US-Präsident wartet für Baubeginn des "Arc de Trump" nicht die Baugenehmigung ab
Offiziell soll mit dem monumentalen Bauwerk des 250. Geburtstages der USA gedacht werden. Tatsächlich meinen Kritiker, dass sich Trump bloß selbst in Denkmal setzen wolle
Die Baubehörden in den USA sind dieses Vorgehen des dort seit Jahrzehnten bekannten Immobilienunternehmers Donald Trump schon gewohnt: Er legt mit Bauprojekten einfach los, ohne zwingend auf eine Baugenehmigung zu warten. Motto: Diese wird es ohnehin geben, allfällige Strafzahlungen bekämpft man entweder vor Gericht – oder zahlt eben im Nachhinein. Oder doch nicht, Stichwort: Berufung. Ein gutes Geschäft lässt man sich nicht entgehen, indem man auf lästige gesetzliche Vorgaben wartet, könnte man als kritischer Beobachter kommentieren.
So hielt es der Immobilien-Tycoon – mittlerweile im Hauptberuf Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika – auch mit seinem Lieblingsprojekt: dem neuen Ballsaal auf dem Grundstück des Weißen Hauses in Washington D.C. Geradezu einer Nacht-und-Nebel-Aktion ordnete Trump den Abriss des Ostflügels der präsidialen Residenz und Machtzentrale an – ohne die Genehmigung des US-Kongresses und der Baupolizei abzuwarten. An dessen Stelle soll ein gigantomanischer Ballsaal mit hypermoderner, unterirdischer militärischer Sicherheitslage entstehen.
Seit Abriss- bzw. Baubeginn im November 2025 mussten Trumps Anwälte wiederholt gerichtlich verfügte Baustopps beeinspruchen. Erst seit Ende August scheint alles auf – legaler – Schiene zu sein, es wird weitergebaut. Vorerst.
Symbolische 250 Fuß
Und kaum anders verfährt Trump nun mit einem geplanten Triumphbogen in der Nähe des Soldatenfriedhofs von Arlington, am Rande der US-Hauptstadt. Am Donnerstag ließ er den Grundstein für dieses Bauwerk legen, das offiziell United States Triumphal Arch heißen soll und mit seiner Höhe von 250 Fuß (rund 76 Meter) eine Hommage an das 250-jährige Bestehen der USA in diesem Jahr sein soll. Inoffiziell ist freilich fast ausschließlich vom "Arc de Trump" die Rede – eine im Regelfall spöttische, im besten Fall humoristische Reminiszenz an den Pariser Arc de Triomphe.
www.derstandard.at
Offiziell soll mit dem monumentalen Bauwerk des 250. Geburtstages der USA gedacht werden. Tatsächlich meinen Kritiker, dass sich Trump bloß selbst in Denkmal setzen wolle
Die Baubehörden in den USA sind dieses Vorgehen des dort seit Jahrzehnten bekannten Immobilienunternehmers Donald Trump schon gewohnt: Er legt mit Bauprojekten einfach los, ohne zwingend auf eine Baugenehmigung zu warten. Motto: Diese wird es ohnehin geben, allfällige Strafzahlungen bekämpft man entweder vor Gericht – oder zahlt eben im Nachhinein. Oder doch nicht, Stichwort: Berufung. Ein gutes Geschäft lässt man sich nicht entgehen, indem man auf lästige gesetzliche Vorgaben wartet, könnte man als kritischer Beobachter kommentieren.
So hielt es der Immobilien-Tycoon – mittlerweile im Hauptberuf Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika – auch mit seinem Lieblingsprojekt: dem neuen Ballsaal auf dem Grundstück des Weißen Hauses in Washington D.C. Geradezu einer Nacht-und-Nebel-Aktion ordnete Trump den Abriss des Ostflügels der präsidialen Residenz und Machtzentrale an – ohne die Genehmigung des US-Kongresses und der Baupolizei abzuwarten. An dessen Stelle soll ein gigantomanischer Ballsaal mit hypermoderner, unterirdischer militärischer Sicherheitslage entstehen.
Seit Abriss- bzw. Baubeginn im November 2025 mussten Trumps Anwälte wiederholt gerichtlich verfügte Baustopps beeinspruchen. Erst seit Ende August scheint alles auf – legaler – Schiene zu sein, es wird weitergebaut. Vorerst.
Symbolische 250 Fuß
Und kaum anders verfährt Trump nun mit einem geplanten Triumphbogen in der Nähe des Soldatenfriedhofs von Arlington, am Rande der US-Hauptstadt. Am Donnerstag ließ er den Grundstein für dieses Bauwerk legen, das offiziell United States Triumphal Arch heißen soll und mit seiner Höhe von 250 Fuß (rund 76 Meter) eine Hommage an das 250-jährige Bestehen der USA in diesem Jahr sein soll. Inoffiziell ist freilich fast ausschließlich vom "Arc de Trump" die Rede – eine im Regelfall spöttische, im besten Fall humoristische Reminiszenz an den Pariser Arc de Triomphe.
US-Präsident wartet für Baubeginn des "Arc de Trump" nicht die Baugenehmigung ab
Offiziell soll mit dem monumentalen Bauwerk des 250. Geburtstages der USA gedacht werden. Tatsächlich meinen Kritiker, dass sich Trump bloß selbst in Denkmal setzen wolle