier, fünf Jahren völlig undenkbar war. Die Menschen sind ganz massiver Repression ausgesetzt – körperlicher Gewalt, dem Druck der Vertreibung. Auch unser Personal, das sich in UN-Fahrzeugen bewegt, wird immer wieder angegriffen und mit Steinen beworfen – von radikalen Siedlern. Wir sehen da wesentlich mehr Vorfälle als früher. Und das Personal ist ja erkennbar an den UN-Fahrzeugen.

 
Wer es glaubt, ich nicht
Netanjahu verurteilt Siedlergewalt im Westjordanland
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat Gewalttaten israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland ungewöhnlich scharf verurteilt. Er verurteile „entschieden die kriminellen Gewalttaten“ einer „Handvoll Randalierer“ in den Dörfern Kusra und Dschalud, erklärte Netanjahu gestern.

Die Täter verstießen gegen das Gesetz, behinderten die israelische Armee und schadeten „Israels Ansehen in der Welt“. Öffentliche Kritik Netanjahus an gewalttätigen Siedlern ist selten.

In Kusra hatten Dutzende israelische Siedler Palästinenser angegriffen. Bewohner und die israelische Armee berichteten von Steinwürfen und gewaltsamen Zusammenstößen. Nach Angaben des Militärs verbarrikadierten sich Siedler in einem palästinensischen Haus, während sich dort auch Bewohner aufhielten. Es gab Berichte über verletzte Palästinenser.

 
Zurück
Oben