und wo genau versucht trump bei dieser geschichte stimmung gegen banken zu erzeugen?
seit der letzten krise wird "quantitativ gelockert" und die zinsen sind die ganze zeit am fallen gewesen. du willst mir jetzt tatsächlich weismachen wollen, dass das damit zu tun hat, dass das risiko für us-schulden in dieser zeit abgenommen hat? das kann man vielleicht einem vwl-studenten beibringen, aber bestimmt niemandem mit gesundem menschenverstand.
Der Leitzins wurde gesenkt, und die Konjunktur ist schwach, wodurch die Zinsen für alle am Markt gehandelten Wertpapiere momentan niedrig sind. Das hat nichts mit der steigenden Intensität der Nachfrage der US-Staatsanleihen am Markt zu tun. Der Fall der Zinsen ist zudem ein langfristiger Trend, und nicht erst seit den Anleihenkäufen zu beobachten. Im Übrigen ist der Gedanke schon im Ansatz falsch. Würde der Zins von der Nachfrage abhängen, würde er durch die Anleihenkäufe der FED steigen, nicht sinken.
Viel mehr ist es so, dass wir in einer Zeit leben, in der Zentralbanken ziemlich ohnmächtig geworden sind. Die VWL-Schule hat keine Ahnung, wieso so eine massive Ausweitung der Geldmenge am Markt fast nicht ankommt und kaum Wirkung entfaltet.
Die Risikobewertung war im Kontext zu der Performance der USA im weltweiten Vergleich. Die USA bekommen mehr Zinsen auf ihre Schulden, als sie zahlen, zu gleichen Risiken, weil sie einen starken Finanzsektor haben, der simpel gesagt besser mit Geld umgehen kann. Dass der Staat diesen Finanzsektor stärkt ist ein wichtiger Teil seiner Leistungsfähigkeit. Es ist in etwa so, als würde man vorschlagen, die USA sollen die Rüstungsindustrie aufhören zu unterstützen, obwohl das neben Finanzen und IT so ziemlich der einzige Bereich ist, in welchem die USA noch brillieren.
Die gute Beziehung zu Banken ist so ziemlich die einzige "Schwachstelle" von Clinton, und Sanders wie Trump hatten und haben kaum andere Punkte, außer ihre großen Honorare und Spenden, die sie von Banken bekommt.