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US-News

Medien: US-Militär greift erneut iranische Tanker an
Die US-Regierung hat die Geschäftspartnerschaften des Autobauers Ford mit chinesischen Unternehmen scharf kritisiert. US-Verkehrsminister Sean Duffy äußerte in einem gestern verschickten Brief an Ford-Chef Jim Farley schwere Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit.

Fords Beziehungen zu dem chinesischen Batteriehersteller CATL sowie den Autokonzernen Geely und BYD gäben Anlass zu großer Sorge, hieß es. Ford nahm zu den Äußerungen zunächst nicht Stellung.

Ministerium: Sorge wegen Abhängigkeit
Das Verkehrsministerium sei zutiefst beunruhigt über Fords Abhängigkeit von lizenzierter Technologie von CATL in seinem Werk in Marshall im Bundesstaat Michigan, hieß es in dem Schreiben.

Das Gemeinschaftsunternehmen von Ford und Geely in Spanien helfe zudem strategischen Gegnern dabei, auf westlichen Märkten Fuß zu fassen. Darüber hinaus könnten die laufenden Gespräche mit BYD über Bauteile für Hybridfahrzeuge dazu führen, dass subventionierte ausländische Technologie noch stärker in die Lieferketten von Ford integriert werde.

 
Nächste Niederlage: Gericht stoppt Trumps Griff nach den Steuerdaten der Migranten
Der Staat bittet seine Bürger um Aufrichtigkeit, Zeile für Zeile, und verspricht im Gegenzug, das Anvertraute zu hüten. Jede Steuererklärung setzt ein Stück Vertrauen voraus, in der Erwartung, dass der Staat es nicht gegen den Absender kehrt. Wie ernst dieses Versprechen genommen wird, hat ein Bundesgericht der Trump-Regierung ausbuchstabiert. Am US-Berufungsgericht für den District of Columbia entschieden am Dienstag die Richter Patricia A. Millett, Cornelia T. L. Pillard und Robert L. Wilkins, die US-Steuerbehörde IRS habe gegen das Gesetz verstoßen, als sie Steuerdaten an das Heimatschutzministerium weiterreichte. Ihre Verteidigung, so das Richtergremium, sei dürftig, eine lahme Begründung für einen Vorgang, der Tausende Menschen betrifft.

Ebenjener Paragraph 6103, den das Gericht der Regierung vorhielt, hält die Steuerakte unter Verschluss, damit das Finanzamt nicht zum Zulieferer anderer Ämter wird. Geheimhaltung ist hier kein Gefallen, sie bildet den Preis dafür, dass ein Mensch dem Staat überhaupt die Wahrheit über sein Einkommen sagt. Die Behörde musste sich bereits zum 2. Mal sagen lassen, dass ihre Offenlegung aus dem Sommer 2025 unzureichend abgesichert gewesen sei. Deutlich fiel die Warnung aus, der Regierung und ihren Mitarbeitern drohten erhebliche zivil- und strafrechtliche Folgen, sobald Daten vorsätzlich gesetzeswidrig offengelegt würden. Das Versprechen, das der Staat den Ehrlichen gibt, hat er hier im Vorbeigehen gebrochen.

Gewehrt hatte sich die Behörde mit dem Einwand, eine einstweilige Verfügung gegen die Datenweitergabe sei höchst ungewöhnlich und schädlich, weil der IRS dann das Bezirksgericht vorab über strafrechtliche Ermittlungen unterrichten müsse. Das Gericht mochte darin keine Not erkennen. Ein Amt, das täglich über die Geheimnisse von Millionen wacht, wollte ausgerechnet die Pflicht zur Vorsicht als Zumutung verstanden wissen. Ein untergeordnetes Gericht gestattet dem IRS längst, solche Mitteilungen unter Verschluss einzureichen und laufende Ermittlungen so vor der Öffentlichkeit zu schützen. Die beschworene Gefahr war entschärft, bevor die Behörde sie an die Wand malte. Eine Verwaltung, die nach einer Ausrede greift, widerlegt sich hier mit dem eigenen Vorbringen.

 
Trump dreht den Handelskrieg weiter auf: Kanada bekommt jetzt Importverbote
Donald Trump legt im Streit mit Kanada noch einmal nach. In drei Wochen dürfen kanadische Milchprodukte, die meisten alkoholischen Getränke und Motorräder nicht mehr in die Vereinigten Staaten eingeführt werden. Aus Zöllen wird damit an mehreren Stellen ein komplettes Einfuhrverbot. Washington reagiert auf die kanadischen Gegenzölle, die am Dienstag in Kraft getreten sind und amerikanische Waren im Wert von rund 20 Milliarden Dollar treffen. Ottawa besteuert dabei Hunderte Produkte aus den USA mit 15, 25 oder 50 Prozent. Stahl, Aluminium, Käse, Kleidung, Kosmetik, Haushaltsgeräte und landwirtschaftliche Maschinen stehen auf der Liste.

Die Amtsfähigkeit von Donald Trump wird von Tag zu Tag zweifelhafter. Genauso zweifelhaft ist inzwischen, ob diese Maßnahmen in drei Wochen überhaupt noch gelten oder Trump sie bis dahin bereits wieder kopflos geändert hat.

Trump hatte Kanada bereits am 22. August mit 50 Prozent Zoll auf einen Teil seiner Ausfuhren belegt. Betroffen waren zwar nur ungefähr fünf Prozent aller kanadischen Lieferungen in die USA, doch die politische Botschaft war eindeutig. Washington wirft Kanada vor, amerikanische Unternehmen bei Milchprodukten, Alkohol und Autos schlechter zu behandeln. Einige kanadische Provinzen nahmen daraufhin amerikanischen Alkohol aus den Regalen. Nun verbietet Trump umgekehrt große Teile der entsprechenden kanadischen Waren ganz.

 
Kann der Mega-Parteitag Trump retten?
In Dallas wollen die Republikaner die schlechte Stimmung drehen. Gelingt es nicht, droht dem US-Präsidenten ein politisches Schleudertrauma.
Im American Football ist der „Hail Mary“-Pass der Moment, in dem die Zeit davonläuft und ein normaler Spielzug nicht mehr reicht, um das Spiel zu drehen: Der Quarterback wirft den Ball mit maximalem Risiko weit in die Endzone und hofft, dass dort einer seiner Fänger zugreift. Genau so wirkt die erste nationale „Midterm“-Convention, zu der die US-Republikaner am 9. und 10. September gut 30.000 Gäste nach Dallas einladen. Ein politischer Verzweiflungswurf mit Fernsehen, Flutlicht, Fahnen und sehr viel Donald Trump.

Der Präsident liebt solche Bühnen. Dort ist die Welt aller Wahrscheinlichkeit nach so, wie er sie am liebsten sieht: rote Maga-Kappen, Applaus und ein Publikum, das nicht hinterfragt, ob die ersten 20 Monate seiner Präsidentschaft nicht doch eher Flop als Top gewesen sein könnten.

„Historischer Parteitag“
Im American Airlines Center bekommt er nun eine Bühne, die es bei den Republikanern so noch nicht gab: keinen Nominierungsparteitag, wie er alle vier Jahre in Präsidentschaftswahlzyklen stattfindet, sondern eine zweitägige Leistungsschau mit über 100 Rednerinnen und Rednern knapp acht Wochen vor den Kongresswahlen am 3. November, die ihm im Falle einer republikanischen Erdrutsch-Niederlage ein politisches Schleudertrauma bescheren könnten. Trump nennt das Unternehmen (Kostenpunkt: über 40 Millionen Dollar) „historisch“. Parteichef Joe Gruters hat schon den passenderen Namen geliefert: „Trumpapalooza“; in Anlehnung an das von Trump-Gegner Perry Farrell aus der Taufe gehobene Musikfestival Lollapalooza.

 
25 Jahre nach 9/11: Unfassbare Aussage bei Helden-Ehrung – danach macht Trump 9/11 wieder zur Geschichte über sich selbst
Donald Trump sollte an diesem Tag eigentlich einen Mann ehren, der am 11. September 2001 sein Leben für andere gab. Welles Crowther war 24 Jahre alt, Aktienhändler und freiwilliger Feuerwehrmann. Im brennenden Südturm des World Trade Centers brachte er nach Schätzungen 18 Menschen in Sicherheit, bevor er selbst starb.

Donald Trump sollte an diesem Tag eigentlich einen Mann ehren, der am 11. September 2001 sein Leben für andere gab. Welles Crowther war 24 Jahre alt, Aktienhändler und freiwilliger Feuerwehrmann. Im brennenden Südturm des World Trade Centers brachte er nach Schätzungen 18 Menschen in Sicherheit, bevor er selbst starb. Bekannt wurde er als „der Mann mit dem roten Bandana“, weil er sich das rote Tuch vor Mund und Nase band, während er Menschen durch Rauch und Feuer führte. Trump verlieh ihm am Dienstag posthum die Presidential Medal of Freedom, die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten.

Dann sagte der Präsident über Crowther: „Der Mann mit dem roten Bandana ist berühmter geworden als ich. Das gefällt mir nicht.“ Bei einer Veranstaltung zum 25. Jahrestag von 9/11 schaffte Trump damit innerhalb weniger Sekunden den Sprung vom getöteten Retter zu sich selbst.

Noch bevor er Crowthers Taten schilderte, erzählte Trump erneut seine seit Jahren umstrittene Geschichte über die Tage nach den Anschlägen. Er habe eine „große Gruppe“ von Arbeitern seiner eigenen Baustellen nach Ground Zero gebracht, um dort zu helfen. Belege dafür wurden auch diesmal nicht vorgelegt. Richard Alles, früher Bataillonschef der New Yorker Feuerwehr, erklärte bereits 2019, ihm sei nichts davon bekannt, dass Trump dort mit einer solchen Mannschaft gearbeitet habe. Wären tatsächlich rund 100 Arbeiter geschickt worden, müsste es darüber Aufzeichnungen geben. Das Weiße Haus legte auf zweimalige Nachfrage keine solchen Unterlagen vor. Trump beharrte später auf seinem sozialen Netzwerk darauf, alles, was er erzählt habe, sei „exakt korrekt“. Videoaufnahmen zeigen ihn zwei Tage nach den Anschlägen in einem Anzug in der Gegend um Ground Zero, aber nicht direkt auf dem Gelände der Katastrophe.


Ekelhaft das weltgrößte A....loch. Sagt schon einiges über seine Bewunderer aus.
 
Trump dreht den Handelskrieg weiter auf: Kanada bekommt jetzt Importverbote
Donald Trump legt im Streit mit Kanada noch einmal nach. In drei Wochen dürfen kanadische Milchprodukte, die meisten alkoholischen Getränke und Motorräder nicht mehr in die Vereinigten Staaten eingeführt werden. Aus Zöllen wird damit an mehreren Stellen ein komplettes Einfuhrverbot. Washington reagiert auf die kanadischen Gegenzölle, die am Dienstag in Kraft getreten sind und amerikanische Waren im Wert von rund 20 Milliarden Dollar treffen. Ottawa besteuert dabei Hunderte Produkte aus den USA mit 15, 25 oder 50 Prozent. Stahl, Aluminium, Käse, Kleidung, Kosmetik, Haushaltsgeräte und landwirtschaftliche Maschinen stehen auf der Liste.

Die Amtsfähigkeit von Donald Trump wird von Tag zu Tag zweifelhafter. Genauso zweifelhaft ist inzwischen, ob diese Maßnahmen in drei Wochen überhaupt noch gelten oder Trump sie bis dahin bereits wieder kopflos geändert hat.

Trump hatte Kanada bereits am 22. August mit 50 Prozent Zoll auf einen Teil seiner Ausfuhren belegt. Betroffen waren zwar nur ungefähr fünf Prozent aller kanadischen Lieferungen in die USA, doch die politische Botschaft war eindeutig. Washington wirft Kanada vor, amerikanische Unternehmen bei Milchprodukten, Alkohol und Autos schlechter zu behandeln. Einige kanadische Provinzen nahmen daraufhin amerikanischen Alkohol aus den Regalen. Nun verbietet Trump umgekehrt große Teile der entsprechenden kanadischen Waren ganz.


Das weltgrößte A....loch war noch nie "Amtsfähig"
 
Trump verteilt 45.000-Dollar-Geldgeschenke an enge Mitarbeiterinnen – Ethikexperten sehen ernste Fragen
Donald Trump hat seiner engen Mitarbeiterin Natalie Harp sowie Margo Martin und Chamberlain Harris jeweils 45.000 Dollar in bar geschenkt. In den offiziellen Finanzangaben tauchen die Zahlungen als „Bargeldgeschenk zu den Feiertagen“ auf. Jede der drei Frauen verdient im Weißen Haus rund 150.000 Dollar im Jahr, Trumps Geschenk entspricht damit fast einem Drittel ihres Jahresgehalts. Harp arbeitet als persönliche Assistentin des Präsidenten und ist dafür bekannt, Trump ständig mit ausgedruckten Nachrichtenartikeln und Beiträgen aus sozialen Medien zu versorgen. Martin begleitet den Präsidenten bei vielen Auftritten und filmt seine täglichen Aktivitäten für soziale Medien. Harris arbeitet ebenfalls als persönliche Assistentin und wurde von Trump zusätzlich in die US-Kommission für Bildende Künste berufen, die unter anderem über Bauprojekte in Washington wacht.

Auch Walt Nauta bekam Geld vom Präsidenten. Der Leiter der Abläufe im Oval Office meldete ein Geschenk über 20.000 Dollar bei einem Jahresgehalt von 175.000 Dollar. Nauta gehörte schon während Trumps erster Amtszeit zu dessen engstem Umfeld und war später Mitangeklagter im Verfahren um geheime Dokumente in Mar-a-Lago. Harp, Martin, Harris und Nauta arbeiteten außerdem zwischen Trumps beiden Präsidentschaften in Florida für ihn. Gerade diese Nähe macht die Zahlungen heikel. Regierungsethiker kennen nach eigener Aussage keinen vergleichbaren Fall, in dem ein US-Präsident Untergebenen im Weißen Haus Bargeldgeschenke dieser Größenordnung machte.

Richard Painter, früher oberster Ethikjurist im Weißen Haus unter George W. Bush, hält die Zahlungen für möglicherweise rechtswidrig. Ein Bundesgesetz verbietet es, das Gehalt von Regierungsangestellten aus externen Quellen aufzustocken. Painter sagt, Trump mache es den Betroffenen damit finanziell leichter, für ihn im Weißen Haus zu arbeiten – genau das dürfe ein Präsident nicht einfach tun. Das Weiße Haus widerspricht und erklärt, Trump verschenke seit Jahren zu Weihnachten Geld an Menschen in seinem Umfeld. Die Zahlungen hätten nichts mit der offiziellen Tätigkeit der Mitarbeiter zu tun und seien deshalb zulässig. Ob das juristisch hält, ist damit keineswegs geklärt. Nach dem Gesetz können sowohl derjenige, der eine unzulässige Zusatzvergütung zahlt, als auch der Empfänger belangt werden. Die Verjährungsfrist beträgt fünf Jahre.

Don Fox, früher kommissarischer Leiter des US-Amtes für Regierungsethik, geht vorsichtiger an die Rechtsfrage heran. Nach den bisher bekannten Fakten lasse sich nicht sicher feststellen, dass Trump gegen das Gesetz verstoßen habe. Problematisch findet er die Zahlungen trotzdem. Wer von seinem Chef 45.000 Dollar geschenkt bekommt, könne sich diesem anschließend verpflichtet fühlen. Genau dort beginnt das Problem, selbst wenn am Ende kein Strafverfahren daraus entsteht. Ein Präsident ist kein privater Unternehmer, der seinem Personal nach Belieben einen Umschlag zusteckt. Seine Mitarbeiter werden vom Staat bezahlt und arbeiten im Machtzentrum der US-Regierung. Fox erinnert sich aus seiner eigenen Zeit im Staatsdienst an einen Obstkorb als besonders teures Geschenk eines Vorgesetzten. Unter Trump reden wir über 45.000 Dollar in bar.
 
Trump macht die Zwischenwahlen zum Test seiner eigenen Macht – obwohl nur 38 Prozent mit seiner Arbeit zufrieden sind
Die Republikaner stellen Donald Trump beim Parteitag in Dallas vollständig ins Zentrum, obwohl seine Zustimmungswerte während der zweiten Amtszeit immer weiter gefallen sind. Trump will an beiden Abenden auftreten und die Zwischenwahlen am 3. November praktisch zu einer Abstimmung über sich selbst machen. Seine Aufforderung an die eigenen Anhänger lautet, so zu wählen, als stehe er persönlich auf dem Stimmzettel. Für die Republikaner ist das ein gewaltiges Risiko. Der republikanische Meinungsforscher Whit Ayres verweist auf gerade einmal 38 Prozent Zustimmung zu Trumps Amtsführung und warnt, dass MAGA-Wähler allein in umkämpften Wahlkreisen und Bundesstaaten nicht reichen. Gerade unabhängige Wähler, auf die die Partei angewiesen ist, wenden sich zunehmend ab. Der Krieg im Iran findet wenig Zustimmung, Benzin und Lebensmittel sind teuer, und viele Amerikaner beurteilen die Wirtschaft schlechter als noch vor Monaten.

Trump und sein Umfeld setzen trotzdem alles auf Trump. Parteimitglieder sollen in Dallas seine Politik verteidigen, seine Regierungserfolge verkaufen und gefährdete Kandidaten mit seinem Namen nach vorne bringen. JD Vance tritt auf, ebenso Finanzminister Scott Bessent, Justizminister Todd Blanche, Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. und Donald Trump Jr. Senate Majority Leader John Thune dagegen steht nicht auf der Rednerliste. Auch andere republikanische Abgeordnete und Geldgeber bleiben der Veranstaltung fern. Einige Kandidaten erklären offen, wenige Wochen vor der Wahl sei der Wahlkampf zu Hause wichtiger als zwei Tage in Dallas. Trump hatte den ungewöhnlichen Parteitag selbst vorangetrieben, obwohl solche großen Parteiversammlungen normalerweise nur in Präsidentschaftswahljahren stattfinden.

Besonders deutlich wird die Nervosität ausgerechnet in Texas. Der republikanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton kämpft dort um einen Senatssitz, den seine Partei seit Jahrzehnten sicher halten konnte. Sein demokratischer Gegner James Talarico sammelt mehr Wahlkampfspenden als Paxton und versucht gezielt gemäßigte sowie von Trump enttäuschte Republikaner anzusprechen. MAGA Inc., Trumps politisches Unterstützungsnetzwerk mit rund 400 Millionen Dollar Rücklagen, pumpt deshalb allein 10 Millionen Dollar in dieses Rennen. Während Paxton beim Parteitag spricht, will Talaricos Kampagne in Dallas eine landesweite Lebensmittelsammlung organisieren und damit auf die hohen Lebensmittelpreise aufmerksam machen. Dass Republikaner in Texas überhaupt so viel Geld und Aufmerksamkeit aufbringen müssen, zeigt, wie unbequem die Lage geworden ist.

Auch finanziell hat Dallas wenig von einer gewöhnlichen Parteiversammlung. Für ein Foto mit Trump verlangt das Republikanische Nationalkomitee 88.600 Dollar. Das günstigste Paket, das republikanischen Abgeordneten für zwei Eintrittskarten angeboten wurde, kostet 25.000 Dollar. Gleichzeitig verteidigt die Partei nur knappe Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses. Den Demokraten fehlen lediglich drei zusätzliche Sitze, um das Repräsentantenhaus zu übernehmen, und selbst der bislang sicherer geglaubte Senat ist wieder umkämpft. Trump soll nun genau die Wahl retten, die zunehmend unter seiner eigenen Unbeliebtheit leidet. Die Republikaner wetten darauf, dass niemand ihre Anhänger so mobilisieren kann wie er. Am 3. November zeigt sich, ob Trump noch genug Menschen an die Urnen bringt – oder inzwischen ebenso zuverlässig die Wähler der Gegenseite.
 
Trump droht Bombardier – und in Kansas stellen sich seine eigenen Republikaner plötzlich gegen ihn
Donald Trump wollte Kanada treffen. Jetzt sitzen republikanische Politiker in Kansas da und versuchen, den eigenen Präsidenten davon abzuhalten, 1.500 Arbeitsplätze in ihrem Bundesstaat mitzutreffen. Trumps Drohung, Bombardier vom amerikanischen Markt auszuschließen, kommt dort nämlich ganz anders an als im Weißen Haus. Bombardier ist zwar kanadisch, beschäftigt in den USA aber rund 3.500 Menschen. Mehr als 40 Prozent davon arbeiten in Wichita. Für Kansas bedeutet Trumps Ankündigung deshalb nicht irgendeinen neuen Schlag gegen Ottawa, sondern die ziemlich konkrete Frage, was aus 1.500 amerikanischen Jobs wird.

Der republikanische Senator Dr. Roger Marshall hat offenbar verstanden, wie gefährlich ihm Trumps Bombardier-Drohung wenige Wochen vor seiner Wiederwahl werden kann. Er sagt, er werde für die 1.500 Arbeitsplätze in Kansas kämpfen und habe die Sache bereits persönlich ins Oval Office getragen. Allzu viel plötzlich entdecktes soziales Gewissen sollte man daraus allerdings nicht herauslesen. Marshall war früher selbst Arzt und verklagte in dieser Zeit rund 700 Patienten wegen offener Rechnungen. 81 von ihnen wurden im Zusammenhang mit diesen Schulden sogar festgenommen. Auf die Forderungen wurden regelmäßig 18 Prozent Zinsen aufgeschlagen, bei einigen Patienten ließ man Bankkonten pfänden. Heute präsentiert sich derselbe Roger Marshall als Kämpfer für die wirtschaftliche Sicherheit von 1.500 Familien in Kansas.

Sein republikanischer Kollege Jerry Moran ist ebenfalls bei der Trump-Regierung vorstellig geworden. Er wolle sicherstellen, dass der Präsident überhaupt weiß, welchen Anteil Bombardier an der Wirtschaft in Kansas hat. Zwei republikanische Senatoren müssen ihrem republikanischen Präsidenten also gerade erklären, was dessen eigene Drohung in einem republikanischen Bundesstaat anrichten könnte. Damit nicht genug. Auch Ron Estes, republikanischer Abgeordneter aus Kansas, stellt sich gegen den Kurs. Er lehnt Zölle gegen die Luftfahrtindustrie ab und erinnert Trump daran, dass Bombardier eine große amerikanische Lieferkette trägt, Wartung und Reparaturen in den USA betreibt und Maschinen des Unternehmens sogar für wichtige Aufgaben der amerikanischen nationalen Sicherheit genutzt werden. Aus dem angekündigten Schlag gegen eine kanadische Firma wird damit ziemlich schnell ein Schlag gegen amerikanische Beschäftigte, amerikanische Zulieferer und Teile der amerikanischen Luftfahrt.

Bombardier hängt stark am US-Markt. Rund die Hälfte der Verkäufe des Unternehmens geht in die Vereinigten Staaten. Würde Trump seine Drohung wirklich durchziehen, wäre das für den Hersteller schwer genug. Für die Republikaner in Kansas kommt aber noch etwas anderes dazu: Die Demokraten brauchen die Sache nicht einmal kompliziert aufzubereiten. Adam Hamilton, der gegen Marshall um den Senatssitz antritt, schreibt schlicht, Bombardier sichere 1.500 Familien in Kansas gute Jobs – und nun versuche der Präsident, genau das wegzunehmen.

 
Mamdani veröffentlicht 9/11-Dokumente: Der rechte Bürgermeister Guliani und seine Nachfolger haben die Luftsituation nach dem Terroranschlag vertuscht. Zahlreiche Menschen sind deshalb gestorben. Das passiert, wenn Rechts regiert.

Vermutlich sind inzwischen mehr Menschen an den Folgen des Terroranschlags vom 11. September 2001 gestorben als die rund 3000 Menschen beim Anschlag. Jetzt hat New Yorks neuer linker Bürgermeister Mamdani über 170.000 Seiten Dokumente freigegeben.

Und die Dokumente zeigen: Der rechte Bürgermeister Rudy Giuliani hat nach dem Anschlag die Luftqualität bewusst verschwiegen. Menschen sind in Wohnungen, Schulen und Büros zurückgekehrt, die mit Asbest und anderen gefährlichen Stoffen verseucht waren

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