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Trump Support-Thread

Trump verspottet CNN-Reporterin erneut: Jetzt steht sogar das traditionsreiche Korrespondenten-Dinner vor dem Aus
Eigentlich sollte der nachgeholte Abend der Korrespondenten im Weißen Haus ein Zeichen der Versöhnung werden. Nach dem bewaffneten Angriff auf die ursprünglich geplante Veranstaltung im April hatte Donald Trump noch eine „Rede der Liebe“ angekündigt. Was folgte, war das Gegenteil. Vor den versammelten Journalisten griff der Präsident zahlreiche Reporter persönlich an, doch kaum jemand geriet so ins Visier wie CNN-Reporterin Kaitlan Collins. Er forderte sie auf zu lächeln und verglich ihr Aussehen mit der Transgender-Influencerin Dylan Mulvaney. Wenige Stunden später legte Trump auf seiner Plattform Truth Sozial nach und veröffentlichte eine bearbeitete Bierwerbung, in der Mulvaneys Gesicht durch das von Collins ersetzt worden war. Sogar ein offizieller Kanal des Weißen Hauses verbreitete das Bild weiter. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Führende Journalisten und Medienkritiker fordern inzwischen offen das Ende des traditionsreichen Korrespondenten-Dinners. Wer einen Präsidenten einlade, der die Pressefreiheit regelmäßig angreife und Reporter öffentlich verhöhne, müsse sich fragen, welchen Sinn diese Veranstaltung überhaupt noch habe.

Peter Baker von der New York Times sprach davon, das gesamte Konzept neu überdenken zu müssen. Andere gingen weiter und erklärten den Abend für eine Blamage. CNN stellte sich demonstrativ hinter Kaitlan Collins und bezeichnete sie als herausragende und vertrauenswürdige Journalistin. Konzernchef Mark Thompson bekräftigte zugleich die Unterstützung für alle Reporter des Senders und deren verfassungsmäßiges Recht, ohne staatliche Einschüchterung zu berichten. Aus dem Weißen Haus kam dagegen nur Spott. Die liberalen Medien könnten austeilen, aber nichts einstecken, erklärte ein Sprecher. Der Streit trifft CNN zudem in einer Phase großer Unsicherheit. Die geplante milliardenschwere Übernahme des Mutterkonzerns steckt nach einer Gerichtsentscheidung fest und könnte sich bis 2027 verzögern. Während über die Zukunft des Senders verhandelt wird, verschärft der Präsident gleichzeitig seinen Kampf gegen die Medien. Klagen gegen Redaktionen, Ermittlungen gegen Fernsehsender und persönliche Angriffe auf Reporter gehören längst zum politischen Alltag. Was einst als gemeinsamer Abend zwischen Regierung und Presse gedacht war, ist inzwischen zu einem Symbol dafür geworden, wie tief das Verhältnis zwischen Weißem Haus und unabhängigen Medien zerrüttet ist.

 
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