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Almila
Guest
Das ist nicht unbedingt herabwertend, und zumindest in frühen Zeiten gab es nicht das Ziel, sie gegeneinander zu hetzen.
Was man verstehen muss, ist dass die griechische nationale Identität (ähnlich zur türkischen, würde ich sagen) sich vor allem auf Religion gegründet wurde, im Gegensatz zur albanischen, die vor allem auf Sprache und Geographie fokussiert war. Die neugriechische Nation wurde durch verschiedene Ethnien aufgebaut, die verschiedenen Sprachen sprachen, aber alle orthodox waren. Im griechischen Sprachraum wurden also solche Begriffe als Synonyme für die Religionszugehörigkeit verwendet: Romioi (Römer) war gleich mit Orthodoxen, Tourkoi (Türken) bedeutete Muslime, Fragkoi (Franken) bedeutete Katholiken. Alle Muslimen wurden Türken genannt, nicht nur die albanischen, sondern auch die griechischen. Warum spricht man denn z.B. über Türko-Kretaner oder Türko-Jiannoten?
Als Beispiel kann man die orthodoxen Karamanlilar nennen. Sie mussten auch Anatolien verlassen und nach Griechenland umsiedeln, obwohl sie kein griechisch konnten und im Türkischen Befreiungskrieg auf der Seite der Türken kämpften.
