Ja genau!
Die Flugeigenschaften sind für Amis nicht so wichtig wie die strategische Dominanz im Kampfverband. Und genau daraufhin ist der F 22 ausgelegt. Was soll ein Land denn gegen ganze Verbände von F 22 ausrichten können? Da helfen auch keine 2 oder 3 Eurofighter oder Su 35 die man irgendwo eingekauft hat.
F-22 wird wahrscheinlich in naher Zukunft nicht zum Einsatz kommen. Ist viel zu teuer, das war ja der Grund für die Entwicklung von F-35...aber selbst F-35 kostet jetzt schon deutlich mehr als erwartet...
Su-35BM hat zum Teil die Eigenschaften der 5-Generation:
Neue Generation von Kampfflugzeugen: Su-35BM – Update 01
Posted on
May 1, 2010
Dieser Artikel wurde ursprünglich am 03. April 2008 erstellt. In der Zwischenzeit wurde bekannt, dass
Sukhoi an einem
Kampfjet der 5. Generation mit Namen
PAK FA T-50 arbeitet, auf den wir in einem späteren Artikel eingehen werden. Das Ziel dieses Updates ist den Status des Sukhoi Su-35 genauer unter die Lupe zu nehmen und dabei präziser zwischen den beiden Subvarianten zu unterscheiden. Schliesslich werden wir versuchen die Frage zu beantworten, weshalb bei der
Evaluierung des Tiger-Teilersatzes kein russisches Kampfflugzeug in die Evaluierung aufgenommen wurde.
Die Kennung Su-35 (auch Su-35 Flanker E) tauchte erstmals 1992 auf, um die Exportchancen eines auf dem Design der
Su-27 basierenden, russischen Kampfflugzeugs zu erhöhen. Im Gegensatz zur Su-27 wurde insbesondere die Manövrierbarkeit verbessert, wozu sie mit
Entenflügel ausgestattet wurde. Wegen der ökonomische Krise in Russland nach Ende des Kalten Kriegs zog sich die Weiterentwicklung der Su-35 in die Länge, bis 2001 die Exportchancen schlecht standen. Eine in Mitte der 2000er-Jahre konzipierte Weiterentwicklung der
Su-30MKI (Exportvariante der
Su-30 für Indien, wobei MK für Modernizirovannyi Kommercheskiy Indiski steht = Modernized Commercial India) ohne Entenflügel wird von Sukhoi ebenfalls unter der Kennung Su-35 geführt, aber um Verwechslungen vorzubeugen in den meisten Quellen als Su-35BM (BM steht für Bolshaya Modernizatsiya = Big Modernization), Su-35M-1 oder Su-35S bezeichnet. Mit dem Vorgänger hat die Su-35BM das grundlegende aerodynamische und strukturelle Design gemein, wobei das Gewicht durch die Verwendung von Aluminium, Titan und Verbundswerkstoffen reduziert sowie die Aerodynamik verbessert werden

konnte. Dadurch kann die Su-35BM 2’000kg mehr Treibstoff mit sich führen, was ihre maximale Reichweite mit zwei externen Tanks auf 4.500 km erhöht (Quelle:
Flightglobal). Wie bereits die Su-30MKI verfügt sie über eine höhere Leistung als die früheren Su-35 Maschinen, wobei zwei
Saturn 117S Triebwerke für je 86,3 kN (mit Nachbrenner je 142 kN) Schub sorgen. Sie erreicht damit jedoch nicht ganz die Leistung einer
Lookhead Martin F-22.
Gemäss Dr. Carlo Kopp von Air Power Australia verfügt die Su-35BM als erster nicht US-amerikanische Kampfjet über
Supercruise-Fähigkeit. Teilweise wurde bei der Su-35BM
Radarwellen absorbierendes Material (RAM) eingesetzt, was zwar den Radarquerschnitt verringert, jedoch noch nicht an die Stealthfähigkeit eines Kampfflugzeugs der 5. Generation heran kommt. Ebenfalls verbessert wurde die
Avionik sowie die Radar- und Waffentechnologie. Gemäss der US-amerikanischen Einteilung der Kampfflugzeuge in
Generationen (in Europa existieren teilweise andere Kriterien zur Einteilung) werden Kampfflugzeuge mit modernerer Avionik, neuerer Waffentechnologie und ersten Ansätzen von Stealth-Technologie (aber nicht “voll” stealthfähig) der 4.5 Generation zugerechnet, was auch für den Su-35BM zutrifft (vgl. auch “
Su-35 multi-role Fighter“, Sukhoi Company). Bezogen auf die Leistung und wahrscheinlich auch technisch scheint der Su-35BM trotzdem diesen 4.5 Generationen Kampfjets (
F/A-18E/F,
Dassault Rafale,
JAS 39 Gripen,
Eurofighter Typhoon usw.) etwas überlegen zu sein (vgl.: Carlo Kopp, “
Sukhoi/KnAAPO Su-35BM/Su-35-1/Su-35S Flanker“, Air Power Australia, August 2009). Planmässig sollte die Su-35BM die Lücke bis zur Serienproduktion der PAK FA T-50 ausfüllen, also bis zur Verfügbarkeit eines Kampfflugzeugs 5. Generation. (Quelle: “
Sukhoi plans further Su-27 derivative“, Flightglobal, 06.09.2005).

Sukhoi strebt die Serienproduktion der Su-35BM noch
in diesem Jahr an. Nach dem
Georgienkrieg entschied die russische Regierung für rund 2,5 Milliarden US-Dollar neue Kampfflugzeuge zu beschaffen. Neben 12 Su-27SM3, 4 Su-30M2 sieht der am 18. August 2009 unterschrieben Vertrag auch die Lieferung von 48 Su-35BM vor, welche bis 2015 ausgeliefert sein sollen. Indien wäre ein wichtiges Exportland gewesen, doch mit dem
Entscheid im November 2009 126 F/A-18E/F zu kaufen, ist die Su-35BM wohl endgültig vom Tisch. Ein weiteres wichtiges Exportland wäre Brasilien gewesen, doch im Oktober 2010 flog die Su-35BM neben dem Eurofighter Typhoon und dem
Lockheed Martin F-16BR aus der F-X2 Kampfjet-Evaluation raus – Brasilien favorisiert derzeit die Anschaffung von 36 Dassault Rafale (Quelle: “
Brazil’s F-X2 Fighter Competition“, Defense Industry Daily, 07.04.2010). Weitere mögliche ausländische Käufer der Su-35BM wären Venezuela, Syrien,
Libyen und womöglich sogar
China. (Quelle: “
Sukhoi Su-35 4++ Generation Flanker“, Milavia, 18.02.2010).
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