Weder noch, bin eher regional verbunden.
Als ich noch kleiner war, war ich sehr mit der Schweiz verbunden und wollte nie gerne in die Heimat unten fahren. Ich sah (und sehe heute noch) Deutsch als meine Muttersprache an und kann mich auch eher mit der deutschen Sprache identifizieren und denke auch so.
Jedoch bekam ich oft Ablehnung auf Schweizer Seite zu spüren als ich interessiert an Schweizer Politik war. Man gab mir immer deutlich zu verstehen "du bist Ausländer, das geht dich doch nichts an!" und auch seitens der Lehrer wurde mir immer eingeredet dass ich ein Ausländer sei und somit nicht zur Schweiz gehöre. Als ich anfing dann mit meinen Landsleuten abzuhängen wurde auch mir dieser Exilpatriotismus angesteckt, zumindest versuchte ich es für eine kurze Zeit, aber konnte mich trotzdem nie damit anfreunden, da Schweiz meine Heimat ist.
Was Leute angeht, so kann ich beide Seiten nicht ausstehen. Mit den Schweizer kann ich mich nicht anfreunden und mit den Albaner auch nicht. Jedoch kann ich mich eher mit allen Diasporaleuten (ist jetzt egal ob Türke oder Albaner) identifizieren, egal welche Ansicht der hat. Einfach weil mein Freundeskreis zu einem grossen Teil daraus besteht. Die sind dann meine Art Landsmänner.
Es ist irgendwie schwer zu erklären, aber ich sehe mich halt als Zwischending an, da ich mich weder mit Albaner von unten noch mit den Schweizer von hier anfreunden kann, da ich von beiden Seiten Ablehnung gespürt habe und nur unter andere Ausländer Akzeptanz fand, da sie halt auch in derselben Lage sind/waren.