Die Frage geht an alle Balkaner...
Albaner
Kroaten
Slowenen
Bosniaken
Serben (Montenegriner)
Griechen
Pomaken
Aromunen
Mazedonier
Goranen
Ich entschuldige mich, falls ich jemanden vergessen haben sollte.
Nein, Danke! Diese Idee der Idenditären darfst du dir getrost in den Allerwertesten schieben.
Aber JA zu einer Tradition der Vielfalt gerade am Balkan. JA zum Wissen, dass Vielfalt auch Konflikt bedeutet, und dass es Lösungen gibt.
Und JA zu einem besseren Leben ohne ausgrenzende Volkstümelei, ohne Verharren in einer bereinigten „ethnokulturellen Identität“, die es sowieso nie gegeben hat.
Identität ist weder festgelegt noch natürlich oder dauerhaft. Wer solch vielschichtige Identitäten in die Zwangsjacke einer homogenen und scheinbar naturgegebenen „ethnokulturellen“ Essenz presst, schafft die ideologischen Voraussetzungen für so genannte „ethnische Säuberungen“. Eine einheitliche „ethnokulturelle kollektive Identität“ ist eine Erfindung, sie ist ein Produkt von Geschichtsfälschungen, willkürlichen Setzungen und Fremdzuschreibungen. Wer mit diesem Konstrukt „denkt“ und solche Fiktionen durchsetzen will beteiligt sich an der Vorbereitung von Bürgerkriegen und anderen Formen von Mord- und Totschlag. Die Vorstellung einer „ethnokulturellen Identität“ ist keine analytische Kategorie, sondern ein völkisches Mordwerkzeug!
Wenn dir das jetzt alles ein wenig zu hoch ist, dann empfehle ich dir z.B. in den Angeboten der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt zu stöbern.
https://www.aau.at/forschung/forschungsprofil/forschungsschwerpunkte/bildungsforschung/