Trump und Marjorie Taylor Greene
Abruptes Ende einer MAGA-Freundschaft
Zwischen Donald Trump und der extrem rechten Republikanerin Marjorie Taylor Greene hat es gekracht. Beide machen sich in sozialen Medien Vorwürfe.
Sie war eine seiner glühendsten Verehrerinnen, kämpfte im Wahlkampf vor Ort und in den sozialen Medien für ihn. Doch jetzt ist Marjorie Taylor Greene bei Donald Trump in Ungnade gefallen. "Ich entziehe ihr meine Unterstützung", schrieb er am Freitagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Die als extrem rechts geltende Kongressabgeordnete hatte sich zuvor für die Veröffentlichung aller Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein eingesetzt. Trumps Regierung hingegen verzögerte dies bislang. Am Dienstag soll der Kongress über ein Gesetz abstimmen, das die Regierung verpflichtet, die Akten freizugeben. Marjorie Taylor Greene ist eine der republikanischen Unterstützerinnen des Vorhabens.
Trump bezeichnete die Abgeordnete in seinem Beitrag als undankbar. "Alles, was sie macht, ist beschweren, beschweren, beschweren", wetterte er und nannte sie eine "Verrückte". Sie habe sich beschwert, dass er nicht ans Telefon gegangen sei, schrieb Trump, dabei habe er noch mit vielen anderen Menschen zu tun und "kann ich nicht jeden Tag die Anrufe einer schimpfenden Verrückten entgegennehmen". Er wolle bei einer Wahl im US-Bundesstaat Georgia, aus dem Greene (Spitzname MTG) stammt, das nächste Mal einen anderen Kandidaten fördern, kündigte er an.
MTG: "Ich bete Trump nicht an"
Greene antwortete umgehend auf der Plattform X,die dem Unternehmer Elon Musk gehört, der der Trump-Regierung lange Zeit nahestand. "Präsident Trump hat mich gerade angegriffen und Lügen über mich verbreitet. Ich habe ihn überhaupt nicht angerufen, aber ich habe ihm heute diese Textnachrichten geschickt. Anscheinend hat ihn das so aufgeregt", schrieb sie.
Die MAGA-Aktivistin sagte, Trump gehe hart gegen sie vor, um ein Exempel zu statuieren und andere Republikaner vor der anstehenden Abstimmung über die Freigabe der Epstein-Akten einzuschüchtern. MTG erklärte weiter, es sei erstaunlich, wie vehement er versuche, die Veröffentlichung der Akten zu verhindern, und dass er dafür ihrer Ansicht nach ungewöhnlich weit gehe. Am Donnerstag hatten drei weitere republikanische Abgeordnete für einen Antrag gestimmt, der das Gesetz auf den Weg brachte. Eine von ihnen, Lauren Boebert, wurde sogar ins Weiße Haus zitiert. Sie sagte später, man habe keinen Druck auf sie ausgeübt.
Zwischen Donald Trump und der extrem rechten Republikanerin Marjorie Taylor Greene hat es gekracht. Beide machen sich in sozialen Medien Vorwürfe.
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Tja, es wird eng für das Taco